Aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre finde ich das aber irgendwo nachvollziehbar und auch im Grunde vernünftig.
Ich weiß jetzt nicht ob ich das für ein "like" machen würde, das ist dann irgendwo doch ein bisschen überzogen.
Aber zum Beispiel bei dem Messerangriff auf den Polizisten, der ja leider verstorben ist.
Da gab es tiktok-Videos von Leuten die das bejubeln und abfeiern und hier bei uns leben.
Die zeigen ja nur wie sie unsere Gesellschaft, unsere Werte, unsere Gastfreundschaft, unsere Vorstellungen von einem Zusammenleben etc mit Füssen treten.
Da bin ich auch ganz ehrlich, so Leute will ich hier auch nicht haben.
Ich will auch keine Terroristen in Deutschland haben und bestenfalls keine Befürworter von Terrorismus - zumindest in dem Sinne, was ich unter Terrorismus verstehe.
Aber da fängt es eben an zu einem Problem zu werden, zumal die Definition, dass ein einzelner Like in einem sozialen Netzwerk bereits als Unterstützung von Terrorismus gewertet werden könne, natürlich das Pendel zwischen liberalen Bürgerrechten und autoritärer Staatsmacht besorgniserregend in Richtung zweiterem schwingen lassen würde.
Man sieht ja bereits jetzt, dass für manche Menschen in Deutschland - bestimmt auch in deutschen Behörden wie beispielsweise der Ausländerbehörde - ein "Free Palestine" o.ä. quasi eine Unterstützung für die Hamas und deren Terror ausdrückt.
Man muss nur mal überlegen, dass hierzulande die PKK als terroristische Vereinigung gilt, während diese zugleich entscheidenden Anteil hatte
in der Türkei und in Syrien gegen den sog. Islamischen Staat zu kämpfen.
Man kann ja mal suchen, wer hierzulande im Zusammenhang von Aktivist*innen der Letzten Generation von "Klimaterroristen" gesprochen hat. Kleiner Tipp, es könnte u.a. der kommende Bundeskanzler der Bundesrepublik gewesen sein.
Und so weiter und so fort.
Und ganz unabhängig von der Schwierigkeit der Terrorismusdefinition, und dass man diese Definition besser nicht der Willkür behördlicher Entscheidungsträger überlassen sollte (
"Aber auch das Markieren eines Beitrags durch „Gefällt mir“ auf Plattformen wie Youtube, Instagram oder Tiktok soll eine Ausweisung begründen können, heißt es in Faesers Entwurf. Die Ernsthaftigkeit solcher Beiträge soll zunächst die zuständige Ausländerbehörde bewerten. Die Regelung soll auch für Minderjährige gelten, die auf dem Smartphone Zuspruch für eine Terrortat mit einem Like kommentiert haben."), ist die Logik "Like = Zustimmung/Verbreitung" in meinen Augen realitätsfern.
Ich habe bspw. die Like-Funktion bei Twitter immer so verwendet, dass ich mir damit lesenswerte Beiträge "gespeichert" habe; ich habe diesen aber bestimmt nicht immer inhaltlich zugestimmt. Auch auf YouTube erstellt ein Like eines Videos auch automatisch eine gleichnamige Playlist. Das ist einfach praktisch, aber nicht gleich eine inhaltliche Zustimmung zum Video.
Ich hoffe wirklich inständig, dass der Entwurf in der Form an irgendeiner Stelle gestoppt wird.