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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Meine Mutter arbeitet als Betreuerin im Heim. Die haben jetzt ne Dienstbesprechung per Telefon um 21:30 Uhr!!!!! Mit Verlaub, die Krise geht bei manchen echt ins Hirn. Und meine Mama ist auch schon 62, sorry, um 21:30 Uhr fällt oft die Entscheidung, ob man das Sofa nun gegen das Bett tauschen kann. Ist ja nicht so, dass die bis Mittags schläft und sonst am Tage nix tut.
 
Gestern das erste mal in meinem Leben Homeoffice gemacht und ich finds mega!

Viel entspannteres Arbeiten und man hat das Gefühl deutlich mehr Arbeit erledigt zu bekommen. Schön in Joggingbuchse. Und anschließend Laptop zu, und man ist direkt zu Hause ohne Verkehrschaos. I love it.

Mach das jetzt vorerst alle zwei Tage, aber von mir aus könnte das ne feste Instanz werden.
 
Home-Office gefällt mir auch viel besser, allerdings stören mich ein paar kleine Dinge:

- Mein Stuhl ist nicht so bequem und gut für den Rücken wie der im Büro
- Auf dem Schreibtisch ist nicht so viel groß
- Mein Headset fehlt und ich muss über das eingebaute Mikrofon reden :O_o: (hab vor der Krise noch keins mit Heim nehmen dürfen)
- Der Schreibtisch ist nicht wie im Büro höhenverstellbar
- Nur 1 Monitor

Ja, man kann damit arbeiten. Bequem/ergonomisch ist es für 8 Stunden am Tag allerdings nicht. Finds aber geil, dass man dadurch schneller im Feierabend ist und morgens länger schlafen kann.
 
man sollte ja meinen, dass es in dem edeka um die ecke wieder klopapier gibt, wo doch gelockert wurde. sollte man meinen. in der realität ist da rein gar nichts. wie dumm sind die menschen eigentlich? ich verstehe das nicht. wie dumm muss man sein, um immer noch wie verrückt klopapier zu kaufen?
 
Gestern das erste mal in meinem Leben Homeoffice gemacht und ich finds mega!

Viel entspannteres Arbeiten und man hat das Gefühl deutlich mehr Arbeit erledigt zu bekommen. Schön in Joggingbuchse. Und anschließend Laptop zu, und man ist direkt zu Hause ohne Verkehrschaos. I love it.

Mach das jetzt vorerst alle zwei Tage, aber von mir aus könnte das ne feste Instanz werden.

Geht mir grad ähnlich aber ich blockiere leider das Zimmer meiner Tochter.
Sie ist dadurch gezwungen, im Wohnzimmer zu lernen.
Trotzdem geil. Kopfhörer auf, Spotify auf m Geschäftshandy, damit ich die Anrufe nicht verpasse und aktuell arbeite ich grad zu Rammstein.

Fahr heute nach glaub ich nach sieben oder acht Wochen das erste mal wieder für ein Face to Face Gespräch in die Firma.
 
Es geht halt nicht. Bevor es eskaliert breche ich eher ab. Es ist die 2. Klasse und nicht das Abitur.
IMO ist die Grundschule schon echt heftig was den Lernstoff angeht. Wir haben Benotung in der 2. Klasse und es werden schon English Tests benotet. Bei mir gab es Häkeln und Singen und Klatschen.

BTW. Er mag gerne Paläontologie. Gucken gerade alle JP und JW Teile und haben Jurassic World Evolution durchgespielt. Er kann 49 Dinos auswendig. :dhoch:
Unser 10jähriger steht da auch total drauf.

Wir haben jetzt in der Corona-Zeit noch ein weiteres Hobby für uns entdeckt, damit er nicht permanent vor dem Bildschirm hängt: 1:10 RC Rennbuggies :) Gestern Abend haben wir bei einem Malzbier seinen gemeinsam aufgeschraubt und das Hauptzahnrad einem Upgrade auf Stahl unterzogen, nachdem wir das Motorritzel schon vorher ausgetauscht haben. Es ist so cool, wenn er selbst daran schraubt und das Teil fährt dann wieder. Er braucht fast kaum Unterstützung. Bei der Freude geht einem das Herz auf.... Das sind die Früchte, die man erntet, weil er mit 8 Jahren schon Lego-Technik-Bausätze ab 16 gemacht hat :grins:

Wir haben für die Anschaffung sogar die PS4 Pro verkauft, weil er eh fast nur Minecraft auf der Xbox One X zockt.
 
Gestern das erste mal in meinem Leben Homeoffice gemacht und ich finds mega!

Viel entspannteres Arbeiten und man hat das Gefühl deutlich mehr Arbeit erledigt zu bekommen.
Geht mir grad ähnlich
Ich finds ja sehr interessant, wie sehr sich der Panoptismus nach Michel Foucault auf weite Teile der modernen Arbeitswelt anwenden lässt:

Das Panopticon des englischen Philosophen Jeremy Bentham deutete Foucault als eine Architektur, mit der sich die Grundlagen der aktuellen Gesellschaftsformation beschreiben lassen. Es handelt sich dabei um den Vorschlag eines perfekten Gefängnisses: In dessen Mitte steht ein Turm, aus dem heraus Wächter die rundherum angeordneten, offenen Gefängniszellen einsehen können. Damit werden die Gefangenen unter die permanente potenzielle Kontrolle eines allumfassenden Blickes gestellt. Jederzeit könnten sie beobachtet und für als falsch gewertete Handlungen bestraft werden. Das führt bei ihnen zu einer neuen Konzeption von Verhalten, die gerade diesen potenziellen Blick der Überwacher einbezieht.

Presidio-modelo2.JPG

Panoptisches Gefängnis aus der Machado-Diktatur in Kuba


Perfider wird dieser Ansatz, wenn er – wie Bentham vorschlägt – auch in Schulen und Kasernen angewandt und vergrößert wird. Dann könnten mehrere Ringe von im Kreis angeordneten Zellen bewirken, dass Wärter wieder von Wärtern, die über ihnen stehen, kontrolliert werden. Das kann potenziell einige Ebenen weitergetrieben werden.

Das Panopticon erscheint als eine Beschreibung der modernen Disziplinargesellschaft, als Sinnbild der heutigen Gesellschaft. Foucault prägte hierfür den Begriff Panoptismus, äußert sich in anschließenden Gesprächen jedoch gewohnt zweideutig:

„Die Untersuchung endet ungefähr mit dem Jahr 1830. Trotzdem haben in diesem Falle die Leser, die kritischen wie die zustimmenden, das Buch als Beschreibung der gegenwärtigen Gesellschaft der Einschließung aufgefasst. Ich habe das nirgendwo gesagt, auch wenn es richtig ist, dass das Schreiben dieses Buches mit einer gewissen Erfahrung unserer Moderne zusammenhing.“
(wikipedia)

 
Sehe ich anders. In Italien und Spanien ist alles zu mit Ausgangssperren und dennoch steigen die Infektionen. Dagegen müsste bei Schweden wo alles offen ist, das prozentual noch viel schlimmer sein.

Der Anstieg der Infektionen hat sich (stark) verlangsamt und in Spanien und Italien dürfte mittlerweile auch der Punkt erreicht sein, an dem die Zahl der aktiv Infizierten nicht mehr steigt, sondern eher fällt. (Jemand anders hat bereits angemerkt, dass in Schweden keineswegs alles offen ist.)

Beispiel Spanien: bei den Neuinfizierten pro Tag gab es einen Peak von etwa 7.000 - 8.000 über mehrere Tage hinweg. Mittlerweile sind es ca. 4.000, allerdings mit starken Ausschlägen hier und da.

Beispiel Italien: bei den Neuinfizierten pro Tag gab es einen Peak von etwa 6.000 - 7.000 über mehrere Tage hinweg. Mittlerweile sind es ca. 3.500.
 
Der Anstieg der Infektionen hat sich (stark) verlangsamt und in Spanien und Italien dürfte mittlerweile auch der Punkt erreicht sein, an dem die Zahl der aktiv Infizierten nicht mehr steigt, sondern eher fällt. (Jemand anders hat bereits angemerkt, dass in Schweden keineswegs alles offen ist.)

Beispiel Spanien: bei den Neuinfizierten pro Tag gab es einen Peak von etwa 7.000 - 8.000 über mehrere Tage hinweg. Mittlerweile sind es ca. 4.000, allerdings mit starken Ausschlägen hier und da.

Beispiel Italien: bei den Neuinfizierten pro Tag gab es einen Peak von etwa 6.000 - 7.000 über mehrere Tage hinweg. Mittlerweile sind es ca. 3.500.

Versuchst du gerade ernsthaft Hamlet durch Fakten zu überzeugen? :D
 
Du liest hier schon, was andere schreiben, oder?

Schweden hat im Verhältnis zur Bevölkerung sehr viele Infizierte und befindet sich damit im oberen Drittel des "Rankings" aller Länder. On top kommt, das Schweden sehr wenige Tests durchführt - etwa 7.000 pro eine Million Einwohner, was ein miserabler Wer ist im Vergleich mit anderen hochentwickelten Ländern. Die Dunkelziffer in Schweden dürfte also um ein Vielfaches höher liegen. Darauf on top kommt Schwedens geringe Bevölkerungsdichte. Wenige Menschen verteilen sich anders als zum Beispiel in Deutschland über ein gigantisches Land. Wenn man unter diesen Umständen trotzdem hinbekommt, derart viele Infizierte zu produzieren, ist das schon eine Hausnummer.

Wobei ich mich da in den letzten Wochen auch gewundert habe. Da haben ernsthaft "Wissenschaftler" in Schweden den Kurs der schwedischen Regierung kritisiert mit dem Verweis, dass die ne Sterberate von um die 10% und mehr im Vergleich zu anderen Ländern mit viel geringerer Sterberate haben. Im besten Fall war es bewusst so argumentiert, dann wärs aber tendenziös und eines Wissenschaftlers unwürdig. Im schlechteren Fall waren sie schlicht inkompetent.
 
man sollte ja meinen, dass es in dem edeka um die ecke wieder klopapier gibt, wo doch gelockert wurde. sollte man meinen. in der realität ist da rein gar nichts. wie dumm sind die menschen eigentlich? ich verstehe das nicht. wie dumm muss man sein, um immer noch wie verrückt klopapier zu kaufen?
Komm gerade vom Edeka. Bei uns ist alles da, sogar ganz normale Frischhefe hab ich heute bekommen. :dhoch:

20200421_120131.jpg
 
Ich finds ja sehr interessant, wie sehr sich der Panoptismus nach Michel Foucault auf weite Teile der modernen Arbeitswelt anwenden lässt:

Das Panopticon des englischen Philosophen Jeremy Bentham deutete Foucault als eine Architektur, mit der sich die Grundlagen der aktuellen Gesellschaftsformation beschreiben lassen. Es handelt sich dabei um den Vorschlag eines perfekten Gefängnisses: In dessen Mitte steht ein Turm, aus dem heraus Wächter die rundherum angeordneten, offenen Gefängniszellen einsehen können. Damit werden die Gefangenen unter die permanente potenzielle Kontrolle eines allumfassenden Blickes gestellt. Jederzeit könnten sie beobachtet und für als falsch gewertete Handlungen bestraft werden. Das führt bei ihnen zu einer neuen Konzeption von Verhalten, die gerade diesen potenziellen Blick der Überwacher einbezieht.

Presidio-modelo2.JPG

Panoptisches Gefängnis aus der Machado-Diktatur in Kuba


Perfider wird dieser Ansatz, wenn er – wie Bentham vorschlägt – auch in Schulen und Kasernen angewandt und vergrößert wird. Dann könnten mehrere Ringe von im Kreis angeordneten Zellen bewirken, dass Wärter wieder von Wärtern, die über ihnen stehen, kontrolliert werden. Das kann potenziell einige Ebenen weitergetrieben werden.

Das Panopticon erscheint als eine Beschreibung der modernen Disziplinargesellschaft, als Sinnbild der heutigen Gesellschaft. Foucault prägte hierfür den Begriff Panoptismus, äußert sich in anschließenden Gesprächen jedoch gewohnt zweideutig:

„Die Untersuchung endet ungefähr mit dem Jahr 1830. Trotzdem haben in diesem Falle die Leser, die kritischen wie die zustimmenden, das Buch als Beschreibung der gegenwärtigen Gesellschaft der Einschließung aufgefasst. Ich habe das nirgendwo gesagt, auch wenn es richtig ist, dass das Schreiben dieses Buches mit einer gewissen Erfahrung unserer Moderne zusammenhing.“
(wikipedia)

Interessantes Gedankenspiel. Ich sehe nur nicht, wo du da die Parallelen zu meiner Arbeit im Homeoffice ziehst.
 
Interessantes Gedankenspiel. Ich sehe nur nicht, wo du da die Parallelen zu meiner Arbeit im Homeoffice ziehst.

Schätze er meint, du kannst dich jetzt frei entfalten und bist nicht so unter Kontrolle.
Ich hoffe aber, dass er das nicht meint.
Home Office ist höchstens für 50% der Menschen geeignet.
„Funktioniert das auch im Schwimmbad“ ist wohl eine Frage, die unsere IT recht häufig zu hören bekommt.
 
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