Anubis schrieb:
Also bei den anderen Spielen nennt man so was jedenfalls Zwischensequenz.
Schwachsinn. Ich wüsste nicht, dass ich bei Heavy Rain den Controller beiseite lege, um passiv eine Filmsequenz auf mich einwirken zu lassen. Totaler Unsinn.
Anubis schrieb:
Okay man kann es als Spiel bezeichnen, aber als extrem simples.
Ach, also ist es auf einmal doch ein Spiel? Kannst du dich mal entscheiden?
Anubis schrieb:
Interaktiver Film passt da eher
Was im Übrigen auch unter das Genre der Videospiele fällt.
Anubis schrieb:
sowieso gehört der Thread entweder ins Film oder in die Casualspiele Ecke...
Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Deine Ignoranz ist sehr anstrengend.
Ich wiederhol's nochmal: Setz' dich mit Ludologie & Co (Sehr lesenswert, Gonzalo Frasca: http://www.ludology.org/articles/ludology.htm ) auseinander, meinetwegen reduziere es auf den Begriff der Interaktivität. Heavy Rain ist ein Videospiel, ganz egal was DU davon hälst.
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eape schrieb:
Der Verlauf des Spiels wird weder durch Entscheidungen noch durch die QTEs nennenswert beeinflusst. Heavy Rain ist, obwohl es nicht den Anschein macht, von der Storyführung sehr linear. Die Szenen und die Geschehnisse in den Szenen sind fest. Die Unterschiede, dich sich aufgrund von Entscheidungen und QTE-(Miss-)Erfolgen bilden, sind marginal.
Also bedeutet Linearität = Kein Videospiel?
90% aller Videospiele bieten dir keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten oder beschränken sich auf "Gehe links oder rechts". So gut wie jedes Spiel hat eine festgelegte Story. JEDES Spiel baut auf einem Regelsystem auf, das es einzuhalten gilt, um voranzukommen. Der Begriff des Sicherheitsnetzes trifft es da ganz gut.
Wenn man nicht gerade zitternd auf dem Boden herumwackelt während der QTEs, wird man das beste Ende erreichen.
Ich bin gewiss kein Anfänger in Sachen Videospiele, konnte das beste Ende im ersten Durchlauf jedoch nicht erreichen. Offenbar scheint nicht jeder dieselben Entscheidungen getroffen oder Reaktionen gehabt zu haben
Letztendlich hängt aber ein riesiges Sicherheitsnetz unter einem, das die Geschichte dorthin lenkt, wo sie hin soll. Das ist wie Pong mit einer riesigen Wand hinter dem Schläger. Man muss nicht überlegen, was man tut. Man kann es zwar, aber es bringt einen nicht weiter.
Einer der grundlegendsten Annahmen der Ludologie, die das Videospiel definieren.
Das Herausforderung des Spiels besteht dann wirklich nur aus Reaktionstests der billigsten Sorte. Und das ist noch weniger als bei einem 08/15-Shooter. Stupider geht es jedenfalls nicht als das zu drücken, was riesig auf dem Bildschirm eingeblendet wird.
Es besteht viel, aber nicht einzig aus Reaktionstests - so fair sollte man bleiben. Stupide mag sogar stimmen, es erfüllt aber die Bedingungen des Interactive Movies und macht es, so simpel es auch sein mag, zu einem Videospiel.
Als Spiel versagt Heavy Rain aber imo.
Ist für den persönlichen Eindruck auch verständlich, immerhin ist es in jedem Fall a) Geschmackssache und b) aufgrund der völlig anderen Ausrichtung im Vergleich zu 99% aller anderen Spiele auch ungewohnt und damit nicht geläufig.
Ich will auch gar keinem absprechen das Spielprinzip nicht mögen zu dürfen (eben weil es einem zu stupide o. ä. ist), ich kann es sogar verstehen und die Diskussion darüber wird ja nicht nur hier geführt. Aber dem Ganzen seine Existenz als Spiel absprechen zu wollen ist für mich unverständlich.