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Aktien & andere Anlagen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich habe vorhin bei ausgewählten Werten (Digital Realty, Factset, Fastenal, KDDI, The Trade Desk, Tomra, Sea Ltd.) mit ersten Nachkauf-Tranchen zugegriffen. Vielleicht zu früh, aber die letzten Male dachte ich das auch immer und dann war die Gelegenheit auch schon wieder weg so schnell wie sie gekommen war. Falls der Markt in den kommenden Tagen/Wochen weiter abwärts geht habe ich zumindest noch genug Cash, um nachzulegen. Abgesehen davon laufen die Sparpläne weiter.
 
Seid ihr wirklich der Meinung Tesla steigt wieder? Ich bin der meinung das die noch zu sehr überbewertes ist


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Fundamental ist die jenseits von gut und böse. Die könnte noch mal um 50% fallen und wäre fundamental immer noch überteuert. Das spielt aber gar nicht so die Rolle. Die Frage wird sein, ob ihre Wette auf die Zukunft aufgeht. Ich bin da skeptisch, deswegen bin ich nicht groß drin investiert, aber es gibt durchaus Aktien, die immer teuer waren und auch nur sehr selten günstig geworden sind. Rein vom Chart her muss man sich aber mal klar machen, dass die jetzt in einer Woche um 35% gefallen ist und der RSI Stärke-Index immer noch nur knapp unter 50 ist (was eine "normale" charttechnische Stärke ist).
Jede andere Aktie wäre da irgendwo bei nem RSI von 20 bis 30 und charttechnisch ein Kauf (sofern sie nicht sowieso schon immer ne schwache Aktie war). Bei Tesla würde ich persönlich mindestens bis 250 Euro / 300 USD warten, bevor ich da überhaupt über nen Einzelkauf nachdenke. Richtig schön wären 160-170 Euro / 185 - 195 USD. Das ist aber vermutlich relativ unwahrscheinlich und würde einer Menge Tesla-Jünger heftig schlaflose Nächte bereiten :D.
 
Die Frage ist, warum ist die Tesla Aktie seit ein paar Tagen um fast 40 Prozent gefallen und trotzdem noch teurer als vor 4 Wochen? :ugly: Die letzte Rally war ja schon irgendwie krass.

Viele vermuten den Split als Grund. Da die Aktie nach dem Split optisch billiger aussieht, haben viele ahnungslose Neueinsteiger zugegriffen und den Kurs getrieben obwohl fundamental null begründet. Ansonsten bin ich bezüglich Tesla voll bei @Mondknallschlumpf . Krass überbewertet und rein auf Hoffnung gebaut. Sowas kann ganz schnell wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzen. Persönlich würde ich davon die Finger lassen. Das ist reine Spekulation und hat imho nichts mit vernünftigem investieren zu tun.
 
Hier übrigens einmal ein Tip für alle, die langfristig wertorientiert investieren wollen und weniger auf Spekulation aus sind:


Imho ein wirklich großartiges Buch. Zeigt schön auf, worauf es bei der Investitionsauswahl wirklich ankommt.
 
Wobei man imo schon aufpassen muss, dass man nicht den gleichen Fehler macht wie viele heutige "Value" Investoren, die seit 15 Jahren den Markt underperformen, weil sie Recht behalten wollen, dass ihre Value Aktien irgendwann doch mal wieder im "In" Zyklus sind. Die Märkte von heute haben sich seit Kostolanys und auch seit Buffets Zeiten massiv geändert. Marktbewegungen, die damals Monate gedauert haben, passieren mittlerweile in wenigen Wochen, teilweise in Tagen. Und anders als z. B. im Jahr 2000 gibt es heutzutage auch viele Wachstumaktien bzw. den ganzen Digitalisierungstrend, der mittlerweile unfassbare Gewinne einfährt. Das was in der Industrialisierung die Eisenbahnen und Ölfirmen waren sind heute Digitalfirmen. Und nach Buffets alter Lehre hätte man z. B. auch fast nie Amazon kaufen dürfen, weil sie objektiv immer zu teuer war. Trotzdem war es nie ein Fehler es dennoch zu tun, was mittlerweile sogar Buffet einsieht. Ähnliches gilt für Shopify, wobei die mittlerweile schon eher Richtung Tesla gehen. Insofern würde ich immer für eine Strategie plädieren, in der man Wachstumaktien mit drin hat, die fundamental vielleicht sogar zu teuer sind. Es darf halt nur nicht solche Ausmaße wie bei Tesla annehmen :D.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei man imo schon aufpassen muss, dass man nicht den gleichen Fehler macht wie viele heutige "Value" Investoren, die seit 15 Jahren den Markt underperformen, weil sie Recht behalten wollen, dass ihre Value Aktien irgendwann doch mal wieder im "In" Zyklus sind. Die Märkte von heute haben sich seit Kostolanys und auch seit Buffets Zeiten massiv geändert. Marktbewegungen, die damals Monate gedauert haben, passieren mittlerweile in wenigen Wochen, teilweise in Tagen. Und anders als z. B. im Jahr 2000 gibt es heutzutage auch viele Wachstumaktien bzw. den ganzen Digitalisierungstrend, der mittlerweile unfassbare Gewinne einfährt. Das was in der Industrialisierung die Eisenbahnen und Ölfirmen waren sind heute Digitalfirmen. Und nach Buffets alter Lehre hätte man z. B. auch fast nie Amazon kaufen dürfen, weil sie objektiv immer zu teuer war. Trotzdem war es nie ein Fehler es dennoch zu tun, was mittlerweile sogar Buffet einsieht. Ähnliches gilt für Shopify, wobei die mittlerweile schon eher Richtung Tesla gehen. Insofern würde ich immer für eine Strategie plädieren, in der man Wachstumaktien mit drin hat, die fundamental vielleicht sogar zu teuer sind. Es darf halt nur nicht solche Ausmaße wie bei Tesla annehmen :D.

Buffett plädiert ja vor allem für Unternehmen mit einem einfachen, stabilen Geschäftsmodell, welche verlässlich Geld verdienen und deren Management aktionärsorientiert agiert, d.h. das verdiente Geld sinnvoll reinvestiert oder eben ausschüttet. Der Preis sollte hierbei "vernünftig" oder zumindest "akzeptabel" sein, was ja durchaus dehnbar ist ;). Seine Vorbehalte gegen Unternehmen wie Amazon und Apple waren vor allem darin begründet gewesen, dass er deren Geschäftsmodell lange nicht vollständig verstanden hat bzw. es ihm zu technisch war. Und ihm ist halt vor allem wichtig, dass das Unternehmen wirtschaftlich arbeitet und Geld für die Aktionäre generiert, was bei z.B. Amazon ja viele Jahre nicht der Fall war. Techwerte sind ein Thema für sich und gerade in dieser schnelllebigen Branche kann der Wind eben auch sehr rasch drehen.

Es geht auch garnicht darum, Buffetts Stil jetzt komplett zu kopieren. Ich finde, dass Buch enthält einfach sehr viele wertvolle Informationen darüber, wie man "gute" von "schlechten" Unternehmen unterscheiden kann und worauf man als Anleger generell achten sollte.

Und Buffetts Performance spricht denke ich für sich:

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Das soll jetzt auch kein Buffet-Bashing werden und so ziemlich alles was er geschrieben hat ist ne ne lehrreiche Lektüre. Einer der besten, wenn nicht der beste Investor aller Zeiten ist er sowieso. Aber man sollte bedenken, dass es schon seinen Grund hat, dass z.B. der Chart von dir oben in den 70er Jahren beginnt. Wer seitdem dabei war ist reich geworden. Wer seit 2009 bei ihm investiert hat, hat den S&P 500 seit 10 Jahren underperformed. Und da er auch keine Dividenden zahlt war sein Investment in den letzten 10 Jahren für ihn selbst deutlich besser als für seine Shareholder.
 
Das soll jetzt auch kein Buffet-Bashing werden und so ziemlich alles was er geschrieben hat ist ne ne lehrreiche Lektüre.

Als Buffett-Bashing habe ich Deinen Post auch nicht aufgefasst. Und Du hast ja auch nicht unrecht mit dem was Du sagst. Gerade die Tech-Werte haben den S&P in den letzten Jahren getrieben und in der Branche war Buffett ja viele Jahre quasi garnicht vertreten. Das kann man sicherlich als Versäumnis werten, andererseits muss man ihm zugute halten, dass er immer fest nach seinen Prinzipien gehandelt hat. Und die BRK-Performance war ja trotz dieser Versäumnisse nun alles andere als schlecht.

Wer seit 2009 bei ihm investiert hat, hat den S&P 500 seit 10 Jahren underperformed. Und da er auch keine Dividenden zahlt war sein Investment in den letzten 10 Jahren für ihn selbst deutlich besser als für seine Shareholder.

Ist das so, dass er underperformed hat? Ich habe mir das auf die Schnelle jetzt nicht im Detail angesehen, aber hier wird was anderes behauptet: https://svencarlin.com/berkshire-vs-sp-500/
 
Markus Koch hatte mal nen Artikel von nem Research-Haus, die da einen Vergleich angestellt hatten, insbesondere indem sie auch die Dividenden, die in nem Kursindex wie dem S&P 500 anders als beim Performance Index nicht berücksichtigt werden, mit eingerechnet hatten. Demnäch hätte er sogar deutlich länger als die letzten 10 Jahre underperformed. Aber da ich das nicht wiederfinde kann ich natürlich viel erzählen :D.

https://www.fool.com/investing/2020/06/23/the-3-biggest-reasons-buffett-has-underperformed-o.aspx

Habe nur das gefunden, aber da ich von fool.com auch nicht sonderlich viel halte, belassen wir es mal dabei. Bleibt mir nur zu sagen, dass ich zwar Fan von Buffet, aber absolut kein Fan von Berkshire bin. Nicht hauptsächlich wegen der Performance sondern wegen der Investitions-Schwerpunkte im letzten Jahrzehnt.
 
Nochmal danke für die Tipps. Habe mir ein Depot bei Trade Republic erstellt und zwei Sparpläne erstellt. Einen Core MSCI World und einen Core MSCI EM zum ausprobieren. Überlege aktuell noch einen Nachhaltigen ETF mit aufzunehmen wie den MSCI Europe SRI. Zu letzterem muss ich aber noch mehr lesen.
War wohl ein nicht ganz so guter Zeitpunkt für den Einstieg, denn seitdem Kauf ergibt sich aktuell ein Minus von 5,61 %. Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt. :)

Hätte ich besser in Lego investieren können. ;)
 
War wohl ein nicht ganz so guter Zeitpunkt für den Einstieg, denn seitdem Kauf ergibt sich aktuell ein Minus von 5,61 %. Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt. :)

Hätte ich besser in Lego investieren können. ;)
Du solltest dir nochmal dringend für das eigene Seelenheil klar machen, was ein ETF ist und was es heißt langfristig (im Sinne von mind. 10-15 Jahre) zu investieren. Wenn du schon einen Sparplan hast, übe dich vielleicht mal darin, das nächste Mal erst in einem Monat in dein Depot zu schauen. :) -5,6% ist noch gar nichts. Wie wird es dir denn erst damit gehen, wenn plötzlich die Hälfte weg zu sein scheint von einem Tag auf den nächsten? Aber auch das ist Latte bei einer langfristigen Anlage. Es zählt einzig und allein was nach den x Jahren hinten rausfällt. Vorrübergehende Kurseinbrüche sollten dich eher dazu animieren nachzulegen als über LEGO nachzudenken. :D
 
Du solltest dir nochmal dringend für das eigene Seelenheil klar machen, was ein ETF ist und was es heißt langfristig (im Sinne von mind. 10-15 Jahre) zu investieren. Wenn du schon einen Sparplan hast, übe dich vielleicht mal darin, das nächste Mal erst in einem Monat in dein Depot zu schauen. :) -5,6% ist noch gar nichts. Wie wird es dir denn erst damit gehen, wenn plötzlich die Hälfte weg zu sein scheint von einem Tag auf den nächsten? Aber auch das ist Latte bei einer langfristigen Anlage. Es zählt einzig und allein was nach den x Jahren hinten rausfällt. Vorrübergehende Kurseinbrüche sollten dich eher dazu animieren nachzulegen als über LEGO nachzudenken. :D
Bin im Januar eingestiegen mit einem ETF Sparplan, glaube einen besseren Zeitpunkt zum lernen gibt es nicht :D
 
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