Ehrlich gesagt, hatte ich von einer aktiven Umsetzung der Corona-VO für die Öffnung von Geschäften noch nichts mitbekommen.
Zum Stopp von Astra Zeneca, auch wenn ich persönlich das in Anbetracht des Risikoverhältnisses als übereilt erachte, passiert hier aber nichts anderes, als bei den Lockdown-Maßnahmen um Corona. Man schützt einen kleinen Teil der Bevölkerung vor Infektion bzw. möglichen Risiken durch die Impfung mit AZ.
Ich muss aber auch sagen, dass es mich besonders hier im KT wundert, wie "sorglos" man sich mit einem scheinbar qualitativ schlechteren und vor allem mit schlechterer Schutzwirkung arbeitenden Impfstoff zufrieden geben möchte. Ich kann jede/n verstehen, die/der lieber einen Impfstoff mit höherer Schutzwirkung haben möchte.
Im KT wird scheinbar nur das Beste, Schönste und Teuerste an Produkten erworben: TV unter 65" Zoll? Armselig! Reaktionszeit über 2ms? Schon verloren! Schwarzwert? Nur #000000 zählt! 30 fps? Geht gar nicht! 60fps? Unter 120 fps wird mir schlecht! ...
Aber ein Impfstoff mit Schutzwirkung zwischen 60 und 70% reicht aus? Irgendwie verkehrte Welt, finde ich.
Auch das Vertrauen in die sehr schnell auf den Markt gekommenen Impfstoffe kann man durchaus in Frage stellen. Wissenschaft arbeitet nach bestem Wissen und funktioniert solange, bis man merkt, dass ein kleines Detail übersehen wurde. Da werfe ich mal das Stichwort "Contergan" in den Ring, was als besonders verträglich für Schwangere propagiert wurde. Man wusste es nicht besser und Arzneimittelzulassungsverfahren wurden geändert.
Nicht anders ist es bei Technik: Ein Sensorausfall kann schon mal einen Flugzeugabsturz verursachen, was man vorher nicht für möglich gehalten hat. Bei ausreichendem Verdacht lassen EASA&Co die Flotte bis zur Klärung am Boden. Wo wir wieder beim vergleichbaren Stopp von AZ wären.
So lernt die Wissenschaft aus Fehlern, was ein ganz normaler Vorgang ist. Bei den kurzzeitig entwickelten Corona-Impfstoffen hat das aber eine ganz andere Dimension. Einen Impfstoff auf mRNA-Basis würde ich evtl. für mich, der sein Erbgut nicht mehr weitergeben möchte, in Betracht ziehen, aber nie würde ich mein Kind damit impfen lassen, ohne Langzeitwirkungen zu kennen.
Ein gesunder Anteil an "Misstrauen" ist durchaus berechtigt.