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Ausschreitungen in Stuttgart

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

...hat aber nichts mit Stuttgart zu tun da ich bezweifle das auch nur 10% der Täter jemals eine Zeitung in der Hand hatten außer vllt zum austragen.

Da machst Du es Dir aber einfach, das gehört auch in Kanon "alle Polizisten sind scheiße", was gerade überall durch die Gassen tönt. Daß das nicht der alleinige Auslöser war, ist klar, aber sowas heizt die Stimmung natürlich noch zusätzlich an. Wobei solche Artikel auch ratzfatz durch die sozialen Medien gejagt werden, und in denen waren die Randalierer alle.
 
Ich bekenne mich "schuldig", aber kann mich mal jemand kurz und knapp aufklären, was da vorgestern in Stuttgart passiert ist? (ich war das WE fast durchgehend unterwegs)

Aus einigen Artikeln die ich gelesen habe, geht das nicht eindeutig hervor. Richtete sich die Gewalt ausdrücklich gegen Polizisten? Hat man zu Gewalt gegen Polizisten aufgerufen? War das ein übergeordnetes Ziel der Randalen?

Für mich liest es sich so, als wäre der Startpunkt eine Drogenkontrolle in der "Partyszene" gewesen, die dann ausser Kontrolle geraten ist. Aber bei sowas ist die Polizei dann ja eigentlich zwangsläufig, wie bei allen Krawallen, involviert.

Ich möchte nur kurz verstehen, was hier jetzt so anders ist als bei anderen Krawallen.
 
Ich habe mich in einem anderen Thread auch daran gestoßen, dass @Mingo ACAB verwendet hat, und das auch artikuliert. So zu tun, als ginge das ganze KT (was auch immer das sein soll) mit diesem Spruch konform, ist einfach falsch. Ich möchte aber dennoch auf den wichtigen Unterschied hinweisen:

Polizist*innen werden nicht als solche geboren, sondern suchen sich diesen Beruf bewusst aus und können ihn auch wieder ablegen. Das unterscheidet sie von Homosexuellen, die mit dieser Sexualität geboren werden und einem auf sie gemünzten ACAB-Kampfspruch daher nicht entfliehen könnten.

Ok ... da muss ich jetzt doch mal was zu schreiben. Wenn ich Dich richtig verstehe, soll ein Polizist also einfach seinen Job aufgeben, wenn ihm der Hate gegen seine Berufsgruppe nicht gefällt. Jetzt stell Dir einfach mal vor, ein Großteil der Polizei kündigt und es gibt niemanden mehr, der Deinen Nachbarn davon abhält, Dir mit der Baseballkäule ein's über die Rübe zu ziehen, weil Deine Playstation zu laut war.

Ganz ehrlich, Leute wie Du sollten sich mal vergegenwärtigen, was unsere Polizei eigentlich im Kern leistet. Diese Menschen sorgen dafür, dass man halbwegs sicher über die Straße gehen, sich eine Existenz aufbauen kann und Recht und Gesetz (mehr oder weniger) durchgesetzt wird. Ich kann den aktuellen Hate wirklich NULL nachvollziehen und erachte das sogar als gefährlich. Ich denke niemand, der weiter als bis zur nächsten Straßenecke denken kann, hat ein wirkliches Interesse an Anarchie. Gerade der Beruf der Polizei hat imho deutlich mehr Anerkennung verdient. Diese Menschen riskieren tagtäglich ihre eigene Gesundheit um uns alle zu schützen. Und dafür gebührt ihnen verdammt nochmal Respekt !!!!
 
Auf Facebook hat der hessische Polizeipräsident folgende Stellungnahme abgegeben, die es imo ganz gut trifft:

Nach all den Debatten, Vorwürfen und Ereignissen der letzten Tage und Wochen bezieht unser Polizeipräsident Bernhard Lammel klar Stellung zum Auftrag und zur Arbeit der Polizei in Südhessen:
"Aktuell erfährt die Polizei eine breite negative Darstellung mit wenig Differenzierung. Einige sehen sogar plötzlich in der Uniform einen Feind. Das bedauere ich sehr.
Die Polizei steht stets im Fokus und es sollten keine Fehler passieren. Doch es handeln Menschen. Wichtig ist, Fehler aufzuarbeiten, um sie künftig zu vermeiden.
Auch wenn wir beleidigt, bespuckt, verletzt oder verächtlich gemacht werden, wir werden weiterhin präsent sein und uns nicht einschüchtern lassen. So haben mich die Krawalle in Stuttgart am Wochenende an die Ausschreitungen und Angriffe auf die Polizei am Rande des Schlossgrabenfestes 2018 in Darmstadt vor zwei Jahren erinnert. Wir wurden gerufen, um zu helfen. Kurzum wir haben unsere Arbeit gemacht und wurden plötzlich und unerwartet zum Feindbild. Dennoch und egal was passiert, wir werden unsere tägliche Arbeit mit der gleichen Professionalität wie bisher machen und stets für die Belange der Bürgerinnen und Bürger da sein. Auch helfen wir denen, die gegen uns sind.
Als Polizeipräsident ist es mir besonders wichtig, dass sich die Bürger auf ihre Polizei verlassen können. Und das können sie. Unabhängig von Anfeindungen, Angriffen oder rassistischen Debatten werden wir weiterhin rund um die Uhr bestmöglich für die Sicherheit in Südhessen sorgen und stets als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein."
 
Ok ... da muss ich jetzt doch mal was zu schreiben. Wenn ich Dich richtig verstehe, soll ein Polizist also einfach seinen Job aufgeben, wenn ihm der Hate gegen seine Berufsgruppe nicht gefällt. Jetzt stell Dir einfach mal vor, ein Großteil der Polizei kündigt und es gibt niemanden mehr, der Deinen Nachbarn davon abhält, Dir mit der Baseballkäule ein's über die Rübe zu ziehen, weil Deine Playstation zu laut war.

Ganz ehrlich, Leute wie Du sollten sich mal vergegenwärtigen, was unsere Polizei eigentlich im Kern leistet. Diese Menschen sorgen dafür, dass man halbwegs sicher über die Straße gehen, sich eine Existenz aufbauen kann und Recht und Gesetz (mehr oder weniger) durchgesetzt wird. Ich kann den aktuellen Hate wirklich NULL nachvollziehen und erachte das sogar als gefährlich. Ich denke niemand, der weiter als bis zur nächsten Straßenecke denken kann, hat ein wirkliches Interesse an Anarchie. Gerade der Beruf der Polizei hat imho deutlich mehr Anerkennung verdient. Diese Menschen riskieren tagtäglich ihre eigene Gesundheit um uns alle zu schützen. Und dafür gebührt ihnen verdammt nochmal Respekt !!!!

Leo hat nicht "soll" geschrieben, aber er kann es tun. Das unterscheidet einen Beruf von Umständen, die man nicht selbst beeinflussen kann.
 
Wenigstens kapiere ich jetzt, was die Horden rufen. Ich dachte erst das Video sei ein Fake und irgendwo anders aufgenommen, bin mir aber fast sicher, das es der Übergang zwischen Ecksee und Schloßplatz ist:

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Acab ist definitiv eine dieser parolen die geschrieben besser wirkt als gesprochen.
 
Ok ... da muss ich jetzt doch mal was zu schreiben. Wenn ich Dich richtig verstehe, soll ein Polizist also einfach seinen Job aufgeben, wenn ihm der Hate gegen seine Berufsgruppe nicht gefällt. Jetzt stell Dir einfach mal vor, ein Großteil der Polizei kündigt und es gibt niemanden mehr, der Deinen Nachbarn davon abhält, Dir mit der Baseballkäule ein's über die Rübe zu ziehen, weil Deine Playstation zu laut war.

Ganz ehrlich, Leute wie Du sollten sich mal vergegenwärtigen, was unsere Polizei eigentlich im Kern leistet. Diese Menschen sorgen dafür, dass man halbwegs sicher über die Straße gehen, sich eine Existenz aufbauen kann und Recht und Gesetz (mehr oder weniger) durchgesetzt wird. Ich kann den aktuellen Hate wirklich NULL nachvollziehen und erachte das sogar als gefährlich. Ich denke niemand, der weiter als bis zur nächsten Straßenecke denken kann, hat ein wirkliches Interesse an Anarchie. Gerade der Beruf der Polizei hat imho deutlich mehr Anerkennung verdient. Diese Menschen riskieren tagtäglich ihre eigene Gesundheit um uns alle zu schützen. Und dafür gebührt ihnen verdammt nochmal Respekt !!!!
Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Man darf, soll und muss Kritik an Verfehlungen und Praktiken der Polizei üben. Es ist absolut notwendig, die Exekutive transparent zu durchleuchten und jeden einzelnen Missstand aufzuzeigen. Alles andere wäre der Sargnagel für die Legitimität der exekutiven Gewaltausführung.

Das ist kein Hate gegen das ganze Organ Polizei an sich, aber so viel, wie dort falsch läuft, sich Strukturen gefestigt haben, ist es längst überfällig, das Organ Polizei auf den Prüfstand zu stellen.

Und ja, das kann man wunderbar trennen vom Großteil der rechtschaffenen Cops, die gute Arbeit leisten und ja, auch ich werde mich weiterhin bei relevanten Sachen an die Polizei wenden.
Das eine schließt das andere nicht aus.
 
Musste heut morgen lachen als ich diverse Kommentare im Netz gelesen habe wo von der armen Polizei die Rede war und das ausgerechnet von Leuten die bei den coronademos noch Faschistenschweine o. ä. in Richtung Polizei geschrien haben wenn sie einen gewalttätigen Menschen aus der Menge gefischt haben. :lol:
 
Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Man darf, soll und muss Kritik an Verfehlungen und Praktiken der Polizei üben. Es ist absolut notwendig, die Exekutive transparent zu durchleuchten und jeden einzelnen Missstand aufzuzeigen. Alles andere wäre der Sargnagel für die Legitimität der exekutiven Gewaltausführung.

Das ist kein Hate gegen das ganze Organ Polizei an sich, aber so viel, wie dort falsch läuft, sich Strukturen gefestigt haben, ist es längst überfällig, das Organ Polizei auf den Prüfstand zu stellen.

Und ja, das kann man wunderbar trennen vom Großteil der rechtschaffenen Cops, die gute Arbeit leisten und ja, auch ich werde mich weiterhin bei relevanten Sachen an die Polizei wenden.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Und du sprichst ja den imo großen Unterschied zur Gruppe der Polizei und quasi allen anderen Gruppen an: Die Polizei ist nicht irgendeine Gruppe, sondern die Exekutive. Ein Teil der Staatsmacht, die das Gewaltmonopol innehat. Jeder einzelne Polizist ist Teil dieses Organs, das auch im Sinne unserer Verfassung agieren muss. Und jede Handlung dagegen MUSS bekämpft werden, die POlizei muss immer kritisch betrachtet werden. Einfach, da wenig so gefährlich für unsere freiheitliche Grundordnung ist wie eine nicht korrekt funktionierende Exekutive - wie die USA ziemlich eindrucksvoll demonstrieren.

Besondere Rechte kommen auch mit besonderen Pflichten und einer anderen Form von Kritik.
 
Man darf, soll und muss Kritik an Verfehlungen und Praktiken der Polizei üben. Es ist absolut notwendig, die Exekutive transparent zu durchleuchten und jeden einzelnen Missstand aufzuzeigen. Alles andere wäre der Sargnagel für die Legitimität der exekutiven Gewaltausführung.

Das ist kein Hate gegen das ganze Organ Polizei an sich, aber so viel, wie dort falsch läuft, sich Strukturen gefestigt haben, ist es längst überfällig, das Organ Polizei auf den Prüfstand zu stellen.

Das man Kritik an der Polizei üben kann und auch muss, ist vollkommen richtig. Insofern bin ich bei Dir. Aber aktuell haben wir das Problem, dass sich der Hate eben größtenteils undifferenziert gegen die komplette Polizei richtet. Bestes Beispiel ist der erwähnte TAZ-Artikel und eben auch ACAB.
 
Richtig. Ändert aber nichts an meiner Aussage.

Zum Rest deiner Aussage hat @CandleWaltz ja bereits etwas treffendes formuliert.

Es gibt auch in DE sehr viele Fälle von rechtem Gedankengut und Rassismus innerhalb der Polizei. Das muss laut ausgesprochen und hinterfragt werden, vor allem, wenn die Politik sofort das Gewaltmonopol beim Rechtsstaat sieht.
 
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