Die Corona-Krise verschärft das Thema der (Hyper)inflation enorm, alleine durch die erhebliche Erhöhung der Geldmenge auf Grund von Transferzahlungen (z. B. KUG, Soforthilfe, USt-Senkung) in außergewöhnlichem Umfang. Die weiteren (kommenden) Marktmechanismen sind bspw. isoliert kompensatorische Preissteigerungen (die vielzitierten Friseure oder Restaurants) bei sinkender Kaufkraft, die wiederum in eine Spirale münden, wenn das Geld nicht wieder abgesaugt wird, was nicht mit allen Mitteln durchgeführt werden kann. Die sinkende Kaufkraft wird sich durch die nicht zu vermeidende erhöhte Arbeitslosigkeit (weil nicht nur die von Euch gemiedenen Restaurants pleite gehen) noch verschlechtern, was wiederum Transferzahlungen auf den Plan ruft. Den Effekt der Geldmenge kann man übrigens im übertragenden Sinn auf das Gesetz von Angebot und Nachfrage abbilden, wenn man sich damit etwas näher gedanklich beschäftigen möchte.
Sorry für meine Überheblichkeit gestern Abend, aber mich hat die Diskussion über Preiserhöhungen beim Friseur und in Restaurants sichtlich aufgeregt, weil ich hier nicht bequem von zuhause auf über 600 Seiten über die Corona-Einschränkungen diskutieren kann und auf der anderen Seite 2 EUR sparen will, obwohl ich es mir leisten könnte. Der kleine Dienstleister muss dringend in den nächsten Monaten seine Kasse pimpen, weil sonst seine Mitarbeiter auf der Strasse stehen.
Und NEIN, Restaurants verkaufen keinen Luxus - Restaurants verkaufen nach meiner Meinung vor allem Zeit. Zeit mit Deiner Frau alleine, Zeit mit der Familie, Zeit mit Freunden und Zeit zum Netzwerken und für Geschäfte. Und diese Zeit ist eine andere, als die zuhause. Das mag für viele ein Luxus sein, ist es aber nicht im engeren Sinne.