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PS4/PC God of War Ragnarök

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Man darf sich halt echt keine 2sek umschauen...

Gow hab ich jetzt nimmer gegeben aber Horizon musste ich unter anderem deshalb Abbrechen weil ich Aloys Geschwafel nicht mehr ertragen hab. Furchtbares Gamedesign von dem alle gern wieder weg kommen können.
 
Story Kampagne jetzt durch. Emotional hats mich jetzt nicht so gepackt, aber es hatte hier und da mal so seine Momente. Besten Charaktere wieder die Zwerge, wie im Vorgänger.

Schwierigkeit auf Story umgestellt zu haben war eine gute Wahl. Die Standardkämpfe fühlten sich nicht mehr so hart nach Spielzeitstreckung an und was ich da noch an Bosskämpfen gesehen habe, der ganze Bildschirm mit Effekten zugekleistert, dass man den Spam der unblockbaren Angriffe kaum noch erkannt hat... Hatte zwar das Spiel über das Schild für Paraden, allerdings ist das in Bosskämpfen für mich komplett unnütz und bin lieber auf Ausweichen gegangen. Trotz Parade ziehen die Bosse ihre Angriffskombo sowieso kompett durch, dass man 3, 4, 5x ne Parade machen muss um dann 2 Treffer zu landen bevor der nächste unblockbare Angriff kommt oder der Boss sich wieder ans andere Ende der Arena verpisst...
 
Mit 38 Stunden haben ich es beendet und bin froh darüber, dass es vorbei ist. Das Ende war tatsächlich ein guter Abschluss der letzten beiden Serienteile.

Das Game ist nicht schlecht, es war stets bemüht, aber letztlich ist es für mich eine große Enttäuschung.

Aber was war gut:
1. Das Artdesign,
2. das Charakterschauspiel und
3. das deftige Kampfgameplay
4. ja und viele Charaktere - insbesondere die aus dem Vorgänger - habe ich gern wieder gesehen.

Das war schlecht:
1. Gemessen an der Spielzeitlänge fehlt es dem Game an Höhepunkten. Nach dem spannenden Anfang muss man lange warten bis wieder etwas Aufsehenerregendes passiert. Das Ende feuert aus allen Rohren doch davor ist zu viel Leerlauf dabei. Zumal man viele hier dargestellte Orte und Kreaturen aus dem Vorhänger bereits kennt.

Im Vorgänger haben mich die Kämpfe gegen Baldur, die Weltenschlange, die Elfenwelt, der Drache in der Mine oder die Höhlen der Valküren begeistert. Aus GoWR bleibt mir wenig in Erinnerung.

2. Die Charaktere widersprechen sich in Wort und Tat in einer Tour und das nervt. Es macht die Figuren unglauwürdig und ihre Entscheidungen beliebig. Ich weiß nicht wie oft in dem Game "Ragnarök" wahlweise verhindert oder vorangetrieben werden soll, das ändert sich ständig. Auch Gefühle von Hass und Freundschaft sind in diesem Game beliebige Spielbälle der Autoren. Deswegen konnte ich mit den Figuren irgendwann nicht mehr mitfühlen.

Einige Nebenfiguren sind zudem komplett flach und uninteressant geschrieben, Karl May und Winnetou lassen vom erzählerischen Niveau her grüßen.

3. Und mein größter Kritikpunkt ist das Writing. Wer auch immer die Story von GoWR geschrieben hat sollte sein Honorar glücklich einstecken und darüber schweigen.

Dieser Story fehlt jede Dringlichkeit, jede Glaubwürdigkeit in der Motivation der Hauptfiguren und in der Bedrohung für eben diese.

Was will die Geschichte erzählen?

Soviel ist klar: Ragnarök bedroht die Welten, Kratos Leben und seine Vaterrolle stehen auf dem Spiel, Atreus muss sich fragen, was seine Rolle als Loki ist. Ferner Odin und Thor wollen sich für den Tod ihrer Söhne wahrscheinlich rächen.

Und aus dieser Ausgangslage macht das Spiel...nichts. Das Ende von Teil GoW 2018 wird eins zu eins hergenommen und als Zitatespender verwendet. Ansonsten bewegt sich nichts.
Atreus und Kratos drehen sich über 30 Spielstunden um die Prophezeiung Ragnarök/Loki ohne das hierbei eine klare Erzählrichtung entsteht.

Ständig grübeln die Figuren rum, was sie als nächstes tun sollten. Jede Entdeckung und Begegnung mit neuen Figuren bringt kaum neuen Schwung in die Geschichte.

Mit Ausnahme von Atreus Reisen zu Odin und der Familiengeschichte um Thor.

Der Endruck entsteht, dass die Autoren nicht wissen, was sie zwischen Anfang und Ende des Games erzählen wollen. Und die Auflösung des Ganzen ist denkbar simpel.
Und ohne jeden Mut. Lieber habe ich ein kontroverses Game wie Tlou2 als diese Operette in welcher letztlich Odin und Thor sterben zum Preis eines Zwerges und dem Ergebnis, dass Atreus sich von seinem Vater loslöst. Das ist ok, aber so simpel. Warum schafft man es nicht diesem Game einen klaren erzählerischen Fixpunkt zu geben wie bei jedem anderen Game dieser Art (wie die Schätze in Uncharted oder die Asche der Mutter in GoW 2018).

Das Game bekommt es nicht mal hin, dass die Antagonisten eine fühlbare, dauerhafte Bedrohung ausstrahlen und die Hauptfiguren zum Handeln antreiben.

Warum ziehen Atreus und Kratos überhaupt los? Weil ihr Hausdach zerstört wurde? Weil der Schutzzauber ihres Heims durchbrochen war?

Der Schutzzauber konnte bereits im Vorgänger Baldur nicht vom Haus fernhalten. Im Gegensatz zu Baldur lässt es Thor aber bei einer saftigen Schlägerei mit Kratos bewenden. Die Blutschuld sei beglichen, meint er, und ab da übt er auf Kratos keinerlei Druck mehr aus. Er verfolgt sie nicht. Die Bedrohungslage hört nach dem Anfang einfach auf.

Ragnarök könnte, wie hier erzählt, morgen oder in tausend Jahren losgehen. Wie lang der Winter anhält weiß Niemand.

Also warum was tun? Das wissen die Hauptfiguren nicht und ich frage es mich beim spielen ebenfalls ständig. Das ist kein gutes Gefühl in einem Story-Action-Game, da will ich doch vom Präsentierten gefesselt sein.

Statt zu kämpfen könnten Kratos mit Mimir und Atreus in eine Bibliothek gehen und eine Textrecherche zur Ragnarök-Prophezeiung durchführen. Und der Witz ist, dass tun sie im Grunde sogar verteilt auf 9 Welten...

Also diese Erzählung erzählt kaum etwas. Sie stützt sich auf die Schauwerte der Welt und die Interaktion der Charaktere miteinander. So funktioniert jede Telenovela, wenig zählbarer Inhalt, aber viele Drama.

GoW 2018 war ein großartiges Game, dieses Spiel hier ist ein längerer DLC. Empfehlen kann ich es nicht, die Story kann man sich ja auf YouTube ansehen.

Schade
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich nach knapp 10 Stunden absolut gerechtfertigt.

Imo Ist Ragnarok grandios. Die Story mitreißend, die Performance der Darsteller spektakulär, das Art Design und die Optik super, die Kämpfe spaßig.

Zeigt einmal mehr, dass Sony derzeit niemand das Wasser in Sachen Story driven Single Player Action Games reichen kann.

Hab null Probleme damit, wenn das Ding überall GOTYs kassiert.
 
Habe es jetzt auch nach 34 Stunden beendet und es war zu keiner Zeit langweilig. Ganz klar goty für mich.
Das Ende ist aber nicht so konsequent wie ich befürchtet hatte.
generell ist die story etwas holprig erzählt. Mal hü mal hot. Aber alles in allem hat es mich sehr gut unterhalten.
Charaktere waren wieder sehr überzeugend gestaltet.

Hut ab, sony für dieses Meisterwerk.
 
Oh nein... Das triggert mich. Muss mich zusammenreißen, um nicht wieder über Elden Ring zu ranten. ..^.^''
Ich sag ja nach wie vor, dass alles bis zu Margott bei Elden Ring erhabenes Game Design und GOTG Material ist.
Aber ein GOTY oder mehr darf nicht einbrechen. Und IMO ist der Qualitätseinbruch ab Mountaintop of the Giants nicht von der Hand zu weisen.

Ich hab jetzt Ragnarok noch nicht durch, aber wenn es auf dem Niveau bleibt ist das für mich GOTY
 
Und wie würdet ihr die Bewertungen beurteilen die das Spiel ja mit Elden Ring auf ein Level heben?

Gerechtfertigt oder eher nicht?

Ja würde ich unterschreiben, weil mich Elden Ring nach hinten raus auch enttäuscht hat.
Wobei mich Elden Ring in den ersten 2 Dritteln allerdings sehr begeistert hat, dass hat GoWR nur in den ersten Szenen am Haus geschafft.

Mein Problem mit Elden Ring war:
- Es ist zu groß mit zu viel gleichem Inhalt. Es recycelt Bosse ohne Ende.
- Die große unbekannte Welt ist deswegen im letzten Drittel für mich völlig verloren gegangen. Das war nur mehr vom Gleichen.
- Und das Balancing war Quark. Entweder man erlaubt den Spielern die Herausforderungen durch Hochleveln zu cheesen oder eben nicht. Bis zum Ende konnte man sich über die Bosse leveln, um zum Schluss haben diese sprunghaft zugelegt im Schwierigkeitsgrad. ...auch kein gutes Design.

Beide Spiele haben ihre Probleme und sind für mich nicht die Überflieger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Option-Knopf am Controller drücken > Auf Gameplay > und dort dann Schwierigkeitsstart einstellen. Das Spiel versetzt dich dann an den letzten Checkpoint

Scheint wohl aber derzeit verbuggt zu sein, sodass es nicht bei allen Spielern klappt
 
So bin durch und der Abspann läuft…also teilweise waren die Gegner schon hart. Hab es im normalen Modus gespielt der von Anfang an eingestellt ist.

Hab so ziemlich alles erledigt bis auf paar Sachen die ich beim besten Willen nicht gefunden habe.
Ja war schön aber viel zu lang. Und ich kann keine Kisten mehr sehen ich werd echt Aggro wenn ich nochmal ne Kiste sehe.
 
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