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360 Der KT-WM (Boulevard)Presse Thread - Interviews - Gerüchte und mehr!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Verlassen gleich mehrere Fahrer die KT-WM?

Es brodelt heftig nach dem heutigem Rennen in Indien. Auf der Strecke war es vorher zu mehreren Kollisionen und ungerechten Strafen gekommen. Ferrari Pilot Barry bekam gleich 4 Durchfahrtsstrafen und konnte so das Rennen nur auf Platz 7 beenden. In Kurve 3 war es zu mehreren Unfällen gekommen, immer dabei i am a xbox.
Barry: "Jeder macht mal einen Fehler, aber er fährt sehr hart und ohne Rücksicht auf Verluste, das hat nichts mehr mit Fairness zu tun".

Aber auch andere Fahrer äußerten sich ähnlich:

kellewap(McLaren) nach dem Rennen:
Zu der Angelegenheit zwischen Barry und iphone (xbox) kann ich sagen, dass ich das hinter mir wegen der Fahrperspektive nur hören konnte, iPhone aber in der Spitzkehre gleich danach voll reingehalten hat, obwohl ich schon in der Einlenkphase war. Da war eine Kollision unvermeidbar. Gekümmert hat es ihn nicht, hat Barry und mich im Kiesbett stehen lassen. Fairness sieht anders aus.

Melphiz(Williams): X-Box ist generell wie ein Bulle über die Strecke geheizt, obi han hat er ins Abseits befördert und ich konnte nach Sektor zwei gerade so bremsen, um nicht abzufliegen, als er von rechts seitlich anschoss ... lustig ist anders, in Sektor zwei hatte er mich schon hinten berührt, bisschen mehr und ich hätte mich da schon gedreht ...

Barry: "Wenn solche Aktionen nicht bestraft werden sehe ich keine Zukunft mehr in dieser Serie"
 
Ein weiteres Interview von KTMN:

KTMN: Bereits im dritten Rennen ihrer Karriere den ersten Sieg: Pole und Rennsieg, was bedeutet das für Sie?

Wil: Ich bin natürlich überglücklich sowohl über die Pole wie auch über den Sieg!

KTMN: Nach den Ergebnissen in der Quali hätten wir mit einem einfacheren Verlauf im Rennen gerechnet, weshalb mussten Sie bis zum Schluss kämpfen?

Wil: Leider vermochte mich auch in Indien nicht aus gewissen Anfangsscharmützeln rauszuhalten. Der Start war zwar in Ordnung und ich konnte vorne bleiben, jedoch wurde mir bereits Kurve drei zum Verhängnis. Wegen der kalten Reifen und des bescheidenen Standardsetups verzögerte der Wagen zum einen deutlich langsamer als angenommen und liess sich zum anderen nur wie ein störrischer Esel zum einlenken bewegen… Nachdem ich auch in diesem Rennen dann noch unsanft von der Strecke befördert wurde, befand ich mich wiederum auf P5 und musste mich zurückkämpfen. In Anbetracht des zu konservativen Setups fehlte mir auch der nötige Speed um ohne übermässigen Aufwand - d.h. auf den Geraden - überholen zu können. Hauptproblem war aber das Setup, ich bin damit schlicht und ergreifend nicht wirklich warm geworden und habe dadurch auch massig kleinere Fehler begangen. Ich denke, das Rennen wäre für uns deutlich einfacher abgelaufen, hätten wir unser eigenes Setup verwenden können.

KTMN: Schlussendlich war die Ausgangslage aber für alle gleich…

Wil: Selbstverständlich! Und die Pace von Rockeracer zeigt, dass er sich auf die neuen Begebenheiten schlicht besser einzustellen vermochte als wir.

KTMN: Wie gelang es Ihnen, von P5 wieder ganz nach vorne zu kommen?

Wil: Ich hatte mich auf der Strecke bis auf P3 nach vorne gekämpft, dann kam der Unfall von Kuhbesamer. Durch das SC wurde das Feld wieder zusammengebracht, was mir sehr entgegen kam. Ich konnte zudem den Stopp optimal zu Beginn der SC-Phase durchführen, wodurch ich auf Rang zwei nach vorne stiess. Nach dem Neustart entfachte ein wilder, aber äusserst fair geführter Spitzenkampf zwischen Rocketracer und mir. Wir haben uns über das halbe Rennen bekämpft - mal war man vorne, mal hinten. Wir waren von der Pace her so nahe beisammen, dass es kaum möglich war, den Gegner aus der DRS-Zone abzuschütteln. Nachdem mich Rocketracer kurz vor Schluss erneut schnappen konnte, machte ich unnötigerweise einen kleinen Fehler, wodurch ich ihn auf über 2 Sekunden davonziehen lassen musste. Nur ein Fehler seinerseits ermöglichte es mir, wieder heranzukommen und dank DRS vorbeizugehen. Alles in allem hätte es in diesem Rennen zwei Sieger geben müssen.

KTMN: Was sagen sie zur Leistung von Rocketracer?

Wil: Er fährt fantastisch und war bisher in allen Situation vorne mit dabei. Wirklich weltmeisterlich! An dieser Stelle natürlich auch herzliche Gratulation an MAXStarP3T3 für seine Podestplatzierung. Etwas weniger Glück hatten leider die bisherigen ersten Verfolger von Rocketracer, nämlich Barry the Scarry und Kuhbesamer. Für beide lief das Rennen leider sehr schlecht. Bei Kuhbesamer bin ich froh, dass er den Unfall heil überstanden hat und ich hoffe, dass er in alter frische zurück sein wird in Kanada. An dieser Stelle gute Besserung und ein sorry für unsere Berührung. Barry dagegen wurde offensichtlich Opfer verschiedener Zwischenfälle. Die Pace sowohl in der Quali wie auch im Rennen haben gezeigt, dass auch er ganz vorne hätte mitfahren können. Ich hoffe, dass er sich dadurch nicht allzu sehr entmutigen lässt und die passende Antwort in Kanada auf der Strecke geben wird.

KTMN: Es gab wiederum zahlreiche Zwischenfälle. Insbesondere läuft zur Zeit eine Untersuchung gegen i am a xbox - was sagen sie dazu?

Wil: Die Zwischenfälle in Indien kann ich nicht kommentieren, denn ich habe sie nicht gesehen. In den bisherigen Rennen ist mir seine aggressive, zuweilen auch etwas rücksichtslose Fahrweise auch schon aufgefallen und ich musste auch schon den Acker pflügen wegen ihm … Problematisch scheint mir vor allem zu sein, dass er trotz erbosten Fahrern aus den verschiedensten Lagern kein Einsehen zu haben scheint.

KTMN: Die Forderungen der Fahrer gehen von Punkteabzug, über Sperren bis hin zum Ausschluss: Wie ist ihre Sicht der Dinge?

Wil: Also einen Ausschluss halte ich nicht für angemessen, immerhin war eine Bestrafung trotz verschiedener Zwischenfälle bisher kein Thema. Eine gewisse Einsicht vorausgesetzt halte ich eine mildere Strafe für ausreichend.

KTMN: Was heisst für Sie Fairness?

Wil: Also vorerst muss man mal festhalten, dass Fehler passieren. Es ist wohl kein Fahrer dabei, welcher diese Saison noch keine Berührung (mit)verschuldet hat. Es gehört sich aber, die Fehler anstandslos zuzugeben, den „gefoulten“ wieder überholen zu lassen und schliesslich - ganz wichtig - aus den Fehlern auch etwas lernen zu wollen.
Es ist ja denn auch nicht so, dass ein faires Verhalten auf der Strecke eine Einbahn wäre: In aller Regel ruiniert man sich das eigene Rennen früher oder später auch selbst, wenn man zu rücksichtslos zu Werke geht. Von daher gilt es halt, im Zweifelsfalle zurückzustecken und nicht zu erwarten, dass das Gegenüber dies auch tut.

KTMN: Zurück zum gestrigen Rennen: Was bedeutet der Sieg in Indien für die WM?

Wil: Der Sieg ist natürlich toll und ich konnte Plätze in der Fahrer-WM gutmachen. Nachdem Rocketracer auch in Indien kräftig gepunktet hat (18 Punkte, Anm. d. Red.), hat er seinen Vorsprung jedoch gar noch ausgebaut. Wenn er so konstant weiterfährt, wird kein Weg an ihm vorbei führen.

KTMN: Und die Teamwertung?

Wil: Ein leidiges Thema… Eric wird sich im Verlaufe der Woche sicherlich noch dazu äussern - Tatsache ist, dass das Team zur Zeit mit dem Auftreten bzw. dem Nichtauftreten von PatrickB. äusserst unzufrieden ist. Bevor ich jedoch nicht seine Sicht der Dinge gehört habe, möchte ich mich dazu nicht äussern. In Anbetracht des fantastischen Autos und dem bisherigen Steigerungslauf (P5 in Australien, P3 in Spa, P1 in Indien, Anm. d. Red.) ist es aber schon sehr ärgerlich, dass zur Zeit nur ein Fahrer überhaupt versucht, Punkte für die Konstrukteurs-WM zu liefern.

KTMN: Noch eine letzte Aussicht auf Kanada: Was erwarten Sie?

Wil: Ich bin leider noch nicht sicher, ob ich in Kanada an den Start gehen kann. Die Strecke jedoch ist fantastisch wie alle in der KTWM. Der Kurs dürfte dem Gros der Fahrer wesentlich besser liegen als Indien, entsprechend denke ich, dass die Zeiten näher beisammen sein werden als zuletzt.

KTMN: Herzlichen Dank für Ihre Zeit!
 
Mercedes AMG F1-Team reagiert auf Indien-Ergebnis

Das Mercedes AMG F1-Team konnte sich in Indien über die Plätze 2 und 5 freuen und damit die Führung in der Konstrukteursweltmeisterschaft weiter ausbauen. Dennoch zeigt sich der Teamchef kritisch: "Nach der ersten Auswertung der Daten haben wir einige Baustellen, die es schnellstmöglich zu beseitigen gilt. Aus diesem Grund werden wir schneller als geplant nach Kanada reisen und noch in dieser Woche die Testfahrten aufnehmen."
 
KT-WM News schrieb:
Rocketracer wird als Rennkommissar berufen

Nach den hitzigen Diskussionen über die Zwischenfälle beim Indien-Grand Prix wurde nun Rocketracer als Rennkommissar berufen. Da die KT-WM eine sich selbst organisierende Meisterschaft ist und es keine dauerhafte übergeordnete Instanz für solche Fälle gibt, werden Rennkommissare aus dem Fahrerfeld ernannt. Entscheidend ist hierbei, dass der Rennkommissar nicht selber an im Fokus stehenden Zwischenfällen beteiligt ist bzw. war.
Rocketracer, der sich bereits in Kanada befindet, sagte heute dazu: "Ich bedanke mich bei den Fahrern für das ausgesprochene Vertrauen. Ich werde mir von allen beteiligten Fahrern Informationen zu den einzelnen Situationen einholen und dann eine Entscheidung fällen, womit hoffentlich alle leben können."
Der aktuelle WM-Führende ist seit Beginn der KT-WM im Jahr 2010 dabei und soll nun zur Klärung beitragen. Eine Entscheidung wird für morgen erwartet.
 
KT-WM News schrieb:
Entscheidung der Rennleitung: Disqualifikation und Verwarnung für i am a Xbox

Rocketracer gab soeben das Urteil für die Zwischenfälle im Indien-Grand Prix bekannt. So wird i am a Xbox nachträglich für den WM-Lauf in Indien disqualifiziert. Zusätzlich erhält er eine Verwarnung, da er in Belgien ebenfalls an einem Unfall beteiligt war und eine gewisse Uneinsichtigkeit festgestellt werden konnte. Rocketracer sagte dazu: "Ich habe mir einige Stimmen und Meinungen der Fahrer bzw. Beteiligten eingeholt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass eine solche Maßnahme gerechtfertigt ist. Von einer ursprünglich präferierten Sperre habe ich dann abgesehen, da einige Fahrer betont haben, dass i am a Xbox eine zweite Chance verdient hat. Er soll in Kanada zeigen, dass er aus den Unfällen sowie der daraus resultierenden Strafe gelernt hat und ab sofort ein besseres und klügeres Verhalten auf der Strecke an den Tag legt."
Sollte eine zweite Verwarnung im Laufe der Saison 2012 folgen, führt dies zum Ausschluss aus der KT-WM.
"Jeder von uns hat bereits einen kleinen Rempler oder eine gefährliche Situation zu verantworten gehabt in dieser Saison, darum geht es auch nicht. Es geht um die Häufigkeit und die Reaktion kurz nach einer solchen Situation. Wer unfair überholt, sollte sich wieder zurückfallen lassen.", so Rocketracer weiter.
Damit wird das Rennergebnis aus Indien nachträglich korrigiert. Der aktualisierte WM-Stand ist in Kürze verfügbar.
 
KTMN mit einem weiteren Interview mit Eric Boullier, Teamchef von Lotus:

KTMN: Wil hat bereits angekündigt, dass sie sich noch zur Affäre PatrickB. äussern würden. Was haben Sie zu sagen?

Eric: Nur so viel: Wir sind erleichtert mitteilen zu können, dass PatrickB. wieder voller Motivation an Bord ist und in Kanada 100% für unser Team geben wird. Das ist sehr wichtig für die Konstrukteursmeisterschaft. Wir wollen den zweiten Platz unbedingt verteidigen, haben aber nur wenig Vorsprung und äusserst starke Konkurrenten im Rücken.

KTMN: Was waren die Gründe für das Verschwinden von PatrickB.?

Eric: Das Team und die Fahrer haben darüber Stillschweigen vereinbart - daran halten wir uns.

KTMN: Eben erreicht uns die Meldung, dass i am a xbox (Red Bull Anm. d. Red.) nachträglich die Punkte für den GP von Indien aberkannt und für die kommenden Rennen unter Verwarnung fährt. Was halten sie von dieser Entscheidung?

Eric: Ich begrüsse die umsichtige Art, welche die Rennleitung an den Tag gelegt hat. Ich hoffe, dass wir nun alle zur Normalität zurückkehren können und sämtliche Involvierten mit den besten Vorsätzen nach Kanada reisen werden…

KTMN: Wil konnte in Indien den ersten Sieg in dieser Saison für Lotus einfahren. Haben sich ihre Ziele für den Rest der Saison geändert?

Eric: Anfangs Saison gesetzte Ziele sind nicht da, um auf halbem Weg geändert zu werden - dies gilt sowohl wenn man hinter den Erwartungen zurück liegt als auch wenn man diese übertroffen hat. Zur Zeit stehen wir auf dem zweiten Platz sowohl in der Fahrer- wie der Konstrukteursmeisterschaft. Das ist weit mehr, als wir uns anfänglich erhofft haben. Unser Ziel muss aber bleiben, mit den drei Topteams mithalten zu können. Ferrari und Red Bull haben in Indien verhältnismässig schlecht gepunktet, dies wird in den kommenden Läufen aller Wahrscheinlichkeit nach anders sein. Entsprechend müssen wir weiterhin hart arbeiten.

KTMN: Wil hat zur Zeit 18 Punkte Rückstand auf den WM-Leader Rocketracer. Wie sehen sie die Chancen, diesen Rückstand aufzuholen?

Eric: Zuerst sind wir mal glücklich, da vorne mitkämpfen zu können. So lange Rocketracer aber weiterhin kaum Fehler macht, sind 18 Punkte ein sehr grosses Polster und nach vorne wird es sehr schwer. Umgekehrt haben wir keinen so grossen Vorsprung nach hinten und müssen primär darauf schauen, unsere Position zu verteidigen. Trotz all dem werden wir natürlich mit einem Auge auf die Meisterschaft schielen, so lange rechnerisch die Möglichkeit besteht, diese zu gewinnen. Dies gebieten bereits das Sportlerherz und der erfolgshungrige Racertyp.

KTMN: Wird es in Kanada wieder auf einen Zweikampf zwischen Mercedes und Lotus hinauslaufen?

Eric: Definitiv nicht. Mehrere Fahrer hatten in Indien den Speed, um ganz vorne mitzufahren. Das wird in Kanada nicht anderes sein.

KTMN: Besten Dank und viel Erfolg für Kanada!
 
Einige verrückte Statistiken zum 3. KT-WM-Lauf in Indien

Ein kleiner Ausschnitt über einige Fakten nach dem Noida-Wochenende:

- Der 3. KT-WM-Lauf war in doppelter Hinsicht eine Premiere: Erstmalig wurde ein KT-WM-GP dort ausgetragen. Zudem konnte wil zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere einen Sieg einfahren. Er ist erst der fünfte Pilot, dem dies gelingt.

- Doch es gibt noch mehr Grund zum Feiern: Er konnte sich erneut die Pole Position sichern. Es ist seine zweite Pole und das sogar in Folge. Das gab es zuletzt in der KT-WM 2011 (Rocketracer; 3 Pole Positions; 2.-5. GP). Der Rekord liegt bei vier Pole Positions in Folge (Rocketracer; 4 Pole Position; 1.-4. GP in der KT-WM 2010).

- Auch wil konnte den Hattrick (Pole Position, Rennsieg und schnellste Rennrunde) nicht vollenden: Ihm fehlten am Ende ca. eine Zehntelsekunde auf die schnellste Rennrunde. Somit ist die 2012er-Saison noch ohne Hattrick eines Fahrers.

- extraleben blieb gleich zwei Mal ohne Punkte. Dafür holte er in Indien gleich sechs Zähler für sich und das Sauber-Team. Damit geht es von WM-Platz 14 auf 9.

- Erstmals in der KT-WM-Geschichte kam das Safety Car auf die Strecke. Der Grund war der Unfall von kuhbesamer, der das Rennen leider vorzeitig beenden musste und somit erstmalig in der KT-WM 2012 punktlos blieb.

- MAXStarPETE schaffte mit Platz 3 in Noida sein erstes Podiumsergebnis in seiner Karriere. Er ist der insgesamt 13. Fahrer, dem dies gelingt.

- Es gibt nur noch fünf Fahrer, die bisher in jedem Rennen gepunktet haben: MAXStarPETE (Torro Rosso), Mutzi (Mercedes AMG F1), Barry the Scary (Scuderia Ferrari), wil (Lotus Renault) und Rocketracer (Mercedes AMG F1). Sie liegen zudem in den Top 6 der Fahrerwertung. Lediglich kuhbesamer hat durch den Ausfall in Noida einen Nuller zu verbuchen, liegt aber dennoch auf Rang 4 der KT-WM.
 
KT-WM News schrieb:
Mercedes AMG F1 vor dem Kanada-Wochenende: Zu wenig Antworten auf die vielen Fragen?

Ein Blick in beide WM-Wertungen zur Halbzeit der KT-Saison 2012 lässt Rückschlüsse auf eine zufriedenstellende 1. Saisonhälfte durchaus zu. Rocketracer führt in der Fahrerweltmeiserschaft, das gesamte Team liegt auf Platz 1 der Konstrukteure. Doch so souverän, wie die Zahlen den Eindruck vermitteln, ist es bei weitem nicht: Nach dem Indien-Grand Prix war den Mercedes-Verantwortlichen die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Allen voran drängte sich die Frage auf, warum der Mercedes W03 auf einer Runde zu langsam ist. Nach Belgien, wo man nach eigenen Angaben noch Pole-Chancen gehabt hatte, aber Rocketracer die Runde nicht zusammenbekommen hat, war an den ersten Startplatz in Indien erst gar nicht zu denken. Plötzlich war man eine Sekunde und mehr weg von der Pace, dabei konnte man vor vier Wochen zu Saisonbeginn noch über die beste Qualifying-Zeit jubeln. Wie kann das sein?
Der Teamchef versprach Lösungen für Kanada, doch aus Antworten auf die Fragen wurden wage Vermutungen.

Rocketracer zeigt sich kämpferisch
Um die Qualifying-Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen, reiste das Mercedes AMG F1-Team direkt nach dem Indien-Rennen nach Kanada weiter. Dort nutzte man die Zeit, um an den Problemen zu arbeiten. Doch es scheint sich Ernüchterung einzustellen: "Um ehrlich zu sein, blicken wir noch nicht wirklich durch", so Rocketracers erste Einschätzung nach den ersten Runden. Auch der Teamchef klingt nicht optimistischer: "Wir haben einige Ideen, die wir heute und auch in den nächsten Tagen ausprobieren werden. Ob es etwas bringt, das müssen wir abwarten."
Immerhin zeigt sich Rocketracer kämpferisch: "Wir werden alles geben, um unseren Fans am Sonntag ein tolles Ergebnis zu präsentieren. Am Ende des Rennens wird abgerechnet."
Auffällig: Gerade im Rennen scheinen die Mercedes-Boliden deutlich besser unterwegs zu sein. Bisher waren alle Rennplatzierungen mindestens genauso gut wie die Qualifyingresultate.
Doch auch hier zeigt eine ausführliche Analyse: Der W03 offenbart Schwachstellen.

Verirrt im Setup-Dschungel?
Es spricht vieles dafür, dass Mercedes beim vergangenen Rennen ein nicht optimales Setup am Start hatte. Beim rundenlangen Duell mit wil im Lotus-Renault wurde deutlich, dass Rocketracer in den meisten Fällen deutlich schlechter aus Kurve 3 herauskam und somit kaum eine Chance für einen Angriff in der DRS-Zone hatte. Es stellt sich die Frage, ob Mercedes Probleme im Bereich der Traktion hat. Dies könnte für Kanada noch größere Auswirkungen haben, da hier die Traktion einer der Schlüsselrollen spielt. Der Mercedes-Teamchef äußert sich dazu eher kryptisch: "Wir konnten sehen, dass Rocketracer meist nie nah genug an wil herankam, um einen Angriff zu starten. Dies wurde durch mehrere Faktoren während des Rennens begünstigt."
Die aktuellen Testrunden in Kanada zeigen immer wieder viel beschäftigte Mercedes-Mechaniker, die an allen Bereichen des Boliden schrauben. Es scheint so, als stelle man aktuell alle Autoeinstellungen auf den Kopf, um die offenen Fragen zu klären. Zielführende Setup-Entwicklung sieht anders aus.

Mutzi: "Lost in India?"
"Wir wissen, dass wir in einigen Punkten unser Auto noch verbessern können und auch müssen. Aber wenn wir als Team zusammenarbeiten, dann gelingt uns dies auch", so Rocketracer weiter.
Kurioserweise ist gerade der Teamkollege des WM-Führenden als essentieller Bestandteil des Teams noch gar nicht in Kanada gesehen worden. Nach dem Indien-Grand Prix scheint der aktuelle WM-Fünfte abgetaucht zu sein.
Gibt es also ein Problem mehr für den Mercedes-Teamchef und sein Team? Zumindest ist er uns dadurch eine Antwort mehr schuldig.
 
Bericht aus der KTMN:

Nach zahlreichen Runden im Simulator und durchgearbeiteten Nächten Werk in Enstone wird das Team Lotus heute Abend in Kanada die Arbeit auf der Strecke selbst in Angriff nehmen und sich intensiv auf das kommende Wochenende vorbereiten.

KT-Motorsport-News durfte ganz exklusiv mit dem Team Anreisen und etwas Einblick geniessen. Neben dem hektischen F1-Alltag mit verschiedensten Aufbau- und Einrichtaufgaben konnten wir auch einige mehr oder minder aufschlussreiche Gespräche mit einigen Hauptbeteiligten führen.

So durften wird von James Allison, technischem Direktor des Lotus F1 Team, in Erfahrung bringen, dass man mit den neuesten Erkenntnissen vom Windkanal zufrieden sei, einige neue Teile an den Wagen gebracht habe und man so hoffe, mit dem technischen Fortschritte der übrigen Teams mithalten zu können: „Wir hoffen insbesondere, dass wir beim Topspeed besser aufgestellt sein werden als zuletzt in Indien, denn in Kanada gibt es nur zwei wirklich gute Überholmöglichkeiten: Vor und nach der Haarnadel, wobei Zweitere bei genügend Topspeed natürlich die weitaus weniger riskante ist. Dies allerdings nur, wenn man wirklich vorbei kommt, denn ein Vorbeibremsen in der Schikane ist schlicht nicht möglich“.

Während sich Teamchef Boullier nicht zu den Zielen für das Kanada Weekend vernehmen liess, konnten wir mit wil, welcher zuletzt einige Tage Ferien in Colorado eingelegt hatte, einige Worte wechseln. Er verriet uns, dass man zur Zeit noch im Dschungel des Setups festhänge und es wiederum den optimalen Kompromiss zwischen Speed und Grip zu finden gelte. Angesprochen auf die Dominanz in der Qualifikation zum GP von Indien: „In Anbetracht der Qualifikationen in Belgien und Indien - nicht zuletzt auch unter Berücksichtigung dessen, dass die entsprechenden Ergebnisse nur bedingt einen Vorteil gebracht haben - müssen wir uns für Kanada fragen, ob wir das Setup in den vergangenen Rennen vielleicht zu sehr auf ein leichtes Auto mit frischen Reifen abgestimmt haben - diesbezüglich wären wir für Kanada vielleicht gut beraten, etwas mehr an die 35 Runden im Rennen zu denken. Andererseits bedeuten wenig Flügel aber eben auch hoher Topspeed und genau das benötigt man, will man in Kanada überholen oder eine echte Chance haben, sich die DRS-begünstigen Verfolger vom Leib zu halten… Sie sehen, wie immer ein sehr schwer zu treffender Kompromiss“. Angesprochen auf die unsichere Wetterlage von Kanada nach dem zuletzt sonnigen Indien-Wochenende räumt wil überraschend unverblümt ein, dass er sich unter trockenen Bedingungen wesentlich bessere Chancen einräumt als im Regen: „Ich würde mich nicht gerade als besonders starken Regenfahrer bezeichnen. Ich brauche viel Vertrauen ins Fahrzeug und das habe ich nur im Trockenen zu 100%. Im Regen sind mir einfach zu viele Unbekannte an Bord und ich fühle mich wesentlich unwohler. Zudem verkommen viele Rennen zum Poker - dies dürfte andersherum jedoch auch eine Chance sein, unseren WM-Rückstand wett zu machen, denn unter Standardbedingungen sind die Mercedes im Renntrieb einfach sau schnell.“

Alles in allem machen die Jungs bei Lotus einen zuversichtlichen Eindruck für das kommende Rennen in Kanada. Wir hoffen auf ähnlich spannende Duelle wie in Indien und sind insbesondere gespannt, ob sich Ferrari und Red Bull in Kanada an der Spitze zurück melden werden.
 
KT-WM News schrieb:
Rocketracer: "Die Pole liegt wohl außer Reichweite"

Rocketracer gibt sich vor dem Wochenende in Kanada optimistisch und spricht von Verbesserungen im Qualifying, glaubt aber nicht, dass die Pole Position zu holen ist.

I: "Rocketracer, in den letzten Tagen gab es ein wenig Wirbel um ihren Teamkollegen, der nicht an der Strecke gesehen wurde. Wie ist der aktuelle Stand?"
R: "Ich kann versichern, dass da alles in Ordnung ist. Er wird am Sonntag antreten und hat sich soweit ich weiß auch schon offiziell angemeldet."
I: "Die letzten beiden Qualifyings liefen sicherlich nicht nach ihrem Geschmack. Was spricht dafür, dass es in Kanada wieder besser läuft?"
R: "Das Problem ist nicht, dass wir die Pole Position nicht geholt haben, sondern die Tatsache, wie groß der Rückstand auf wil (Lotus Renault, Anm. der Redaktion) war. Wir hoffen, mit einigen neuen Teilen am Auto und einigen Setup-Verbesserungen nun die Lücke etwas schließen zu können."
I: ""Die Lücke schließen" deutet darauf hin, dass Sie am Sonntag weiterhin mit einem Rückstand zu kämpfen haben?"
R: "Wenn ich ehrlich bin, dann glaube ich, dass die Pole in Kanada wohl außer Reichweite liegt."
I: "Aber woran liegt es, kann man das genauer benennen?"
R: "Wenn wir das wüssten... (lacht). Es sind einige Faktoren, die zusammenkommen. Es scheint so, als würden wir die Reifen nicht so gut auf Temperatur bekommen. Das führt dazu, dass ich meist mehrere Runden fahren muss, um eine vernünftige Rundenzeit zusammenzubekommen. Zum anderen scheint die Balance mit leerem Tank nicht optimal zu sein."
I: "Im Rennen scheinen Sie dann aber deutlich konkurrenzfähiger zu sein..."
R: "Ja, unsere Rennperformance ist seit Belgien deutlich besser als die Qualifyingleistung gewesen. Im letzten Rennen gab es zwar auch dort einige kleine Probleme, die sollten wir aber durch einige Setup-Anpassungen im Griff haben. Generell ist die Strecke hier in Kanada deutlich anders als die bisherigen Läufe."
I: "Die Experten sind sich nicht einig, ob unter normalen Umständen eine Ein- oder Zweistoppstrategie die schnellere Variante sein wird. Wie sehen Sie das?"
R: "Unsere Rennsimulation liefert da eigentlich ein sehr klares Bild. Natürlich werde ich dies hier nicht ausplaudern (grinst). Aber generell sollten wir abwarten, was das Wetter macht. Regen ist wohl nicht ausgeschlossen, das wirft die besten Taktiken über den Haufen."
I: "Was können wir also vom Mercedes AMG F1-Team" an diesem Wochenende erwarten?"
R: "Ein hoffentlich starkes Rennen. Wir müssen schauen, dass wir das Qualifying gut überstehen und dann werden wir im Rennen voll angreifen. Wir sollten über die lange Distanz ein Wort um den Sieg mitreden können, auch wenn es sicherlich eng werden wird. wil ist sicherlich Favorit nach dem Indien-GP, aber wir werden alles geben, um den Sieg einzufahren und viele Punkte für das Team zu sammeln. Vielleicht schaffen wir es ja, beide Fahrzeuge auf das Podium zu bringen. Das wäre eine tolle Leistung und eine Belohnung für die harte Arbeit unserer Jungs an der Strecke und in der Fabrik."
 
Und noch ein Interview aus der KTMN:

KTMN: Am Sonntag steht bereits der vierte KTWM-Lauf auf dem Programm. Sie und ihre Konkurrenz sind bereits fleissig am vorbereiten. Wie sehen Sie ihre Chancen auf den Sieg am Sonntag?

Wil: In Anbetracht der letzten beiden Rennen könnten wir uns aus der Mitfavoritenrolle natürlich nicht rausmogeln, aber das Starterfeld ist eng zusammen und Kanada eine traditionell beliebte und viel gefahrene Strecke. Anders als beim letzten GP in Indien wird der Grundspeed der Piloten für Kanada von Beginn weg enger beisammen sein. Trotzdem glaube ich, dass wir sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen vorne werden mitmischen können, sofern wir fehlerfrei bleiben. Noch mehr als in den letzten Rennen wird in Kanada derjenige Erfolg haben, welcher am wenigsten Fehler macht und sich von anderen Fahrzeugen und Streckenbegrenzungen fern hält.

KTMN: Unsere Handgestoppten Zeiten haben gezeigt, dass sie und Rocketracer auf eine Runde sehr nahe beisammen seid. Was sind diese Zeiten wert?

Wil: Sehr wenig. Sie sagen einzig aus, dass man das Layout der Strecke kennt und die Kurven grundsätzlich im Griff hat. In der Qualifikation steigt der Druck aber, da man nur wenige Runden zur Verfügung hat: Es muss auf den Zeitpunkt alles stimmen, man muss das richtige Mass zwischen aggressiver und fehlerarmer Fahrweise finden und in beschränkter Zeit drei gute Sektoren zusammenkriegen. Zudem muss man sich vom Verkehr fernhalten. Die Zeiten werden meinen Erwartungen nach in der Quali deutlich langsamer sein als die von ihnen gestoppten Time Attack Zeiten. Fraglich natürlich auch immer, welches Setup verwendet wurde… Es wäre aber falsch, den Kampf um die erste Startreihe auf ein Duell zwischen Rocketracer und mir zu reduzieren. Neben Mercedes waren insbesondere auch Ferrari und Red Bull bisher starke Qualifier und auch diese werden um die erste Startreihe kämpfen. Zudem kommt mein Teamkollege für Kanada zurück - auch er dürfte für eine Überraschung gut sein.

KTMN: Die Red Bull haben sich zu unser aller Erstaunen bisher noch nicht fürs Rennen eingetragen…

Wil: Darüber weiss ich leider nicht mehr als sie. Wir hoffen natürlich nach wie vor auf deren Teilnahme. Es bleibt ja noch ein wenig Zeit, sich einzutragen.

KTMN: Unseren Kollegen von KT-WM News zu Folge scheint Mercedes bezüglich Boxenstrategie weiter zu sein als sie…

Wil: Wir sind diesbezüglich tatsächlich etwas ratlos. Der Umstand, dass im Rennen nicht nachgetankt werden darf erleichtert aber die Situation etwas… Wir können im Rennen auf den Reifenabbau und die gesamte Rennsituation reagieren. Wir gehen bisher davon aus, dass wir bei einem Rennen mit absolut freier Fahrt mit zwei Stopps schneller wären. Nun wissen wir aber alle, dass man nicht alleine auf der Strecke ist. Zudem könnte das Wetter so oder so jegliche Planung durcheinanderbringen. Wir werden wohl variabel bleiben, was die Strategie anbelangt und uns erst im Verlaufe des Rennens festlegen.

KTMN: Die Startphase dürfte heiss werden…

Wil: Nicht heisser als in den bisherigen Läufen. Ich gehe diesbezüglich nicht von besonderen Problemen aus. Die ersten Kurven bieten genug Platz und bis zur ersten abfallenden rechts/links-Schikane dürften sich die Piloten etwas einsortiert haben. Zudem hat die Rennleitung aus Indien ein klares Signal gesetzt, dass Fairness gross geschrieben wird. Dies wird seine Wirkung hoffentlich nicht verfehlen.

KTMN: Besten Dank und viel Glück für Indien.

Wil: Danke.
 
KT-WM News schrieb:
Williams schickt Ersatzfahrer nach Kanada an den Start: „Konstrukteurspunkte sind wichtig”

Auch in Kanada wird das Williams F1 Team nur mit halber Rennstärke antreten können, der Ersatzfahrer Melphiz scheint jedoch gelassen:
„Ich habe bereits nach Indien so schnell wie möglich angefangen in Kanada zu trainieren. Das Starterfeld scheint übersichtlich, ein Platz in den Punkten sollte machbar sein.” so Melphiz nach seiner letzten Trainingssitzung.
Teamchef Sir Frank Williams betonte das Vertrauen in den jungen Fahrer: „Er hat sich gut vorbereitet, die Strecke ist eine echte Herausforderung, doch er wird uns wichtige Konstrukteurspunkte einfahren, da sind wir uns sicher..”
Auch Marketing-Direktorin Claire Williams blickt gelassen ins Rennwochenende: „Wir haben ihm klargemacht, dass wir in der momentanen Situation nicht viel erwarten können. Jeder Punkt ist wichtig, er wird es sicherlich ruhiger angehen können als in Indien.”
Das Williams F1 Team hatte, dank zweier Ausfällle und einer Disqualifikation anderer Fahrer, in Indien vier wertvolle Punkte einfahren können. Derzeit kann das Team keinen seiner beiden Stammpiloten der aktuellen Saison ins Rennen schicken, die Gründe dafür wurden nicht bekanntgegeben, es wird jedoch zunehmend realistischer, dass Melphiz diese Saison für das Williams F1 Team zu Ende fahren wird.

Kanada ist eine herausfordernde Strecke, wo auch das Wetter sehr ausschlaggebend sein kann. „Das Wetter könnte die Wendung sein, sollte es Regen geben, würde das in unsere Hände spielen. Aber auch im Trockenen sollten wir eine stabile Performance liefern können”, so Dickie Stanford Race Team Manager von Williams, „Wir sind auf alles vorbereitet, nur die Reifen machen uns ein wenig Sorgen.”

Es wird also ein spannendes Rennwochenende, das richtige Setup auf dem Circuit Gilles-Villeneuve zu finden, ist nie leicht und auch Pirelli konnte keine genauen Angaben zum Verschleiß ihrer Reifen machen. Gespannt dürfen wir also auf den 18. November blicken und hoffen, dass alle Fahrer unfallfrei die schwarzweißkarierte Flaggen sehen werden.
 
KT-WM News schrieb:
Gerüchte um Teamwechsel: Williams' Ersatzfahrer Melphiz soll ein Angebot eines anderen Teams vorliegen haben

Erst schien es, als würde es für Melphiz die Chance geben, die Saison im Williams-Renault zu beenden, doch scheinbar soll sich ein anderes Team für diesen jungen Fahrer interessieren.
„Es kam überraschend”, sagte Melphiz am frühen Morgen, „heute früh kam meine Managerin zu mir und sprach von einem möglichen Teamwechsel, ich hatte nicht mit einem Angebot eines anderen Teams gerechnet.” Von welchem Team genau er das Angebot bekam, wollte Melphiz vorerst nicht verraten, „Die Anforderungen wären deutlich höher als bei Williams, es würde schwer für mich werden, diese zu erfüllen.”
Nach den glücklichen vier Punkten in Indien erwartet das neue Team Höchstleistungen für die Konstrukteurswertung, so heißt es, für Melphiz wäre dies eine durchaus günstige Gelegenheit, sich in der F1 besser zu präsentieren aber das dürfte nicht ganz einfach werden.
Teamchef Sir Frank Williams steht hinter jeder Entscheidung seines jungen Fahrers: „Wir wissen nicht recht, wie wir reagieren sollen. Einerseits wäre es das scheinbare Aus für uns in dieser Saison, andererseits ist es eine gute Gelegenheit für ihn. Wie immer er sich entscheiden mag, er hat Potential und wir stehen voll hinter ihm.”
Auch Marketing-Direktorin Claire Williams findet positive Worte für den eventuellen Wechsel: „Er ist bei uns willkommen, egal wohin er gehen sollte, wir würden uns natürlich wünschen, dass er in unserem Team zumindest für diese Saison bleibt.”
Ein weiterer Verlust eines Fahrers wäre für das Williams F1 Team ein bitterer Rückschlag, denn ohne Fahrer müsste es seine Teilnahme an weiteren Rennen absagen. Dickie Stanford, Race Team Manager von Williams, ist nicht sehr glücklich mit der Situation, wollte jedoch keinen weiteren Kommentar dazu abgeben.

Ob Melphiz also wirklich wechseln wird und bereits in Kanada unter neuer Flagge fährt oder ob er seine Entwicklung bei Williams fortführen wird, bleibt ungewiss. Schauen wir mal, wie sich die Dinge entwickeln.
 
KT-WM News schrieb:
Rocketracer nach teamübergreifenden Test zufrieden: "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht"

Nach dem heutigen teamübergreifenden Test, an dem neben beiden Mercedes-Piloten auch i am a xbox im Red Bull und Melphiz im Williams teilnahmen, zeigte sich Rocketracer für den morgigen 4. WM-Lauf zuversichtlich: "Wir hatten heute die Gelegenheit, noch ein paar Dinge auszuprobieren. Das Auto lief gut, unsere Pace war ebenfalls zufriedenstellend. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht."
Der Mercedes-Teamchef zeigte sich nach den Testrunden ebenfalls zufrieden, relativiert aber: "Unser Auto passt diesmal sicherlich deutlich besser zum Streckenlayout. Rocketracer fühlt sich im Auto sehr wohl, er scheint seine Leistung besser abrufen zu können. Allerdings müssen wir bis morgen warten und schauen, was die gesamte Konkurrenz macht. Für uns wird es wichtig sein, dass wir uns im Qualifying steigern können. Das ist aktuell unser größtes Problem. Unsere Rennperformance sollte wie schon in Indien und Belgien gut genug sein, um vorne mitfahren zu können."
Start der 4. Rennwochenendes ist diesmal um 17 Uhr deutscher Zeit.
 
KT-WM News schrieb:
Williams F1 Team auch in Kanada dabei: Ersatzfahrer Melphiz bleibt bei Williams

So schnell wie die überraschende Mitteilung über einen möglichen Teamwechsel kam, so schnell sind die Winde aus den Segeln. Williams-Fahrer Melphiz erklärte am Sonntagvormittag, er habe derzeit nicht vor, in ein anderes Team zu wechseln.
„Es ist zu früh”, erklärte Melphiz, „jetzt zu wechseln, wäre unvorteilhaft. Momentan arbeiten wir an passenden Setups unseres Autos auch habe ich hier alle Ruhe, um ohne Druck ins Rennen zu gehen.”
Nachdem die Mitteilung über einen eventuellen Teamwechsel am Samstagmorgen im Fahrer- und Teamlager für Wirbel gesorgt hatte, geht nun also alles seinen gewohnten Gang weiter. Teamchef Sir Frank Williams ist froh über die Entscheidung seines Fahrers: „Das ist klasse! Melphiz hat uns zugesichert, diese Saison komplett in unserem Team zu bleiben und für uns wichtige Konstrukteurspunkte einzuholen”, er betonte dabei auch die Wichtigkeit für die Teammoral „Das Team steht hinter ihm und alle arbeiten jetzt mit 110% um ihm das bestmögliche Setup zu bieten.”
Dickie Stanford, Race Team Manager von Williams, ist erleichtert: „Es sorgte für eine große Unruhe in unseren Reihen. Ich bin froh, dass wir uns nun wieder auf die Rennen konzentrieren können.”
Die ersten Tests haben gezeigt, dass die Performance von Williams in Kanada stabil ist, abzuwarten bleibt, wie sich das Wetter verhalten wird. Es wird also spannend auf dem Circuit Gilles-Villeneuve, hoffen wir, dass alle Fahrer unfallfrei durch dieses Rennen kommen
 
KT-WM News schrieb:
90 Minuten vor dem Start in Kanada: Werden die Reifen das Zünglein an der Waage sein?

Die KT-WM 2012 startet in etwas mehr als einer Stunde in die zweite Saisonhälfte. Alle warten auf ein erneutes Duell zwischen wil im Lotus-Renault gegen Rocketracer im Mercedes AMG F1, doch zumindest Letzterer sieht das nicht auf einen Zweikampf reduziert: "Wir haben in den ersten drei Rennen jede Menge Fahrer vorne mitfahren gesehen. Die Strecke in Kanada ist auf Grund ihrer Kürze und Charakteristik dafür bekannt, dass es ein enges Starterfeld gibt. Insofern glaube ich, dass einige Fahrer heute Siegchancen haben werden."
Experten rätseln aktuell noch über die Performance der Pirelli-Reifen bei diesem Grand Prix. Auch die Teams scheinen sich da nicht einig zu sein und rätseln insbesondere über die Haltbarkeit der Walzen. Bei Mercedes AMG F1 geht man davon aus, dass bei einem Trockenrennen eine Ein- oder Zweistoppstrategie gefahren wird. "Die Frage wird sein, wie der Fahrer und das Auto mit den Pneus umgehen wird", so der Mercedes-Teamchef kurz vor dem Start.
Spannung ist also garantiert, zumal der Circuit de Gilles Villeneuve für actiongeladene Rennen bekannt ist. Vielleicht werden wir auch heute wieder das Safety Car sehen: Nicht nur die berühmte "Wall of Champions", sondern auch einige andere Streckenabschnitte sind durch enge Leitplanken gekennzeichnet und somit brandgefährlich für die F1-Boliden.
 
KT-WM News schrieb:
Williams erfährt vier weitere Konstrukteurspunkte: Melphiz mit zufriedenstellendem aber unglücklichen 8. Platz

Montreal - eine Strecke, die alles fordert und noch mehr forderte heute der Wettergott, denn er schickte uns den Regen, ohne Gnade, ohne Ende.
Nach einer überraschend guten 1:15.er Zeit im noch trockenen Qualifying, konnte Williams' Rookie Melphiz von einem guten 6. Platz starten.
„Ich war verblüfft”, kommentiert Melphiz, „wir hatten in der Quali bereits das Regensetup angesetzt, eine solche Rundenzeit zu fahren, war vollkommen überraschend - selbst mit Trockensetup gelang mir dies bisher nicht.”
Mit einem unfallbehafteten Start der vorderen Plätze beim Start, konnte sich Melphiz wichtige Plätze vorfahren, doch die Freude währte nur kurz, denn ruckzuck war klar, dass die Performance des Williams nicht für die Pole genügen würde. „Ich war kurzzeitig 2. - ein tolles Gefühl, aber ich wusste, dass ich noch einige Plätze nach hinten gehen würde, wir hatten das Auto auf Stabilität getrimmt, Punkte waren uns wichtig.” so Melphiz.
Nach einigen spannenden Zwei- und Dreikämpfen musste sich der junge Williams-Renault-Fahrer jedoch nach einem Ausrutscher auf dem 7. Platz wiederfinden, den er fast bis zum Ende des zweiten Sektors in seiner letzten Runde verteidigen konnte. „Es ist ärgerlich ...” gab er leise zu Wort, „ich konnte nach der rechts-links den Wagen nicht mehr kontrollieren und fand mich in der Leitplanke wieder ... 4 Punkte sind gut aber es wäre einfach mehr drin gewesen, es war so knapp.”
Das Williams-F1 Team ist jedoch vollkommen zufrieden mit der Leistung ihres Jungen fahrers: „Das war kein leichtes Rennen, die Konkurrenz war stark und schnell - oftmals schneller sogar” betonte der Race Team Manager Dickie Stanford, „Er hat eine gute, solide und beinahe fehlerfreie Performance hingelegt, die gewonnenen vier Punkte sind wichtig für uns.”
Auch Teamchef Sir Frank Williams applaudierte seinem neuen Fahrer zu dieser Rennleistung: „Wunderbar! Mehr konnten wir nicht erwarten unter diesen Bedingungen, es ging uns hauptsächlich darum, in den Punkten zu bleiben und er hat hart gekämpft.”
Nach diesem spannenden Rennen konzentriert sich das Team nun auf den nächsten Grand Prix in Japan. Suzuka ist immer eine herausfordernde Strecke, wir können also gespannt sein, wie heiß das kommende Rennen in zwei Wochen hergehen wird.
 
KT-WM News schrieb:
Rocketracer siegt im Regen von Kanada

Rocketracer zeigt sich nach dem dritten Saisonsieg zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, fordert aber weitere Verbesserungen am W03.

I: "Rocketracer, Glückwunsch zum dritten Saisonsieg. Es scheint so, als kann Sie noch nicht mal der Regen stoppen..."
R: "(lacht) Von außen mag es einfach ausgesehen haben, aber es war ein hartes Stück Arbeit. Die Gripverhältnisse waren nicht sehr einfach, aber wir haben es Ende am besten hinbekommen."
I: "Im Qualifying mussten Sie sich diesmal sogar mit der zweiten Startreihe begnügen."
R: "Das stimmt, aber es war ein sehr enges Qualifying. Wir haben einen großen Schritt nach vorne machen können, der allerdings immer noch nicht zur Pole Position gereicht hat. Am Ende fehlten uns knapp zwei Zehntel auf wil (Lotus Renault, Anm. der Redaktion) und nur wenige Tausendstel auf kuhbesamer (Red Bull, Anm. der Redaktion). Es war also in Ordnung."
I: "Ihr Start sah dann nicht sonderlich gut aus..."
R: "Das müssen wir uns noch mal anschauen. Als die Lichter ausgingen, fiel unsere Drehzahl in den Keller. Dadurch verlor ich mindestens eine Position. In Kurve 1 ging dann alles gut, ich hatte eine gute Linie, doch dann kollidierte ich mit MAXstarPETE (Torro Rosso, Anm. der Redaktion), der quer auf der Strecke stand. Dafür habe ich dann eine Durchfahrtsstrafe kassiert."
I: "Was haben Sie in diesem Moment gedacht?"
R: "(lacht) Ich habe gedacht, dass ich nun in die Box muss. Im Ernst: Von da an hab ich mich auf ein schwieriges Rennen eingestellt, weil ich befürchtete, weit zurückzufallen. Zum Glück kam alles anders."
I: "War die Strafe in Ihren Augen gerechtfertigt?"
R: "Es war auf jeden Fall eine harte Sanktion und einer meiner wenigen Strafen bisher. Ich müsste mir das vielleicht noch mal anschauen, um die Situation besser beurteilen zu können."
I: "Unter den schwierigen Bedinungen schien Ihr Bolide aber nicht das Maß aller Dinge zu sein. Zumindest ging es bei den schnellsten Rundenzeiten immer hin und her."
R: "MAXstarPETE war im Regen unheimlich schnell. Im ersten Rennabschnitt war er relativ nah an mir dran, aber anscheinend hatte er immer wieder mal ein paar Fehler drin, sodass ich ihn auf Abstand halten konnte. In der zweiten Hälfte waren dann einige Fahrer schneller als wir. Nach meinem Stopp konnten wir auch schnellere Rundenzeiten fahren, die neuen Intermediates hatten spürbar mehr Grip. Deswegen kann man das sicherlich nicht 1:1 vergleichen, da nicht alle in der selben Runde in die Box kamen."
I: "Abseits der Situation in Kurve 2 waren Sie nur selten neben der Strecke und hatten keinerlei Schaden am Auto. War das der Schlüssel zum Erfolg?"
R: "Ich denke schon. Wir konnten konzentriert unsere Runden abspulen und haben uns kaum Fehler erlaubt. Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Sieg."
I: "Schauen wir nach vorne. In zwei Wochen steht die zweite KT-WM-Premiere in Japan, Suzuka an. Wenn wir richtig gerechnet haben, könnte sich dort schon die Fahrer- und Team-WM entscheiden."
R: "Es wäre sicherlich toll, wenn wir uns vorzeitig beide WM-Titel sichern könnten. Aber es liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, die Konkurrenz wird es uns sicherlich nicht leicht machen. Wir müssen uns auf das Wochenende gut vorbereiten, zumal es keinerlei Erfahrungswerte aus den Vorjahren gibt."
I: "In der vergangenen Saison gelang Ihnen zusammen mit MouseMan ein Doppelsieg vor heimischen Publikum auf dem Nürburgring. Heute sah es zwischenzeitlich danach aus, als ob Mutzi und Sie ebenfalls einen solchen Erfolg feiern könnten. Wussten Sie darüber Bescheid?"
R: "Mein Renningenieur hatte mir die Platzierungen durchgegeben. Das wäre sicherlich toll gewesen, insbesondere für Mutzi, der bisher auf eine eher schwierige Saison zurückblickt. Aber er macht eine tolle Arbeit und sammelt wertvolle Punkte für unser Team. Wir konnten bisher im jeden Rennen mehr Punkte sammeln als die Konkurrenz, daran hat er einen großen Anteil."
 
KTMN: Wil, Gratulation zum 2. Platz - bereits das dritte Podium in dieser Saison. Zufrieden?

Wil: Natürlich bin ich zufrieden. Wie bereits mehrmals gesagt, konnten und können wir die WM nur noch gewinnen, wenn Rocketracer patzt. Dies tut er jedoch seit Beginn der Saison nicht und damit ist schlussendlich auch egal, ob ich ein paar Punkte mehr oder weniger hole. An dieser Stelle einmal mehr herzliche Gratulation an Rocketracer: Tolles Rennen, tolle Saison, verdienter Sieger!
Nach hinten konnten wir den Vorsprung weiter vergrössern und wir dürfen uns ernsthafte Chancen auf den Vizetitel machen. Auch in der Konstrukteure-WM ist dieser noch drin.

KTMN: Ganz ehrlich, das klingt nicht nach echter Zufriedenheit…

Wil: Was soll ich sagen, ein wenig Frust ist natürlich auch dabei. In allen Rennen standen wir bisher in den ersten beiden Startreihen, mit einer Ausnahme konnten wir uns immer die Pole sichern. Trotzdem fanden wir uns mit einer Ausnahme, wo wir lediglich auf P5 zurückgefallen sind, in jedem Rennen nach den ersten Runden um die Position 10 herum… Während wir dafür in den bisherigen Rennen nicht viel konnten, war es gestern schlicht und einfach unsere Unfähigkeit, das Wetter zu lesen, welche uns um die Siegeschancen gebracht haben.

KTMN: Wie das?

Wil: Die Strecke war pitschnass und wir sind - wie alle - auf den Inters gestartet. Gleich in der ersten Runde hatte ich einen Fehler in der Haarnadelkurve und das Gefühl, überhaupt keinen Grip zu haben. Fatalerweise habe ich sofort versucht, auf die Full Wets zu wechseln. Dies hat leider überhaupt nicht funktioniert und ich musste eine Runde später bereits wieder zurückwechseln. Die beiden Wechsel und die Runde auf den Full Wets haben uns ca. 50 Sekunden und sämtliche Siegeschancen gekostet.
Ehrlich: Ich kann die Pirelli-Reifen nicht lesen: Es hat stunden ununterbrochen geschüttet, die Strecke war total nass und trotzdem boten die Full Wets nicht den Hauch von Grip… Das ist für mich nicht nachvollziehbar und lässt die ganzen Regenrennen noch mehr zum Poker werden, als sie es so schon sind.

KTMN: Sie beklagen sich immer über den Wetterpoker - die Konkurrenz scheint damit aber keine Mühe zu haben?

Wil: (Leicht verärgert) Mag sein, dass wir diesbezüglich einfach unfähig sind.

KTMN: Was werden sie diesbezüglich unternehmen? Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit recht gross, dass es auch in Japan und Brasilien regnen wird…

Wil: Mir persönlich macht der ganze Regen nur beschränkt Spass… Kommt mir eher vor wie eine Schwimm-WM denn eine F1-WM, aber wir müssen nun mal mit den Gegebenheiten bestmöglichst klar kommen und ich gebe Ihnen recht, das andere das wesentlich besser tun, als wir.

KTMN: Wie sind sie wieder auf P2 nach vorne gekommen?

Wil: Danach lief das Rennen ganz gut und ich konnte kontinuierlich Ränge gutmachen. Ich blieb mehr oder minder fehlerfreie. Einzig bei der Überrundung von Mutzi hatte ich einen Fehler in der Haarnadel gemacht, was mir die linke Endplatte des Flügels kostete - klar mein Fehler, zum Glück habe ich Mutzi nicht getroffen. Zudem fiel noch einige Runden KERS aus, was leider auch nicht hilfreich war - letztendlich hatten wir aber ca. 25 Sekunden Rückstand auf Rocketracer, da hätte ein funktionierends KERS auch nichts geholfen….

KTMN: Damit also wieder eine verpasste Siegeschance?

Wil: Ja, aber wir wollen hier mal ehrlich bleiben: Wir haben bisher eine fantastische Saison und dass mir als Rookie einige Fehler mehr passieren als den Champions dürfte wohl auch klar sein. Nächstes Jahr wird das hoffentlich anders aussehen…

KTMN: Haben sie diese Saison damit schon abgeschrieben?

Wil: Ich bin ein optimistischer Mensch und für die kommenden Rennen nach wie vor sehr motiviert. Ich bin aber gleichzeitig kein Träumer und weiss, wann ein Unterfangen gescheitert ist. Die Gratulationen an Rocketracer werden dann jedoch erst folgen, wenn auch die Herren der Mathematik die Niederlage einräumen werden.

KTMN: Dritte Pole in Folge - wieso sind sie in der Qualifikation zur Zeit kaum zu schlagen?

Wil: (Lacht) Nun ja, es war ja denkbar knapp auf den ersten drei Positionen. Mein Fahrstil und das Setup scheinen einfach bei viel Grip und leeren Tanks besonders gut zu funktionieren. Vor 15 Jahren wären wir damit wohl auch in den Rennen gut aufgestellt gewesen. Aktuell gelten jedoch fürs Rennen andere Regeln und ein aggressiver Fahrstil wird nicht belohnt bzw. ist überhaupt nicht möglich - schade eigentlich. Andere schaffen es einfach besser, sich auf diese Begebenheiten einzustellen, wir lernen noch.

KTMN: Ihr Teamkollege konnte das Rennen leider nicht beenden.

Wil: Er musste wegen technischen Problemen leider aufgeben - bitter für ihn, bitter für das Team. Wir hoffen, dass es in Japan besser laufen wird.

KTMN: Er hat sich auch über zu viel radio traffic beschwert. Haben sie ähnliche Probleme?

Wil: Nein, von meiner Seite ist zwar während des Rennens nicht viel zu hören - Kimi-style halt - doch wer da ein wenig plaudern will darf das gern tun. Wenn es mich zu sehr stört, schalte ich halt auf stumm…

KTMN: Zwei Drittel der Saison sind vorbei. Über das Zwischenfazit brauchen wir kaum zu sprechen, das kann nur positiv sein. Wie sieht es für nächste Saison aus? Werden sie bei Lotus bleiben?

Wil: Das Zwischenfazit ist natürlich gut. Ob ich nächstes Jahr wiederum für Lotus an den Start gehe oder für ein anderes Team oder ob ich nächstes Jahr Rosen züchten werde, ist noch Gegenstand von Verhandlungen… Ich denke, dass wir uns da noch etwas gedulden müssen. Ich würde mich natürlich freuen auch 2013 wieder am Start zu sein.

KTMN: Besten Dank!
 
KTMN berichtet:

Eine schwere Erkrankungwelle sucht das Lotus Team Heim. Wil und sein gesamtes Umfeld liegen zur Zeit mit schweren Magen-Darm-Erkrankungen im Bett. Auf Anfrage von KTMN liess wil via Pressesprecherin verlauten, dass es ihm den Umständen entsprechend gut gehe, dass sich aber die Vorbereitungszeit auf Japan dramatisch verkürzen werde. Die Redaktion wünscht gute Besserung und wir erwarten wil trotz aller Widrigkeiten in alter Stärke zurück in Japan.
 
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