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Coronavirus / Covid-19 (3 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nur, um das nochmals klarzustellen: ich bin hier nicht der Spielverderber, der alles schlecht reden will!

Sollte sich herausstellen, dass Kinder die Viren auf Erwachsene nicht übertragen können, dann alles auf Los! Der Verdacht liegt derzeit nahe, korrekt. Wir sollten uns aber schon ziemlich sicher sein, bevor wir hier die Büchse der Pandora öffnen, oder?

Kleinere Gruppen im Schichtbetrieb und grösseren Räumen wäre für die Kinder sicher machbar. Löst aber das Problem der Eltern wahrscheinlich nicht.

Ob es sinnvoll ist, den Personenkreis zu öffnen, mag ich nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich selbst bei unseren guten Freunden nicht unbedingt weiss, wo sie gestern waren, was sie gemacht haben und wie sehr sie sich an die Regeln halten.

Das meinte ich eben mit einer neuen Corona-Realität. Die Politik kennt die Welt nur, wie sie vor 8 Wochen noch war. So funktioniert sie aber derzeit eigentlich nicht. Und es fehlen entsprechende Konzepte und Sicherheiten.

Wenn ich mir anschaue, was z.B. auch @mushaaleste verlinkt, dann frage ich mich wirklich immer häufiger, wo das noch enden wird. :(
Mir geht es auch nur bedingt um die Probleme der Eltern, sondern um die Probleme der Kinder. Da sollte der Fokus drauf liegen und nicht nur, we die Eltern möglichst schnell wieder arbeiten können.

Und ja, wir wissen noch wenig über den Erreger und er scheint auch schlimme Auswirkungen haben zu können. Aber immer daran denken, dass das alles Komplikationen sind, alles andere als der normale Verlauf. Dieser ist und bleibt mild.
Und es ist bei weitem nicht der einzige gängige Erreger, der erschreckene Komplikationen mit sich bringen kann. Ein normaler Schnupfenvirus kann sich auch ins Hirn vorarbeiten und eine tödliche Enzephalitis auslösen. ein normaler Zeckenbiss kann einem ruckzuck Borreliose verpassen, die einen lebenslang massiv einschränken oder berufsunfähig machen kann - ohne substanzielle Behandlungsmöglichkeiten. Das sind alles Risiken, die wir in unserem Alltag jederzeit in Kauf nehmen. Von Verhaltensrisiken wie Rauchen, ungesund essen etc komplett abgesehen.
Daher ja - man kann und sollte das in einem gewissen Maß mit Sorge betrachten. Aber bitte nicht denken, dass jetzt das Unheil über die vorher ungefährliche Welt gekommen ist.

Hier und an vielen Stellen wird mir zu oft der Fokus darauf gelenkt, absolute Sicherheit haben zu müssen, sich den Erreger bloß nicht einzufangen und alles an diese absolute "Sicherheit" zu setzen - die es aber nicht geben kann.
Der Fokus sollte aber vielmehr auf Überlegungen liegen, Infektionsketten möglichst wahrscheinlich (!!) unterbrechen zu können. Das heißt, auch bei einer Infektion sein Leben so ausgerichtet zu haben, dass man im Vergleich zum Normalzustand möglichst wenige andere Personen anstecken kann. Über Kontaktreduktion, Abstand etc. Das muss imo aber nicht zur kompletten Isolation ausarten - Menschenverstand reicht (jaja, ich weiß, damit ists bei der Masse nicht weit her...). Wenn jeder Mensch seine normalen Kontakte schon zu 90% reduzieren würde, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ein Virus nur eine handvoll Sprünge in einer Infektionskette macht, schon sehr, sehr gering. Ganz ohne alles komplett lahmlegen zu müssen.
Denn machen wir uns nichts vor - der Virus wird die Gesellschaft so oder so durchseuchen, wenn nicht in Wunderzeit eine Impfung da ist und an einen Großteil der Bevölkerung ausgegeben wird.
 
Ich bin auch gegen eine Impfpflicht, falls es mal einen funktionierenden Impfstoff geben sollte.
Klar bekommt man nur mit einer Impfpflicht eine Herdenimmunität, aber wenn der Impfstoff tatsächlich funktiniert, dann braucht man diese doch gar nicht mehr.
doch, klar benötigt man dann die Herdenimmunität. Das ist mit der Sinn eines Impfstoffes (falls das denn ein anstrebbares Ziel ist; hängt vom Impfstoff und von der Mutation des Virus ab). Ein Impfstoff soll ja vor einer Ansteckung schützen, und nicht angesteckte heilen. Eine Impfung schützt auch nie zu 100%, sondern erst die Tatsache, dass sich >XX% impfen, lässt eine Krankheit ausrotten. Das ist ja das Heikle bei gewissen Impfungen für Kinder: jeder darf selber entscheiden, ob er sein Kind impfen lässt oder nicht. Aber diejenigen, die ihr Kind nicht impfen, bringen auch die Geimpften in Gefahr. Umgekehrt gilt das nicht: geimpfte Kinder schützen nicht-geimpfte Kinder gleich mit. Wenn also nur 1% der Eltern ihr Kind nicht impfen lassen, ist das egal. Die Herdenimmunität funktioniert und die Krankheit bleibt weg. Das geimpfte Kind schützt das nicht-geimpfte gleich mit. Alle bleiben gesund. Wenn sich plötzlich 50% nicht impfen lassen, habe ich keine Freude daran, dass mein geimpftes Kind zu nicht-geimpften in die Kita muss, weil ich ja weiss, dass meine Impfung nicht zu 100% schützt.

das soll jetzt aber kein Statement Pro-Corona-Impfflicht sein! Die Thematik ist sehr komplex, alleine schon bei den Krankheiten und Impfstoffen, die wir kennen; da eine generelle Meinung zu einem nicht-existierenden Impfstoff abzugeben wäre verfrüht.
 
@el_barto

Gut, dem kann ich weitestgehend zustimmen. Auch wenn das doch eher alles die (nähere?) Zunkunft angeht.

Wir befinden uns aber aktuell noch bei R= +/- 1, wahrscheinlich wieder mit steigender Tendenz. Und darum geht es mir. Solange wir im Schnitt über 10.000 Intensivbetten mit schweren Verläufen belegt haben, kann man auf die überwiegend milden Verläufe nicht wirklich bauen.

Wenn wir mal bei R= +/- 0,2 angekommen sind, das sagen ja auch die Experten, dann kann man das Thema ganz anders angehen.
 
Bin gespannt ob nächstes Jahr eine Statistik über gestiegene Scheidungsraten veröffentlicht werden wird. Bekomme da einiges aus dem Umfeld mit. Die Belastung ist auch für Beziehungen - gerade bei Eltern - enorm.

Viel schlimmer ist hierbei eher der Anstieg von häuslicher Gewalt und insbesondere Gewalt gegen Frauen.

Bin auch froh, dass meine Partnerin und ich weiter unsere geregelten Jobs nachgehen können. Die ganze Zeit aufeinander hocken erhöht bei mir auch ungemein das Streitpotenzial, unabhängig davon ob es z.B. meine Partnerin ist oder alternativ meine Eltern oder auch Freunde.
 
Puhh, das Corona Kroppzeug ist echt harter Stoff - nur ne Grippe, nur ne Lungenentzündung - nö da steckt mehr drin:

https://edition.cnn.com/2020/04/22/health/strokes-coronavirus-young-adults/index.html

Schlaganfall Häufung bei unter 50 jährigen und sogar Kindern(!)

Passt zu der Meldung das Corvid eine systemische Gefässentzündung sein kann/ist:

https://www.aerztezeitung.de/Nachri...ne-systemische-Gefaessentzuendung-408778.html

Kann quasi alle Organe befallen und dort zu schweren Entzündungen führen, inkl. Herz und Hirn sowie Wirbelsäule.

Hier aktuell beides in einem Spiegel online Artikel:

https://www.spiegel.de/wissenschaft...ehmung-a-d365d33c-d330-49a1-a7b6-6b374e30ccb1

Für mich sticht dabei einfach heraus das sie das Virus einfach noch nicht genug untersucht haben. Von daher weiss ich wirklich nicht was ich von Lockerungen halten soll. Ich hasse das momentan auch und wäre gern mal wieder in einem Wellnessbad, Restaurant, Urlaub - sogar die Fahrt ins Büro und Kollegen sehen wäre toll. Aber solange man nicht mal weiß was in diesem Überraschungsei drin steckt, sollten wir echt Geduld haben.

Meine 10 jährige muß ab Montag wieder in die Schule (Abschlußklasse Grundschule) - irgendwie ist mir da mulmig zumute.

Und das war Mushaaleste‘s persönlicher Myricale Morning.
Jetzt noch drei mal selbst in Gesicht schlagen und der Tag kann locker und beschwingt weitergehen :D
 
Wobei das auch wirklich schwachsinnig ist und mich persönlich sehr nervt. Warum darf man nicht zu zweit Tischtennis spielen, einen Sport ohne jeglichen Kontakt, aber in den Einkaufszentren, Möbelhäusern und Mediamärkten sind die Menschen dicht an dicht gedrängt?

Da fehlt einfach eine vernünftige Linie.

Ich find eher, es hat eine falsche Signalwirkung, die Geschäfte wieder zu öffnen (große Geschäfte durfen ja auch einfach auf 800 m² begrenzen und aufmachen), während man Spielplätze etc. pauschal geschlossen hält. Und Kitas sind immer noch nicht wirklich in der öffentlichen Debatte und Politik angekommen.

Das kotzt mich alles gerade so richtig an, dass bei den Lockerungen imo völlig wirre Standards und keinerlei Linie vorherrschen.

Ihr seht da keine direkte Linie? Wie wärs mit der Linie: Alles was mit der Wirtschaft zu tun hat müssen Menschen wieder ran, weil das ist ja wichtig um welchen Preis auch immer es weiterläuft. Andere dinge wie Spielplatz bringen halt kein Geld. Ziemlich klare Linie für mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war gestern mit meiner Tochter in einem Park und haben Pokemon Go gespielt. Wir sind derzeit im Pokemon Fieber. Haben während der letzten 5 Wochen Pikachu Let's go, Pokemon Schwert & Schild und das Trading Card Game gespielt.
Es war ein ziemlich grosser Park aber spärlich besucht und alle Spielgeräte waren abgesperrt. Zunächst habe ich auch ein wenig geärgert, es waren ja nicht soviele Besucher da. Aber wohl auch deswegen WEIL es verboten war zu spielen. Sonst wäre es wohl bei dem schönen Wetter voll gewesen und es war so leichter Kindern zu erklären warum sie nicht spielen dürfen als wenn da schon Kinder auf der Schaukel gesessen wären.
 
Bei uns der Spielplatz ist bei so Wetter auch immer mittags voll. Die Kinder am spielen, die Eltern tratschen gemeinsam.

In dem Moment, wo man die Beschränkung aufhebt, pilgert natürlich JEDER wieder dahin. Und dann? Auf freiwilliges Verzichten plädieren? Warteschlangen vor dem Spielplatz?

Dann aber bitte auch konsequent sein, und andere Sportstätten und Schwimmbäder wieder öffnen.

Auf der anderen Seite... macht alles auf, ich muss ja nicht hin.
 
Nun, wenn der Staat entscheidet, welche Substanzen in meinen Körper gespritzt werden, könnte ich genauso gut in China leben. Ich predige jeden Tag im Klinikum, warum sie nicht sofort jedem Patienten alle möglichen Psychopharmaka reinspritzen können, Körperliche Unversehrtheit, Selbstbestimmung usw und dann soll ich gezwungen werden, mir gegen meinen Willen was spritzen zu lassen.
Mir gings ja gar nicht um Corona, aber ich hab nur seine Dickschrift gelesen.
Ich sehs ja auch so ;].
War zu früh am Morgen. Bin ich nimmer dran gewöhnt
 
Mal die ganzen Probleme beiseite, die Corona nunmal mit sich bringt, hat sich meine Lebensqualität deutlich verbessert.
Dieses Leben, das ich da grad führe, liebe ich grad total.
Home Office, mal innen, mal auf dem Balkon. Ganz viel von den Kindern, die wirklich toll mitmachen. Meine Tochter wird acht und übernimmt viel Verantwortung. Richtet ihrem Bruder Frühstück etc. Wir sollen jetzt keine Überstunden mehr machen. D.h. ich hab heute um 11.30 das Wochenende begonnen. Dazu viele Gegenden doch noch menschenleer, was ich begrüße.
War jetzt nach Wochen mal für ein Mitarbeitergespräch in der Firma und klar freu ich mich, wenn ich da manche Leute wiedersehe. Trotzdem, jeden Tag knappe Stunde Autofahrt die wegfällt und irgendwie ganz viel von meinen Kindern, dazu das geile Wetter, lässt mir grad sowas von die Sonne aus dem
Arsch scheinen. Ich bin richtig happy gerade :)
 
Bei uns auf Arbeit haben wir wieder ganz lustige Frauen mittleren Alters am Start gehabt. Kommen in einer Kleingruppe in Markt, scheinbar ohne Masken, brabbeln was vor sich hin und ziehen alle ihre (hoffentlich Zweit-)Unterhose aus und ziehen diese als Maske über. Schön von Komplizen gefilmt, um auf Facebook groß rauszukommen. :fp:
 
Vorsicht ist besser... :D

Gestern auf der Zulassungsstelle aber auch zwei Strategen. Ein Mann hat sich die Maske im Warteraum über Kinn und Hipster-Bart gehängt. Der Andere ganz lässig an ein Ohr gehängt...

Bei uns ist die Maske ja erst ab kommenden Montag verpflichtend, aber welchen Sinn macht es, sie nicht richtig zu tragen?
 
Ich war gestern kanufahren, endlich wieder erlaubt gewesen aber nur 2 pro boot, als hatten wir 2 boote und ich den hund mit drauf. Wird ein komischer sommer. :(
 
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