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Der Politikthread

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Gezwungen werden konnte im 20.Jahrhundert auch niemand und trotzdem hat man sich die 35h Woche hart erkämpfen müssen. Das sollte man imo nicht aufgeben, gerade jetzt! nicht.
 
Das liegt im Auge des Betrachters. Der Wohlstand der 35 Stunden Woche in Verbindung mit relativ hohen Gehältern in vielen Branchen hat uns auch erst in gewisse Probleme gebracht. Und am Ende stehen wir da mir Werksschließungen wie jetzt aktuell Ford bei uns. Wir haben uns teilweise Wohlstand auf den Rücken anderer erkauft und wundern uns, dass viele wichtige Resourcenherstellungen im Ausland liegen und wir jetzt als Industrienation abhängig von anderen sind. Das ist ein zweischneidiges Messer. Manche sehen halt auch nicht ganz die Realität in der sie Leben. Alle Handwerksbetriebe suchen händeringend Mitarbeiter, aber wenn da ein ZFler oder Fordler ankommt winkt der nur ab bei dem gebotenen Gehalt. Von dem Stand runter möchte man nicht, ohne ein Verhältnis dafür zu haben wie gut man eigentlich verdient hat und dass das nicht unbedingt die Norm ist. Aber umgekehrt ist man der Meinung, dass Handwerker ja unverschämt teuer wären. Ja wie jetzt? Wenn es kaum Mitarbeiter gibt, geht es nur übers Gehalt und das wiederum muss verdient werden. Wobei das jetzt nichts mit dem Thema flexible Arbeitszeit zu tun hat um das es hier eigentlich geht.
 
ach, unsere Werksschließung hat mit Versäumnissen von Ford zu tun, nicht mit der 35h/Woche oder unserem Gehalt.... die großen Firmen erkaufen sich Wohlstand auf unsere Kosten, sieh dir mal die Milliardengewinne an die eben z.b. auch Ford macht und diverse andere Autokonzerne obwohl sie die halbe Zeit Kurzarbeit etc. fahren......
 
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Also bei uns in Österreich habens die 10h pro Tag vor paar Jahren auf 12h pro Tag erhöht, was erlaubt ist.

Gefällt mir super, ich reiße manchmal meine 38,5h an 4 Tagen und nehme den Freitag frei. Gerade im Winter recht easy wenn man ein paar Projekte leitet.

Ist natürlich einfach gesagt so ein Leben, ohne Kinder. Mit Kindern wäre es nicht möglich, da werde ich meine Stunden auf maximal 30 pro Woche reduzieren.
 
Alles Arbeitstiere hier. Ich sehe mich in diesem Leben vermutlich nicht mehr Vollzeit arbeiten gehen.
Wenn dann Minijob. Mein Bruder zB arbeitet derzeit 40 Stunden im Monat. Glaube das wäre das höchste der Gefühle für mich :ugly:
 
Es würde doch auch mit 4x10h mit der jetzigen Regelung gut funktionieren, dass man Freitag frei nimmt. Egal ob 35 oder 40h-Stundenwoche. Die 10h sind ja auch zum Schutz vor der eigenen Fehleinschätzung der eigenen Belastbarkeit gedacht. Eine Erhöhung der maximalen Tagesarbeitszeit hat nichts mit mehr Flexibilität für Arbeitnehmer:innen zu tun, sondern mit mehr Flexibilität für Arbeitgeber:innen auf Kosten der Gesundheit der Arbeitnehmer:innen. Natürlich versucht man das mit angeblichen Vorteilen für Arbeitnehmer:innen zu verkaufen.
 
Und wir arbeiten alle aufm Bau? Bei Sklavenarbeit sind wir Gott sei Dank noch nicht angekommen. Echt schlimm wir hier in allem Ausbeutung und schlechtes gesehen wird. Dabei ist die Arbeitswelt massiv im Wandel und da ist es gut das auch entsprechend die Rahmenbedingungen flexibler werden.

Richtig! Jeder soll solange arbeiten dürfen wie er will und kann. Genauso mit den Ladenöffnungszeiten.
Hier in Mauritius ist es - wie in vielen anderen Ländern der Welt auch - ganz normal das man auch am Sonntag einkaufen gehen kann.

Wir kennen einige hier die jeden Sonntag mit der Familie in die nächstgrößere Stadt (ca.15km) in die Kirche fahren und anschließend dann in einem Jumbo Supermarkt einkaufen gehen,da sie ja eh schon gerade dort sind.
 
ausgeglichen.....könnte genau so gut mit Geld ausgeglichen werden. Ich find sowas gefährlich, v.a. in Zeiten in denen die Masse immer weniger arbeiten will und dafür lieber auf Dinge verzichtet.

Haha, die "Masse" musst du mir mal zeigen. Die "Masse" will und wollte schon immer wenig(er) arbeiten aber möglichst auf NICHTS verzichten!
Ist ja auch nachvollziehbar: Der AN will möglichst viel Geld für möglichst wenig Anstrengung - ist ja auch praktisch dasselbe wie der AG der mit möglichst wenig Kosten maximalen Gewinn erzielen will.
 
Und wir arbeiten alle aufm Bau? Bei Sklavenarbeit sind wir Gott sei Dank noch nicht angekommen. Echt schlimm wir hier in allem Ausbeutung und schlechtes gesehen wird. Dabei ist die Arbeitswelt massiv im Wandel und da ist es gut das auch entsprechend die Rahmenbedingungen flexibler werden.

Richtig! Außerdem sollte viel mehr die Qualität und Effizienz der Arbeit entlohnt werden und nicht nur die Zeit.
Es gibt ja auch AN die für dieselbe Tätigkeit 30% mehr oder weniger Zeit benötigen.

Von denen die hauptsächlich nur ihre Zeit "absitzen" reden wir da erst gar nicht.

Und die Qualität der Arbeit ist ja auch nicht bei jedem AN dieselbe.
 
ach, unsere Werksschließung hat mit Versäumnissen von Ford zu tun, nicht mit der 35h/Woche oder unserem Gehalt.... die großen Firmen erkaufen sich Wohlstand auf unsere Kosten, sieh dir mal die Milliardengewinne an die eben z.b. auch Ford macht und diverse andere Autokonzerne obwohl sie die halbe Zeit Kurzarbeit etc. fahren......

Ist immer "witzig" das die Mitarbeiter immer glauben alles besser zu wissen wie die GL.
Auch wenn US Firmen gerne sehr zweifelhafte Entscheidungen treffen kennt der AN eben NICHT ALLE Hintergründe und Details die zu der ein oder anderen (für ihn nicht nachvollziehbaren) Entscheidung geführt haben.

Ich kenne die Gehälter bei Ford nicht aber dafür die von VW und das ist "Irrsinn" was da an Gehälter bezahlt wird.
Nicht das ich da irgendjemand was nicht gönne - aber das muss halt auch (dauerhaft!) erwirtschaftet werden können.
 
Den "Bearbeiten"-Button kennst du?

Ne so läuft das nicht.

Doch so läuft das meistens. Gerade in den Bsp. die Ulrike Scharf nennt: Tourismus, Gastronomie und Bau.

Eine Erhöhung der maximalen Tagesarbeitszeit hat nichts mit mehr Flexibilität für Arbeitnehmer:innen zu tun, sondern mit mehr Flexibilität für Arbeitgeber:innen auf Kosten der Gesundheit der Arbeitnehmer:innen. Natürlich versucht man das mit angeblichen Vorteilen für Arbeitnehmer:innen zu verkaufen.

Genau das.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja dann zeig mir die Statistik in der das so läuft. Er schreibt das mit einem Absolutismus als wäre das save so, nahezu durchgängig. Wir betreuen zwei Großgastronomien und da landet Mehrarbeit auf nem Arbeitszeitkonto das auch jetzt schon immer auszugleichen ist. Das geschieht dann in der Nebensaison und wird nur monitär ausgeglichen wenn der AN ausscheidet und keine Möglichkeit zum Freizeitausgleich mehr gegeben ist. Weil oh Wunder, der AN häufig plötzlich auch noch dauerhaft krank wird, so dass er seinen Resturlaub nicht mehr holen kann. Und gerade in der Reisebranche sind Haupt und Nebensaison ja auch genau das Thema.

Aber schön, dass Politiker zitiert werden wenn es in den Kram passt, andere Aussagen aber als politisches Geschwätz ohne Substanz abgetan werden.

Ich denke jedem Beteiligten ist klar, wie vorsichtig man mit solchen Neuregelungen umgehen muss. Und natürlich wird es auch wie bei allem schwarze Schaafe geben. Aber hier eine weitere Knechtung der ANschaft herauszulesen finde ich jetzt auch drüber.
 
Haha, die "Masse" musst du mir mal zeigen. Die "Masse" will und wollte schon immer wenig(er) arbeiten aber möglichst auf NICHTS verzichten!
Ist ja auch nachvollziehbar: Der AN will möglichst viel Geld für möglichst wenig Anstrengung - ist ja auch praktisch dasselbe wie der AG der mit möglichst wenig Kosten maximalen Gewinn erzielen will.

wir werden in Zukunft eh darauf hinsteuern dass durch moderne Technik und v.a. KI Arbeitsplätze wegfallen die nicht mehr ersetzt werden und man trotzdem den Lebensstandard halten können wird. Jetzt höhere Arbeitszeiten zu ermöglichen konterkariert genau den Weg allen ein gutes Leben auch mit wenig Arbeit zu ermöglichen.
 
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