Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Bundestagswahl '09 - Seid ihr mit dem Ausgang zufrieden?

Wie zufrieden seid ihr?


  • Umfrageteilnehmer
    99

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mingo schrieb:
Als vorderstes Argument führe ich einmal die Atom- und Umweltpolitik an, die mir bei einer Schwarz/Gelben Koalition doch erhebliche Kopfschmerzen bereiten wird.
Darüber hinaus teile ich noch mehrere andere Punkte nicht mit Union und FDP, die Standpunkte zum Mindestlohn, Steuerpolitik, Bildungspolitik etc., Schäuble, Zensursula.
Aber was mir am meisten ins Gewicht fällt ist die fehlende grüne Komponente. Ich bin schon gespannt wer das Umweltministerium übernehmen wird.

amen! :huldig:
 
Mingo schrieb:
Als vorderstes Argument führe ich einmal die Atom- und Umweltpolitik an, die mir bei einer Schwarz/Gelben Koalition doch erhebliche Kopfschmerzen bereiten wird.

Mir bereitet da eher die ideologisch geprägte Umweltpolitik der Grünen Kopfschmerzen.

Die blenden einfach konsequent aus, dass man unseren Energiebedarf in Deutschland einfach noch lange nicht durch die regenerativen Energien decken kann. Das ist einfach Fakt und das wird einfach ignoriert von unseren lieben Umweltschützern.

Mal ehrlich: Jeder vernünftige Mensch würde sofort komplett auf regenerative Energien setzen, wenn es 1. möglich und 2. bezahlbar wäre. Beides ist zur Zeit aber noch nicht in dem Maße der Fall, dass man komplett aus der Kernenergie aussteigen könnte.

Nur mal zur Info:

Energiequelle 2008

Steinkohlekraftwerke: 22,2
Braunkohlekraftwerke: 26,0
übrige Festbrennstoffverbrennung: 2,6
Heizölverbrennung: 1,6
Gaskraftwerke: 13,8
Wasser-/ Windkraftwerke: 4,3
Kernkraftwerke: 29,5

(Anteile in %)

Quelle: *wikipedia*

Würden wir z.B., wie von vielen gewünscht, von heute auf morgen aus der Kernenergie aussteigen, dann müssten die 29,5 % an produzierter Kernenergie, die dann entfallen würden, ja irgendwie aber wieder gedeckt werden.

Und wie ? Indem man den Strom aus dem Ausland importiert - z.B. aus den Ost-Staaten, oder aber Frankreich, oder aber den skandinavischen Ländern. Nur, diese Länder setzen alle auf Atomstrom ;).

Und aus Kostengründen wird dann wohl eher der Strom aus dem Osten importiert - produziert von viel unsichereren Kernkraftwerken. Und ein eventueller "GAU" macht auch nicht an Landesgrenzen halt ;).

Also, zur Zeit ist an einen Ausstieg aus der Kernenergie deswegen einfach nicht zu denken. Sobald das möglich sein wird, sollte dies dann aber auch unternommen werden.

Ich persönlich würde es auch begrüßen, wenn wir die Kernenergie und vielleicht sogar viele der fossilen Energiequellen durch die regenerativen Energiequellen decken könnten. Wäre doch eine Klasse Sache. Nur muss man zur Zeit einfach Realist genug sein, um zu erkennen, dass das leider - noch - eine Wunschvorstellung ist.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass die Endlagerfrage auf jeden Fall in dieser Legislaturperiode geklärt werden muss. Es kann wirklich nicht sein, dass solche unhaltbaren Zustände - wie sie zur Zeit bekannt sind - in den Endlagern herrschen. Das muss auf jeden Fall geändert werden.
 
wenn man es kurzfristig sieht, dann mag Atomstrom günstig sein, auf lange Sicht wäre es weit günstiger den Strom zu importieren. Das entsorgen der Apfälle ist einfach so wahnsinnig teuer.

Allerdings weiß man ja nie ob wir die Kraftwerke noch brauchen, falls wir die Bombe brauchen ^^
 
für atomstrom
gegen kündigungsschutz
gegen nachhaltiges wirtschaften
für studiengebühren
gegen bildungspolitik auf bundesebene
gegen strengere regulierung der banken

nur einige der punkte wofür sich die deutsche mehrheit entschieden hat

[X] schlimmer hätte es nicht kommen können


Energiequelle 2008

Steinkohlekraftwerke: 22,2
Braunkohlekraftwerke: 26,0
übrige Festbrennstoffverbrennung: 2,6
Heizölverbrennung: 1,6
Gaskraftwerke: 13,8
Wasser-/ Windkraftwerke: 4,3
Kernkraftwerke: 29,5

(Anteile in %)
Quelle: *wikipedia*

Würden wir z.B., wie von vielen gewünscht, von heute auf morgen aus der Kernenergie aussteigen, dann müssten die 29,5 % an produzierter Kernenergie, die dann entfallen würden, ja irgendwie aber wieder gedeckt werden.

Und wie ? Indem man den Strom aus dem Ausland importiert - z.B. aus den Ost-Staaten, oder aber Frankreich, oder aber den skandinavischen Ländern. Nur, diese Länder setzen alle auf Atomstrom ;).

Und aus Kostengründen wird dann wohl eher der Strom aus dem Osten importiert - produziert von viel unsichereren Kernkraftwerken. Und ein eventueller "GAU" macht auch nicht an Landesgrenzen halt ;).

Also, zur Zeit ist an einen Ausstieg aus der Kernenergie deswegen einfach nicht zu denken. Sobald das möglich sein wird, sollte dies dann aber auch unternommen werden.

Ich persönlich würde es auch begrüßen, wenn wir die Kernenergie und vielleicht sogar viele der fossilen Energiequellen durch die regenerativen Energiequellen decken könnten. Wäre doch eine Klasse Sache. Nur muss man zur Zeit einfach Realist genug sein, um zu erkennen, dass das leider - noch - eine Wunschvorstellung ist.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass die Endlagerfrage auf jeden Fall in dieser Legislaturperiode geklärt werden muss. Es kann wirklich nicht sein, dass solche unhaltbaren Zustände - wie sie zur Zeit bekannt sind - in den Endlagern herrschen. Das muss auf jeden Fall geändert werden.

deshalb hatten die grünen winparks in nord und ostsee geplant, deren bau arbeitsplötze geschaffen, "saubere Energie" produziert und unseren Vorpsrung in naturschonenden Techniken gegenüber anderen Länder weiter ausgebaut hätten.
 
Och, ich bin auch kein Feind dieser Off-Shore-Anlagen ;). Hört sich auch gut an - z.B. die Anlagen, die die Strömung nutzen.

Aber die Lücke, die ein Atomausstieg hinterlassen würde, könnten auch diese Anlagen nicht schließen. Und es ist die Frage, wie das mit den Kosten aussieht.

Recht hast du trotzdem - wir würden näher an das Ziel der Großversorgung mit regenerativen Energien kommen.

Edit: Ok, du meintest die On-Shore-Windparks. Text gilt aber trotzdem :).
 
nofix schrieb:
wenn man es kurzfristig sieht, dann mag Atomstrom günstig sein, auf lange Sicht wäre es weit günstiger den Strom zu importieren. Das entsorgen der Apfälle ist einfach so wahnsinnig teuer.

Und woraus gewinnen die Staaten, von denen wir verstärkt Strom importieren werden (voraussichtlich Frankreich) ihre Energie? ;)
Und wenn dort aufgrund unserer Nachfrage AKWs an die Grenze gebaut werden, ist uns sicherlich nicht geholfen, dann lieber unsere AKWs laufen lassen, bis wir den Bedarf auch andersweitig gedeckt bekommen...
 
el_barto schrieb:
nofix schrieb:
wenn man es kurzfristig sieht, dann mag Atomstrom günstig sein, auf lange Sicht wäre es weit günstiger den Strom zu importieren. Das entsorgen der Apfälle ist einfach so wahnsinnig teuer.

Und woraus gewinnen die Staaten, von denen wir verstärkt Strom importieren werden (voraussichtlich Frankreich) ihre Energie? ;)
Und wenn dort aufgrund unserer Nachfrage AKWs an die Grenze gebaut werden, ist uns sicherlich nicht geholfen, dann lieber unsere AKWs laufen lassen, bis wir den Bedarf auch andersweitig gedeckt bekommen...
ich rede ja von der Entsorgung und sonst von nix ;)
Es ist einfach Fakt, dass uns die Entsorgung unvorstellbare Summen kosten wird, weit mehr als man jetzt mehr für Biostrom zahlt. Schlauer wärs jedenfalls, dann hätten die Franzosen das Problem.
Man muss sich nur mal vorstellen, dass das Endlager mehrere tausend Jahre sicher sein muss... unvorstellbar
 
Ne - du kannst nicht sagen, dass du sonst "von nix sprichst" das gehört alles zusammen - regenerative Quellen sind sicher gut für die Zukunft, in der man dann evtl. auch endlich mal mehr Energie speichern kann, aber solange das nicht gegeben ist, macht ein rascher Ausstieg aus der Atompolitik einfach keinen Sinn. Denn mit ein paar mehr Windanlagen kann man, afaik nicht das Defizit wettmachen.

Deswegen ist das auch alles überhaupt nicht wichtig für diese Wahl gewesen - v.a. nicht in einer Rezession.

Soll erstmal die Wirtschaft wieder stabil werden, bevor hier groß versucht wird Umweltpolitik zu betreiben. Achja alle möglichen anderen Themen sind imho auch wichtiger als Umweltpolitik - man nehme nur zum Beispiel die Bildung...
 
:skep:

Jungs, der Atomausstieg sollte 2020 stattfinden, nicht morgen.

Wir waren auf einem guten Weg, dieses Ziel mit neuen Techniken, Forschung und Kapital eventuell erreichen zu können. In Rheinland-Pfalz werden jetzt schon 15% des gesamten Energiebedarfes aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Die Off Shore-Parks bekommen endlich ihre Genehmigung, es wurde geforscht, Arbeitsplätze geschaffen, investiert, weil gerade Deutschland in der Umwelt-Technik Spitzenreiter ist. Und jetzt? Jetzt war, wenn wir Pech haben, alles für die Katz.

Ich hoffe, dass die Unternehmen selbständig weiter forschen und investieren.

edit @ robat

Gerade jetzt sollte intensiver in Umweltschutz investiert werden. Klar, kostet Geld. Aber, Forschung, Entwicklung und Bau schaffen Arbeitsplätze, schaffen uns einen Wettbewerbsvorteil, schafft Wachstum. Asse II z. B. kostet nur Unsummen an Geld.
 
Ich habe ja auch die Grünen gewählt , auch weil ich denke das man auch in einer Wirtschaftskriese die Umwelt nicht vergessen darf .
Aber ich wäre eigentlich viel eher dafür die Kohlekraftwerke abzuschalten . Für den Atommüll werden wir schon noch eine lösung finden , für das CO² aber eher nicht ( ich weis das es da ansätze gibt , aber ich halte nicht viel davon das in die Tiefsee zu punpen und ähnliches ) .

Daher sollte man sich IMO darauf beschränken veraltete Meiler vom netz zu nehmen , aber die die von der Technik her noch in Ordnung sind ruhig weiter laufen lassen .
 
@Zicke: Nur stellt sich schwarz/gelb doch nicht hin und legt jede Forschung an regenerativen Energien auf Eis :roll:
Sie wollen die AKWs nur weiterlaufen lassen, bis die knapp 30% des Energiebedarfs, die von ihnen gedeckt werden, zu ähnlichen Kosten durch regenerative Energieformen gedeckt werden können...
Ich denke mal, dass jede Partei daran interessiert ist, so schnell wie möglich/ökonomisch sinnvoll die AKWs abzuschalten, und hier war imo die SPD und besonders die Grünen zu schnell.

Manche Leute tun so, als hocken bei den jetzt regierenden Parteien böse Dämonen, die auf Biegen und Brechen die Umwelt zerstören wollen und sich jetzt in den Parteizentralen nen Ast freuen, während sie neue AKWs planen (was im Übrigen gesetzlich verboten ist)...

Denn dass wir bis 2020 unseren kompletten Energiebedarf durch regenerative Energien decken können, ohne dabei tiefer in die Tasche greifen zu müssen ist alles andere als unumstritten. Du selbst, Zicke, sagst dass das Ziel eventuell erreicht werden könnte. Was aber, wenn nicht? Dann sind die AKW weg und wir gucken blöd aus der Wäsche.
Und woher hätte dann der Strom kommen sollen? Die Wahl wär zwischen teuer und aus dem Ausland gewesen. Und hier hätte die Mehrheit der Bevölkerung den billigen Auslandsstrom gewählt, und das wäre schlechter für unsere SIcherheit als unsere eigenen, sehr gut überwachten AKW (und kommt jetzt nicht mit Krümmel oder den Vattenfall-Verbrechern, denen gehört eh die Lizenz entzogogen) ein paar Jahre länger laufen zu lassen
 
Ganz ehrlich, dann hätte Schwarz/Gelb sagen sollen, sie verlängern bis 2025. So halten sie sich ALLE Hintertüren auf, es wird ein Gesetz gekippt, welches die CDU damals mitgetragen hat.

Das Ziel, ohne Atomstrom auszukommen, kann erreicht werden. Ja, es wird kosten. Na und? JETZT alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit dieses Ziel erreicht werden kann, macht IMO mehr Sinn, als alles wieder nach hinten zu verschieben.

Desweiteren sollte es auch ein Ziel von uns allen sein, einfach weniger Strom zu verbrauchen, bewusster damit umzugehen. Energiesparlampen, den Fernseher oder den PC mal ausschalten, wenn er nicht genutzt wird, Energiesparende Geräte im Haushalt, stärkere Förderung von Photovoltaik, usw...

Der einzige Grund für Atomstrom ist, dass man die ach so liebe Industrie nicht zwingen will, endlich den Arsch hoch zu bekommen. Wir wollen dem guten Kapital doch nicht die Gewinne wegnehmen...

Energiesparlampen sparen ein AKW
 
Zimtzicke schrieb:
Der einzige Grund für Atomstrom ist, dass man die ach so liebe Industrie nicht zwingen will, endlich den Arsch hoch zu bekommen. Wir wollen dem guten Kapital doch nicht die Gewinne wegnehmen...

ach komm, das sind doch polemische linke Sprüche...

Es wäre einfach ein Unsicherheitsfaktor, denn was meinst du, was das Volk sagen würde, wenn die AKWs weg sind und dafür die Strompreise um xx% steigen? Sicher nicht "super, wir zahlen zwar viel mehr, aber dafür haben wir sauberen Strom".
So tickt das gemeine Volk nicht, an erster Stelle steht immer die eigene Ersparnis...
 
el_barto schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Der einzige Grund für Atomstrom ist, dass man die ach so liebe Industrie nicht zwingen will, endlich den Arsch hoch zu bekommen. Wir wollen dem guten Kapital doch nicht die Gewinne wegnehmen...

ach komm, das sind doch polemische linke Sprüche...

Es wäre einfach ein Unsicherheitsfaktor, denn was meinst du, was das Volk sagen würde, wenn die AKWs weg sind und dafür die Strompreise um xx% steigen? Sicher nicht "super, wir zahlen zwar viel mehr, aber dafür haben wir sauberen Strom".
So tickt das gemeine Volk nicht, an erster Stelle steht immer die eigene Ersparnis...

Ach komm, Zimtzicke führt ein Argument nach dem anderen an und dann zitierst du den Satz der pointiert das ganze Schlamassel mal auf den Punkt zu bringen versucht?

Man kann doch gar nicht ernsthaft zu leugnen versuchen, dass hinter dem Verhindern des Atomausstiegs zu 2020 der riesige Apparat der Atomlobby steht. Und den würde es nicht geben wenn es da nicht um den schnöden Mammon gehen würde.

Auch verstehe ich in deiner Argumentation nicht die Verknüpfung, dass der Atomausstieg ein "Unsicherheitsfaktor" wäre aufgrund der Mehrkostenübetragung auf den Bürger.
Und das "gemeine Volk" muss eben genauso wie die Industrie die Pille schlucken, dass ein rascher Ausstieg aus dem Atomstrom unserer Umwelt zu liebe nicht ohne einen Eigenanteil funktionieren kann.
Das darf doch bei so einer weitreichenden und notwendigen Veränderung unserer Energielandschaft gar keine Rolle spielen.
 
Zurück
Oben