Die Empfehlung der Stiko wird unter Umständen noch auf sich warten lassen. Wegen lückenhafter Daten.
In der Gruppe der 12-17jährigen führt COVID-19 aktuell in ca. 1% zu einer Krankenhausbehandlung, in ~0,001% zum Tod. Ein PIMS (ein schweres Krankheitsbild mit einer auf mehrerer Strukturen im Körper übergreifenden Entzündung, aber sehr gut behandelbar wenn erkannt) tritt in immerhin ~0,04% der Fälle auf.
Problematisch finde ich aktuell die spärlichen Daten zu Impfnebenwirkungen in dieser Altersgruppe.
Jugendliche und Männer in der Altersgruppe 12-39 Jahre entwickeln in 12,6/1Mio Fälle nach der Zweitimpfung eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung. S. Myocarditis with COVID-19 mRNA Vaccines,
Bozkurt et al., 20.7.2021). Risiko also ~0,00126%.
Wie dort die Gruppe der 12-17-jährigen abschneidet, ist nicht bekannt. Sollten dort mehr Fälle auftreten als bei den 18-39jährigen wäre das ungünstig.
Und da liegt der Hase im Pfeffer, auf die Daten wartet die Stiko. Die prüft, was in der Kohorte schlimmer wäre: Wahrscheinlichkeit und Ausmaß der Impfnebenwirkung oder der Erkrankung.
Und so lange nicht klar ist, ob die Impfung für diese Altersgruppe einen gesundheitlichen Vorteil bringt (das ist das, was Medizin in jeder Hinsicht ausmacht: Risikoabwägung. Was ist wahrscheinlicher/schädlicher-Nebenwirkung oder Erkrankung?) sollte man meiner Meinung nach den Eltern nicht die wirtschaftliche Pistole auf die Brust setzen.
Ich kann Tests für meine Kinder als Betriebsausgabe absetzen. Das kann noch lange nicht jeder, und nicht jeder hat das nötige Kleingeld.
Edit: Zahlen angepasst, Stiko hatte doch was von 12-17. nicht nur von 12-15.
In der Gruppe der 12-17jährigen führt COVID-19 aktuell in ca. 1% zu einer Krankenhausbehandlung, in ~0,001% zum Tod. Ein PIMS (ein schweres Krankheitsbild mit einer auf mehrerer Strukturen im Körper übergreifenden Entzündung, aber sehr gut behandelbar wenn erkannt) tritt in immerhin ~0,04% der Fälle auf.
Problematisch finde ich aktuell die spärlichen Daten zu Impfnebenwirkungen in dieser Altersgruppe.
Jugendliche und Männer in der Altersgruppe 12-39 Jahre entwickeln in 12,6/1Mio Fälle nach der Zweitimpfung eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung. S. Myocarditis with COVID-19 mRNA Vaccines,
Bozkurt et al., 20.7.2021). Risiko also ~0,00126%.
Wie dort die Gruppe der 12-17-jährigen abschneidet, ist nicht bekannt. Sollten dort mehr Fälle auftreten als bei den 18-39jährigen wäre das ungünstig.
Und da liegt der Hase im Pfeffer, auf die Daten wartet die Stiko. Die prüft, was in der Kohorte schlimmer wäre: Wahrscheinlichkeit und Ausmaß der Impfnebenwirkung oder der Erkrankung.
Und so lange nicht klar ist, ob die Impfung für diese Altersgruppe einen gesundheitlichen Vorteil bringt (das ist das, was Medizin in jeder Hinsicht ausmacht: Risikoabwägung. Was ist wahrscheinlicher/schädlicher-Nebenwirkung oder Erkrankung?) sollte man meiner Meinung nach den Eltern nicht die wirtschaftliche Pistole auf die Brust setzen.
Ich kann Tests für meine Kinder als Betriebsausgabe absetzen. Das kann noch lange nicht jeder, und nicht jeder hat das nötige Kleingeld.
Edit: Zahlen angepasst, Stiko hatte doch was von 12-17. nicht nur von 12-15.
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