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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja bumsti, da gehts ab.

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https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/2000121115728/

In Relation zu den Einwohnern würde das ca. 25k bei euch entsprechen.

Irgendwie auch etwas surreal die Situation. Die Zahlen explodieren, deutlich höher als vor dem Lockdown damals und mein Arbeitgeber reagiert zwar gerade wieder mit sehr regiden Home Office Regeln (die sowieso sehr großzügig auch über den Sommer hinweg waren aber jetzt wurde die gesamte Belegschaft wieder zu möglichst 100% Home Office und Videokonferenzen angehalten) aber ansonsten wirkts hier in Österreich eher so als würde die gesamte Nation völlig auf Corona scheißen und jeder 2. sowieso alles als komplett übertrieben abstempeln.
 
Hm, du hast wahrscheinlich nicht ganz unrecht @SirHorst
Mein erster Gedanke war, dass das gerade bei den Abständen im Supermarkt eher nichts damit zu tun hat. Aber vielleicht ist es hier sogar eine Mischung, also aus genervtem Trotz ("Meine Güte, wenns sein muss trage ich halt jetzt diese Maske und dann muss aber auch mal gut sein...") und einer nicht eingeschliffenen Praxis ("Ach herrje, jetzt hab ich gar nicht gemerkt dass ich den Abstand nicht eingehalten habe...").
Eben, und man beachtet natürlich auch diese Fälle und alle Leute die Abstand halten nimmt man ja nicht oder kaum war, dass darf man dabei auch nicht vergessen.
 
Ich glaube nicht, dass ein Lockdown wie im März wieder kommt.
Und wenn dieser Artikel stimmt, ist er imo auch nicht notwendig:
https://www.spiegel.de/wissenschaft...et-a-97ae5719-04b4-4c5b-8628-7327511e4f08-amp

Aus dem Artikel:
Demnach lag Deutschland Mitte Oktober etwa auf dem Niveau wie die Niederlande und Belgien etwa fünf Wochen zuvor. Seitdem ist die Zahl der neu gemeldeten Infektionen in Belgien fast um das 13-fache gestiegen.

Folgt Deutschland dieser Entwicklung, könnte die 7-Tage-Inzidenz hierzulande bis Mitte November auf 400 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner steigen. Etwa 16.000 Covid-19-Patienten müssten ins Krankenhaus, 2700 bräuchten intensivmedizinische Betreuung.

Überlastet wäre das Gesundheitssystem dann wahrscheinlich noch nicht. In der von Busse beschriebenen Modellrechnung würden Covid-19 Patienten nur drei Prozent der Krankenhausbetten und zehn Prozent der Intensivbetten in Anspruch nehmen. "Aber wenn es sich unbegrenzt nach oben entwickelt, werden die Betten auch immer mehr gefüllt", so Busse.
Also ne bundesweite Inzidenz von 400 und trotzdem würden Covid-Patienten „nur“ 10% der Intensivbetten belegen...
Solche Zahlen lese ich jetzt auch das erstemal, und ich würde sagen, dass da zumindestens noch soviel Luft nach oben ist, dass man mal abwarten kann, was die jetztigen Maßnahmen bringen.
Lokal wirds sicherlich kleinere, begrenzte Lockdowns geben, aber das ganze Land nochmal runterfahren? Glaube ich nicht, und das geben die Zahlen da oben (die ich weder belegen noch widerlegen kann) nicht her.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube nicht, dass ein Lockdown wie im März wieder kommt.
Und wenn dieser Artikel stimmt, ist er imo auch nicht notwendig:
https://www.spiegel.de/wissenschaft...et-a-97ae5719-04b4-4c5b-8628-7327511e4f08-amp

Aus dem Artikel:

Also ne bundesweite Inzidenz von 400 und trotzdem würden Covid-Patienten „nur“ 10% der Intensivbetten belegen...
Solche Zahlen lese ich jetzt auch das erstemal, und ich würde sagen, dass da zumindestens noch soviel Luft nach oben ist, dass man mal abwarten kann, was die jetztigen Maßnahmen bringen.
Lokal wirds sicherlich kleinere, begrenzte Lockdowns geben, aber das ganze Land nochmal runterfahren? Glaube ich nicht, und das geben die Zahlen da oben (die ich weder belegen noch widerlegen kann) nicht her.

Die 10% sind aber viel wenn du siehst wieviel überhaupt noch frei ist und nicht von anderen belegt.
 
Klar, ich wills nicht verharmlosen, aber wo jetzt so viele wieder über einen Lockdown unken, wollte ich das mal einordnen.
Ich mach alles mit, Masken, Abstand, Meiden von Feiern, Veranstaltungen etc pp.
Aber wenn sie nochmal so nen bundesweiten Lockdown machen, können sie hier gleich ganz zusperren und den Schlüssel wegwerfen.
 
Klar, ich wills nicht verharmlosen, aber wo jetzt so viele wieder über einen Lockdown unken, wollte ich das mal einordnen.
Ich mach alles mit, Masken, Abstand, Meiden von Feiern, Veranstaltungen etc pp.
Aber wenn sie nochmal so nen bundesweiten Lockdown machen, können sie hier gleich ganz zusperren und den Schlüssel wegwerfen.

ich hatte vor einiger Zeit eine etwas längere diskussion bzgl dieses themas und die aussage des freundes waren, das er nicht daran glaubt, das bei einem zweiten lockdown großartig etwas passieren wird. nachdem ersten lockdown ist auch nichts passiert und er kennt keinen, der jetzt probleme hat. Er wäre bereit für drei wochen urlaub zu nehmen oder minusstunden würde er auch akzeptieren. das könnten sie mit jedem in der firma machen. die firmen haben och genug geld um drei wochen durchzukommen.
wie erklärst du einem sowas?
 
ich hatte vor einiger Zeit eine etwas längere diskussion bzgl dieses themas und die aussage des freundes waren, das er nicht daran glaubt, das bei einem zweiten lockdown großartig etwas passieren wird. nachdem ersten lockdown ist auch nichts passiert und er kennt keinen, der jetzt probleme hat. Er wäre bereit für drei wochen urlaub zu nehmen oder minusstunden würde er auch akzeptieren. das könnten sie mit jedem in der firma machen. die firmen haben och genug geld um drei wochen durchzukommen.
wie erklärst du einem sowas?
Dann ist meine Firma (Kleinstbetrieb) wohl eine Ausnahme, wir haben den Lockdown mit Mühe, Not und Kurzarbeit gerade so geschafft, konnte 2mal meine Kaltmiete nicht zahlen, uns fielen dutzende von Aufträge weg, wie erklärst du einem sowas ?
 
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Von einem Lockdown gehe ich inzwischen leider auch wieder aus. Sehe kein anderes Mittel, mit dem man die Zahlen in den Griff bekommt. Die ständige Parolen, dass man jetzt noch alles in der Hand hätte, laufen ja leider ins Leere.

Ärgere mich schon über diejenigen denen man das hauptsächlich zu verdanken hat. Seit Wochen sehe ich selbst kaum mal noch Freunde. Das Leben spielt sich zwischen Arbeit und der eigenen Familie ab. Wir achten so gut wie es geht auf die Regeln. Aber was nützt dass, wenn es andere nicht tun? Und dadurch werden wir letztlich auf mehreren Ebenen dann auch in Mitleidenschaft gezogen. Ich bin wirklich gespannt wie die letzten Monate dieses Jahr verlaufen werden.
Exakt, ich hab die ganzen scheiss Leugner und anti Masken Penner so satt. Seit dem ersten lockdown hält man sich an die Regeln, vermeidet einfach Gruppen, verzichtet auf sehr viel und gräbt sich bis zum lagerkoller ein. Sieht wie im Sommer covidoten für ihre Rechte demonstrieren und Party machen und auf alles scheissen und wir dürfen weiterhin die Suppe auslöffeln uns weiter einsperren. Dazu immer und immer dieselben Diskussionen über den Virus.

Der neuste scheiss ist das die Dame des Elternbeirats meiner Tochter coronaleugnerin ist und ihre kruden Themen nun in die Eltern whatsup Gruppe postet, heute gegen Masken demonstrieren will. Der nächste Kampf den man führen kann. Kotz, echt möge jeder dieser Leugner sich den Virus einfangen.
 
ich hatte vor einiger Zeit eine etwas längere diskussion bzgl dieses themas und die aussage des freundes waren, das er nicht daran glaubt, das bei einem zweiten lockdown großartig etwas passieren wird. nachdem ersten lockdown ist auch nichts passiert und er kennt keinen, der jetzt probleme hat. Er wäre bereit für drei wochen urlaub zu nehmen oder minusstunden würde er auch akzeptieren. das könnten sie mit jedem in der firma machen. die firmen haben och genug geld um drei wochen durchzukommen.
wie erklärst du einem sowas?
Manche triffts härter als andere.
Wer ohne Probleme Home-Office machen kann, bei ner größeren Firma arbeitet und am besten keine Kinder hat, für den ist so ein 2. Lockdown sicher weniger ein Problem.
Mich selbst würde es unmittelbar auch weniger tangieren. Ich kann zwar nur schlecht Home-Office machen, aber ich habe mit meinem Chef ne gute Regelung gefunden und könnte erstmal wieder halbtags arbeiten, ohne Verdienstausfall.
Aber längerfristig wäre das mehr als scheisse. Ich arbeite im Bauhauptgewerbe, und wir merken sehr, wie stark die öfffentlichen Ausschreibungen zurückgegangen sind. Letztes Jahr um die Zeit hatten wir unser Auftragsbuch für dieses Jahr schon zu zwei Dritteln voll, jetzt gerade herrscht da gähnende Leere. Viele Ausschreibungen wurde erstmal wieder zurückgestellt. Wenn da jetzt nochmal sowas kommt wie im März, dann wirds noch finsterer. Dann reden wir definitiv auch über Kurzarbeit und sogar Entlassungen.

Von den Problemen, die man als Eltern bei ner Schulschließung hat, will ich gar nicht erst anfangen.
 
Wurde schon mit Logik thematisiert, dass die Auslastung von Intensivbetten alleine NICHT der Gradmesser ist, wie gut D mit der Pandemie umgeht? Ich lese das (auch hier) immer öfter, aber das geht doch viel weiter ... man braucht funktionierende Gesundheitsämter, Hausärzte, gesunde Intensiv-Kräfte/Ärzte ... die singuläre Betrachtung eines Problems ist meist nicht besonders clever...

Wenn ich mit meiner Frau spreche (sie arbeitet beim Arzt), dann ergibt sich ganz schnell ein Bild einer ganz komplexen Lage ...
 
Zum Thema zweiter Lockdown. Israel hat vor einigen Wochen zu diesem Instrument gegriffen und es hat sich gezeigt, dass der zweite Lockdown wesentlich effektiver war als der erste owbohl die Maßnahmen wesentlich weniger drastisch waren (z.B. waren Schulen weiter offen):

Painfull but effective? UK can look to Israel for example to short lockdown (theguardian.com)

Das kann also durchaus ein gutes Mittel sein, um wieder zu einer gesicherten containment-Strategie zu gelangen. Kurzer, aber effektiver "Lockdown" (der ja in Wahrheit gar kein richtiger Lockdown ist).
 
ich hatte vor einiger Zeit eine etwas längere diskussion bzgl dieses themas und die aussage des freundes waren, das er nicht daran glaubt, das bei einem zweiten lockdown großartig etwas passieren wird. nachdem ersten lockdown ist auch nichts passiert und er kennt keinen, der jetzt probleme hat.
Sorry, aber das ist an Naivität nicht zu überbieten. Vielleicht ist sein Tellerrand auch einfach nur zu hoch. Ich kenne auch niemand, der wegen Corona gestorben ist und in den ersten Monaten kannte ich auch niemanden, der damit infiziert wurde. Das Problem besteht aber trotzdem, selbst wenn man selber nicht direkt betroffen ist.
Wie @Seo schon schrieb, manche triffts härter als andere. Aber zu sagen, bei einem Lockdown würde nicht großartig etwas passieren ist absurd.
Wenn man nicht gerade in einer der krisensicheren Branchen des täglichen Bedarfs, des Handwerks oder im digitalen Bereich arbeitet, hat man Umsatzausfälle bei laufenden Kosten.
Durch den ersten Lockdown ist Deutschland augenscheinlich noch glimpflich durchgekommen, da es in den Medien wenig Insolvenzmeldungen größerer Firmen gab und der Staat liquide Mittel zur Verfügung gestellt hat. Über die Kleinunternehmer berichtet ja niemand. Aber alle Firmen ohne Einnahmen mussten an die Reserven gehen. Und die sind endlich. Insbesondere wenn man an die Langzeitfolgen denkt. Selbst nach dem Lockdown war die Kaufzurückhaltung bei Kunden stark zu spüren und ist es immer noch. Bei vielen Dingen, die nicht lebensnotwendig sind, wird als erstes eingespart. D.h. die Reserven der Firmen können sich nicht so schnell wieder füllen.
Ein zweiter Lockdown, insbesondere im so wichtigen Weihnachtsgeschäft, wäre katastrophal. Der bringt die Unternehmen, die beim ersten Lockdown nur mit Ach und Krach überlebt dann endgültig zu Fall und andere Firmen in Schieflage.
Und wenn Firmen dann aufhören zu investieren, sind noch ganz andere Betriebe betroffen, die eigentlich volle Auftragsbücher hätten, da sie von einem Lockdown nicht direkt betroffen wären.
Ach ja, und für die Arbeitnehmer gilt das gleiche, wenn du deine Familie mit Kurzarbeitergeld durchbringen muss oder gar deinen Job verlierst, werden die Reserven angezapft und massiv eingespart. Wohl denen, die in der Vergangenheit Reserven bilden konnten.
Und noch was, diese ganzen Staatshilfen, Corona-Tests, etc. kosten auch Geld. Das muss auch jemand bezahlen.
 
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Sorry, aber das ist an Naivität nicht zu überbieten.
Wie @Seo schon schrieb, manche triffts härter als andere. Aber zu sagen, bei einem Lockdown würde nicht großartig etwas passieren ist absurd.
Wenn man nicht gerade in einer der krisensicheren Branchen des täglichen Bedarfs, des Handwerks oder im digitalen Bereich arbeitet, hat man Umsatzausfälle bei laufenden Kosten.
Durch den ersten Lockdown ist Deutschland augenscheinlich noch glimpflich durchgekommen, da es in den Medien wenig Insolvenzmeldungen größerer Firmen gab und der Staat liquide Mittel zur Verfügung gestellt hat. Über die Kleinunternehmer berichtet ja niemand. Aber alle Firmen ohne Einnahmen mussten an die Reserven gehen. Und die sind endlich. Insbesondere wenn man an die Langzeitfolgen denkt. Selbst nach dem Lockdown war die Kaufzurückhaltung bei Kunden stark zu spüren und ist es immer noch. Bei vielen Dingen, die nicht lebensnotwendig sind, wird als erstes eingespart. D.h. die Reserven der Firmen können sich nicht so schnell wieder füllen.
Ein zweiter Lockdown, insbesondere im so wichtigen Weihnachtsgeschäft, wäre katastrophal. Der bringt die Unternehmen, die beim ersten Lockdown nur mit Ach und Krach überlebt dann endgültig zu Fall und andere Firmen in Schieflage.
Und wenn Firmen dann aufhören zu investieren, sind noch ganz andere Betriebe betroffen, die eigentlich volle Auftragsbücher hätten, da sie von einem Lockdown nicht direkt betroffen wären.
Ach ja, und für die Arbeitnehmer gilt das gleiche, wenn du deine Familie mit Kurzarbeitergeld durchbringen muss, oder gar deinen Job verlierst, werden die Reserven angezapft und massiv eingespart. Wohl denen, die in der Vergangenheit Reserven bilden konnten.
Und noch was. Diese ganzen Staatshilfen, Corona-Tests, etc. kosten auch Geld. Das muss auch jemand bezahlen.

Da die Insolvenzpflicht seid März außer Kraftgesetzt wurde siehe hier: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/insolvenzaussetzungsgesetz-1781394 sieht die Lage noch so aus, aber was meinst Du was ab Januar passieren wird und das schon ohne zweiten Lockdown?
 
Durch den ersten Lockdown ist Deutschland augenscheinlich noch glimpflich durchgekommen, da es in den Medien wenig Insolvenzmeldungen größerer Firmen gab und der Staat liquide Mittel zur Verfügung gestellt hat. .
Warts mal ab, da wird auch noch einiges kommen. Der Staat hat ja die Antragspflicht bei Insolvenz ausgesetzt, erstmal bis Ende des Jahres. Wenn das ausläuft, werden einige Meldungen kommen. Und die zur Verfügung gestellten Mittel müssen ja auch irgendwann zurückgezahlt werden.

-e-
ok, zu spät ;)
 
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