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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Stimmt du sprachst von "müssten ... [wenn...]" nicht von "sollten" für eine echte Gleichgleichberechtigung.

Bleibt trotzdem ein mega unangenehmer Joke, da es sich hier - zur Erinnerung - um Teenager handelt.


Edit: Dabei ging es die ganze zeit einfach nur um völlig normale Sport BH's.
Ich versteh diesen Thread nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Man könnte ja auch, frei nach Tommy Krappweis ["Humor darf alles, aber das bedeutet ja nicht das man immer auch alles machen muss."], einfach mal keinen Witz machen, der übrigens weder originell [in den Kommentaren unter dem Tweet findet der sich bspw. dutzende male] noch wirklich ... gut ist.

Aber was ich eigentlich zeigen wollte:

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So beginnt es...
 
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Mhh, ich weiß nicht. Es gibt genug beunruhigende Entwicklungen - vor allem in den Staaten - die queere Menschen zunehmend in Gefahr bringen, keine Frage. Ausgerechnet der von Dir gepostete Fall, @America`s Most Wanted , finde ich hingegen schwierig. Die Frau hatte offensichtlich keine Ausweis dabei. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie die Rechtslage in den USA bezüglich Toiletten ist, aber wenn der Polizist das Geschlecht der Frau nicht verifizieren kann, was hätte er Deiner Meinung nach tun sollen?

Oder anders gefragt: Würde es sich um einen Mann handeln, der sich Zutritt zur Damentoilette verschafft, der zudem recht feminin aussieht und sich nicht ausweisen kann, wäre das Geschrei groß gewesen, hätte die Polizei ihn nicht rausgeschmissen.
 
[...], aber wenn der Polizist das Geschlecht der Frau nicht verifizieren kann, was hätte er Deiner Meinung nach tun sollen?

Der Frau glauben. Nicht die Frau muss beweisen das sie eine Frau ist sondern es muss das Gegenteil bewiesen werden, und eine Anschuldigung einer dritten Person alleine ohne irgendeinen Beweis darf nicht für weitere, gezwungene Maßnahmen ausreichen. Auch in den USA bist du nicht verpflichtet ständig deinen Ausweis dabei zu haben.

Die, ich nenne sie jetzt mal Karen, müsste etwas erbringen. Handyvideo, Handyfoto, weitere Zeugen. Irgendwas. Ansonsten hat die Polizei, zumindest in meinen Augen, überhaupt keine Handhabe. Das kann natürlich auch falsch sein bzw. zu fatalen Dingen führen, aber wie ich hier schon mit anderen Bsp. schrieb, das kann passieren.

Checking_Vagina_Pussy.jpg
 
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Ich verstehe, was Du meinst, finde es aber gerade in diesem Fall einfach schwierig bzw. nicht eindeutig.

"Ihr einfach glauben" ist mir da zu wenig, denn mit dieser Herangehensweise kann die Polizei ihre Arbeit om Grunde gleich komplett einstellen. Sie muss das Recht haben, Aussagen überprüfen zu dürfen.

Deiner Logik folgend, müsste auch die Kassiererin bei Edeka dem 15-jährigen, der behauptet, volljährig zu sein, Bier und Zigaretten verkaufen, weil sie ihm halt glauben soll.
 
Nein, muss sie nicht, weil er etwas kauft was eine Altersbeschränkung hat. Die darf überprüft werden wenn es Zweifel gibt, und wenn er sich weigert sich auszuweisen und trotzdem kaufen will darf auch die Polizei gerufen werden.

Btw. glaube ich das es auch so ist das man in einer Notsiutation auch die öffentliche Toilette des anderen Geschlechts nutzen darf, aber das müsste jemand erläutern der mehr davon versteht als ich.
 
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Ja, richtig - es ist dasselbe Prinzip. Die Dame im Video oben nutzt eine Einrichtung, die eine Zutrittsbeschränkung hat, gebunden an das Geschlecht. Auch sie muss im Zweifel nachweisen, dass sie dort rein darf.
 
Der Unterschied ist das in deinem Bsp. die Person die Waaren in der Hand hat und an der Kasse steht und die offensichtliche Absicht hat es zu kaufen, somit Zweifel angebracht sein können bzw. die Verkäuferin vermuten kann das dort jemand Minderjähriges etwas mit Altersbeschränkung haben möchte. Hat die Karen den Penis der anderen Person gesehen und einen Beweis dafür erbracht?

Das wäre das gleiche Prinzip. Um mal dein Bsp. als Vergleich zu nutzen: Es wäre so als wenn die Verkäuferin den Ausweis sehen will weil jemand vor einem Regal von Alkohol oder Zigaretten steht.
 
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Das sehe ich anders - ich finde, Du legst Dir das gerade so zurecht, wie es passt, um die Verurteilung der Polizeiaktion oben im Video zu erreichen. Die Dame aus dem Video hat sich doch bereits Zutritt zur Damentoilette verschafft, wenn ich das richtig sehe, und unterliegt somit bereits der Zugangsbeschränkung, genau wie der Jugendliche an der Kasse, der Alk kaufen will. Vielleicht ist dieser Vergleich aber auch unglücklich gewählt von mir.

Um zum Video zurückzukommen: Ich finde, der Polizist hat im Rahmen meiner limitierten Kenntnisse von der Rechtslage grundsätzlich korrekt gehandelt. Er agiert natürlich in einem emotional wie politisch sehr aufgeladenen Spannungsfeld, und er hätte durchaus sensibler vorgehen können (oder müssen). Die Dame aber der Toilette zu verweisen, wenn sie sich nicht ausweisen kann, bleibt im Ergebnis für mich richtig.
 
Oder anders gefragt: Würde es sich um einen Mann handeln, der sich Zutritt zur Damentoilette verschafft, der zudem recht feminin aussieht und sich nicht ausweisen kann, wäre das Geschrei groß gewesen, hätte die Polizei ihn nicht rausgeschmissen.

Dann wären hier Tweets geteilt worden ala "Mann verschafft sich Zutritt zur Damentoilette und Polizei steht tatenlos daneben"

Egal wie man es macht, irgendein Tweet der das Geschehene anprangert und kritisiert wird es immer geben und dieser wird dann geteilt so lange es ins eigene Weltbild passt.

Und bevor sich hier wer angesprochen fühlt, das ist nicht nur hier so sondern auch im restlichen Internetz.
 
Die Dame aus dem Video hat sich doch bereits Zutritt zur Damentoilette verschafft, wenn ich das richtig sehe, und unterliegt somit bereits der Zugangsbeschränkung, [...]

Das ist richtig, es bleibt für mich wiederrum dabei das die Karen [sry, wir haben leider nicht ihren Namen und benötigen eine Unterscheidung der beiden Personen] einen Beweis erbringen muss und die Polizei nicht auf blosse Anschuldigungen ohne diese hier handeln durfte wie sie gehandelt hat.

Dann wären hier Tweets geteilt worden ala "Mann verschafft sich Zutritt zur Damentoilette und Polizei steht tatenlos daneben"

Es ist so aber nicht passiert. Es geht nicht um das was passieren kann, sondern um das was passiert ist. Danach sollte sich unser handeln richten. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist richtig, es bleibt für mich wiederrum dabei das die Karen [sry, wir haben leider nicht ihren Namen und benötigen eine Unterscheidung der beiden Personen] einen Beweis erbringen muss und die Polizei nicht auf blosse Anschuldigungen ohne diese hier handeln durfte wie sie gehandelt hat.



Es ist so aber nicht passiert. :)

Dann bleibt festzuhalten, dass wir diese Situation einfach unterschiedlich einschätzen bzw. eine unterschiedliche Vorstellung von den Befugnissen der Polizei haben :-)
 
Ich finde die Diskussion geht am Kern des Problems vorbei. Dieser Einzelfall kann ja nicht ohne den gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden, in dem er geschieht. Es ist ja überhaupt erst die Politisierung der öffentlichen Toilette, die solche Fälle alltäglicher erscheinen und die Scham und Demütigung für betroffene Personen weiter eskalieren wird.
An der öffentlichen Toilette wird am offensichtlichsten, welchen gesellschaftlichen Druck man als queere Person zu ertragen hat. Es wird verunmöglicht die persönliche Identität als private Entscheidung zu leben, weil mit der Toiletten-Frage - so wie in diesem Beispiel - die Öffentlichkeit über diese eigentlich private Frage mitzuentscheiden verlangt.

Es ist diese beängstigende gesellschaftliche Entwicklung, die solche absurden Fälle produziert.
Mit diesen Fällen wird öffentlichkeitswirksam unerwünschte Andersartigkeit markiert und immer auch ein Exempel statuiert.
 
Ich sehe auch ein anderes Problem: Mit der Akzeptanz eines solchen Falles ist es zukünftig auch möglich das ein weisser Mann in den USA in einer öffentlichen Toilette die Polizei ruft wenn ein schwarzer Mann ihn sich "unwohl" fühlen lässt [z.B. weil er ihn für einen Dealer hällt]. Und wenn der sich dann auch nicht ausweisen kann [oder will], müsste der schwarze Mann dann nicht auch aus der Toilette eskortiert werden? edit: ja mir ist bewusst geworden das ich oben schrieb das es nicht um das geht was passieren kann, hier damit aber praktisch argumentiere

Kleiner zynischer Zusatz: Geht natürlich auch mit umgekehrter Hautfarbe, aber mal ehrlich, wann kommt die Polizei in den USA denn wenn ein schwarzer sich wegen eines weissen unwohl fühlt? :uglol:
 
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Mit der Akzeptanz eines solchen Falles ist es zukünftig auch möglich das ein weisser Mann in den USA in einer öffentlichen Toilette die Polizei ruft wenn ein schwarzer Mann ihn sich "unwohl" fühlen lässt [z.B. weil er ihn für einen Dealer hällt]. Und wenn der sich dann auch nicht ausweisen kann [oder will], müsste der schwarze Mann dann nicht auch aus der Toilette eskortiert werden?

Es geht nicht um das was passieren kann, sondern um das was passiert ist. Danach sollte sich unser handeln richten. :)
 
Ich sehe auch ein anderes Problem: Mit der Akzeptanz in diesem Falle ist es zukünftig auch möglich das ein weisser Mann in den USA in einer öffentlichen Toilette die Polizei ruft wenn ein schwarzer Mann ihn sich "unwohl" fühlen lässt [z.B. weil er ihn für einen Dealer hällt]. Und wenn der sich dann auch nicht ausweisen kann, müsste der schwarze Mann dann nicht auch aus der Toilette eskortiert werden?

Kleiner zynischer Zusatz: Geht natürlich auch mit umgekehrter Hautfarbe, aber mal ehrlich, wann kommt die Polizei in den USA denn wenn ein schwarzer sich wegen eines weissen unwohl fühlt? :uglol:

Das ist jetzt absurd.

@Mingo
Ich stimme Dir zu, dass die gesellschaftliche Entwicklung in den letzten Jahren beängstigende Züge angenommen hat. Meinem Gefühl nach hatte die Gesellschaft als Ganzes vor rund 10 Jahren ein deutlich entspannteres Verhältnis zu queeren Menschen.

Vielleicht ist es auch einfach nicht zielführend, sich immer an solchen Einzelsituationen abzuarbeiten. Was solche Einzelfälle anbelangt, erlebe ich nämlich oft, dass sie nur herhalten sollen, um die eigene Bubble zu füttern, Zustimmung zu erhaschen und die vermeintliche Gegenseite zu diffamieren. Das passiert auf beiden Seiten des politischen Spektrums, siehe z.B. auch 9gag. Solche Fälle werden dann auf Twitter rumgereicht, damit mal mal wieder jemanden wahlweise als Social Justice Warrior oder Faschisten beschimpfen kann. Diese Art der "Diskussion" (auch hier im Forum oft zu beobachten durch unkommentierte oder nahezu unkommentierte Twitter-Posts) tragen wenig zur gesellschaftlichen Debatte bei, verstärken dafür aber immer mehr eine vergiftete Freund-Feind-Erkennung.
 
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