Ich picke mir das jetzt mal raus, nicht böse sein:
Ist nämlich echt interessant, dass es fast nur noch polarisierende Deutungen der Handlungen und Äußerungen gibt. Keiner traut mehr „ehemals“ vernünftigen Menschen eine vernünftige Handlung in der Pandemie zu, wenn Sie nicht dem eigenen Denkmuster entspricht. Meine Aussagen sollen sogar manchmal gefährlich sein. Das habe ich gestern mal einem Freund erzählt - der hat sich darüber schwachgelacht. Vielleicht sollten viele hier mal darüber nachdenken, dass es tatsächlich unterschiedliche Sichtweisen (Die Mathematik ist übrigens das einzig adäquate Mittel, die Pandemie zu bewerten - fragt mal beim RKI nach) geben kann und diese vielleicht auch akzeptieren und respektieren - so wie ich als Geimpfter trotzdem um Respekt für diejenigen werbe, die jung sind und vielleicht Angst vor einer Impfung haben und sich eben nicht aus Solidarität impfen müssen, da wir ja mittlerweile gelernt haben, dass der Anteil der Menschen, die sich nicht impfen können verschwindend gering ist.
Alles cool, ich greife mal Khorneblumes Beitrag auf um meinen Standpunkt in Punkto Solidarität aufzugreifen:
Der Wissenschaftsjournalist rechnet vor: Würde die Impfung die
Sterblichkeit bei Menschen, die 85 Jahre alt sind, um hypothetische 95 Prozent senken, haben diese mit den genannten Zahlen immer noch ein rund 50-fach höheres Risiko, an Covid-19 zu sterben als ein 25-Jähriger, der noch keinen Schutz erhalten hat. Dazu kommt wie gesagt, dass alte Menschen und Vorerkrankte schlechter durch die Impfung geschützt sind, als man es basierend auf den Studiendaten, die Durchschnittswerte erfassen, erwarten würde.
Quelle:
https://www.swr.de/swraktuell/baden...wuerttemberg-schon-ab-kommende-woche-100.html
Ich müsste mich mit meinen 34 Jahren vermutlich auch nicht dringend Impfen lassen - wenn es rein nach der von dir erwähnten Mathematik (Wahrscheinlichkeit) ginge - an oder mit Covid zu Sterben oder um unerwünschten Langzeit folgen durch Covid ginge. In meinem Alter und mit meiner Gesundheit gehöre ich vermutlich auch zu jener Gruppe welchen diesen Impfstoff nicht dringend Nötig haben (Mathematisch aufs Individuum bezogen).
Ich habe mich trotzdem aus 2 Gründen für die Impfung entschieden:
Grund Nummer 1
Auch wenn in meinem Alter rein statistisch gesehen nur wenig Leute an Covid sterben, ist es immer noch für Leute in meinem Alter ein vermeidbares Risiko, welches man ganz simpel durch eine Impfung reduzieren kann. Insbesondere wenn man davon ausgehen kann, dass das Covid-Virus und seine Varianten als endemisch zu bewerten sind. Rein Mathematisch, nach allen bisher verfügbaren Daten (Ausnahme vllt bei jungen Frauen und Astrazeneca [hierzu aber einfach die Empfehlungen der Stiko befolgen]), spricht also absolut nichts gegen eine Impfung, eher im Gegenteil. Ja auch bei so jungen Menschen wie mir.
Grund Nummer 2
Irgendwer muss ja damit anfangen für diese Herdenimmunität zu sorgen um jene zu Schützen die sich tatsächlich nicht Impfen lassen können und hinzu kommt noch (siehe den Einwurf von
@Khorneblume ), dass der Impfstoff - insbesondere bei den Alten und Vorerkrankten - nicht immer zu 100% greift. Jetzt stell dir doch mal kurz vor wo wir heute stehen würden, wenn noch viel mehr Menschen so unsolidarisch/egoistisch und ja (rein Mathematisch gesehen, siehe Grund Nummer 1) unvernünftig wären und sich gegen die Impfung zu entscheiden, wie jene die sich immer noch gegen jeglicher Rationalität gegen den Impfstoff verwehren.
Und ja, ich hab da natürlich wenig Respekt für solche Menschen übrig die sich aus egoistischen Gründen vor dieser solidarischen Aufgabe wegducken und andere machen lassen. Etwas anders ist das bei den Menschen die eine völlig irrationalen Angst vor dem Impfstoff haben, hier hilft nur Aufklärung, Aufklärung und nochmal Aufklärung um den Leuten die unberechtigten Sorgen zu nehmen, aber auch hier ist mein Verständnis irgendwann am Ende. Manchen Menschen müsste man wohl tatsächlich erst zu ihrem Glück zwingen.
Denn nochmal, es spricht nichts (bis auf wenige Ausnahmen) gegen eine Impfung.
Und nein die pandemische Lage entspricht immer noch nicht der einer "normalen Grippe", da genügen die Beobachtungen im Ausland.