Wird denn inzwischen unterschieden zwischen AN und MIT Covid gestorben? Ansonsten kann man mit den Zahlen leider wenig anfangen wenn auch weiterhin ein "normal" Verstorbener (natürliche Todesursache, Verkehrsunfall, usw.) mit einem positiven Corona-Test aus den letzten 3 Monaten in der Statistik auftaucht (Durschnittsalter eines Toten in Deutschland übrigens 84 Jahre, gleiches gilt auch für die Toten mit positivem Test). Verschiedene Krankenhäuser haben das ja individuell mal ausgewertet und kamen auf etwa 20-40% mit Corona als Todesursache. Zuletzt aber deutlich weniger, siehe unter anderem folgender Artikel, was natürlich an Omikron und den wirksamen Impfungen sowie der Grundimmunisierung liegt (laut kürzlich veröffentlichter Studie haben über 98% der Deutschen Antikörper gegen Corona): https://rp-online.de/panorama/coron...orona-toter-liegt-monate-zurueck_aid-76010721Pandemie-Lage im Herbst 2022 - Deutschland zählt mehr Covid-Tote als im Vorjahr [n-tv.de]
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Das Robert-Koch-Institut (RKI) dagegen klingt im Herbst 2022 deutlich vorsichtiger. Mit Blick auf die "Betriebssituation im Gesundheitssystem" zu Beginn des Winterhalbjahres ist dort lediglich von einer "Stabilisierung" die Rede. Die Zahl der schweren Covid-Fälle sei zuletzt nicht weiter angestiegen, fasst das RKI die Lage zusammen. Anlass zur Entwarnung sehen die Experten jedoch nicht. "Trotz aktuell stabiler Fallzahlen bleibt der Infektionsdruck in der Allgemeinbevölkerung weiterhin in allen Altersgruppen hoch", heißt es im aktuellen RKI-Wochenbericht.
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Die Zahl der in der zurückliegenden Woche amtlich gemeldeten Neuinfektionen liegt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. In den sieben Tagen bis Sonntag, 18. September 2022 verzeichneten die Länderbehörden in Deutschland in der Summe 233.940 Coronavirus-Fälle. Das sind dreieinhalb Mal mehr amtsbekannte Ansteckungen als in der 37. Kalenderwoche des vergangenen Jahres. Diese dauerte bis zum 19. September 2021. In diesem Zeitraum wurden lediglich 62.682 neue Fälle erfasst. Im ersten Pandemiejahr waren es zu diesem Zeitpunkt sogar nur 12.338 Neuinfektionen.
Die nackten Zahlen liefern nur einen ersten Hinweis zur Pandemielage. Direkt und ohne Einschränkungen vergleichbar sind die Angaben nicht. Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie standen der breiten Öffentlichkeit zum Beispiel deutlich weniger PCR-Testmöglichkeiten offen als im Herbst 2021. Zudem fiel die Sommerwelle im letzten Jahr deutlich schwächer aus als im laufenden Jahr.
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In der aktuellen Wochenbilanz für die Kalenderwoche 37 addiert sich die Anzahl der binnen sieben Tagen registrierten Menschen, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstarben, auf 641. Im Schnitt der zurückliegenden vier Wochen waren das deutschlandweit 84 Todesmeldungen pro Tag.
Zum Vergleich: Im Herbst 2021 mussten die Behörden der Bundesländer in der Vergleichswoche 351 Todesfälle in die Sterbestatistik aufnehmen. Im Jahr davor waren es in der entsprechenden Woche - freilich nach einem vergleichsweise infektionsarmen Sommer - bundesweit lediglich 41 Todesfälle. Sicher gab es auf den Höhepunkten früherer Winterwellen Phasen, in denen die Zahl der gemeldeten Todesfälle sehr viel höher lagen. Aber so oder so: Aktuell sterben deutlich mehr Covid-Patienten pro Woche als im Herbst der beiden Vorjahre.
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Aber die Pandemie ist ja vorbei, ne? ¯\_(ツ)_/¯
Ich denke, gerade die Chefärzte der Kliniken können es am Besten beurteilen.
Versteh mich nicht falsch, jeder Todesfall ist schlimm, aber ich finde es etwas "schwierig" etwa von Seiten Lauterbachs mit Todeszahlen zu argumentieren um neue schlimme Zustände herauf zu beschwören wenn aus den Zahlen auch weiterhin nicht hervorgeht, wie viele tatsächlich ursächlich an Corona gestorben sind.
Und was will man machen? Massiv verschärfen bis hin zum harten Lockdown auch für geimpfte während Deutschland schon jetzt europaweit ab Oktober das einzige Land mit verbliebenen Maßnahmen ist? Und wenn ja, wie lange? 1 Jahr? 2? Für immer? Corona wird ja nie mehr verschwinden.
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