Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Ärger mit dem (Ex-)Vermieter (lange Geschichte)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kann nachvollziehen, dass ihr endlich nen Haken dranmachen wolltet, aber 75% und 90% sind halt nicht 100% und 100%.
Das würde mich so sehr wurmen, dass ich dem Vergleich wohl nicht zugestimmt hätte.
Einfach aus irrationalem Prinzip und Gerechtigkeitssinn.
 
Naja das hatten sich die beiden auch gedacht aber sowas zerrt einfach an den Nerven und irgendwann an der Gesundheit. Da gibst halt irgendwann nach um irgendwie mal Ruhe zu haben. Kann ich voll verstehen. Denke mit den Zahlen ist er doch irgendwie "gut" raus gekommen. Lieber so als nochmal unbestimmte Zeit zu kämpfen um dann noch im schlimmsten Fall ohne was da zu stehen
 
Ich hab in letzter Zeit zu viel Mafia Serien geschaut um mir ein loyales Urteil zu bilden.
In jener Welt hält eine Vespa inklusive zwei Leuten, während der Spack spazieren geht. Gute Nachricht, er überlebt. Die schlechte Nachricht überlasse ich eurer Fantasie.
 
Wenn es immer noch der letzte Richter gewesen wäre, der ziemlich eindeutig klar gemacht hat, dass der Spack Schwachsinn redet, dann hätten wir heute nur noch über die Türe gesprochen und alles ist gut aber durch den erneuten Richterwechsel, hatten wir halt beide keine "Lust" und Kraft mehr, diese Scheiße auf unbestimmte Zeit durchzuziehen. Mein Frau hat geweint als wir aus dem Saal raus sind.
Ich hätte sehr gerne noch so viel gesagt aber letztendlich interessiert es niemanden, erst Recht nicht den Richter.
Es war für uns auf jeden Fall interessant mit anzusehen, was im deutschen Recht alles möglich ist und wie viele Schlupflöcher es gibt. Unabhängig davon war das Vertrauen in die deutsche Rechtsprechung sowieso noch nie besonders hoch. Das ist durch so einen Fall definitiv bestätigt worden.
 
Besser ein Ende mit kleinen Schrecken als ein schrecken ohne Ende.
Ihr habt lange durchgehalten und seid besser rausgekommen als wenn ihr nicht vors Gericht gegangen wäret.
Klar kann man lapidar von aussen sagen das man noch weitermachen würde.
Aber wenn es dann selber einen dawischt ist man irgendwann nur noch froh, wenn es mal ein einigermaßen gutes Ende hat denn sowas kostet Gesundheit,Geld,Zeit und viel Gesundheit.

Ihr Habt es gut gemacht und könnt jetzt euren Nerven etwas Ruhe gönnen :dhoch:
Und wer weiss, vielleicht kriegt er noch ein schreiben vom Finanzamt.
 
Weil ich eh mehr Ahnung habe? Ja, wäre ein Argument, aber ich bin kein Anwalt. Nur Artverwandt: Steuerrecht. Aber ich habe genug Prozesse geführt, um zu wissen, daß man sich nicht vergleicht, wenn man im Recht ist und es auch nachweisen kann.

Wenn man es einfach vom Tisch haben will und sich den Stress nicht antun will - völlig verständlich und völlig okay. Aber sich danach bitte nicht beschweren, daß man nicht Recht bekommen hätte :)
 
Alleine hätte ich das durchgezogen. Hätte es meine Frau belastet, dann nicht und wir hätten zähneknirschend verglichen.
Die Fakten lagen ja klar auf dem Tisch, er hätte ja verloren, deshalb einfach in die nächste Runde.
Die Anwälte machen das ja, man selbst muss nur Infos beibringen.
Und jede Runde kostet das Gegenüber ja mehr Zeit und Kohle. :boese:

Hab mal ne Abmahnsache durchgezogen.
Mich informiert, wie die Abmahnindustrie so arbeitet, dadurch immer den nächsten Schritt der Abmahnanwälte gewusst, entsprechend reagiert und der Dinge ihren Lauf gelassen.
Ging über angepasste Unterlassungserklärung zu immer höheren Forderungen, Abtretung (Verkauf) der Forderung an ein Inkassounternehmen, dann über deren Anwälte bis hin zum Mahnbescheid. Nach meinem Widerspruch hätten sie klagen müssen. Taten sie aber nicht.:ugly:

Mich hat der Spaß lehrreiche Freizeit, bissl Papier, Toner und Porto gekostet, die andere Seite deutlich mehr.:boese:
 
Weil ich eh mehr Ahnung habe? Ja, wäre ein Argument, aber ich bin kein Anwalt. Nur Artverwandt: Steuerrecht. Aber ich habe genug Prozesse geführt, um zu wissen, daß man sich nicht vergleicht, wenn man im Recht ist und es auch nachweisen kann.

Wenn man es einfach vom Tisch haben will und sich den Stress nicht antun will - völlig verständlich und völlig okay. Aber sich danach bitte nicht beschweren, daß man nicht Recht bekommen hätte :)
Ich beschwere mich nicht, dass ich kein Recht bekommen habe.
Nur sollte man, wenn man nicht dabei war nicht so lapidar davon reden, dass man das einfach durchgezogen hätte.
Alleine die Tatsache, dass drei(!) Richter an diesem Fall gesessen haben und alle unterschiedlich argumentiert und augenscheinlich anders Partei ergriffen haben, hat mir gezeigt wie hilflos man im Endeffekt ist.
Und wenn man dann auch noch gesagt bekommt, was da noch alles auf einen zukommt und man auch nicht weiß wie lange sich das alles hinzieht, dann möchte man einfach nur noch seine Ruhe haben.
Und nochmal: Nicht wir haben geklagt, er hat es.
Ich könnte seitenweise Beispiele aus diesem Fall aufzählen, die seitens des Gerichts einfach so hingenommen oder nicht hinterfragt worden sind.
Das ist es was ich in Frage stelle und was mir eine Lehre war.
 
Dann scheint es aber nicht so eindeutig gewesen sein, wie Du geschrieben hast, sonst hätten 3(!) Richter nicht sowas gemacht. Einer okay, aber drei? Oder euer Anwalt war ne Pfeife. Egal, ist jetzt durch.
 
Zurück
Oben