Anubis schrieb:
Wehrmachtssoldaten spielbar zu machen finde ich aber total daneben, weil den Aggressor (vor allem beim Thema 2. WK) sollte man nie spielen, sondern lediglich bekämpfen. An den Nazis kann man wirklich nicht ein gutes Haar lassen, die waren so dermaßen daneben... man kann es ja auch nicht wie im Film rüberbringen, so das der Soldat dazu gezwungen ist... es wird nicht funktionieren, wenn man von vornherein, am besten in Ohama Beach Amis wie Moorhühner abschießt...
Finde ich nicht, weil es (richtig gemacht) sehr wohl eine wichtige Lektion vermitteln kann. Nämlich dass JEDER Feind, mag er für noch so ein schlimmes Regime kämpfen, immer ein Mensch bleiben wird.
Und als solcher einfach so viel mit jedem anderen Menschen gemeinsam hat, viel, viel mehr als es Dinge gibt, die ihn vielleicht von anderen Menschen unterscheiden.
Das fängt ja schon damit an, dass nicht alle Soldaten der Wehrmacht Nazis waren, nicht mal alle die in der SS waren. Und das soll natürlich keine Relativierung von irgendwas sein, das ist einfach die Wahrheit.
Man könnte alo sehr wohl eine Person spielen, die aus ethischer und moralischer Sicht objektiv gesehen auf der falschen Seite kämpft und gleichzeitig zeigen, welche Mechanismen einen Menschen dazu bringen könnten.
Beispielsweise könnte der Soldat den man spielt eine kleine Tochter haben, um die er sich kümmern will, aber er hat Angst von der Feldgendarmerie erschossen zu werden, wenn er desertiert. Oder man sieht, wie er auf dem Weg an die Front Propaganda im Radio hört, dass er kämpfen muss, weil sonst sein Volk vernichtet wird. Und das sind jetzt nur rudimentäre Ideen, aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass man einfach pauschal sagen kann "die Bösen darf man nicht spielen".