Einen der größten Performance-Sprünge, den man selbst beim Spielen haben kann für sich selbst, ist auch einfach wenn man mit Verständnis der Spawns spielt. Wie du sagst, Map Awareness ist alles, und dazu halt drauf achten, wenn ein Spieler einen umläuft ihn aufhalten, nicht weil er einen in den Rücken fällt, aber weil Spawns sich verschieben, vom Gegnerteam, wie von einem selbst, und das komplett die Match-Dynamik durcheinander bringen kann und man auf einen Schlag von "man dominiert das Gegnerteam und hält sie unter Druck" zu "man kommt aus seinem Spawnraum nicht mehr raus" umschwanken kann.Call of Duty ist halt sehr viel Map Awareness. Es fühlt sich anfangs so an als wären viele Kills unfair, weil man aus dem Off erwischt wird, aber letztendlich ist das halt ein großer Teil des Gameplays, dass man die sehr dynamischen Fronten verfolgt. Bleibt dann trotzdem immer noch sehr Aiming-lastig, aber als Pad-Spieler hatte ich mich auch auf dem PC nie so im Nachteil gefühlt. Und ich glaube unter Casualspielern ist Crossplay ein riesiger Gewinn, der kleine Balancingprobleme, was FPS/FOV und so angeht, locker wettmacht.
Etwas mehr Sorgen machen mir da Cheater, wobei ich nicht weiß, wie das seit der B.net-Integration ist. Aber bei IW traf man regelmäßig auf Cheater, die einem dann die Spielerfahrung ziemlich kaputt gemacht haben.
Daher immer damit im Hinterkopf spielen, muss man natürlich auch die Spawnmechanik des jeweiligen CoDs kennen und wissen, wie sticky die Spawns sind und im Prinzip "fühlen", wenn sie flippen. Aber so häufig sehe ich Spieler in meinen Teams, die in normalen Spawn-Modes hinter die Spawnzonen rennen, weil sie glauben, ein Spieler versteckt sich hinter der letzten Kiste aus irgendeinem Grund, dabei ist das ganze Gegnerteam schon längst nicht mehr da, sondern genau am anderen Ende in unserem Rücken gespawned, und während wir anderen 5 dann schon wieder im Kampf sind, fehlt derjenige dann, weil er trödelte und erst wieder zu uns aufschließen muss.
Ist genauso mit den Spielern, die gerne "defensiv" (aka ich sitz nur hinterm Headglitch) spielen mitm MG und damit dann rechtfertigen, dem Gegner wieder etwas mehr Luft zu lassen. Da hält das eigene Team das Gegnerteam in Schach, baut Druck auf, lässt ihnen keinen Raum um sich breit zu machen, und einige setzen freiwillig etwas zurück und setzen sich mit ihrem MG hin und warten bis jemand vorbei kommt, und kommt häufig genau dadurch dann die Lücke, wo das Gegnerteam sich raus befreien kann und nochmal ne Chance auf nen Comeback kriegt.
Nichts gegen defensives Spielen, gibt ja Spielmodis und Situationen, wo das sogar gebraucht wird, aber man muss sich halt fragen, ob die Position einem wirklich den dominanten Vorteil gibt, in der man jeden Kill sichert, oder ob man da nur einfach sitzt, weil man halt auf den Vorteil des "Ich bin schon mit ADS vorbereitet und muss nur abdrücken" und darauf setzt, dass die Reaktionszeit des Gegners nicht schnell genug ist, damit er einen killt. Grade letzteres passiert solchen Spielern zu oft in ihrer Selbstsicherheit und dadurch alleine verlieren sie die Position. Gleichzeitig auch wichtig zu berücksichtigen, ob die Luft, die man dem Gegnerteam da dann lässt, damit man selbst seinen geilen Angle halten kann und 10, 15 Kills holt, nicht dazu führt, dass die restlichen Spieler deines Teams nicht vorrücken können, weil der Gegner dadurch sich weiter bewegen kann. Also ob man nicht eigene geile Resultate für die gute Performance des gesamten Teams eintradet...
