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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Lass Dich nicht verrückt machen: Das sind Corona- aber keine Covid-19-Tote. Die Kommunikation der Todesfälle ist wie immer dramatisch, auch wenn das Wording in den Newsportalen jetzt auch eher „Corona-Tote“ verwendet - die haben doch etwas dazu gelernt.

Im Schnitt 450 Covid-19-Tote/Tag würde einen Wochenanstieg von 3.150 Toten bedeuten. Das heißt, wir würden auf einen Wochendurchschnitt von ca. 22.000 Toten in Summe kommen, ausgehend vom Durchschnitt des Jahresendes von 2019 oder bspw. 2016. Das ist völliger Unsinn und entspricht nicht der Realität, weil die gezählten Toten immer noch überwiegend die sind, die MIT Corona versterben. Und dass die Zahlen steigen ist völlig logisch, wenn wir mehr positive Fälle haben. Die durch die falsche Darstellung suggerierte Übersterblichkeit werden wir zumindest in Deutschland in der Nachbetrachtung kaum sehen. Die tatsächliche Übersterblichkeit auf Grund von Covid-19 liegt wahrscheinlich bei der von Dir zitierten Zahl, aber eher pro Woche, wenn überhaupt.

Wir schauen mal Anfang 2021 in die Statistik und dann siehst Du, was ich meine.

Nebenbei sehe ich persönlich Weihnachten noch keine Lockerungen - das wird m. E. davon abhängen, wie der Feldversuch „Thanksgiving“ in den USA gelaufen ist, und das wissen wir bald.

hast du ne quelle für die behauptung, dass der grossteil "mit" und nicht "an" corona stirbt? in hamburg werden alle "mit" corona verstorbenen obduziert um dem auf den grund zu gehen (weswegen hamburg da mit den zahlen hinterher hinkt). und da sind bei 371 toten 340 an corona gestorben..

edit: hehe.. link fordern und selbst keinen bringen. klassiker...
https://www.hamburg.de/coronavirus/14695806/2020-12-01-sozialbehoerde-corona-briefing-kw-49/

Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 373 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Die Anzahl der Todesfälle, die durch das Institut für Rechtsmedizin insgesamt bisher abschließend evaluiert wurden, liegt bei 371. Davon war in insgesamt 340 Fällen nach rechtsmedizinischer Untersuchung die Covid-19-Erkrankung sicher todesursächlich.
 
hast du ne quelle für die behauptung, dass der grossteil "mit" und nicht "an" corona stirbt? in hamburg werden alle "mit" corona verstorbenen obduziert um dem auf den grund zu gehen (weswegen hamburg da mit den zahlen hinterher hinkt). und da sind bei 371 toten 340 an corona gestorben..

edit: hehe.. link fordern und selbst keinen bringen. klassiker...
https://www.hamburg.de/coronavirus/14695806/2020-12-01-sozialbehoerde-corona-briefing-kw-49/

Einfach das statistische Bundesamt schauen. Oder ggfs auch die Landesämter.

Wenn hier jeden Tag 400 tote extra wegen Corona dazu kommen würden, hätten wir w schon die dramatischen Zahlen aus Anfang 2018 erreicht.
 
naja.. hamburg.de is ja vom zuständigen landesamt (eben für hamburg). und da sind -grob übern daumen- 90% an corona gestorben. das sind ja konkrete zahlen. mit "hätte" und "würde" komm ich da nur bedingt weiter.
 
naja.. hamburg.de is ja vom zuständigen landesamt (eben für hamburg). und da sind -grob übern daumen- 90% an corona gestorben. das sind ja konkrete zahlen. mit "hätte" und "würde" komm ich da nur bedingt weiter.
Na dann bin ich sehr gespannt, ob die letzten Kalenderwochen des Jahres mind. 22.000 Tote in Summe pro Woche liefern. Das können wir dann ja Mitte Januar schön prüfen :deal:
 
das in anderen bereichen aufgrund der maßnahmen weniger leute sterben, rechnen wir dann mit ein? weniger grippe-tote zb.. aber darum gehts mir gar nicht. ich kanns nur nicht mehr hören, dass auf diesem "an" oder "mit" rumgeritten wird, als würde das was ändern. deine behauptung ( @Vetulus ) , es wären zum grossteil menschen die "mit" und nicht "an" corona sterben ist schlicht falsch. dafür hab ich ne zahl geliefert. jetzt hast du entweder ne andere zahl oder diese behauptung ist eben nicht mehr haltbar.
 
Ich wollte mich ja hier in dem Thread nicht äußern, weil es ja - für mich - doch zu nix führt.
Ich lese gelegentlich mit, weil mich schon interessiert, wie es anderen in der Pandemie und im Umgang damit ergeht.

Aber ich finde es nur schwer erträglich, wenn ich hier die Diskussion um die "mit" und "an" Corona Gestorbenen lesen muss und die Art, die Überheblichkeit von manch einem im Umgang mit dieser Thematik.

Ich freue mich wirklich für jeden, der sich mit diesem Thema nur abstrakt beschäftigen muss. Ging mir bis vor 6 Wochen ähnlich.
Seitdem sind bei mir meine Eltern und Schwiegereltern, unabhängig voneinander, alle an Corona erkrankt. Meine Mutter und Schwiegermutter sind mit milden Symptomen davongekommen, bei meinem Schwiegervater geht es nach 10 Tagen mit zum Teil hohem Fieber langsam aufwärts.
Mein Vater, 75, Dialysepatient, war 4 Wochen im Krankenhaus. U.a. mit Lungenentzündung. Immerhin musste er nicht beatmet werden. Wir hatten in dieser Zeit keinen Kontakt. Meine Mutter konnte 4-5 mal in der Zeit mit ihm telefonieren. Mehr schlecht als recht, weil jetzt die Demenz, die sich zuvor maximal leicht angedeutet hatte, so richtig durchschlägt. Donnerstag haben wir ihn, von Corona soweit genesen, aus dem KH abgeholt und in ein Pflegeheim zur Kurzzeitpflege gebracht, wo wir 2x eine Stunde besuchen konnten. Dort war er bis gestern, als er plötzlich Atemnot und blau angelaufene Lippen hatte. Jetzt ist er wieder in der Klinik. Heute Früh hat er Blut gekotzt, weswegen jetzt eine Magenspiegelung gemacht werden muss.
Vielleicht ist alles halb so wild und es geht bald wieder besser. Aber was immer dieses "besser" bedeutet, er wird nie mehr der sein, der er vor Corona war. Es wird nie wieder "gut" sein.

Wenn mein Vater in einer Woche, einem Monat oder in einem halben Jahr oder später sterben sollte, ist er dann mit oder an Corona gestorben? Oder fällt er aus der Statistik ganz raus? Völlig egal. Was ich weiß ist, dass Corona den körperlichen und geistigen Zerfall meines Vaters massiv beschleunigt hat.

Solche Schicksale gibt es Unzählige, und ganz klar noch viel viel Schlimmere. Jedes davon ist eines zu viel.
 
Das tut mir sehr leid und ich will auch nicht respektlos und überheblich erscheinen, auch wenn das hier oft genug zu meinen Eigenschaften gehört (hat) - mea culpa. Ich weiß leider selbst, was das Virus anrichten kann und es ging mir auch nur um die reinen Zahlen im Zusammenhang - da renne ich oft genug blind in die Argumente, ohne die Schicksale auf dem Schirm zu haben. Das ist aber nicht böse gemeint.

@rancid Ich kann Deine Zahlen nicht entkräften, und ich will auch nicht weiter über primäre oder sekundäre Todesursachen diskutieren. Das Fass hat die offizielle Zählweise zumindest damals selbst aufgemacht, umso besser, wenn das mittlerweile genauer verifiziert wird - Danke für den Link. Fakt ist, dass immer noch ca. 70% aller Todesfälle (Stand Ende November) Personen Ü80 mit teilweise Vorerkrankungen betreffen, daher sollten sich alle älteren Menschen dringend impfen lassen - jüngeren Menschen in der Familienplanung oder gar Kindern sollten wir das m. E. (noch) nicht zumuten.

Die Schilderungen von @ReverendBluJeans treffen auch bei mir einen Nerv, auch wenn es manchmal so nicht rüberkommt. Ich wünsche Deinem Vater und Euch alles erdenklich Gute !
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mein Tischnachbar auf der Arbeit ist heute positiv getestet worden. Mein Technischer Zeichner ist seit gestern krank. War heute in Düsseldorf auf ner Baustelle und darf mich mit sofortiger Wirkung in Quarantäne begeben. Morgen Versuch ich nen Test zu bekommen. Kind und Frau bleiben auch erstmal zu Hause
 
Ich wollte mich ja hier in dem Thread nicht äußern, weil es ja - für mich - doch zu nix führt.
Ich lese gelegentlich mit, weil mich schon interessiert, wie es anderen in der Pandemie und im Umgang damit ergeht.

Aber ich finde es nur schwer erträglich, wenn ich hier die Diskussion um die "mit" und "an" Corona Gestorbenen lesen muss und die Art, die Überheblichkeit von manch einem im Umgang mit dieser Thematik.

Ich freue mich wirklich für jeden, der sich mit diesem Thema nur abstrakt beschäftigen muss. Ging mir bis vor 6 Wochen ähnlich.
Seitdem sind bei mir meine Eltern und Schwiegereltern, unabhängig voneinander, alle an Corona erkrankt. Meine Mutter und Schwiegermutter sind mit milden Symptomen davongekommen, bei meinem Schwiegervater geht es nach 10 Tagen mit zum Teil hohem Fieber langsam aufwärts.
Mein Vater, 75, Dialysepatient, war 4 Wochen im Krankenhaus. U.a. mit Lungenentzündung. Immerhin musste er nicht beatmet werden. Wir hatten in dieser Zeit keinen Kontakt. Meine Mutter konnte 4-5 mal in der Zeit mit ihm telefonieren. Mehr schlecht als recht, weil jetzt die Demenz, die sich zuvor maximal leicht angedeutet hatte, so richtig durchschlägt. Donnerstag haben wir ihn, von Corona soweit genesen, aus dem KH abgeholt und in ein Pflegeheim zur Kurzzeitpflege gebracht, wo wir 2x eine Stunde besuchen konnten. Dort war er bis gestern, als er plötzlich Atemnot und blau angelaufene Lippen hatte. Jetzt ist er wieder in der Klinik. Heute Früh hat er Blut gekotzt, weswegen jetzt eine Magenspiegelung gemacht werden muss.
Vielleicht ist alles halb so wild und es geht bald wieder besser. Aber was immer dieses "besser" bedeutet, er wird nie mehr der sein, der er vor Corona war. Es wird nie wieder "gut" sein.

Wenn mein Vater in einer Woche, einem Monat oder in einem halben Jahr oder später sterben sollte, ist er dann mit oder an Corona gestorben? Oder fällt er aus der Statistik ganz raus? Völlig egal. Was ich weiß ist, dass Corona den körperlichen und geistigen Zerfall meines Vaters massiv beschleunigt hat.

Solche Schicksale gibt es Unzählige, und ganz klar noch viel viel Schlimmere. Jedes davon ist eines zu viel.

Danke fürs teilen und alles Gute für deinen Papa.
 
Mein Tischnachbar auf der Arbeit ist heute positiv getestet worden. Mein Technischer Zeichner ist seit gestern krank. War heute in Düsseldorf auf ner Baustelle und darf mich mit sofortiger Wirkung in Quarantäne begeben. Morgen Versuch ich nen Test zu bekommen. Kind und Frau bleiben auch erstmal zu Hause
Oh mann ey, dachte man am Anfang noch dass der Virus weit weg ist so merkt man doch langsam wie er einen schon auf den Fersen ist. Mach mich schon Sorgen um meinen Vater da seine Frau nicht dran glaubt dass Kinder den weitergeben können und sie hat ja eine große Kindergruppe fürs Ballettraining und die sind jetzt in Baden Württemberg wieder erlaubt worden. :wand:
 
Vier Wochen Lockdown Light, die Zahlen stagnieren auf hohem Niveau, abermals knapp 480 Tote an einem Tag (natürlich nur mit dem Virus). Offensichtlich bringt uns der jetzige Status Quo nicht weiter, dafür verlängert man ihn bis zum 10. Januar. Muss man auch nicht verstehen...
 
Und das mit weniger Tests, übrigens gehen auch die Schnelltests nicht in die Statistik ein, erst wenn diese Probe noch mal per PCR Test gegengecheckt wurden. Machen wir uns nix vor, der Lockdown ist vollkommen ungenügend und mit Verlaub, das konnte man schon wissen dass es kaum was bringen wird. Es ist ein Schlag in die Fresse für die geschlossenen Branchen denn der Lockdown wird sich nur weiter hinziehen. Hauptsache Weihnachten und Silvester wird noch mal gelockert.
 
Vier Wochen Lockdown Light, die Zahlen stagnieren auf hohem Niveau, abermals knapp 480 Tote an einem Tag (natürlich nur mit dem Virus). Offensichtlich bringt uns der jetzige Status Quo nicht weiter, dafür verlängert man ihn bis zum 10. Januar. Muss man auch nicht verstehen...
Naja, ganz so negativ sehe ich das nicht. Die Maßnahmen haben immerhin den exponentiellen Anstieg der Zahlen zu einem linearen Anstieg der Fallzahlen (und damit einer Stgnation der Steigerungsrate) gedrückt. Das ist sehr, sehr viel wert.
Es wurde ja schon erwähnt: Momentan betreiben wir Schadensbegrenzung. Und einen expoentiellen Verlauf abgewehrt zu haben, ist in der Hinsicht schon mal sehr gut und wichtig.
Wäre der exponentielle Verlauf weitergegangen wären wir jetzt schon weit in sechsstelligen Infektionszahlen pro Tag (die dann natürlich nicht mehr nachweisbar wären, weil diese Testkapazitäten nicht existieren dürften).

Wir befinden uns gerade mitten in der Erkältungs- und Grippesaison. Ich weiß nicht, ob man da wirklich das Ziel als realistisch betrachten kann, die Fallzahlen wieder sicher unter die 50 Infektionen pro 100k Einwohner zu drücken...

ich denke, wir werden auf dem Niveau weitermachen müssen und hoffen, dass zu Beginn von 2021 möglichst schnell möglichst viel geimpft wird.
 
Und das mit weniger Tests, übrigens gehen auch die Schnelltests nicht in die Statistik ein, erst wenn diese Probe noch mal per PCR Test gegengecheckt wurden. Machen wir uns nix vor, der Lockdown ist vollkommen ungenügend und mit Verlaub, das konnte man schon wissen dass es kaum was bringen wird. Es ist ein Schlag in die Fresse für die geschlossenen Branchen denn der Lockdown wird sich nur weiter hinziehen. Hauptsache Weihnachten und Silvester wird noch mal gelockert.

Bin Mal gespannt wie der Wirtschaft geholfen wird.. der Bund hat ja schon gesagt, dass es keine Hilfen wie im November und Dezember mehr geben wird..
 
Der Onkel meiner Frau ist auch an/mit Corona verstorben im Alter von 85.
Ist natürlich auch schon ein Alter, ohne Corona hätte er aber halt definitiv noch ein bißchen mehr vom Leben gehabt.
 
@el_barto

Joa, das ist halt das Minimalziel, welches man jetzt akzeptiert.

Ändert aber nichts daran, dass die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Patienten weiterhin steigt, die Beatmungsquote von 50% auf jetzt knapp 60% gestiegen ist und die Zahl der Toten auf einem inakzeptabel hohen Niveau ist und wahrscheinlich auch verharrt.

Wenn diese Kurve nicht sinkt, dann kann ich da kaum etwas Positives feststellen, ausser dass es halt noch schlimmer sein könnte.
 
Der Onkel meiner Frau ist auch an/mit Corona verstorben im Alter von 85.
Ist natürlich auch schon ein Alter, ohne Corona hätte er aber halt definitiv noch ein bißchen mehr vom Leben gehabt.
man fuck, mein Vater ist 83 jetzt und erst letztes jahr in "Rente" gegangen, der ist soweit auch fit, das ist doch alles kacke und dann weiss er nicht mal was eine ffp2 maske ist und hat nur so einen lappen und dann noch die ehefrau die es einen scheiss interessiert da so erzogen alles zu beherrschen. :wand:
 
Sind die geplanten Lockerungen zu Weihnachten und Sylvester eigentlich noch aktuell oder durch die Verlängerung des Lockdowns endlich vom Tisch?

Ansonsten mache ich mir aktuell tatsächlich am meisten Sorgen bezüglich der geöffneten Schulen. Imho werden diese als Infektionsherd stark unterschätzt. Meine Nichte hat z.B. momentan normal Berufsschule und da mache ich mir schon Gedanken.
 
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