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Ausschreitungen in Stuttgart

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich finds aber auch ziemlich komisch, wie hier diskutiert wird. Und mit welchen Vorwänden und Einschränkungen und Vergleichen.
Da geht auch keiner aufs eigentliche Thema ein sondern ich lese viel mit was ist aber hiermit? Und warum hat man sich nicht da eingesetzt? Und Nebelkerzen und Relativierungen. Da merkt man imho dann doch, dass sich jeder in seiner Blase befindet und dann einfach nur in diese oder jene Richtung diskutiert.
 
Ich finds aber auch ziemlich komisch, wie hier diskutiert wird. Und mit welchen Vorwänden und Einschränkungen und Vergleichen.
Da geht auch keiner aufs eigentliche Thema ein sondern ich lese viel mit was ist aber hiermit? Und warum hat man sich nicht da eingesetzt? Und Nebelkerzen und Relativierungen. Da merkt man imho dann doch, dass sich jeder in seiner Blase befindet und dann einfach nur in diese oder jene Richtung diskutiert.
Was ist denn das eigentliche Thema?
 
Dass "aus einer Religionsgemeinschaft austreten" jetzt vor irgendeiner Verfolgung oder Vorverurteilung schützt, würde ich auch mal als ausgemachten Blödsinn bezeichnen. Und diese Art von Ratschlag als absurd, selbst obwohl ich von Religion wie bekannt sein dürfte absolut nichts halte.

Das sag mal einen französischen Protestanten in der Bartholomäusnacht. Da war es einzig und allein entscheidend, welche Religion man hatte und nicht welche Haar- oder Augenfarbe. Und Franzosen waren es sowieso alle. Und dies war selbst bestimmt, hätte ja keiner dem Luther folgen müssen.
 
Das sag mal einen französischen Protestanten in der Bartholomäusnacht. Da war es einzig und allein entscheidend, welche Religion man hatte und nicht welche Haar- oder Augenfarbe. Und Franzosen waren es sowieso alle. Und dies war selbst bestimmt, hätte ja keiner dem Luther folgen müssen.
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Was hat das bitteschön mit irgendwas zu tun?!
 
Merke: Es ist nur whataboutism, wenn es die andere Seite macht.
Dann werft doch nicht nur mit dem Begriff umher sondern erläutert, warum es bitteschön Whataboutism sein soll auf Horst Seehofers offensichtliche Heuchelei und unverhältnismäßige Überreaktion in Form eines ungeheuerlichen Angriffs auf die Pressefreiheit hinzuweisen?
Vielleicht habt ihr ja recht, aber bis jetzt höre ich immer nur Whataboutism, Whataboutism, Whataboutism...
 
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Was hat das bitteschön mit irgendwas zu tun?!

Also nochmal zu mitschreiben: mit ACAB diffamiert man pauschal eine Gruppe. Dann wird gesagt: ja das ist ja okay, weil man ja freiwillig in dieser Gruppe ist. Dann sage ich: mit der gleichen Logik könntest du auch gegen eine Religionsgemeinschaft hetzen, weil letztendlich die Mitgliedschaft auch selbst bestimmt ist. Verstanden?
 
Dann werft doch nicht nur mit dem Begriff umher sondern erläutert, warum es bitteschön Whataboutism sein soll auf Horst Seehofers offensichtliche Heuchelei und unverhältnismäßige Überreaktion in Form eines ungeheuerlichen Angriffs auf die Pressefreiheit hinzuweisen?
Vielleicht habt ihr ja recht, aber bis jetzt höre ich immer nur Whataboutism, Whataboutism, Whataboutism...

Zitat Wikipedia:
Whataboutism bezeichnet heute allgemein eine Technik der Manipulation, durch die von unliebsamer Kritik abgelenkt wird, indem auf ähnliche oder andere wirkliche oder vermeintliche Missstände auf der Seite des Kritikers hingewiesen wird.

Solltest du ja kennen.
Und mit der Ablenkung auf Seehofers andere Reaktionen bzw. vermeintliche Nichtreaktionen ist genau das erfüllt.
 
Dann werft doch nicht nur mit dem Begriff umher sondern erläutert, warum es bitteschön Whataboutism sein soll auf Horst Seehofers offensichtliche Heuchelei und unverhältnismäßige Überreaktion in Form eines ungeheuerlichen Angriffs auf die Pressefreiheit hinzuweisen?
Vielleicht habt ihr ja recht, aber bis jetzt höre ich immer nur Whataboutism, Whataboutism, Whataboutism...

Naja, einfach deshalb, weil davon abgelenkt wird, dass der Artikel von der Taz unmöglich ist. Klar hätte Seehofer bei rechten Dingen auch ganz anders reagieren sollen (ich seh mich übrigens auch eher links) aber das hat doch gar nichts mit dem aktuellen Fall zu tun.
 
Zitat Wikipedia:
Whataboutism bezeichnet heute allgemein eine Technik der Manipulation, durch die von unliebsamer Kritik abgelenkt wird, indem auf ähnliche oder andere wirkliche oder vermeintliche Missstände auf der Seite des Kritikers hingewiesen wird.

Solltest du ja kennen.
Und mit der Ablenkung auf Seehofers andere Reaktionen bzw. vermeintliche Nichtreaktionen ist genau das erfüllt.

@BitByter hat ja davor schon das gleiche gemacht.

manmanman. so viel anteilenahme und harte worte hätte ich mir vergangenes jahr gewünscht, als neonazis menschen in cottbus durch die stadt gejagt haben.

Das ist aber nichts neues, man kennt es ja mittlerweile.
Das ist dann die sogenannte Doppelmoral, die ich schon öfter erwähnte.
 
Naja, einfach deshalb, weil davon abgelenkt wird, dass der Artikel von der Taz unmöglich ist. Klar hätte Seehofer bei rechten Dingen auch ganz anders reagieren sollen (ich seh mich übrigens auch eher links) aber das hat doch gar nichts mit dem aktuellen Fall zu tun.
Er ist höchstens unglücklich weil nicht jedem klar ist das es sich dabei um satire handelt. Der Artikel hat aber nichts mit Stuttgart zu tun da ich bezweifle das auch nur 10% der Täter jemals eine Zeitung in der Hand hatten außer vllt zum austragen.
 
Er ist höchstens unglücklich weil nicht jedem klar ist das es sich dabei um satire handelt. Der Artikel hat aber nichts mit Stuttgart zu tun da ich bezweifle das auch nur 10% der Täter jemals eine Zeitung in der Hand hatten außer vllt zum austragen.

Ich hab ehrlich gesagt den Artikel nicht ganz gelesen und wollte auch keine Verbindung zu Stuttgart herstellen, mir ging es einfach nur um die Diskussionskultur :)
 
Okay, inhaltlich präzisiert:
Horst Seehofer sagt "Eine Enthemmung der Worte führt unweigerlich zu einer Enthemmung der Taten und zu Gewaltexzessen" und begründet damit seine Strafanzeige (als Innenminister!) gegen eine*n Autor*in eines eindeutig nicht ernst gemeinten Artikels über die aktuell (weltweite) Debatte der Polizei.

Was ich erstens ungeheuerlich finde: dass man mit so einem Mittel die Presse- und Meinungsfreiheit aufs Spiel setzt ist ein absolutes No-Go!
Zweitens finde ich den Zusammenhang mehr als konstruiert: die Randale in Stuttgart ist schlicht keine unmittelbare Folge dieses taz-Artikels. Ich finde diesen von vorne bis hinten bemüht-konstruierten Zusammenhang fast schon lächerlich absurd.
Drittens finde ich es unerträgtlich, dass Horst Seehofer eine inhaltlich richtige Feststellung ("Eine Enthemmung der Worte führt unweigerlich zu einer Enthemmung der Taten und zu Gewaltexzessen"), die mitunter seine Kritker*innen seit Jahren auch ihm berechtigterweise zum Vorwurf machen, in perfider Art und Weise wendet, wenn es ganz offensichtlich keine große sprachliche Enthemmung gab, die zudem keinesfalls in einer unvergleichlichen Enthemmung von Taten geführt hat.
Dass der Innenmininster hier mit zweierlei Maß misst muss man ihm viertens an genau dieser Stelle zum Vorwurf machen.

Unter anderem genau das sehe ich als ein Beispiel für @BitByter s "harte Worte" - und das muss man in dieser Form und an dieser Stelle kritisieren können, ohne dass es als Whataboutism abgekanzelt wird.
Weil es genau um die Sache geht: wie wird hier eigentlich gerade ein Nacht der Randale - die ich im Übrigen nicht toll, gut, tolerierbar finde - in einem Maße überhöht, die politische Parameter in einem komplett falschen Verhältnis verschiebt?
 
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