Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Aktien & andere Anlagen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ist ziemlich nervig. Ne Rezession in den USA ist wohl ziemlich wahrscheinlich. Hier in Europa wohl etwas weniger wahrscheinlich. Das Hauptproblem an der Börse ist imo, dass es keine Seite gibt, die überwiegt. Die großen Fonds haben so viel Geld an der Seitenlinie und sind so pessimistisch wie seit über 10 Jahren nicht mehr deshalb sollte die Gefahr nach unten relativ begrenzt sein, weil eh schon alle bärisch sind.

Auf der anderen Seite gibt es außer ein paar Kleinanlegern aber auch niemanden, der sich traut den Markt nach oben zu drücken, weil die Bewertung hoch ist und die nahe Zukunft unsicher.

Besonders das Problem mit der US Schuldendecke was demnächst ansteht. Gut möglich dass das wieder so läuft wie bei Obama damals, als man ne Zeit lang sämtliche Nationalparks und Behörden schließen musste, weil der Staat kein Geld mehr hatte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ziemlich nervig. Ne Rezession in den USA ist wohl ziemlich wahrscheinlich. Hier in Europa wohl etwas weniger wahrscheinlich. Das Hauptproblem an der Börse ist imo, dass es keine Seite gibt, die überwiegt. Die großen Fonds haben so viel Geld an der Seitenlinie und sind so pessimistisch wie seit über 10 Jahren nicht mehr deshalb sollte die Gefahr nach unten relativ begrenzt sein, weil eh schon alle bärisch sind.

Auf der anderen Seite gibt es außer ein paar Kleinanlegern aber auch niemanden, der sich traut den Markt nach oben zu drücken, weil die Bewertung hoch ist und die nahe Zukunft unsicher.

Besonders das Problem mit der US Schuldendecke was demnächst ansteht. Gut möglich dass das wieder so läuft wie bei Obama damals, als man ne Zeit lang sämtliche Nationalparks und Behörden schließen musste, weil der Staat kein Geld mehr hatte...

Das mit der Schuldenobergrenze versteh ich aber nicht, warum das als Argument zählt. Ich mein, das passiert doch alle zwei Jahre und sollte doch immer bekannt sein. Das Argument höre ich aber auch hin und wieder häufiger.
 
Ich bin derzeit auch sehr gespannt wie sich der Dollar entwickelt. Da ich überwiegend in amerikanischen Werten investiert bin, werden meine Gewinne in den letzten Monaten regelmäßig durch den schwächelnden USD zunichte gemacht. Dadurch tritt mein Depot seit Jahresbeginn mehr oder weniger auf der Stelle. Nervt.
 
Früher war das kein Problem (mal abgesehen von der Tatsache, dass die US Schulden unfassbar schnell steigen), aber seit sich die Republikaner so radikalisiert haben ist alles möglich. Der Sprecher der Republikaner bekommt möglicherweise nicht mal seinen eigenen Vorschlag in seiner eigenen Partei durch. Geschweige denn den Vorschlag der regierenden Demokraten.

Der worst worst case wäre wenn die USA auf ihre Staatsanleihen ausfallen oder sie auch nur signifikant verzögern. Das wäre dann die finanzielle Atombombe für den Markt. Das Risiko können aber nicht mal die Spinner von rechts eingehen, denn das würde auch den Status der USA in der Welt nachhaltig beschädigen.
 
Der worst worst case wäre wenn die USA auf ihre Staatsanleihen ausfallen oder sie auch nur signifikant verzögern. Das wäre dann die finanzielle Atombombe für den Markt. Das Risiko können aber nicht mal die Spinner von rechts eingehen, denn das würde auch den Status der USA in der Welt nachhaltig beschädigen.

Man kann nur hoffen, dass ein Großteil der Republikaner da auch entsprechend rational handelt. Denn wie Du richtig sagst, ist das Problem eben die zunehmende Radikalisierung. Aber spätestens wenn die eigene Brieftasche bedroht ist, sollte man hoffentlich zur Besinnung kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin derzeit auch sehr gespannt wie sich der Dollar entwickelt. Da ich überwiegend in amerikanischen Werten investiert bin, werden meine Gewinne in den letzten Monaten regelmäßig durch den schwächelnden USD zunichte gemacht. Dadurch tritt mein Depot seit Jahresbeginn mehr oder weniger auf der Stelle. Nervt.

Das könnte auch noch ne Weile weitergehen. Insofern wäre es eigentlich gut, wenn es noch mal deutlich runter geht. Wenigstens bekommt man dann mehr für sein Geld.
 
Kann theoretisch jede kleine bis mittelgroße sein. Das ist das gefährliche an Banken. Soweit ich sehe hatte die First Republic eigentlich gar kein großes Problem - abgesehen von ihrer Kundenstruktur die konzentriert war auf wohlhabende Kunden. Aber wenn die Gerüchte kommen und der Bankrun startet ist das kaum noch aufzuhalten.
 
Japan ist derzeit imo sogar fast noch stärker als der Dax. Vor allem weil die institutionellen Anleger seit Ewigkeiten langsam wieder anfangen, Geld dorthin zu schaufeln und sich das selbst weiter verstärkt.
 
Ich halte grundsätzlich viel von Japan und japanischen Unternehmen, aber die Situation um Taiwan macht die ganze Region da unten zum Pulverfass. Sollte China Taiwan angreifen, wird Japan mittendrin statt nur dabei sein. Deshalb lass ich da die Finger von.
 
Ich denke börsentechnisch nimmt sich das nicht viel. Wenn es ein Land auf der Welt gibt, das von einem Fallout mit China wirtschaftlich am massivsten getroffen wird, dann ist das Deutschland und seine Unternehmen im Dax. Ich habe mein Risiko direkt in China deutlich reduziert, aber ich persönlich werde meine Entscheidungen beim Investieren nicht darauf bauen, was passieren könnte.
 
Aktuell sieht man wieder ganz gut, dass am Aktienmarkt immer wieder Sektoren-Rotationen stattfinden. Gerade ist Tech und A.I. wieder der heiße Shit. Dafur sind Pharma, Immobilien und Energie, speziell Gas wieder total out.

Ich persönlich setze dann im Dividenden-Depot lieber auf die Werte, die in der Gunst gefallen sind und eine (vermeintlich) gute "Margin of Safety" bieten.

Ich habe daher kürzlich folgende Positionen aufgebaut bzw. erweitert. Keine Anlage-Empfehlung, jeder ist selbst für sein Geld und seine Investitionen verantwortlich.



Cigna Corporation:

Cigna ist ein globaler Gesundheitskonzern, der vor allem für seine weltweiten Krankenversicherungen bekannt ist, auch bei Expats, Auswanderern etc. Daneben bietet man viele Services im Bereich Gesundheitsmanagement an. Das Unternehmen ist 67 Milliarden Dollar schwer, hat über 70.000 Mitarbeiter und bietet knapp 2% Dividende. Derzeit ist das Unternehmen seit längerer Zeit meiner Ansicht nach mal wieder sehr attraktiv bewertet.


upload_2023-5-30_20-38-48.png





EOG Resources: Das Unternehmen erschließt, vermarktet und produziert Öl und Erdgas. Man sieht schon am Verlauf, dass in dieser Branche "Boom" und "Bust" Phasen dazugehören. Das Unternhmen ist 60 Milliarden schwer, hat knapp 3.000 Mitarbeiter und bietet derzeit über 8% Dividende. Das ist natürlich normalerweise schon zweifelhaft hoch, aber die Bewertung ist derzeit attraktiv und sie haben die Dividende seit 32 Jahren nicht gesenkt. Die derzeitige Höhe liegt auch an Sonder-Dividenden, die natürlich nicht für die Zukunft garantiert sind.


upload_2023-5-30_20-44-11.png





Pfizer kennt wohl jeder. Eine Aktie, mit der man nicht reich wird, aber derzeit wieder attraktiv bewertet und mit über 4% Dividende.

upload_2023-5-30_20-36-44.png



British American Tobacco

Die Nummer 3. der großen weltweiten Tabak-Unternehmen nach Philip Morris und Altria. Klar, der Konsum weltweit sinkt eher und das ist keine Branche für die Ewigkeit. Aber sie verdienen weiter Geld und konnten ihre Einnahmen trotz weniger Konsum sogar steigern. Derzeit ist die Bewertung einfach absurd niedrig, die Dividende locker gedeckt so dass eine Spekulation für mich Sinn ergibt.


upload_2023-5-30_20-48-40.png



Crown Castle

Ein Anbieter von kleinen Telefon/Internet-Funkmasten und Glasfaser-Leitungen. Neben "American Tower", welcher größte weltweite Reit dieser Art ist, ist Crown Castle eher auf die USA beschränkt.

Ein solides Geschäftsmodell, wenn man nicht glaubt, dass Internet in Zukunft nur noch per Satellit oder Atmosphären-Ballons kommt.

Derzeit extrem abgestraft.

upload_2023-5-30_21-0-11.png



Realty Income

Auch bekannt als "The monthly Dividend Company", weil sie monatlich Dividende zahlen. Einer der bekanntesten und solidesten US Reits mit Schwerpunkt Gewerbe-Immobilien.

Gerade im Reit-Sektor gibt es derzeit aber noch unzählige andere gut bewertete Reits wie "Essential Properties", "National Retail", "National Storage" oder "Vici Properties".

upload_2023-5-30_21-1-25.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Spielen ESG-Kriterien bei Deinen Anlagen eine Rolle?

Nein. Ich habe nichts dagegen wenn der ESG Score gut ist und ich denke langfristig muss ein gewisses Maß an ESG Einhaltung vorhanden sein - besonders Governance. Sieht man ja an der Deutschen Bank & Co. was sonst passiert.

Aber ich denke auch, dass im ESG Bereich beschissen und gelogen wird, dass sich die Balken biegen, weil viele Anleger gern reine ESG Anlagen haben wollen. Ich halte mich an die Geschäftszahlen. Wenn die sich über die Zeit verbessern oder nach einem Einbruch erholen, bleibe ich dabei. Wenn nicht, dann nicht.

Ansonsten investiere ich in Rüstunghersteller, Tabak, Alkohol und Öl/Gas, aber auch in erneuerbare Energien oder Recyclingfirmen. Ich verurteile niemanden, der die Branchen für sich ausschließt, aber ich sehe es für mich rational. Offiziell will niemand was damit zu tun haben. Inoffiziell wollen es aber doch noch viele (oder wir brauchen die Branchen (noch)).
 
Ich meinte primär auch nicht ESG Ratings, sondern in der Tat, ob Du Risiken aus dem Bereich ESG berücksichtigst. Mal losgelöst von Moral, Taxonomie und grünem Anstrich finde ich die Risiken aus dem Themenfeld für bestimmte Industrien und Unternehmen realer und konkreter als für andere. Jetzt sind es ESG-Risiken und die werden ggfs. immer mehr strategische bzw kreditmaterielle Risiken für die Unternehmen und deren Businessmodelle. Für mich spielt „Anfälligkeit für Disruption“ zb eine große Rolle für die Anlage-Entscheidung, daher würde ich nie in einen Food-Wert im Bereich Fleisch investieren, nicht aus moralischen, sondern allein aus Risikogründen.

ist auch immer die Frage, wie langfristig mal bestimmte Werte halten will.
 
Tyson Foods im Bereich Fleisch ist derzeit ja auch gerade von allen Seiten betroffen durch Inflation, Futterpreise, Gehälter usw. usw. Das ESG Risiko für die großen Fleischhersteller sehe ich bei den vielen Risiken denen die ausgesetzt sind fast noch als das schwächste Risiko an. Es heißt zwar, dass die Leute kein Fleisch mehr essen werden, es gibt Reagenzfleisch, Insektenburger etc. aber ich denke die Realität sieht anders aus. Es wird auf viele Jahre hinaus genug Menschen geben, die weiter Fleisch essen wollen. Und jede Regierung die regulatorisch den Konsum aus Umweltgesichtspunkten einschränken will, wird es noch auf viele Jahre hinaus mit massiven Stimmenverlusten und militanten Gegnern zu tun haben. Selbst bei moderaten und durchaus sinnvollen Einschränkungen.

Von Beyond Meat und Oatly sind börsentechnisch ja auch nur rauchende Trümmer übrig geblieben, auch wenn die Produkte an sich bleiben werden und erfolgreich sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben