Wer aktuell wirklich "neidisch" ist weil irgendwo Karnevall gefeiert wird/wurde dafür aber lokale Events abgesagt werden sollte seine position vielleicht noch mal überdenken. Gerade die beschreibung der Symptome hört sich nicht mehr "witzig" an.
Nein, hört es sich nicht. Aber es ist für geimpfte Personen ein Ausnahmefall. Und damit es für meine Einschätzung der Lage ehrlich gesagt nicht relevant. So tragisch Einzelschicksale immer, bei jedem Thema sind, so irrelevant sind sie für gesamtgesellschaftliche Überlegungen.
Was sie da beschreibt ist beileibe eine unangenehme Erfahrung - aber kein Grund, sich für schärfere Maßnahmen einzusetzen. Denn sie hat ja Recht - es ist ein leichter Verlauf. Man hat es, es ist scheiße und es geht vorbei.
Einzelschicksale, Ausnahmefälle sind beim Lager, das sich für Maßnahmen einsetzt genauso unangebracht wie die oft von Querdenkern angeführten Einzelmeinungen und Ausnahmeschicksale.
Ein Fakt bleibt, wie man es dreht und wendet: Wir müssen lernen, mit Corona umzugehen. Es wird nicht passieren, dass das Virus die Segel streicht und alles wieder wird wie vorher.
Es wird also auch in Zukunft Menschen geben, die sich auch mit einer Impfung anstecken und es wird die wenigen Unglücklichen geben, die trotz Impfung einen schweren - vielleicht sogar tödlichen - Verlauf haben.
Das gehört nun zum Lebensrisiko dazu und reiht sich in die etlichen Erkrankungen und sonstigen Gefahren des Lebens ein.
Denn was ist die Alternative? Bis zum Sankt Nimmerleinstag in einem Lockdown stecken? Niemals wieder Menschenansammlungen, Feiern, Feste etc. haben? Kinder für immer mi Maske bei offenem Fenster in der Schule haben und wenn sie sich näherkommen auseinander zerren? Künftigen Generationen an Jugendlichen Feiern und Partys als essenziellen Bestandteil des Erwachsen werdens nehmen?
Das kanns nicht sein.
Was sein MUSS ist dass jede Person, die medizinisch dazu geeignet ist, geimpft wird. Denn ohne eine Impfung kann unser Gesundheitssystem nach wie vor nicht die Gefahr des Virus stemmen.
Mit Impfung ist die Gefahr für das System aller Voraussicht nach gebannt - die geringe Gefahr für die einzelne Person bleibt. Damit werden wir leben müssen.
Daher finde ich es fatal, dass die Diskussion SCHON WIEDER in die Richtung geht, wie man am Klügsten das gesamte Land zumacht und nicht in die richtige Richtung - nämlich wie man möglichst viele Erwachsene dazu bekommt, sich verdammt noch mal immunisieren zu lassen, damit wir als Gesellschaft endlich mal die Tür in das Leben "danach" aufmachen können.
Ein erneuter Lockdown, eine erneute Einschränkung von Ungeimpften ist nicht mehr als ein auf der Stelle treten. Es bringt jetzt Linderung - zu Lasten ALLER, die sich zwei Jahre lang eingeschränkt haben - aber es bringt mittel- und langfristig einen Scheiß.
und die Regierung bekommt das weiterhin nicht auf die Kette.
Nach. Wie. Vor.
@Master-Dan nicht falsch verstehen. Ich will in keinster Weise wieder die alte Diskussion aufrollen - dass Covid-19 weitaus gefährlicher ist als jede Influenza der letzten 100 Jahre, sollte Konsens sein.
Gäbe es die Impfstoffe nicht, will ich nicht wissen, in welchem Zustand sich die Welt inzwischen befinden würde.
Hier ging es mir NUR um den speziellen Fall der Gefährlichkeit für Kinder und Jugendliche - dass diese Gruppe durch Corona nur gering gefährdet ist, ist auch schon lange bekannt. Das wollte ich in Relation setzen und in keinster Weise die Pandemie mit Wald-und-Wiesen Influenza vergleichen.