Evin schrieb:
el_barto schrieb:
Wenn jetzt halt der Kern komplett schmilzt, kann es wie gesagt sein, dass die Kettenreaktion wieder aufflammt, dann glühts noch viel schlimmer los.
Stimmt das wirklich?
Die eingefahrenen Steuerstäbe haben die Kettenreaktion ja bereits zum Erliegen gebracht. Was jetzt noch am Laufen ist sind diverse Zerfallsprozesse, die eben eine enorme Hitze erzeugen. Und jene Hitze bringt den Kern irgendwann zum Schmelzen, was den Brennstabbehälter zerstört und es dann im schlimmsten Fall der "Auffangbehälter" den flüssigen Kern nicht "halten" kann.
Ja, das kann passieren. Wenn der Kern schmilzt, läuft ja die ganze Suppe (also Uran/Plutonium sowie die Moderatorstäbe, die die Kettenreaktion gestoppt haben einerseits und die Hüllmaterialien (Zirkonium, Eisen etc) im Sumpf zusammen.
Da kann es natürlich aber passieren, dass sich in der Schmelze lokal höhere Kozentrationen spaltbaren Materials bilden, die die kritische Masse überschreiten und da eine Kettenreaktion wieder möglich wird.
Hab ich grad vor 2 Tagen gelesen, als ich mein Wissen über AKWs und Havarien wieder aktualisiert hab.
EDIT: Wenn ichs mirs recht überlege, ist der Fall ja nicht mal unwahrscheinlich, da sich in der Schmelze die einzelnen Metalle nach ihrer Dichte schichten müssen. Grade die spaltbaren Metalle (Uran und Plutonium) sind ja extrem dicht und müssten in der Schmelze nach unten sinken, während Moderatoren (ich denk mal, Bor) sehr leicht sind und eher oben schwimmen.
Kann natürlich sein, dass die Schichtung durch die Wärmekonvektion wieder genug durcheinandergewirbelt wird.
EDIT2: Das alles weiß ich natürlich nicht sicher, ich bin ja kein Nuklearphysiker, sondern nur (auch schon vor der Situation jetzt) interessierter Laie mit ein wenig erhöhtem Hintergrundwissen^^
Ich hätt dazu in den Medien auch wirklich mal konkretere Aussagen und ein wenig Erklärungen, was da jetzt alles genau abläuft...