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Atomkatastrophen weltweit - immer mal wieder!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Übrigens wird noch drüber berichtet, nur eben nicht mehr so präsent als Topthema. Das ist aber auch normal und richtig so, es sind inzwischen einfach andere Sachen passiert...
Man muss jetzt ja nicht mit täglichen Statusupdates ala "hier ist immer noch alles verstrahlt, hat sich nix geändert. Aber gestern hat Mitarbeiter xyz leichten Durchfall gehabt" kommen.
Wenn was wichtigeres passiert, erfährt man das immernoch. Man muss halt was anderes als Pro7 Newstime schauen, dann erfährt man das auch.
 
seit tschernobyl dürfte jeder mensch mit hirn zwischen den ohren kapiert haben, dass die sache jahrzehnte und jahrhunderte dauern wird.

was nützt es also, wenn die menscheit in tagesabständen darüber berichtet?
 
Verschwindet halt dadurch der breiten Masse völlig aus dem Sinn. Was zuvor manche als Anstoß gegen Atomkraft wachgerüttelt hat, ist nun wieder völlig versickert, dank absolut mangelnder Präsenz, obwohl die Lage weiterhin kritisch ist und weit davon entfernt sich zu beruhigen.
Medien sind leider auch nur Profitgeier, mit zu großem Einfluss.
 
Trayal schrieb:
Medien sind leider auch nur Profitgeier, mit zu großem Einfluss.

Unsinn, es ist halt nur wie el_barto es schon sagte: Wenn sich nichts ändert, braucht man auch nicht darüber zu berichten. Ist ja nicht Aufgabe der Medien ständig an vergangene Katastrophen zu erinnern. Zu gegebenen Anlässen und wenn sich etwas ändert, wird auch darüber berichtet.
 
Im aktuellen Spiegel ist auch wieder ein Bericht über die Lage der geflüchteten Bevölkerung. Fürsorgepflicht ist bei der japanischen Regierung anscheinend völlig unbekannt.
 
Naja, ich sehe dass eher alles kritisch.

Klar es wird weniger berichtet, aber das dann zu beschönigen wenn man meint es "strahlt" ja noch immer oder es hat sich nichts verändert, ist ja auch klasse.

Seit Monaten strahlt das vor sich hin und anstatt dass es mal ein paar positive Fortschritte gibt, verschlimmert sich die Lage zunehmens. Japan hat das ganze überhaupt nicht unter Kontrolle. TEPCO versucht das Ausmaß so weit wie möglich zu verschleiern (die 10 Sievert waren übrigens die maximal messbare Strahlung gewesen. Das Ganze kann auch bei 20 Sievert liegen).

Und ich bezweifle einfach, dass das gemeine Volk aus aller Welt genau weiß dass Fukushima immer noch schlimm ist und immer noch außer Kontrolle ist...

Klar kann man da nicht einfach nur ein "Tagebuch der Strahlung" führen, aber zumindest ein globales Gefühl der nicht kontrollierten weiter vor sich hinstrahlenden Gefahr sollte man schon versuchen zu erhalten.
 
Ich finde nicht das darüber mittlerweilen zu wenig berichtet wird oder gar beschönigt. Es wird halt ab und an darauf hingewiesen, dass es immer noch schlimme Zustände sind. Was willst du denn auch gross mehr berichten?
Von der Öl Katastrophe hört man auch nicht mehr viel, trotzdem sieht es da immer noch nicht gut aus.

Aber das ist dich einfach der lauf der Dinge, es gibt noch soviele schlimme Sachen die in den vergangenen Jahren passiert sind wo immer noch probleme bestehen.
 
Fukushima gibt den Experten immer noch Rätsel auf

Ein halbes Jahr nach dem Super-GAU von Fukushima ist es still geworden um die Lage im Katastrophengebiet. Dabei sind im havarierten AKW im Nordosten Japans viele Probleme noch immer ungelöst. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es erneut zu einer Kernschmelze kommt.

Von Peter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio

Videostandbild einer Roboter-Kamera in Block 1 des AKW Fukushima 1 (Quelle: Tepco) (Foto: dapd) Großansicht des Bildes Besondere Sorgen bereitet immer noch die Situation in Block 1 (Archivbild, Quelle: Tepco) Es sind kleine Fortschritte, die Yoshinori Moriyama von der japanischen Atomaufsichtsbehörde NISA ein halbes Jahr nach der Katastrophe beschreibt. "Die Temperatur am Boden der Druckkammer von Block 3 beträgt jetzt weniger als 100 Grad. Auch dieser Reaktor konnte in letzter Zeit kontinuierlich und erfolgreich gekühlt werden. Deshalb überlegen wir, ob wir das Verfahren einer zusätzlichen Leitung zur direkten Kernkühlung auch beim Reaktor 2 anwenden können."

Die Temperatur von Reaktor 1 liegt seit ein paar Wochen ebenfalls unter 100 Grad. Damit sind aber die Probleme längst noch nicht gelöst. Hajimu Yamana, der die Kommission zur Stilllegung und Entsorgung des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 leitet, befürchtet: "Der Reaktor 1 ist sehr nahe an einer kompletten Kernschmelze. Nummer 2 und 3 teilweise, aber nicht zu einem geringen Teil. Es ist klar, dass sich das geschmolzene Material im Block 1 bereits durchgefressen hat und auf den Boden des Behälters zur Eindämmung gefallen ist. Bei 3 und 2 bin ich mir nicht sicher. Es gibt noch keine verlässlichen Daten dazu, aber die Möglichkeit ist ziemlich hoch."
Wo sind die geschmolzenen Brennstäbe?

Auch Moriyama von NISA muss einräumen, dass man derzeit nicht wisse, wo genau die geschmolzenen Kernstäbe sind. Und auf Nachfrage muss er zugeben, dass angesichts der kurzzeitig auftauchenden, erhöhten Iod-131-Werte weiter eine Kernspaltung stattfinden könnte: "Ich kann die Möglichkeit einer erneuten Kritikalität in ganz begrenzten Umfang nicht komplett ausschließen, aber angesichts der Daten ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering."

Moriyama bezeichnet ein halbes Jahr nach der Katastrophe die Dekontaminierung des hoch radioaktiven Wassers als die größte Herausforderung. Nach wie vor würden die Anlagen zur Reinigung des Wassers nicht ordentlich laufen. Allerdings könne schon jetzt das dekontaminierte Wasser zur erneuten Kühlung der Reaktorkerne und Abklingbecken eingesetzt werden.
Atomkraftwerk Fukushima (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes Noch Wochen nach der Katastrophe lief verstrahltes Wasser in den Pazifik.

Noch mehr Fragen sind offen

Erst nachdem diese Probleme behoben sind, steht die nächste Phase an, so Professor Yamana: "Was machen wir mit den gebrauchten Brennstäben in den Abklingbecken? In welchem Zustand ist das Material der geschmolzenen Kerne? Wir müssen einen Weg finden, in die Druckkammern hinein schauen zu können. Das ist derzeit wegen der hohen radioaktiven Strahlung nicht möglich. Wir müssen die Lecks verschließen, das ist extrem wichtig. Aber auf welche Weise kann man Löcher in der Druckkammer eines Reaktors stopfen?"

Yamana geht davon aus, dass noch mehr als ein Jahrzehnt vergehen wird, ehe die Probleme gelöst und all die notwendigen Arbeiten im havarierten AKW Fukushima 1 im Gange sind.


http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima546.html
 
Keine große Überraschung. In Harrisburg hatte es auch Jahre gebraucht, bis man an den Reaktorkern gekommen ist, und da war das Compartment ja sogar noch komplett geblieben. Sobald man in Fukushima das Fundament gesichert hat, werden sie Unmengen von Beton drüber gießen und in 30 Jahren mal wieder nachsehen, wie in Tschernobyl.
 
Glod schrieb:
Oh...ein Ofen also. Der Backofen im Pausenraum, oder was? Muss! Sofort! Jodtabletten! Kaufen! Gehen! :waah:

Verfalle jetzt auch noch nicht in Panik, aber ich habe so meine Zweifel, dass die Öfen in den Pausenräumen für einen Toten und vier Verletzte sorgen...gut, wenn es ein großer Offen ist vielleicht...
 
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