Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Schau dir an, wie viele ohne Abschluss von den Schulen gehen. Das werden immer mehr, weil das Bildungssystem so abgerockt ist. Leute für einfachere Tätigkeiten haben wir hier mehr als genug. Und unqualifizierte Leute aus dem Nahen Osten oder Nordafrika sind nicht die Lösung, sondern Teil des Problems.

Im Jahr 2020 verließen 45.000 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss (schlimm genug!). Bis 2030 gehen in Deutschland 5 Mio mehr Menschen in Rente als neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Selbst wenn wir es schaffen, alle ohne Schulabschluss zu qualifizieren, fehlen immer noch mehrere Mio Menschen. Und den letzten Satz hast du aus dem AfD-Parteiprogramm abgeschrieben, nicht?
 
Follow up zu meinem Beitrag:

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Und wir reden hier von einer 4-Tage-Woche bei entsprechender Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Das ist, was ich als Mitarbeiter möchte und was mir etwas bringt (und ganz offensichtlich auch dem Unternehmen). Nicht eine 4-Tage-Woche bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit und dafür noch mehr Arbeitslast an den verbliebenen vier Arbeitstagen.
 
wir sind höchstens unattraktiv weil nicht-Europäer unheimliche Schwierigkeiten haben überhaupt hier her zu kommen und dann noch mehr Schwierigkeiten haben bis sie mal arbeiten dürfen...... ansonsten sind wir ein sehr attraktives Land.

Ja , für NICHT-Fachkräfte...:ugly:
Das ist einfach neoliberales Geschwätz.

Oft - sehr oft - , wenn ich im Nicht-EU-Ausland unterwegs bin und mich als Deutscher oute, drehen meine Gesprächspartner das Gespräch in Richtung "Hilf mir, nach Deutschland einzuwandern! - Was muss ich tun, um nach Deutschland zu kommen?" Schaut euch doch mal die Löhne in selbst halbwegs entwickelten Ländern wie der Türkei oder Serbien an - und schaut mal, unter welchen Bedingungen die wie viele Stunden für das Geld arbeiten müssen.

Beispiel: Eine Ergo-Therapeutin aus der Türkei, die ich kennengelernt habe (und die aus Uganda stammt), verdient rund 450€ netto umgerechnet. Für 10 Stunden Arbeit am Tag, 7 Tage die Woche, rund 350 Tage im Jahr.

Die würde sofort nach Deutschland auswandern - es wäre ihr völlig egal, ob sie 50% Abgaben auf ihren Lohn zahlen müsste, denn in DE ihren Beruf auszuüben, würde für sie bedeuten: Mehr Geld, mehr Freizeit, mehr Lebensqualität, bessere Infrastruktur. Einfach mehr von allem.

Und genau solche Leute brauchen wir. Wir brauchen Pflegerinnen, Müllmänner, Kellnerinnen und so weiter. Wir sollten jede und jeden, die bereit sind, in Deutschland zu arbeiten, mit der Mercedes-Limousine in ihrer Heimat abholen, denn wir brauchen diese Leute.

Es ist einfach ein neoliberales Märchen der Reichen immer wieder zu behaupten, die hohe Abgabenlast in DE würde Menschen davon abhalten, hierherzukommen. Zahlreiche Studien haben schon oft das Gegenteil nachgewiesen. Die hohe Abgabenlast ermöglicht in Deutschland einen Lebensstandard, der zu den besten auf diesem Planeten gehört. Und es ist einfach lächerlich zu glauben, dass jemand, der in Bosnien oder dem Kongo oder in Pakistan im Dreck lebt und keine Zukunftsperspektive hat, lieber nicht nach Deutschland kommt, weil wir hier einen Spitzensteuersatz von 42% haben. Es ist allein lachhaft (und arrogant) anzunehmen, dass das im Ausland irgendjemand wüsste. Das wissen vielleicht Spezialsteuerkanzleien, die Superreiche beraten. Aber auch die wandern nicht ab - siehe z.B. Länder wie die USA mit einer effektiv höheren Vermögensabgabe als Deutschland.

EDIT zu den 10 Stunden: Schon jetzt sind 10-Stunden-Schichten laut Arbeitszeitgesetz zulässig. Was in Bayern versucht wird, ist nichts anderes als die Ausnahme zur Regel zu machen.

Na ja, das ist aber alles relativ.
Türkei ist jetzt aktuell mit ihrer Ultra-Inflation auch ein schlechteres Beispiel.

Hier in Mauritius werde ich auch öfters gefragt wegen Arbeit(en) in Deutschland.
Leider muss ich deren Traum dann meist zerplatzen lassen.

Wenn die AN hier 1000 Euro im Monat netto verdienen erkläre ich ihnen das sie in Deutschland dann einen Job brauchen wo sie 2000 Euro netto bekommen müssen.

Dann haben sie aber "nur" dasselbe Geld wie hier in Mauritius da die Lebenshaltungskosten in Deutschland nunmal sehr viel höher sind.
Wenn sie ihren "Plan" von Geld ansparen und/oder Geld zur Familie nachhause schicken umsetzen wollen brauchen sie dann einen Job in Deutschland wo sie mal mindestens 2500 Euro netto verdienen. Und den muss man ja erstmal finden.

Es gibt übrigens hunderte Mauritianer die jedes Jahr in Deutschland studieren. Wenn die fertig sind gehen 95% davon in andere Länder arbeiten oder in ihr Heimatland zurück...!
 
Mondknall ist da sicher übers Ziel hinaus geschossen, aber ich verstehe was er meint und das kann man dann auch so hart sagen wie es ist.

Vor allem frage ich mich gerade: Zum einen wurde hier die Frage aufgeworfen, ob ich der Meinung bin, dass die Hartz4ler nicht arbeiten wollen. Zum anderen bringst du an, dass die Müllabfuhr Personalmangel hat. Also in einem Bereich Stellen frei sind die keinerlei Ausbildung bedürfen und vernünftig bezahlt sind. Das passt dann ja auch nur bedingt zusammen. Genauso in den Pflegeberufen. Dorthin umzuschulen ist machbar und gewollt. Sind sich aber eben auch viele zu fein für. Insofern kann ich da nur bedingt in das Horn blasen, dass kein Hartz4ler ne Chance bekommt. Ich mag den Bereich nicht schön reden. Das ist für viele wirklich schlimm und nicht mehr machbar da raus zu kommen. Aber gerade für Jüngere gäbe es Möglichkeiten. Allerdings haben wir in unserer heutigen Gesellschaft alle eher keinen Bock unangenehme Sachen zu machen. Da schließe ich mich nicht aus. Das sind keine Traumjobs, aber es sind Jobs die es gibt. Und wenn ich so am Existenzminimum und menschenunwürdig lebe wie oft geschildert wird, mache ich doch lieber so etwas um raus zu kommen. Aber offensichtlich nicht jeder.

Unseren Wohlstand haben wir auch der Vergangenheit zu verdanken, in dem Deutschland in vielen Bereichen extrem innovativ war und auch Marktführerschaft erlangt hat. Davon zehren wir heute noch, schauen aber zu wie wir links und rechts von anderen Nationen überholt werden. Solches Knowhow benötigen wir und die entsprechenden Rahmenbedingungen. Wenn man anfängt sich über nachfolgende Generationen Sorgen zu machen, sollte man auch schon mal die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten im Blick haben.
 
Genauso in den Pflegeberufen. Dorthin umzuschulen ist machbar und gewollt. Sind sich aber eben auch viele zu fein für.
Da sind sich sogar diejenigen zu "fein" für, die in der Pflege arbeiten und deshalb anfangen einer nach der anderen das Handtuch zu werfen.
Das ist schon eine Leistung da einen Spin reinzubekommen a la "Die Leute sind zu faul und zu bequem um in der Pflege zu arbeiten". Das ist ein beschissen bezahlter Job mit beschissenen Arbeitsbedingungen.
 
Follow up zu meinem Beitrag:

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Und wir reden hier von einer 4-Tage-Woche bei entsprechender Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Das ist, was ich als Mitarbeiter möchte und was mir etwas bringt (und ganz offensichtlich auch dem Unternehmen). Nicht eine 4-Tage-Woche bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit und dafür noch mehr Arbeitslast an den verbliebenen vier Arbeitstagen.

Das finde ich tatsächlich auch absolut faszinierend. In unserer Steuerberatergruppe gibt es auch einen Kollegen der eine 25 Stunden Woche bei voller Bezahlung hat und das läuft. Finden natürlich alles toll. Bedarf aber entsprechender Organisation, durch die Bank weg Mitarbeiter die "durchziehen" und absolut zielgerichtet und motiviert arbeiten und auch entsprechender Umsätze sprich Preisgestaltung. So ganz einfach ist das leider nicht durchgängig durchziehbar. Und spannend ist halt auch wirklich die Frage wie das so nach 10 Jahren läuft. Für das Grundteam war und ist das ne tolle motivierende Sache. Jemand der von außen kommt und "altes" Arbeiten gewohnt ist, denkt toll, 25 Stunden davon 20% in der Küche Kaffeetrinken und den Rest arbeiten und schon funktioniert das nicht mehr. Aber auf Sicht denke ich auch, dass man so die beste Work Life Balance hinbekäme. Aber wie gesagt, dazu müssen auch die Preise stimmen und vom Markt angenommen werden. Denn selbst ich bin ja aktuell unproduktiv weil ich hier zwischen zwei Terminen sitze und im KT schreibe anstatt Geld zu verdienen.
 
Da sind sich sogar diejenigen zu "fein" für, die in der Pflege arbeiten und deshalb anfangen einer nach der anderen das Handtuch zu werfen.
Das ist schon eine Leistung da einen Spin reinzubekommen a la "Die Leute sind zu faul und zu bequem um in der Pflege zu arbeiten". Das ist ein beschissen bezahlter Job mit beschissenen Arbeitsbedingungen.

Und Hartz4 ist also dann besser? Auf Kosten der Gemeinschaft zu leben weil ich mir tatsächlich zu "fein" für diese Arbeit bin? Das tolerierst du?
 
Deine abwertende Sicht auf andere Menschen widert mich an. Da schwingt so ein "Der dumme Ausländer soll bloß in der Fremde bleiben" mit. Und es geht einfach komplett an der jetzt schon herrschenden Wirklichkeit vorbei - und erst recht an dem, was uns durch den demografischen Wandel noch blüht.

Letzte Woche kam bei uns die Müllabfuhr nicht - Personalmangel.
Wie viele Züge der Bahn fallen wegen Personalmangel aus?
Fast wöchentlich schließt die Kita meines Sohns einige Gruppen - Personalmangel.

In welcher Welt lebst du eigentlich?

@Mondknallschlumpf sagt nur die harte Wahrheit - die anscheinend nicht jeder hier vertragen kann!
Wir haben ja so einige Spezialisten hier im Forum die so ihre Probleme mit der Realität haben ...:ugly:

Es werden gut ausgebildete & spezialisierte FACHKRÄFTE gesucht - EGAL wo die herkommen!
Fakt ist aber nunmal das die selten in Afrika,Thailand oder Syrien etc. zu finden sind.

Das ist überhaupt nicht persönlich gegen irgendwen gemeint!
 
Ich weiß nicht, in welchem Universum der Müllmann, der letzte Woche unseren Müll nicht abgeholt hat, weil es ihn schlicht nicht gibt, eine hochspezialisierte Fachkraft ist. Oder die Zugbegleiterin. Oder die Pflegehilfskraft. Das sind die Leute, die auch fehlen, nicht nur Ärzte etc.
 
Im Jahr 2020 verließen 45.000 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss (schlimm genug!). Bis 2030 gehen in Deutschland 5 Mio mehr Menschen in Rente als neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Selbst wenn wir es schaffen, alle ohne Schulabschluss zu qualifizieren, fehlen immer noch mehrere Mio Menschen. Und den letzten Satz hast du aus dem AfD-Parteiprogramm abgeschrieben, nicht?

Es ist denke ich schlicht nicht von der Hand zu weisen, dass gerade Migranten aus diesen Regionen hier mit Abstand die schlechtesten schulischen Leistungen aller Bevölkerungsgruppen haben. Und wenn man nicht der Meinung ist, dass das allein daran liegt dass wir alle fiese Nazis sind und sie ungerecht behandeln, dann liegt der Verdacht nahe, dass etwas Verantwortung daran auch bei ihnen liegt...
 
Und Hartz4 ist also dann besser? Auf Kosten der Gemeinschaft zu leben weil ich mir tatsächlich zu "fein" für diese Arbeit bin? Das tolerierst du?
Ja.

edit: Es ist bezeichnend welche Rückschlüsse du aus meinem Einwurf zu den Arbeitsbedingungen der Pflege ziehst. Pflegekräfte haben keinen Bock sich weiter ausbeuten zu lassen und sich kaputt zu buckeln für ein beschissenes Gehalt?
Kein Problem, wir haben ja noch genügend Hartz-IV-Bezieher*innen, die sollten doch bereit sein jede noch so beschissene Arbeit zu verrichten! /s

Weißt du, wie man auch Menschen für einen Beruf begeistern kann? Indem man die Arbeitsbedingungen verbessert.
Aber hier sieht man sehr schön, wie wir in unserem System Arbeitslose "brauchen". Als Drohkulisse, dass immer noch eine ärmere Sau nachrücken könnte um dir deinen Job wegzunehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht, in welchem Universum der Müllmann, der letzte Woche unseren Müll nicht abgeholt hat, weil es ihn schlicht nicht gibt, eine hochspezialisierte Fachkraft ist. Oder die Zugbegleiterin. Oder die Pflegehilfskraft. Das sind die Leute, die auch fehlen, nicht nur Ärzte etc.

Von Ärzten etc. redet hier niemand...
Die (produzierende) INDUSTRIE hat schon seit zig Jahren einen Fachkräftemangel im 6-stelligen (!) Bereich!
 
Ich weiß nicht, in welchem Universum der Müllmann, der letzte Woche unseren Müll nicht abgeholt hat, weil es ihn schlicht nicht gibt, eine hochspezialisierte Fachkraft ist. Oder die Zugbegleiterin. Oder die Pflegehilfskraft. Das sind die Leute, die auch fehlen, nicht nur Ärzte etc.

Aber das ist doch genau das was ich oben geschrieben habe. Genau diese Berufe sind keine Fachberufe, so dass hier eigentlich mit Blick auf die Arbeitslosenstatistiken schon Bewegung und Besetzung der Plätze möglich sein sollte. Von daher ist es dann eben doch auch so, dass sich viele zu "fein" für diese Berufe sind. Und da habe ich halt tatsächlich schon ab nem gewissen Punkt wirklich meine Probleme mit. Diese Selbstverständlichkeit von manchen mit der der Staat meine Existenz sichern soll, ich umgekehrt mir aber auch herauspicken möchte was ich mache wenn ich es denn mache.
 
Es ist denke ich schlicht nicht von der Hand zu weisen, dass gerade Migranten aus diesen Regionen hier mit Abstand die schlechtesten schulischen Leistungen aller Bevölkerungsgruppen haben. Und wenn man nicht der Meinung ist, dass das allein daran liegt dass wir alle fiese Nazis sind und sie ungerecht behandeln, dann liegt der Verdacht nahe, dass etwas Verantwortung daran auch bei ihnen liegt...

Ich finde, du gehst hier den einfachen Weg, indem du die Verantwortung einfach auf die Einwanderer abschiebst. Ich hingegen frage mich viel eher, warum unsere Schulen, unsere Sozialsysteme, unsere Gesellschaft es nicht besser hinbekommt, diese Menschen stärker einzubinden und bessere Voraussetzungen für sie zu schaffen.
 

Ein Schlag für alle ins Gesicht die arbeiten, auch hart arbeiten und entsprechend Abgaben zahlen müssen um diejenigen zu stützen. Auch für die Altenpflegerinnen die sich den Buckel krum schaffen weil sie sich für die Alten verantwortlich fühlen und wenig Unterstützung haben weil sie zu wenig personelle Unterstützung haben. Sehr sozial.
 
Ich finde, du gehst hier den einfachen Weg, indem du die Verantwortung einfach auf die Einwanderer abschiebst. Ich hingegen frage mich viel eher, warum unsere Schulen, unsere Sozialsysteme, unsere Gesellschaft es nicht besser hinbekommt, diese Menschen stärker einzubinden und bessere Voraussetzungen für sie zu schaffen.


Ich gebe Ihnen nicht die alleinige Verantwortung. Die von dir genannten Punkte spielen alle ne Rolle. Nichtsdestotrotz bekommen andere Migranten es viel besser hin als Menschen aus diesen Regionen.
 
Ich finde, du gehst hier den einfachen Weg, indem du die Verantwortung einfach auf die Einwanderer abschiebst. Ich hingegen frage mich viel eher, warum unsere Schulen, unsere Sozialsysteme, unsere Gesellschaft es nicht besser hinbekommt, diese Menschen stärker einzubinden und bessere Voraussetzungen für sie zu schaffen.

Das ist ohnehin das große andere Problem. Unser Schulsystem das nicht wirklich auf die Arbeitswelt ausgelegt ist.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben