Aus dem Interview (Fettmarkierung von mir):
Und da persönlich frage ich mich was zum Geier los ist... also entweder das Interview wurde vor 4 oder 6 Wochen geführt, als bei den Schwerkranken tatsächlich noch kein großer Trend nach oben zu erkennen war oder der Mann schaut auf andere Zahlen. Die Anzahl der Intensiv (und auch der dort beatmeten) Patienten nimmt seit Wochen kontinuierlich zu.
Hierzu nur beispielhaft die Anzahl der intensivmedizinisch und davon beatmeten Covid Patienten aus dem RKI Report von gestern (851 bzw. 389), aus dem RKI Report von Montag vor einer Woche (590 bzw. 286) und vom Report am 1. September (235 bzw. 132). Den Trend erkennt jeder, der seine Augen aufmacht. Auch die täglichen Toten nehmen seit einiger Zeit zu - vgl. hierzu den Report vom vergangenen Dienstag (und dann ab heute abend den von heute) - nur beispielhaft: KW35 vorläufiger Tiefststand mit 14 Toten, KW38 58 Tote (das ist die aktuellste Woche, deren Daten das RKI bereits als aussagekräftig betrachtet).
Und zu diesem vermeintlichen Disconnect zwischen Neuinfizierten und Schwerkranken... rein zufälligerweise (...) besteht zwischen beiden eine enorm hohe Korrelation, wobei letztere auf erstere folgen. Ein Schelm wer da auf die Idee kommt, eine gewisse Kausalität zu entdecken - die insofern recht wichtig ist, weil Schwerkranke und Tote noch viel stärker nachlaufend sind, als die Zahl der Neuinfizierten - man also wenn man auf Schwerkranke wartet verdammt spät dran ist mit der Reaktion.
Mir geht es nicht in den Kopf, wie man diesen Zusammenhang - den jeder 12-jährige erkennen könnte - einfach ignorieren kann