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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Deutschland will halt eine On/Off Beziehung mit dem Lockdown.
Weil das langfristig besser für die Wirtschaft ist?


Edit: Man muss diese Pandemie doch langfristig begutachten.

Schädlich ist nicht die länge eines Lockdowns, sondern übers Jahr/Jahre verteilt die Wochen die man insgesamt in verschiedenen Lockdown's verharrt hat. Das Ziel ist möglichst einen zweiten Lockdown zu vermeiden oder zumindest diese weiteren Lockdowns soweit wie möglich zu verschieben. Und da gibt es Experten die bestimmte Bedingungen dafür nennen.

Das mit den weiteren Lockdowns ist mittlerweile ja eh ne akademische Debatte. Es wird keine periodenhaften Lockdowns mehr geben. Jedenfalls nicht ohne Einsatz der Staatsgewalt. Man sieht ja jetzt schon, dass die öffentliche Meinung langsam kippt. Gäbe es weitere Lockdowns wären wir in kürzester Zeit bei unserem Brexit Moment, wo es den Leuten scheiß egal ist, wenn sie sich mit ihrer Entscheidung ins eigene Fleisch schneiden, solange sie nur den unliebsamen anderen Zustand loswerden...
 
Das mit den weiteren Lockdowns ist mittlerweile ja eh ne akademische Debatte. Es wird keine periodenhaften Lockdowns mehr geben. Jedenfalls nicht ohne Einsatz der Staatsgewalt. Man sieht ja jetzt schon, dass die öffentliche Meinung langsam kippt. Gäbe es weitere Lockdowns wären wir kürzester Zeit bei unserem Brexit Moment, wo es den Leuten scheiß egal ist, wenn sie sich mit ihrer Entscheidung ins eigene Fleisch schneiden, solange sie nur den unliebsamen anderen Zustand loswerden...

Wenn die Krankenhäuser voll sind wie gehabt in New York, Italien, Spanien... die Sterberate zur Decke geht.
Was glaubst du wie schnell da ein Lockdown kommen wird.

Edit: Und so akademisch ist diese Debatte nicht.
Steigt der Wert über 1 und bleibt dort hast du auf kurz oder lang deinen Lockdown 2.0 und/oder Hospitalen kollaps ink. Triage.

Und Stand jetzt ist er bei 1 (da sind die Lockerungsmaßnahmen aber noch nicht mal mit einberechnet).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zumindest hier in AUT kann ich der Regierung eigentlich nix vorwerfen... und ich halt von Kurz im Grunde normalerweise nix. Was ich hier so mitbekomm habt igr in DE aber wirklich ein paar Idioten^^

Dito, Kurz kann ich nicht leiden, aber ich denke dass er und die Regierung den Anfang der Krise gut gemeistert hat/haben.

Nachdem jetzt ja die Ausgangsbeschränkungen bald auslaufen, stößt mir nur folgendes etwas sauer auf:

https://orf.at/stories/3163619/

Nachdem wochenlang gepredigt wurde, dass es nur 4 Gründe gibt das Haus zu verlassen (Arbeit, dringende Besorgungen, anderen zu helfen, Hund Gassi/Spazieren/frische Luft schnappen) und soziale Kontakte zu unterlassen sind, jetzt zu sagen: "Es war eh nicht verboten andere Leute zu treffen, hättet ihr ruhig machen können" find ich etwas unpassend.

Die Tagespresse trifft es ganz gut
https://dietagespresse.com/anschober-stellt-klar-private-treffen-doch-erlaubt-ihr-trottel-hahaha/
 
Steigt der Wert über 1 und bleibt dort hast du auf kurz oder lang deinen Lockdown 2.0 und/oder Hospitalen kollaps ink. Triage.

Und Stand jetzt ist er bei 1 (da sind die Lockerungsmaßnahmen aber noch nicht mal mit einberechnet).
Dazu hat Wieler heute noch ein Statement abgegeben.

Ein R-Wert von 1 oder leicht höher ist bei ~1.500 Neuinfektionen pro Tag nicht so dramatisch als noch bei 8.000 Infizierten pro Tag.

Insofern hat man momentan schon einen gewissen "Spielraum".
 
Das mit den weiteren Lockdowns ist mittlerweile ja eh ne akademische Debatte. Es wird keine periodenhaften Lockdowns mehr geben. Jedenfalls nicht ohne Einsatz der Staatsgewalt. Man sieht ja jetzt schon, dass die öffentliche Meinung langsam kippt. Gäbe es weitere Lockdowns wären wir in kürzester Zeit bei unserem Brexit Moment, wo es den Leuten scheiß egal ist, wenn sie sich mit ihrer Entscheidung ins eigene Fleisch schneiden, solange sie nur den unliebsamen anderen Zustand loswerden...


Naja, es gibt eine leichte Bewegung dahingehend, dass die öffentliche Meinung hin zu mehr Lockerungen geht. Immernoch ist aber die Mehrheit eigentlich mit den Maßnahmen einverstanden. Und das in der aktuellen Situation, in der ja alles scheinbar unter Kontrolle ist. Dass sich die öffentliche Meinung wieder ändern würde, wenn es einen starken Rückfall gäbe und plötzlich Bilder von überfüllten Krankenhäusern die Runde machen, in denen kaum noch jemand adäquat behandelt werden kann, kann man sich da denken.
 
Diese Ängste sind aber, gemessen in Todeszahlen, evidenter als Covid-19 bzw. die derzeitige „Höhlenforschung“ im Corona-Bereich, mehr ist das ja derzeit nicht. Ich ersetze da auch keine Angst durch eine andere - ich ersetze eine Angst durch das, was uns die Geschichte bisher gelehrt hat.

Und wenn Dein Steuerberater gut ist, dann freut er sich, weil Du endlich wieder Einkommen generieren kannst, und nicht, weil Du seine Rechnungen bezahlen kannst.
Ich habe mich ja auch mit ihm gefreut. Er hat gesagt dass wir seine seltene Ausnahme sind. Ansonsten meldet er seit Wochen nur Mitarbeiter ab.

Ich hatte heute auch einen Riesenstreit mit meiner Frau. Sie hat überlegt meine Tochter (6Jahre) wieder ab Juni wieder in den Kindergarten zu schicken. Ich war vehement dagegen weil ich Angst habe dass sie sich selbst möglicherweise über das Kind ansteckt, weil ihre Mutter schon mit 45 an einem Schlaganfall verstorben ist. Ich habe eben gemeint dass wir uns das leisten können eben kein Risiko einzugehen und sie dass wenn der Staat es für sicher hält es eben auch so ist.
 
Man geht hier von einem Widerspruch aus der so nicht Existiert, ein erfolgreicher (dafür etwas längerer) Lockdown zur Eindämmung des Virus ist eben nicht gefährlicher für die Wirtschaft und Gesellschaft, als jetzt zu früh die Maßnahmen aufzuheben und mit aller Wahrscheinlichkeit (weil Schlüsselinstrumente für ein funktionierendes paralleles Leben mit dem Virus fehlen) einen zweiten Lockdown zu provozieren (der umso schmerzlicher für die Wirtschaft und den Zustand für die Gesellschaft ist).

Entweder man macht es richtig (siehe Südkorea), dazu braucht es aber tatsächlich wirklich niedrige Infektionszahlen (damit das Verfolgen und Eindämmen von Infektionsketten gelingen kann) und ganz dringend mehr Testkapazitäten und eine Tracing-App. Damit der R0-Wert langfristig bei unter oder um die ~1 gehalten werden kann. Nur so klappt es erfolgreich parallel mit dem Virus leben zu können bis mal endlich ein Impfstoff da ist.

- Zu hohe Infektionszahlen wie aktuell heißt: Infektionsketten nachzuverfolgen/nachzuvollziehen fast unmöglich (um den R0-Wert niedrig zu halten).
- Zu wenig zu Testen heißt: dass nicht jeder Infizierter erkannt und Isoliert werden kann (um den R0-Wert niedrig zu halten).
- Keine Tracing-App heißt: Es fehlt ein wichtiges Tool (um den R0-Wert niedrig zu halten)

Diese drei Punkte sind das A und O der südkoreanischen Strategie und sie FUNKTIONIERT!


Wir sehen es doch gerade hier, dass der R0-Wert wieder auf 1 gestiegen ist (und dies noch nicht mal die jetzt eingeführten Lockerungen wiederspiegelt).
Sprich: Logische Konsequenz daraus: Er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in ein paar Wochen über 1 steigen.
Und was ein R0-Wert über 1 auf kurz oder lang bedeutet muss ich hier doch nicht wirklich weiter erklären?
-> Zahl der Infizierten steigt, die Gefahr des exponentiellen Wachstums steigt.
-> auf kurz oder lang -> Lockdown 2.0 und/oder Hospitaler kollaps.


Ich weiß echt nicht was daran so schwer zu verstehen ist.
Testkapazitäten gibts doch ohne Ende, nur werden die nicht genutzt...
Man könnte pro Woche 800.000 Tests machen, aber nicht mal die Hälfte wird in Anspruch genommen.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-deutschland-laesst-hunderttausende-testmoeglichkeiten-ungenutzt-a-a803dc38-d93c-42b8-82ef-7c0bfcf416f9

Über Aufbau und Struktur des RKI wird nach der ganzen Sache zu reden sein. Sonderlich umsichtig treten die in meinen Augen nicht auf.
 
Ich habe mich ja auch mit ihm gefreut. Er hat gesagt dass wir seine seltene Ausnahme sind. Ansonsten meldet er seit Wochen nur Mitarbeiter ab.

Ich hatte heute auch einen Riesenstreit mit meiner Frau. Sie hat überlegt meine Tochter (6Jahre) wieder ab Juni wieder in den Kindergarten zu schicken. Ich war vehement dagegen weil ich Angst habe dass sie sich selbst möglicherweise über das Kind ansteckt, weil ihre Mutter schon mit 45 an einem Schlaganfall verstorben ist. Ich habe eben gemeint dass wir uns das leisten können eben kein Risiko einzugehen und sie dass wenn der Staat es für sicher hält es eben auch so ist.
Was wäre für Deine Frau denn die entspanntere Lösung ? Was senkt Ihren Blutdruck ? Kind ständig zuhause oder (vielleicht gar nicht ansteckend) in der Kita ? Steht das im Verhältnis zu einem vermuteten höheren, nicht bewiesenen, Schlaganfallsrisiko, das bei fast jeder Virusinfektion leicht erhöht ist ? Das ist eine schwere Entscheidung aber vielleicht auch kein Grund für einen Riesenstreit :?
 
Testkapazitäten gibts doch ohne Ende, nur werden die nicht genutzt...
Man könnte pro Woche 800.000 Tests machen, aber nicht mal die Hälfte wird in Anspruch genommen.
https://www.spiegel.de/wissenschaft...enutzt-a-a803dc38-d93c-42b8-82ef-7c0bfcf416f9

Über Aufbau und Struktur des RKI wird nach der ganzen Sache zu reden sein. Sonderlich umsichtig treten die in meinen Augen nicht auf.

das rki müsste mal die Richtlinien ändern für Tests. BW machts jetzt einfach abweichend von der RKI-Empfehlung anders und testet auch Personen ohne Symptomen, die mit infizierten Kontakt hatten und verstärkt in Pflegeheimen
 
das rki müsste mal die Richtlinien ändern für Tests. BW machts jetzt einfach abweichend von der RKI-Empfehlung anders und testet auch Personen ohne Symptomen, die mit infizierten Kontakt hatten und verstärkt in Pflegeheimen
Mit Verlaub ist die gesamte Statistik des RKI ein Riesen-Murgs. An vorderster Front sitzt beim RKI in den Pressekonferenzen ein gestandener Tiermediziner, dessen Studienbestandteil weder Statistik noch Mathematik war und er soll das Ganze dann interpretieren ? Meine Frau ist auch Dr. med. vet. und sie hatte im Studium NIE irgendwelche engen Berührungspunkte mit solcher Statistik o. ä. und dann sitzt da Prof. Wieler und muss irgendetwas, was er gar nicht versteht, erläutern ?? Wie soll das gehen ?
 
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Und da haben wir den ersten Corona-Sommer-Hit.

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Ich hoffe nicht ! Wir haben in den letzten Jahren außer Pocher und dem Wendler kaum einen schlechteren Entertainer hervorgebracht. Der war schon im Fernsehen komplett Scheiße... geht gar nicht.
 
Mit Verlaub ist die gesamte Statistik des RKI ein Riesen-Murgs. An vorderster Front sitzt beim RKI in den Pressekonferenzen ein gestandener Tiermediziner, dessen Studienbestandteil weder Statistik noch Mathematik war und er soll das Ganze dann interpretieren ? Meine Frau ist auch Dr. med. vet. und sie hatte im Studium NIE irgendwelche engen Berührungspunkte mit solcher Statistik o. ä. und dann sitzt da Prof. Wieler und muss irgendetwas, was er gar nicht versteht, erläutern ?? Wie soll das gehen ?
Es gibt bestimmt viel am RKI zu kritisieren, aber die Kritik dass der Typ, der bei den Pressekonferenzen irgendwelche Sachen vorliest, nicht einen Professoren-Titel in dem Thema hat, das er vorträgt, ist komplett hanebüchen.
Und wenn man nur als Statistiker*in oder Mathematiker*in verstehen kann, was da gerade abgeht, dann können wir diesen Thread hier auch dicht machen.
Weder du (glaube ich) noch ich (weiß ich) sind Mathekatiker oder Statistiker, oder? Nur so als Beispiel.
 
Es gibt auch Berufserfahrung und zweitens sind Leute in seiner Position eher in politischen Dingen gut. D.h. er kommuniziert das, was seine in den einzelnen Fachgebiete sehr fähigen Kollegen/Mitarbeiter ihm erklären. Er muss es nur verstehen und einschätzen können, wenn seine Mitarbeiter ihm völligen Murks Erzählen würden. In großen Konzernen sitzen auch nicht Leute, die alles können, an der Spitze. Bwler holen sich vllt eher noch einen Ingenieur an die Seite der Geschäftsführung und ein Ingenieur vllt. Eher noch einen bwler.
 
Es gibt bestimmt viel am RKI zu kritisieren, aber die Kritik dass der Typ, der bei den Pressekonferenzen irgendwelche Sachen vorliest, nicht einen Professoren-Titel in dem Thema hat, das er vorträgt, ist komplett hanebüchen.
Und wenn man nur als Statistiker*in oder Mathematiker*in verstehen kann, was da gerade abgeht, dann können wir diesen Thread hier auch dicht machen.
Weder du (glaube ich) noch ich (weiß ich) sind Mathekatiker oder Statistiker, oder? Nur so als Beispiel.

Also mir fehlt jedes Verständnis dafür, dass Politik und Wissenschaft es in 8 Wochen nicht geschaft haben eine gescheite repräsentative Datenbasis für Deutschland zu erheben, der Öffentlichkeit verständlich, transparent und nachvollziehbar zu präsentieren, um damit einschränkende Maßnahmen zu begründen.

Eigentlich hätte das Erstellen einer repräsentativen Datenbasis die erste Maßnahme sein müssen. Der bisherige Zahlenmurgs ist ein echtes Armutszeugnis.
 
Mit Verlaub ist die gesamte Statistik des RKI ein Riesen-Murgs. An vorderster Front sitzt beim RKI in den Pressekonferenzen ein gestandener Tiermediziner, dessen Studienbestandteil weder Statistik noch Mathematik war und er soll das Ganze dann interpretieren ? Meine Frau ist auch Dr. med. vet. und sie hatte im Studium NIE irgendwelche engen Berührungspunkte mit solcher Statistik o. ä. und dann sitzt da Prof. Wieler und muss irgendetwas, was er gar nicht versteht, erläutern ?? Wie soll das gehen ?
Indem er kein Vollidiot ist. Du hast Statistik im Studium in erster Linie zum Formeln pauken und um darauf vorbereitet zu sein wie du selbst studiendesigns voran treiben kannst. Das interpretieren einer Studie bzw. Einer Statistik lernst du in fast jedem Fach drumherum und wenn du im RKI arbeitest und das dein bread and Butter ist mit solchen Statistiken zu arbeiten... Sorry aber das wäre schon ein dicker Hund wenn er eigentlich nichts davon wüsste. :ugly: der wird schon wissen was Boxplot, quartile und mediane sind aber vllt nicht unbedingt selbst spss bedienen oder tiefenanalysen machen können.
 
Die ganze Diskussion um die geschätzte Reproduktionszahl ist auch ein gutes Beispiel. Auf der PK des RKI wird am Dienstagvormittag darüber informiert, das die Reproduktionszahl auf 1 gestiegen ist. Große Aufregung. Am Dienstagabend um kurz vor 18 Uhr lief über die Newsticker, dass die Reproduktionszahl wieder bei 0,9 liegt.

Ich habe das Gefühl, wir diskutieren um täglich geschätzte Wasserstandsmeldungen.
 
Naja, das unterliegt ja auch ganz normalen, natürlichen Schwankungen.
Würde sich das bei 0,7 und 0,8 rumpegeln wärs auch weniger News.
Hier gehts halt darum, dass bei >1 eine kritische Größe erreicht ist, dh wir an einem Limit wären.
Wobei Söder in Bayern gerade verkündet hat, dass der Wert dort bei 0,59 liegen würde.
Aber auch da, wie Zimti ja schon richtig sagt, sollte man auch nicht nur stumpf sich auf diesen Wert einschiessen.
Bei 100 infizierten ist R>1 ganz anders zu betrachten als bei 100.000 infizierten.
 
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