Ich habe mir ja den Dualsense wegen der adaptiven Trigger für den PC gekauft, da mr der normale Triggerwiederstand beim marathon von Rennspielen zu stark ist und man laut eines ex KT Users, der jetzt auf Discord unterwegs sein sollte, man mit den adaptiven Triggern den Widerstand von 0 auf Max verändern können sollte.
Zumindest am PC ist das leider nicht so. Alle meine Erfahrungen hier spiegeln nur den Einsatz am PC wieder, aber der Dualsense wurde natürlich für den Einsatz mit der PS5 entwickelt, nicht für PC.
Ich habe mich bereits beim Auspacken gewundert, dass die Trigger ganz normale Spannung haben und nicht lose rumbaumeln. Am PC kann man mit dem Programm DualsenseX viele Einstellungen vornehmen und auch die adaptiven Trigger in einer Demo testen. Das ist schon toll, was da alles möglich ist, nur reicht die Spannweite dort nur von normalem Widerstand zu maximalem Widerstand. Für mich ist beim spielen meist der normale Widerstand völlig ausreichend, wenn nicht gar zu stark. Für meinen Einsatzzweck, den Widerstand mit den adaptiven Triggern am PC zu veringern, ist der Dualsense nicht geeignet. Und im Dauereinsatz würde es mich eher stören, wenn der Widerstand immer wieder noch verstärkt wird.
Es müsste theoretisch möglich sein, mit den Motoren den normalen Widerstand auszugleichen, allerdings würde das wahrscheinlich extrem viel Akkuleistung kosten und auch auf die Lebensdauer des Motors und der Mechanik gehen.
Da haptic feedback geht am PC nur über USB Kabel und wird nur von wenigen ausgewählten Spielen unterstützt, was ich aber vorher wusste. Bei allen anderen Spielen vibriert der Controller immer in der selben Stufe und zwar sehr unangenehm. Normale rumble Motoren sind träge und brauchen einen Augenblick, bis es richtig vibriert und wieder aufhört, so ein schönes analoges feeling. Bei dem Dualsense vibriert es binär/digital, wie LED Blinklichter an Autos. Es geht sofort an und wieder aus. Das fühlt sich unglaublich scheiße an und betrifft im Moment 99,99% aller PC Spiele. Über ein USB Kabel kann man das haptische feedback aber als Lautsprecher ansteuern und dann kann man den Ton des Spiels fühlen, was sich besser anfühlt, aber man fühlt dann natrülich nicht nur den Sound sondern auch die Musik und Dialoge, was dann wieder nicht so geil ist.
Ich wollte dann auch testen, wie sich der Dualsense in einem PC Spiel schlägt, welches den Dualsense nativ unterstütz und habe mir Deathloop über Steam gekauft. Hier hat sich das adaptive feedback schon viel besser und natürlicher angefühlt, aber völlig überzeugt hat es mich hier auch nicht. Leichte Vibrationen fühlen sich für mich zu sehr nach einem surren an und starke Vibrationen fühlen sich sehr eindimensional an. Der Controller fühlt sich an, als würde er nur auf einer Z-Geraden hin und her geschüttelt.
Ich habe das mal in dieser professionellen Zeichnung abgebildet:
Bei dem konventionellem Rumble vibriert zwar alles gleich, nur unterschiedlich stark, dafür aber in X+Y Richtung:
Pefektes Rumble würde für mich beide Methoden zu einem 3D Erlebnis kombinieren.
In schwarz ist der Dualsense richtig schick und liegt super in der Hand! Aber am wichtigsten ist die Stickanordnung, wie wir alle wissen! Und da denk ich mir beim Dualsense, dass der linke Stick etwas zu weit rechts ist und beim 360 Pad, dass der linke Stick etwas zu weit links ist. Ich komme mit beiden Positionen sehr gut zurecht.
Für mich sind beide Neuerungen sehr gute Ansätze, aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich hoffe in Zukunft auf einen Controller, bei dem die adaptiven Trigger tatsächlich von 0 bis Max gehen und dessen Rumble sowohl über haptic actuators als auch konventionellen Unwuchtmotoren verfügen.