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Arbeitsrecht; Meinung

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Yes, ziemlich für den Arsch. Mir wurden damals auch nur 20 angeboten, da hätte ich den Vertrag definitiv nicht verlängert.. dem damaligen Chef hätte ich auf seinen Porsche ge**** ;) Weniger als 30 ist no go..
 
Ich kapere mal den Thread. Eine gute Freundin meiner Frau wurde gestern fristlos entlassen. Grund: falsche Reisekostenabrechnung. Es liegen dafür eigentlich ziemlich eindeutige Gerichtsurteile vor, jedoch geht es mMn immer darum, dass Vorsatz nachgewiesen werden konnte bzw. die falschen Angaben billigend in Kauf genommen wurden. Konkret war es wohl so, dass lediglich ein Formfehler gemacht wurde, der dann letztendlich zu 2 € Vorteil für die Reisekostenabrechnungsstellerin geführt hat. Zudem wurde die Reise um 13 Uhr beendet und man hätte noch auf der ARbeit erscheinen müssen bis 15 Uhr wegen Kernzeit und so. Vorher noch nie was vorgefallen. Es wird sehr gut verdient und 2 € sind sicher nicht nötig. Auch eine Kollegin von ihr fliegt aus dem gleichen Grund. Es wurde vorher von der entsprechenden Abrechnungsabteilung zu einem Gespräch geladen, dort mitgeteilt, dass das mit dem Formfehler ein Versehen war, und das mit dem Erscheinen bis 15 Uhr nicht bewusst war, man sich dafür entschuldigt hat und es ja nacharbeiten könne. Ein paar Tage später lag dann die fristlose Kündigung auf dem Tisch. Wie stehen da die Chancen, dass es sich lohnt das anzufechten?
 
Bin natürlich kein Experte, aber streng genommen sind solche "Vergehen" wie Nichterscheinen zur Arbeit, "Betrug" (falsche Abrechnung),... ein Entlassungsgrund. Ob das bei so kleinen Beträgen ohne Verwarnung, wenn kein Vorsatz vorliegt, möglich ist? Schwierig...

Klingt wohl danach als hätte man nur einen Grund gesucht sie loszubekommen.
Ob man in so einem Betrieb weiter arbeiten möchte,selbst wenn man erfolgreich dagegen vorgeht? Natürlich würde ich zumindest versuchen das anzufechten (wegen Abfertigung etc), aber trotzdem schon nach was neuen umsehen. (Natürlich leicht gesagt als Außenstehender)
 
2€ plus 2h nach Jahren ohne Vorfälle und dafür dann eine fristlose Kündigung steht in keiner Verhältnismäßigkeit. Selbst eine Abmahnung würde ich da ohne vorherige Vorfälle nicht als verhältnismäßig ansehen. Von daher definitiv Klage auf Wiedereinstellung binnen 3 Wochen beim Arbeitsgericht einlegen.
Sag das der Dame, die wegen ner Maultasche gekündigt wurde.

Edit: okey die Kündigung war illegal. Nehme alles zurück
 
Wenn man googelt wird einem ja fast schlecht. Also ein Vorsatz sollte aber vorhanden sein und das seh ich hier bei weitem nicht, vor allem bei 2€, das ist ja lächerlich.
 
Mein ich auch, in aller Regel hat der AG überhaupt kein Interesse jemanden vor die Türe zu setzen, das kostet ja ein vielfaches mehr der Platz zu besetzen, also die 2€ und die 2h kann es in keinem Falle sein.
 
Ja ist schwer zu begreifen, da vorher nie was vorgefallen ist. Im Gegenteil, die Jahresgespräche liefen super. Ich denke das kommt aus der Abrechnungsabteilung und der direkte Vorgesetzte hat nicht den Arsch in der Hose um zu kontern. Es schwingt in dem Alter (33) halt auch immer ein bisschen die Vermutung im Raum, dass man die Chance noch nutzt gewisse Mitarbeiterinnen loszuwerden bevor sie schwanger werden. Aber das wäre wohl ein bisschen weit hergeholt.
 
Es schwingt in dem Alter (33) halt auch immer ein bisschen die Vermutung im Raum, dass man die Chance noch nutzt gewisse Mitarbeiterinnen loszuwerden bevor sie schwanger werden. Aber das wäre wohl ein bisschen weit hergeholt.
Überhaupt nicht, wird ja gerne mal versucht, allerdings selten so mit der Brechstange, wie von Dir geschildert, wenn es denn auch alles so stimmt.
 
Leider kein Betriebsrat obwohl es eine recht große Firma ist. Naja, jetzt mal abwarten, was noch kommt. Ich an ihrer Stelle würde dagegen vorgehen, wenn alle Randbedingungen so zutreffen wie geschildert.
 
Leider kein Betriebsrat obwohl es eine recht große Firma ist. Naja, jetzt mal abwarten, was noch kommt. Ich an ihrer Stelle würde dagegen vorgehen, wenn alle Randbedingungen so zutreffen wie geschildert.
Genau, denn verlieren kann sie ja nicht, wenn es so ist, wie hier geschildert. Hinzu kommt, dass sie ja durch die fristlose Kündigung erst einmal eine 12-wöchige Sperrfrist bzgl. ALG1 hat.
 
Auf jeden Fall gegen die Kündigung vorgehen. Wenns vor Gericht geht kann man immerhin eine Abfindung rausschlagen im Normalfall. (Glaub des war in der Regel ein halbes Monatsgehalt mal die Betriebszugehörigkeit in Jahren.)
Dass wissen die Firmen auch und haben das schon kalkuliert. Da wird ein Betrag X für Entlassungen bereitgestellt. Und man versucht eben so gut wie es geht Gründe zu suchen um den MA loszuwerden wenn man den jemand loswerden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenns vor Gericht geht kann man immerhin eine Abfindung rausschlagen im Normalfall.
Im Normalfall gibt es halt keine Abfindung, weil oftmals einfach kein Anspruch. Wenn das Arbeitsverhältnis nicht zerrüttet ist, kommt es zu einer Aufhebung der Kündigung und somit ganz normal zur Weiterbeschäftigung und Gehaltszahlungen. Ist das Arbeitsverhältnis hingegen zerrüttet, wird es zwar auch zu einer Aufhebung der Kündigung, aber in der Regel dann mit einem Vergleich und einer ordentlichen Kündigung zu einem Datum X enden. Nur mit viel Wohlwollen des Richters bei etlichen Beschäftigungsjahren kommt es dann auch zu einer zusätzlichen Abfindung.
 
Im Normalfall gibt es halt keine Abfindung, weil oftmals einfach kein Anspruch. Wenn das Arbeitsverhältnis nicht zerrüttet ist, kommt es zu einer Aufhebung der Kündigung und somit ganz normal zur Weiterbeschäftigung und Gehaltszahlungen. Ist das Arbeitsverhältnis hingegen zerrüttet, wird es zwar auch zu einer Aufhebung der Kündigung, aber in der Regel dann mit einem Vergleich und einer ordentlichen Kündigung zu einem Datum X enden. Nur mit viel Wohlwollen des Richters bei etlichen Beschäftigungsjahren kommt es dann auch zu einer zusätzlichen Abfindung.

Kommt immer drauf an was man sich zu Schulden hat kommen lassen. Aber von den Fällen was mein Anwalt-Dozent mir erzählt hat, kommt es fast immer zu einer Abfindung, selbst wenn man mehr oder weniger Mist gebaut hat.
 
Habe hier alles nicht gelesen aber die Kommentare schockieren mich eher... Leg dich nicht mit dem Arbeitgeber an? Sorry aber klappe halten und alles über sich ergehen lassen ist für euch echt eine Option?

Ich habe Angst vor Spinnen usw aber bestimmt nicht vor dem Arbeitgeber...

Edit, verdammt nur Seite 1 gelesen.

Einfach ignorieren Jungs.
 
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