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Trayal schrieb:Medien sind leider auch nur Profitgeier, mit zu großem Einfluss.
Fukushima gibt den Experten immer noch Rätsel auf
Ein halbes Jahr nach dem Super-GAU von Fukushima ist es still geworden um die Lage im Katastrophengebiet. Dabei sind im havarierten AKW im Nordosten Japans viele Probleme noch immer ungelöst. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es erneut zu einer Kernschmelze kommt.
Von Peter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio
Videostandbild einer Roboter-Kamera in Block 1 des AKW Fukushima 1 (Quelle: Tepco) (Foto: dapd) Großansicht des Bildes Besondere Sorgen bereitet immer noch die Situation in Block 1 (Archivbild, Quelle: Tepco) Es sind kleine Fortschritte, die Yoshinori Moriyama von der japanischen Atomaufsichtsbehörde NISA ein halbes Jahr nach der Katastrophe beschreibt. "Die Temperatur am Boden der Druckkammer von Block 3 beträgt jetzt weniger als 100 Grad. Auch dieser Reaktor konnte in letzter Zeit kontinuierlich und erfolgreich gekühlt werden. Deshalb überlegen wir, ob wir das Verfahren einer zusätzlichen Leitung zur direkten Kernkühlung auch beim Reaktor 2 anwenden können."
Die Temperatur von Reaktor 1 liegt seit ein paar Wochen ebenfalls unter 100 Grad. Damit sind aber die Probleme längst noch nicht gelöst. Hajimu Yamana, der die Kommission zur Stilllegung und Entsorgung des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 leitet, befürchtet: "Der Reaktor 1 ist sehr nahe an einer kompletten Kernschmelze. Nummer 2 und 3 teilweise, aber nicht zu einem geringen Teil. Es ist klar, dass sich das geschmolzene Material im Block 1 bereits durchgefressen hat und auf den Boden des Behälters zur Eindämmung gefallen ist. Bei 3 und 2 bin ich mir nicht sicher. Es gibt noch keine verlässlichen Daten dazu, aber die Möglichkeit ist ziemlich hoch."
Wo sind die geschmolzenen Brennstäbe?
Auch Moriyama von NISA muss einräumen, dass man derzeit nicht wisse, wo genau die geschmolzenen Kernstäbe sind. Und auf Nachfrage muss er zugeben, dass angesichts der kurzzeitig auftauchenden, erhöhten Iod-131-Werte weiter eine Kernspaltung stattfinden könnte: "Ich kann die Möglichkeit einer erneuten Kritikalität in ganz begrenzten Umfang nicht komplett ausschließen, aber angesichts der Daten ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering."
Moriyama bezeichnet ein halbes Jahr nach der Katastrophe die Dekontaminierung des hoch radioaktiven Wassers als die größte Herausforderung. Nach wie vor würden die Anlagen zur Reinigung des Wassers nicht ordentlich laufen. Allerdings könne schon jetzt das dekontaminierte Wasser zur erneuten Kühlung der Reaktorkerne und Abklingbecken eingesetzt werden.
Atomkraftwerk Fukushima (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes Noch Wochen nach der Katastrophe lief verstrahltes Wasser in den Pazifik.
Noch mehr Fragen sind offen
Erst nachdem diese Probleme behoben sind, steht die nächste Phase an, so Professor Yamana: "Was machen wir mit den gebrauchten Brennstäben in den Abklingbecken? In welchem Zustand ist das Material der geschmolzenen Kerne? Wir müssen einen Weg finden, in die Druckkammern hinein schauen zu können. Das ist derzeit wegen der hohen radioaktiven Strahlung nicht möglich. Wir müssen die Lecks verschließen, das ist extrem wichtig. Aber auf welche Weise kann man Löcher in der Druckkammer eines Reaktors stopfen?"
Yamana geht davon aus, dass noch mehr als ein Jahrzehnt vergehen wird, ehe die Probleme gelöst und all die notwendigen Arbeiten im havarierten AKW Fukushima 1 im Gange sind.
Glod schrieb:Oh...ein Ofen also. Der Backofen im Pausenraum, oder was? Muss! Sofort! Jodtabletten! Kaufen! Gehen!![]()

Anubis schrieb:Was hat das mit Japan zu tun?
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