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Aktien & andere Anlagen (2 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • 10 Jahre würde ich auch als zu kurz ansehen. Gab zwar nicht viele Phasen in denen man weltweit gestreut danach immer noch im Minus war, aber es gab sie. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Schwächephasen an den Börsen in den letzten Jahrzehnten immer kürzer (aber dafür temporär heftiger) geworden sind. Und das ist sicher kein reiner Zufall sondern auch der technologischen Entwicklung geschuldet. Die Börsen von heute sind nicht mal mehr annähernd so wie bis in die frühen 2000er Jahre.

    Aber Totalverlust einkalkulieren, naja. Wenn das eintritt, hast du ganz andere Probleme als dein Depot dann sind wir entweder im 3. Weltkrieg oder werden von nem Kometen getroffen :D.
     
    Totalverlust schliesse ich auch aus, wenn es so weit kommen sollte, brennt wirklich die Welt.

    Mit ETFs leider viel zu spät angefangen, bis zur Rente habe ich noch gute 20 Jahre eigentlich, hoffe dass ich in dem Zeitraum auch gut angespart bekomme und am Ende mit guten Plus rausgehe. Man muss sich halt nur den Verlauf von den beliebten MSCI World oder FTSE All World anschauen, nach unten dippen kann es immer und voraussehen kann man es auch nicht. Investiert man heute sein kA 20k Erbe in den MSCI World, kann es sein dass der nächste Woche um 50% einbricht und erst in den nächsten 10 Jahren wieder auf dem aktuellen Wert steht. Weiß man alles vorher nicht.
     
    Wenn ich Sachen lese wie "Über 10 Jahre und sicher", dann sträuben sich bei mir alle Nackenhaare.
    Und wieviele Zeiträume in den letzten Dekaden findest Du, wo das nicht stimmt? Da mußt Du schon echt tief in die Scheiße gegriffen haben, um da Verluste zu erleiden.
    Und bei einem Totalausfall haben wir ganz andere Probleme…
     


    Das Thema geht ja derzeit etwas durch die Medien. Mit war auch nicht bewusst, was die in Holland da für ein absurdes Steuer-System haben. Aktuell zahlt man dort 36% Steuern auf fiktive, von der Regierung festgelegte Kursgewinne. Zukünftig dann eventuell auf nicht realisierte Buchgewinne des eigenen Depots, weil das oberste Gewicht sie zu einer Reform zwingt.

    Dass sowas überhaupt entstehen kann zeigt auch, wie kaputt die Regierungen heutzutage sind.

    - Immobilien sind ausgenommen, was nicht nur massiv ungerecht ist, sondern die Leute in Immobilien treibt und die Preise dort noch mehr in eine Blase bringt

    - der Staat verliert seine planbaren Einnahmen, weil er in Boomzeiten viel Steuern einnimmt und schlechten Börsenphasen nicht nur gar nichts mehr einnimmt, sondern auch noch Verlustvorträge für die Folgejahre kreiert.

    - allein diese Wertsteigerungen zu erfassen wird ein Bürokratiemonster

    Die Vorabpauschale hierzulande ist ja schon, sagen wir mal umstritten. Aber dagegen hat man es in Deutschland noch gut. Bei aller Kritik hilft das manchmal zu sehen, dass es immer noch schlimmer geht. Aber mal sehen, wann die Politik hier auf die Idee kommt, dass das ja ein guter Ansatz wäre. Die absurden Ideen, private Altersvorsorge weiter zu entwerten kommen derzeit ja wieder immer näher, weil der Staat jeden Cent von der Mittelschicht braucht.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Würde mich nicht wundern, wenn das irgendwann hierzulande auch übernommen wird. Dann ist die Aktienkultur gestorben, bevor sie überhaupt richtig geboren wurde.

    Die 2,3 Mrd. €, die das Gesetz jährlich in den Niederlanden einbringen soll, könnten sie sich einfacher durch eine massive Erhöhung der Tabak und Cannabissteuer reinholen. Würde ich übrigens auch der deutschen Regierung empfehlen. Tabaksteuer verdreifachen, spült gut Einnahmen rein und sorgt vllt. auch noch dafür, dass mehr Leute damit aufhören.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Die Grünen wollten doch Sozialabgaben auf die Gewinne machen.
    Da kommt bestimmt noch was auf uns zu auch von den anderen Parteien.
    Deutschland ist wirtschaftlich komplett am Ende und es wird immer schlimmer.
    Die müssen in den nächsten Jahren kreativ werden was die Einnahmen betrifft und die Ausgaben.
     

    Mal sehen, wie das dann am Ende kommt. Aber Stand jetzt sage ich zu dem Ganzen: Nein danke. Wie man sich so eine verkopfte Scheiße überhaupt ausdenken kann.
     
    Rohstoffe, Rüstung und Öl. Sonst nix :D.

    Edit: Das ist aber schon mehrheitlich eingepreist, da kommst du Montag nicht mehr rein. Gerade auch weil Futures deutlich früher traden als die normalen Aktienmärkte. Insgesamt dürfte es Stand jetzt aber sogar relativ entspannt mit nem leichten Minus am Montag starten. Mal schauen.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Aktuell ist es schon krass mit dem Ölpreis. Seit letzter Woche bin ich auch erstmals seit nem knappen Jahr im aktiven Depot komplett in Cash und mache derzeit nur noch kurzfristige Volatilitäts-Trades Long/Short. Wie heißt es so schön, es lohnt sich meistens nicht, den Helden zu spielen. Insofern warte ich im aktiven Depot einfach ab, wie sich die Lage entwickelt. Im langfristigen machen einige Nachkäufe langsam wenigstens wieder Spaß. Aber auch hauptsächlich außerhalb der USA.
     
    Von Finanztipp gibt es aktuell ne Petition zum geplanten Altersvorsorge-Depot der Regierung. Ist ansich ne Super-Idee, aber es geht darum, dass man die Kosten auf 0,5% pro Jahr begrenzt, damit das nicht zum Rohrkrepierer wird:

     
    Hab da auch unterschrieben, auch wenn ich ziemlich sicher bin, dass die Versicherungslobby und Bankenlobby ihre Produkte da wieder unterbringt... Angeblich wird es wohl auch so sein dass die Gebühren-Grenze nur für das Depot gelten würde. Wenn die Altersvorsorge im Versicherungsmantel vermarktet wird, gilt sie möglicherweise nicht mehr. Und man weiß ja, wo die große Mehrzahl der Deutschen dann am Ende landet.
     
    Das habe ich kürzlich in nem Newsletter von Luis Pazos gehabt, der sich auch akademisch mit dem Kapitalmarkt auseinandersetzt und fand das recht interessant, weil mir die dort besprochene Statistik sicher auch schon ein Dutzend Mal in Medien und bei "Finfluencern" untergekommen ist. Nichtsdestotrotz hat natürlich auch Pazos ein ökonomisches Interesse und ist deshalb nicht zwangsläufig objektiv.

    Das ändert auch nichts daran, dass Buy & Gold für 95% aller Anleger weiterhin das Beste ist und bleibt. Aber es zeigt auch, dass einige Statistiken eher dafür gedacht sind, die Gemüter von Anlegern zu beruhigen, dass sie in der richtigen Strategie sind, als dass es die Realität widerspiegelt.

    Da ich es sehr spannend fand Teile ich es hier mal:

    Es gibt eine Grafik, die in der Finanzpresse regelmäßig erscheint.

    Und sie sieht fast immer gleich aus.

    Ganz links steht der voll investierte Buy-and-Hold-Indexanleger. Sein Total Return entspricht exakt der Marktrendite. Daneben stehen hypothetische Vergleichsrenditen ohne die besten 10, 20 oder mehr der besten Tage.

    Beispiel: Ein Investment von einem US-Dollar in den S&P 500 stieg von 1990 bis 2020 auf circa 16 US-Dollar. Anleger, die in diesen 30 Jahren die besten 25 Tage und damit 0,3 Prozent der Handelszeit verpassten, konnten ihr Kapital noch nicht einmal vervierfachen. Sie erzielten exakt dieselbe Rendite, die sie mit fünfjährigen US-Staatsanleihen erzielt hätten – bei deutlich höheren Schwankungen.

    Die Botschaft dieser Grafik ist eindeutig: Wer die besten Tage verpasst, zerstört seine Rendite. Der Schluss, der daraus meist gezogen wird, lautet: Market Timing funktioniert nicht. Auf den ersten Blick wirkt dieses Argument überzeugend. Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch ein statistisches Detail, das in diesen Grafiken fast nie erwähnt wird.

    Die besten Börsentage entstehen selten in ruhigen Marktphasen. Sie treten nahezu immer in turbulenten Marktumfeldern auf. Typischerweise während Bärenmärkten. Während Rezessionen. Oder während Phasen stark steigender Volatilität. So lagen im oben betrachteten Zeitfenster die 25 besten Tage ausnahmslos in Phasen sehr hoher Standardabweichungen.

    Und nicht nur diese.

    In exakt denselben Marktphasen entstehen auch viele der schlechtesten Börsentage. Extreme Bewegungen treten selten isoliert auf. Sie kommen meist im Paket. In den historischen Daten zeigt sich ein bemerkenswertes Muster: Wer die besten Börsentage verpasst, verpasst meist auch viele der schlechtesten Börsentage.

    Mit anderen Worten: Die berühmte Grafik erzählt nur die halbe Geschichte. Sie zeigt, was passiert, wenn man die besten Tage verpasst. Sie zeigt aber nicht, was gleichzeitig mit den schlechtesten Tagen passiert.

    Historische Simulationen liefern hier eine interessante Perspektive.

    Wenn ein Anleger sowohl die besten als auch die schlechtesten Tage verpasst hätte, wäre das Ergebnis häufig sogar besser als ein Buy-and-Hold-Investment gewesen. Auf unser Beispiel bezogen: Ohne die besten und schlechtesten 25 Tage hätte sich der eine US-Dollar auf mehr als das Zwanzigfache erhöht.

    Das bedeutet nicht, dass Markt-Timing plötzlich trivial wäre. Im Gegenteil. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht, ob Timing theoretisch funktionieren kann.

    Entscheidend ist vielmehr, ob ein Anleger ein konsistentes Regelwerk über Jahrzehnte durchhält.

    Viele Strategien sehen im Rückblick logisch aus. In der Praxis erzeugen sie jedoch lange Phasen, in denen sie schlechter abschneiden als ein Vergleichsindex. Und genau in diesen Phasen geben die meisten Investoren auf. Nicht weil die Strategie falsch wäre. Sondern weil Menschen dazu neigen, kurzfristige Ergebnisse stärker zu gewichten als langfristige Mechaniken.
     
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