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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich würde da, zumindest bei den Masken, auch nicht die Schuld beim Bürger sehen. Woher soll mein inzwischen 84 Jahre alter Opa wissen wie genau man eine Maske tragen soll? Woher soll die 50 jährige Inge wissen das gestrickte Masken nix bringen wenn man ihr sagt "ein Schal vor dem Mund tuts auch"? Und Jugendliche sind eh behindert. War ich damals ebenso, was will man sich da aufregen?

Problem ist die Politik die einfach "macht euch was vor den Mund" in den Raum wirft ohne auch nur den Hauch von Kontext zu liefern. Ich hatte hier auch schon einige, die sich diese Plastik spuckschutz Dinger aufgesetzt haben, ganz ähnlich zu den Bildern oben von okst. :O_o:

Wie gesagt, mich stört in erster Linie die mangelhafte Kommunikation und der blinde Aktionismus dahinter.
 
Die Vorteile der medizinischen Masken sind ja in erster Linie, dass man durch sie besser atmen kann, weil sie dünner sind. Die selbstgenähten Masken sind dicker, halten Tröpfchen besser auf und dichten auch oft an den Seiten besser ab, wenn man nicht gerade eine höher stufige medizinische Maske hat. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass an der Charité die meisten Ärzte selbstgenähte Masken nutzen.
 
Die Vorteile der medizinischen Masken sind ja in erster Linie, dass man durch sie besser atmen kann, weil sie dünner sind. Die selbstgenähten Masken sind dicker, halten Tröpfchen besser auf und dichten auch oft an den Seiten besser ab, wenn man nicht gerade eine höher stufige medizinische Maske hat. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass an der Charité die meisten Ärzte selbstgenähte Masken nutzen.
Aber nicht im Rahmen des infektionsschutzes sondern bei ops etc oder nicht? In unserer Klinik sind per se stoffmasken verboten aktuell.
 
Man darf ja wirklich gespannt sein...

Anscheinend war die geplante Obergrenze 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Da haben aber dann die Ministerpräsidenten wieder nicht mitgemacht und so hat man sich auf 50 geeinigt. Das ist also keine medizinisch sinnvolle Zahl, es ist ein politischer Kompromiss.

Im thüringischen Greiz werden die 50 deutlich gerissen (über 80), aber es wird keine Beschränkungen geben, es wird laut Landrätin weiterhin gelockert.

Joa, kann man machen...

Ich frage mich auch langsame, mit wieviel zeitlichem Verzug das RKI die täglichen Fallzahlen veröffentlicht. Laut RKI haben wir Stand heute 0:00 Uhr 167.300 Infizierte. Laut JHU, die die Zahlen in Echtzeit aus den gleichen Quellen (Gesundheitsämter) bekommt, haben wir jetzt bereits 169.430. Das "Spiel" kann man sich seit langer Zeit anschauen. Nur war eine Differenz vor ein paar Wochen kaum erwähnenswert, jetzt fragt man sich dann doch, woher diese Differenz kommt? Denn jetzt macht es einen Unterschied, ob wir von 1.000 oder 2.000 Neuinfektionen pro Tag sprechen.

Ich wette, das RKI wird morgen um 8:00 Uhr eine Zahl veröffentlichen, die dann immernoch geringer als 169.430 ist.

Sortiert das RKI Infektionszahlen raus oder erfindet die JHU welche dazu?

Alles was von der Politik in Sachen Pandemie richtig gemacht wurde, nämlich Maßnahmen aufgrund der Hinweise führender Virologen zu treffen, versauen sie sich jetzt gerade wieder.
Das wird dann so lang gehen bis wir italienische Verhältnisse haben..
 
Gibt es dazu denn valide Quellen?

Ich habe eben noch einen Artikel gelesen, warum Hongkong so viel besser als NY durch die Pandemie gekommen ist, obwohl beide Städte sich von ihren Faktoren sehr ähneln. Und als ein Grund wurde auch die Maskenpflicht (okay, die Asiaten rennen eh oft damit rum, da muss man nicht alle zwingen) genannt. Und es gibt viele Artikel, die die Maske als ein Mittel zum Schutz nennen, wenn es alle befolgen.

Da muss es doch Studien geben, die das Gegenteil besagen.

Und warum ist dann Corona in China so ausgebrochen? Die Rennen da zum aller größten Teil generell mit Maske rum?
 
Alles was von der Politik in Sachen Pandemie richtig gemacht wurde, nämlich Maßnahmen aufgrund der Hinweise führender Virologen zu treffen, versauen sie sich jetzt gerade wieder.
Das wird dann so lang gehen bis wir italienische Verhältnisse haben..
Da die Zahlen immer noch verlässlich sinken, würde ich solangsam vorsichtig davon ausgehen, dass die Lockerungen schon so passen dürften. Ich denke, bis zu italienischen Verhältnissen ist noch Luft, v.a. da in Bergamo von Anfang an Vertuschung und katastrophales Krisenmanagement ausschlaggebend war. Auch hier sind wir meilenweit von entfernt.

Was mich wie gesagt aufregt, sind nicht die Lockerungen an sich. Lockerungen MUSS es direkt geben, sobald sie nicht mehr dringend sein müssen. Anders kann man den schweren Grundrechtseingriff nicht vor dem Grundgesetz rechtfertigen - und da besteht hoffentlich Konsens, dass das Grundgesetz immer über allem steht. Vielmehr stört mich die komplett fehlende Linie, mangelhafte Transparenz und Entscheidungssicherheit. Heute hü, morgen hott und dann gibts bei den durchführenden Organen nur noch Fragezeichen, wie die Verordnung jetzt zu verstehen ist. Dazu der immer stärker werdende Verdacht, dass man halt so entscheidet, wie es den lautstarksten Lobbys in den Kram passt, nicht nach Sinnhaftigkeit.
Davon, dass sich niemand Gedanken zu machen scheint, wie die Verordnungen mit dem Grundgesetz vereinbar sind und es noch etliche Gerichtsverfahren geben wird, ganz zu schweigen.
 
Da die Zahlen immer noch verlässlich sinken, würde ich solangsam vorsichtig davon ausgehen, dass die Lockerungen schon so passen dürften. Ich denke, bis zu italienischen Verhältnissen ist noch Luft, v.a. da in Bergamo von Anfang an Vertuschung und katastrophales Krisenmanagement ausschlaggebend war. Auch hier sind wir meilenweit von entfernt.

Was mich wie gesagt aufregt, sind nicht die Lockerungen an sich. Lockerungen MUSS es direkt geben, sobald sie nicht mehr dringend sein müssen. Anders kann man den schweren Grundrechtseingriff nicht vor dem Grundgesetz rechtfertigen - und da besteht hoffentlich Konsens, dass das Grundgesetz immer über allem steht. Vielmehr stört mich die komplett fehlende Linie, mangelhafte Transparenz und Entscheidungssicherheit. Heute hü, morgen hott und dann gibts bei den durchführenden Organen nur noch Fragezeichen, wie die Verordnung jetzt zu verstehen ist. Dazu der immer stärker werdende Verdacht, dass man halt so entscheidet, wie es den lautstarksten Lobbys in den Kram passt, nicht nach Sinnhaftigkeit.
Davon, dass sich niemand Gedanken zu machen scheint, wie die Verordnungen mit dem Grundgesetz vereinbar sind und es noch etliche Gerichtsverfahren geben wird, ganz zu schweigen.

mir gehts v.a. hier rum

Man darf ja wirklich gespannt sein...

Anscheinend war die geplante Obergrenze 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Da haben aber dann die Ministerpräsidenten wieder nicht mitgemacht und so hat man sich auf 50 geeinigt. Das ist also keine medizinisch sinnvolle Zahl, es ist ein politischer Kompromiss.

Im thüringischen Greiz werden die 50 deutlich gerissen (über 80), aber es wird keine Beschränkungen geben, es wird laut Landrätin weiterhin gelockert.

sowas darf man nicht lokalen Politikern überlassen.
Kaum ein Bürgermeister wird die Verantwortung übernehmen und den Unmut auf sich ziehen alles wieder dicht zu machen, während andere alles auf lassen.
Das muss an höhere Instanzen abgegeben werden.

In Tirol wurde scheiße gebaut und wie sich das ausgebreitet hat, hat man ja gesehen...
 
Ja, das stimmt. Aber irgendwie muss es halt gemacht werden. Mit sinkenden Zahlen und lokalen Ungleichverteilungen (wie schon gesagt: Bei mir im Ort gibts sein über einer Woche keinen bekannten Corona-Fall, alle 12 Patienten bisher sind geheilt (bei über 11.000 Einwohnern) kann man keine bundesweite oder auch nur länderweite strenge Regelung aufrechterhalten, weil die Argumentationsgrundlage an einem Ort fehlt, während sie woanders noch da ist.

Und wir leben in einem Föderalismus, den man nicht so einfach ausschalten kann. Der Bund hat nach wie vor keine Weisungsbefugnis, das haben höchstens die Landesregierungen. Und die sind natürlich (und verständlicherweise) schnell überfordert, wenn die Situation in den vielen Landkreisen eines Landes an Ort A ganz anders ist als an Ort B.
Das würde zu Reaktionsverzögerungen führen, die man bei Aufflammen eines Infektionsherdes nicht braucht.
Daher kann ich die Regelung schon verstehen (auch wenn ein Mitgrund ist, dass Merkel einfach keine implizite Macht mehr hat und eh jeder macht was er will).

Ideal ist sie sicher nicht und ich sehe auch die Gefahr, dass ein dummer Lokalpolitiker aus egoistischen Gründen falsche Entscheidungen trifft.

Aber nach wie vor gibt es keine ideale Lösung oder Situationsbewältigung. Aber deswegen kann man nicht stur den Lockdown beibehalten, obwohl er nicht mehr zu 100% angezeigt ist.
 
Und warum ist dann Corona in China so ausgebrochen? Die Rennen da zum aller größten Teil generell mit Maske rum?

Weil zu spät gehandelt?
Weil ein Mundschutz aleine nicht die hygienestandards automatisch mitverbessert?
Weil dichter beseidelte Gebiete?

Gibts gefühlt 100 faktoren warum es troztdem eskaliert ist.

Ist es nicht auch so das eine Maskenpflicht anfänglichs auch nicht gegeben war und somit nicht JEDER mit einer Maske rumgerannt ist?
 
@el_barto ne da stimm ich dir zu, Lockerungen sind nötig, ich kritisiere nur, dass über weitere Maßnahmen, wenn sie denn nötig sind, anscheinend jetzt Lokalpolitiker entscheiden können.

Dies sollte mindestens! den Landesregierungen vorbehalten bleiben.

Aber anscheinend, so kommt es mir vor, haben die Politiker "gerne" hart durchgegriffen solang es die Zustimmung der Bevölkerung hatte, nun wird der Unmut größer und lokale Schließungen müssten sinnvollerweise getätigt werden. Den Schuh will sich nun keiner anziehen, weil unpopulär.
 
Heinsberg-Studie eigentlich komplett für'n Arsch...

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/heinsberg-studie-103.html?utm_source=pocket-newtab

Wie oft wurden die Ergebnisse dieser Studie breitgetreten als Indiz, dass die Sterblichkeitsrate doch geringer als geschätzt ist? Und wo ist jetzt der mediale und öffentliche Aufschrei, dass die Studie im Prinzip 0 Aussagekraft hat?
Naja, weil es nichts an der Tatsache ändert, dass die Dunkelziffer beim 11-20 fachen liegt. Das ist ja auch schon aus anderen Studien so bekannt bzw. wird so geschätzt. Von der Heinsberg-Studie hat man sich eine Konkretisierung des doch recht großen Intervalls erhofft sowie eine Verringerung der statistischen Unsicherheit. Dass es die jetzt nicht gibt, ändert ja nichts an den bisherigen, auf anderen Studien beruhenden Schätzung der hohen Dunkelziffer, damit hohen Durchseuchung der Bevölkerung und daher einem gewichtigen Schutz vor einem Wiederanlaufen einer exponentiellen Infektionsrate.

Daher: Ja, die haben Mist gebaut bzw. die Studie war methodisch unsauber. Das ist im Wissenschaftsbetrieb aber erst mal nicht außergewöhnlich. Ein Großteil des naturwissenschaftlichen Diskurses besteht aus dem Aufzeigen von Mängeln und Lücken in den Ergebnissen Anderer, die durch eigene Erkenntnisse gefüllt werden und so weiter. Auch grobe Schnitzer gibt es regelmäßig.
Es "ändert sich also nicht alles", sondern der Erkenntnisstand bleibt nur auf dem Niveau von vorher.
 
Heinsberg-Studie eigentlich komplett für'n Arsch...

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/heinsberg-studie-103.html?utm_source=pocket-newtab

Wie oft wurden die Ergebnisse dieser Studie breitgetreten als Indiz, dass die Sterblichkeitsrate doch geringer als geschätzt ist? Und wo ist jetzt der mediale und öffentliche Aufschrei, dass die Studie im Prinzip 0 Aussagekraft hat?
Die Kritiken legen statistisch sogar noch größeren Optimismus bzw. eine geringere Letalität nahe und auch Streeck hat sich dazu schon geäußert. Ausgehend von der in der Studie erwähnten Letalität von statistisch 0,37% liegt der Mittelwert der Kritiker bei 0,22%, das Minimum bei 0,13% und das Maximum bei 0,66%. Unter Einbeziehung der Standardabweichung ist die Vermutung der 0,37% also tatsächlich noch vorsichtig, wie auch von Streeck in der Tagesschau erwähnt.
 
Darum geht es mir eigentlich garnicht.

Speziell die Heinsberg-Studie wurde politisch und medial vor den Karren gespannt. Den Machern kann man dabei nichtmals einen Vorwurf machen, da sie auf gewisse Dinge, wie z.B. explizit den Ort Gangelt, hingewiesen haben.

Eine so örtlich begrenzte Studie bietet aber mMn nicht genügend Aussagekraft für das ganze Land (worauf die Uni Bonn auch hinweist). Trotzdem wurde sie politisch und medial genutzt.

Gerade auch die Letatlität von 0,37 hat bei vielen doch den Eindruck erweckt, dass es "ja nicht so schlimm" sei. Selbst wenn sie da liegt, ist sie trotzdem doppelt oder dreimal so hoch wie bei Influenza. Und was die 2017/2018 angerichtet hat, wissen wir ja noch.
 
Unsere Stadt hat die maskenpflicht von Eltern auf Spielplätzen jetzt in eine Empfehlung geändert.

Bin schon gespannt wonach denen morgen ist.
 
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