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Aktien & andere Anlagen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Meine Beyond Meat-Aktien stehen seit Jahren mit dickem Minus als Mahnmal im Depot, um mich immer wieder daran zu erinnern, nicht in irgendwelche Hype-Aktien/Unternehmen zu investieren, ohne mich vorher genauer mit ihnen zu beschäftigen. :D
 
Heute war der Markt aber echt nervös vor der Fed Tagung... An den Indizes sieht man es nicht , weil allein Nvidia alles hochzieht, aber unter der Oberfläche wurden viele Aktien richtig hart abgesägt.

Vor allem Anleger die viel in eher defensiven Sektoren wie Nahrungsmittel, Immobilien etc. haben sind seit 2024 durch nen Fleischwolf gegangen. Da die auch alle sensibel auf Inflation und Zinsen reagieren habe ich das Gefühl, dass der Markt nicht mehr wirklich an viele weitere Zinssenkungen glaubt. Oder fürchten dass die USA immer mehr Handlungsspielraum verlieren.

Einige meiner defensiven Depots machen bis auf Stromversorger und Rüstung seit 2024 auch 0,00 Spaß. Irgendwann wird sich das auch wieder ändern, aber bis dahin muss man mit weiteren Tiefschlägen rechnen.
 
Es ist wirklich alles sehr komisch gerade, wenn nicht seit 2-3 Jahren. ist natürlich alles extrem gestiegen alles drumherum aber 5 billionen ein unternehmen… bekommt man da nicht bauchschmerzen? Das ist eher besorgniserregend als das man sich so darüber freuen kann
 
Derzeit glauben wieder alle dass "diesmal alles anders" ist. Vielleicht ist das ja wirklich so. Aber ich denke man wird später genau wie beim Eisenbahnboom und beim Internet feststellen, dass 80% der Anfangsinvestitionen nutzlose Doppelinvestitionen waren.

Man muss sich allein mal vorstellen, wie viele Milliarden Kredite derzeit aufgenommen werden, die (theoretisch) über Jahrzehnte an Banken und/oder Investoren zurückgezahlt werden müssen und damit kauft man sich Chips und Hardware Racks, die nach weniger als 5 Jahren sowohl technisch als auch bei der Lebenszeit komplett wertlos geworden sind.

In einem Tech Podcast meinte letztens auch ein Kenner der VC Szene dass man weltweit alles nehmen könnte, was im Bereich "Venture Capital" üblicherweise zur Verfügung steht und es alles zu 100% in Open AI investieren könnte - und selbst dann würde es nicht annähernd ausreichen, das zu decken, was Open AI in Verträgen bisher anderen Unternehmen an Milliarden Investitionen versprochen hat :ugly:.

Aber alles nur Indizien, das kann auch genauso gut noch ein paar Jahre so weiter gehen.
 
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Ist mal wieder ein ganz gutes Video zu häufigen Anleger-Fehlern und mit interessanten Statistiken untermauert.
Könntest du das „Verluste reduzieren“ genauer erklären? Wie regelst du das z.B.? Hast du für jede deiner Aktien einen Stop festgelegt?
 
Keinen festen Stop, das ist eher ein mentaler und das auch nur wenn Bedingungen erfüllt sind. Wenn eine Aktie 20% verliert, ohne dass der breite Markt oder der Sektor des Unternehmens ebenfalls verliert, dann schaue ich mal genauer hin. Wenn der Grund im Unternehmen selbst liegt, dann entscheide ich fundamental und charttechnisch. Novo Nordisk war so ein Beispiel. Da kommt manchmal alles zusammen. Probleme von außen, ein beschissenes Management von innen und dann ist auch noch das Chartbild ne Katastrophe. Inn so einem Fall verkaufe ich dann, auch wenn ich bei Novo vermutlich irgendwann wieder einsteigen, weil das Geschäftsmodell an sich ja weiter funktioniert. Bei sowas verliert man dann auch mal 20-30%, aber eben keine 70-80%.

Im Trading und bei Tech-Depots muss man dann aber noch mal deutlich enger am Ball bleiben, weil es einen dort auch an einem Tag mal 30% und mehr zerlegen kann.
 
Mal ne kurze Frage an die Experten:
Wenn ich mir eine dividendenausschüttende Aktie eines Unternehmens mit Sitz in Irland kaufe, werden mir dann zusätzlich zu den deutschen Steuern auch irische Steuern von den Dividenden abgezogen? Und wenn ja, wie einfach/schwer ist es, sich diese Abzüge wiederzuholen bzw. lohnt es sich überhaupt?
 
Wenn dein Broker nicht ein Formular sendet, dass du Steuerausländer bist, wirst du knallhart doppelt besteuert. Und ich kenne nicht viele die das machen. Müsste man mal nachfragen. Ich habe auch noch nie Steuern in Irland zurück gefordert, keine Ahnung wie lange das dauert und wie teuer das ist. Wenn man die Aktie aber nicht wirklich wirklich haben will, würde ich von irischen Dividenden-Titeln abraten.
 
Ging konkret um die Kerry Group, die gerade recht günstig zu haben ist. Die Dividende wäre da ohnehin nur ein zusätzlicher Bonus, es würde mehr um die Chance auf Wertentwicklung gehen.
 
Ah ja, die habe ich auch. Da spielt die Dividende jetzt in der Tat keine große Rolle. Der gesamte Konsumsektor war dieses Jahr ja ein Desaster. Selbst die größten Namen wie Procter & Gamble oder Colgate sind beschissen gelaufen. Der Sektor hat auf jeden Fall einiges gut zu machen... :D.
 
Ich glaube wenn dieses Jahr zu Ende ist, ist eines der nervigsten Börsenjahre an das ich mich erinnern kann vorbei. Nicht mal von der Performance, die war sogar ziemlich gut - aber wenn Fundamentales keinerlei Rolle mehr spielt, Politik dafür eine sehr große Rolle und jede Woche gefühlt zwei Schritte vor und einer zurück sind, dann macht Börse echt keinen Spaß.
 
Ich bekomme jetzt im Dezember erstmals (vor Steuern) mehr Dividende ausgezahlt als Einnahmen über mein Nettogehalt. Ist natürlich nicht jeden Monat so, aber das ist schon ein gutes Gefühl und es zeigt einem auch persönlich dass die Geschichte vom kleinen Schneeball, der mehr und mehr Fahrt und Material aufnimmt, stimmt.

Rein rational betrachtet sind Dividenden-Strategien wegen der Steuer zwar nicht die sinnvollsten Strategien. Aber wenn man die 40er erreicht hat spielt teilweise auch Vermögenssicherung, Diversifikation und ein regelmäßiger Cashflow, mit dem man Gelegenheiten bei Markteinbrüchen nutzen kann, schon eine Rolle statt der Maximalrendite. Zumal die Markteinbrüche in den letzten Jahrzehnten immer kürzer geworden sind.
 
Das ist wirklich beeindruckend! Glückwunsch!

Mein Depot ist nahezu leer mittlerweile, da ich mein gesamtes Vermögen in meine Firma und ins vorzeitige Abbezahlen des Hauses stecke. Mittlerweile haben wir mehrere Mitarbeiter, sodass der Betrieb ohne mein Zutun laufen kann und mein Gehalt einfach mitverdient wird. Ist ja auch eine Art Dividende.

Wenn alles gut geht, ist das Haus in 7 Jahren abbezahlt - dann sind wir schuldenfrei mit eigenem Haus. Wir werden dann Anfang 40 sein. Ab dann will ich mir ebenfalls ein fettes Depot aufbauen. Durch die wegfallenden Raten habe ich dann auch den monatlichen Cashflow dafür.
 
Das macht natürlich Sinn wenn man ein eigenes Unternehmen hat, sehr nice :). Eigene Immobilie zum Wohnen habe ich früher auch immer mal geschaut, aber da meine Frau nicht aus Deutschland stammt ist zum einen nicht klar, ob wir dauerhaft hier bleiben und zum anderen interessiere ich mich dermaßen wenig für Immobilien, dass ich bei den irrsinnigen Summen die heute aufgerufen werden immer Schiss hätte, dass ich voll daneben greife.
 
Ich bekomme jetzt im Dezember erstmals (vor Steuern) mehr Dividende ausgezahlt als Einnahmen über mein Nettogehalt. Ist natürlich nicht jeden Monat so, aber das ist schon ein gutes Gefühl und es zeigt einem auch persönlich dass die Geschichte vom kleinen Schneeball, der mehr und mehr Fahrt und Material aufnimmt, stimmt.

Rein rational betrachtet sind Dividenden-Strategien wegen der Steuer zwar nicht die sinnvollsten Strategien. Aber wenn man die 40er erreicht hat spielt teilweise auch Vermögenssicherung, Diversifikation und ein regelmäßiger Cashflow, mit dem man Gelegenheiten bei Markteinbrüchen nutzen kann, schon eine Rolle statt der Maximalrendite. Zumal die Markteinbrüche in den letzten Jahrzehnten immer kürzer geworden sind.

Wieviele Positinen hast fu eigentlich in deinem Depot? ich konzentriere mich hauptsächlich für ETFs da einzelaktien…. naja was ist noch fundamental bewertet?
 
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