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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Der artikel ist ja nicht mal besonders schlimm gewesen, weiss nicht was das problem sein soll ausser dass über eine übersterblichkeit berichtet wird. Da kann ich mich auch über jeden wetterbericht oder das 8:0 bayernspiel aufregen was die panikmache soll.
 
Das nennt man aber eigenverantwortung, man kann nicht alles was man selbst im griff hat anderen auferlegen. Ich werde mich andersrum wundern, wenn nicht mehr berichtet wird, würde gar nicht wissen wollen wie dann alle hüllen fallen würden denn wenn niemand darüber berichtet kanns ja nicht schlimm sein.

Zwischen nichts berichten und einer Rundum-Berichterstattung gibt es aber einen Unterschied.
Die einen entwickeln Ängste, die sie krank machen und die anderen werden von diese
permanenten Berichterstattung abgestumpft. Das sind dann nämlich die, die sich nicht mehr an die Regeln halten. Sieht man ja gut in den Supermärkten, zum Anfang hat das mit den Abstandsregeln noch sehr gut geklappt, und jetzt schert sich da kaum einer drum. Auch in den Gesprächen merkt man, dass viele das nicht mehr ernst nehmen und ihnen das ganze Thema einfach über ist. Weniger ist eben manchmal mehr.
 
Hab mal die hälfte geschaut, das mit der Quarantäne wie es hier geregelt wird empfinde ich als absurd und imo ist das nichts anderes als freiheitsberaubung beispiel steinmeier, 2x negativer test und muss in Quarantäne bleiben. Ich meine auch drosten hat sich über die Quarantäne zeit negativ geäussert.
 
Zwischen nichts berichten und einer Rundum-Berichterstattung gibt es aber einen Unterschied.
Die einen entwickeln Ängste, die sie krank machen und die anderen werden von diese
permanenten Berichterstattung abgestumpft. Das sind dann nämlich die, die sich nicht mehr an die Regeln halten. Sieht man ja gut in den Supermärkten, zum Anfang hat das mit den Abstandsregeln noch sehr gut geklappt, und jetzt schert sich da kaum einer drum. Auch in den Gesprächen merkt man, dass viele das nicht mehr ernst nehmen und ihnen das ganze Thema einfach über ist. Weniger ist eben manchmal mehr.
Aber ich glaube nicht dass es an der berichterstattung liegt sondern dass keine geduld mehr vorhanden ist, damit hat ja niemand gerechnet noch kennen das die verwöhnten reichen nationen. Es macht absolut niemandem gerade spaß aber das ist halt auch nicht der punkt. Und witzig dabei dass dieses antiverhalten dazu sorgt dass es noch länger andauert, ich vergleich es mal mit dem abreissen des grind bei einer verletzung, wenn man das immer wieder macht ist es am ende eine blutvergiftung. Hab alles durch und daraus gelernt. :d
 
Das sind dann nämlich die, die sich nicht mehr an die Regeln halten. Sieht man ja gut in den Supermärkten, zum Anfang hat das mit den Abstandsregeln noch sehr gut geklappt, und jetzt schert sich da kaum einer drum.
Das ist eine sehr steile These, dass Abstände gerade deshalb nicht eingehalten werden, weil zu viel darüber informiert wird.
Ich glaube die These ist auch mit nichts zu belegen. Das würde jedenfalls gegen alles sprechen, was man so über Informations- und Wissensvermittlung weiß.
 
Bei der Zahl 11.000 ist mir eigentlich so langsam nach Lockdown.
Aber man kann von mir aus gerne auch noch 10 Tage warten um dann ganz überrascht von 20.000+ Neuinfizierten zu sein.

Einige Länder um uns rum bzw. in Europa starten ja jetzt teilweise wieder mit Lockdown (Irland, Tschechien usw.). Vor einigen Wochen war ich. noch so weit und hape steif und fest behauptet, dass es in DE keinen weiteren Lockdown geben wird. Mittlerweile sehe ich das anders. Es ist nur noch eine Frage wann er kommt und wie umfrangreich er ausfallen wird.
 
Einige Länder um uns rum bzw. in Europa starten ja jetzt teilweise wieder mit Lockdown (Irland, Tschechien usw.). Vor einigen Wochen war ich. noch so weit und hape steif und fest behauptet, dass es in DE keinen weiteren Lockdown geben wird. Mittlerweile sehe ich das anders. Es ist nur noch eine Frage wann er kommt und wie umfrangreich er ausfallen wird.

Man wartet jetzt vermutlich noch auf das Okay der Börse.
 
Von einem Lockdown gehe ich inzwischen leider auch wieder aus. Sehe kein anderes Mittel, mit dem man die Zahlen in den Griff bekommt. Die ständige Parolen, dass man jetzt noch alles in der Hand hätte, laufen ja leider ins Leere.

Ärgere mich schon über diejenigen denen man das hauptsächlich zu verdanken hat. Seit Wochen sehe ich selbst kaum mal noch Freunde. Das Leben spielt sich zwischen Arbeit und der eigenen Familie ab. Wir achten so gut wie es geht auf die Regeln. Aber was nützt dass, wenn es andere nicht tun? Und dadurch werden wir letztlich auf mehreren Ebenen dann auch in Mitleidenschaft gezogen. Ich bin wirklich gespannt wie die letzten Monate dieses Jahr verlaufen werden.
 
Das ist eine sehr steile These, dass Abstände gerade deshalb nicht eingehalten werden, weil zu viel darüber informiert wird.
Ich glaube die These ist auch mit nichts zu belegen. Das würde jedenfalls gegen alles sprechen, was man so über Informations- und Wissensvermittlung weiß.
Wie kommst du darauf? Im Prinzip ist das was wir grad erleben, nicht einhalten von Regeln, Aufbäumen gegen unklare Regel Strukturen etc. Absolut klassische reaktanz. Da würde nicht alles gegen sprechen, sondern eher sehr vieles dafür.
 
Wie kommst du darauf? Im Prinzip ist das was wir grad erleben, nicht einhalten von Regeln, Aufbäumen gegen unklare Regel Strukturen etc. Absolut klassische reaktanz. Da würde nicht alles gegen sprechen, sondern eher sehr vieles dafür.

Nachdem ich jetzt mal schnell "Reaktanz" gegoogelt habe und mich jetzt als Fachmann in diesem Bereich verstehe, würde ich aber schon meinen, dass diese Reaktion ja eine auf die Einschränkung an sich ist und nicht gegen das ständige Kommunizieren eben dieser Einschränkung oder?
 
Nachdem ich jetzt mal schnell "Reaktanz" gegoogelt habe und mich jetzt als Fachmann in diesem Bereich verstehe, würde ich aber schon meinen, dass diese Reaktion ja eine auf die Einschränkung an sich ist und nicht gegen das ständige Kommunizieren eben dieser Einschränkung oder?
Das kann man nicht voneinander trennen. In der psychotherapie würdest du ja auch nicht das verbotsaussprechende Individuum von der Reaktion trennen. Wenn ich meinen Patienten sage sie sollen die Finger von Drogen lassen und sie grade dann konsumieren liegt der Fehler ja auch nicht nur bei deren Interpretation des Verbots sondern daran das und wie ich selbiges ausgesprochen habe.

Edit: Und zum Thema Wissenschaftskommunikation: Es will ja hier wohl keiner behaupten das die Bundesregierung da nen erstklassigen Job hinlegt, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kommst du darauf? Im Prinzip ist das was wir grad erleben, nicht einhalten von Regeln, Aufbäumen gegen unklare Regel Strukturen etc. Absolut klassische reaktanz. Da würde nicht alles gegen sprechen, sondern eher sehr vieles dafür.
Wir reden hier von einer generellen Nachlässigkeit gegenüber allgemeinen Verhaltensregeln, oder nicht?
Es mag vereinzelt Leute geben, die sich widerständig und trotzig verhalten - aber das was ich ganz allgemein beobachte hat damit nichts zu tun.

Ich arbeite gerade in der Öffentlichkeitsarbeit: wenn eine Einrichtungsleitung auf mich zukommt und sagt, dass Gäste immer weniger auf Abstände achten, dann sag ich doch nicht "Wir müssen die geltenden Abstandsregelungen einfach noch weniger kommunizieren, dann erledigt sich das Problem von ganz alleine." Das wäre doch absurd.

Wie gesagt, das was du beschreibst ist ja beinahe patologisch. Aber das ist doch nicht wie soziale Praktiken per se erlernt werden.
 
Ne, also da gehe ich wirklich nicht mit. Das ist auch nicht Pathologisch sondern einfach nur menschlich. Reaktanz, genau wie konformismus, erlebt man schon bei Kindern und darüber hinaus über das ganze Leben hinweg. Der Sozialpsychologische Diskurs dreht sich aktuell auch vermehrt um das Thema Reaktanz und vor allem Kulturelle Reaktanz weil Gesellschaften mit hohem Individualitätsdrang da noch mal völlig anders ticken (bspw. einfach mal europäische vs. asiatische Kultur). Auch sehr schön zu beobachten an den USA, die Könige der Individualität und daher auch mit unwahrscheinlich hohen Widerständen.

Es geht auch nicht um das nicht vermitteln von Verboten sondern um das wie vermitteln. Wir haben ja grad zu beginn der Pandemie ein übergroßes Maß an Konformität beobachten können. Sogar vermittelt an alle Altersschichten mit Kindern die Regenbögen gemalt haben als Zeichen der Hoffnung etc. (was übrigens auch inhaltlich oft kritisiert wurde Stichwort false hope ). Das ist aber schnell gekippt aus unzähligen Gründen, nicht zuletzt durch das überschütten an individualverboten und undurchsichtigen Regional regelungen. Einen schönen und leichten Überblick darüber bietet z.B. der Artikel hier der auch nicht unnötig mit Fachwörtern um sich wirft:

https://behavioralscientist.org/why...psychological-reactance-coronavirus-covid-19/

Auch Quarks und Co. hatten glaube ich schon etwas Richtung reaktanz gemacht. Meinte zumindest ein Professor von mir.

Edit: @Mingo um noch auf dein Beispiel der Betriebsleitung zurück zu kommen, ab da ist der Zug doch schon abgefahren. Wenn das Kind von Papa den Süßigkeiten verbot bekommen hat, sind die Süßigkeiten offiziell spannend. Ob Mutter dann sagt "denk dran, papa hat gesagt" ändert nichts mehr. Daher kann die Betriebsleitung sich auch auf den Kopf stellen. Die Einstellung zum Verbot hat sich schon längst gefestigt wenn der Kunde bei ihr ankommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich beobachte auch, dass aus dieser großen Welle der Solidarität immer mehr eine Welle der Entrüstung und des Aufgebens wird. Wer daran eine Schuld trägt oder ob das auch vermeidbar wäre, da erlaube ich mir aber kein Urteil.
 
Hm, du hast wahrscheinlich nicht ganz unrecht @SirHorst
Mein erster Gedanke war, dass das gerade bei den Abständen im Supermarkt eher nichts damit zu tun hat. Aber vielleicht ist es hier sogar eine Mischung, also aus genervtem Trotz ("Meine Güte, wenns sein muss trage ich halt jetzt diese Maske und dann muss aber auch mal gut sein...") und einer nicht eingeschliffenen Praxis ("Ach herrje, jetzt hab ich gar nicht gemerkt dass ich den Abstand nicht eingehalten habe...").
 
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