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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mir geht dieses ständige penetrante „stayHome“ so auf die Nerven.
Können die net mal akzeptieren, dass es noch Menschen gibt die in die Arbeit müssen?
Einkaufen gehen muss ich auch noch ab und zu.

Wo soll ich denn jetzt zu Hause bleiben? Außer arbeiten, einkaufen, schlafen hab ich vorher auch nichts gemacht.
 
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Was kann man denn daran nicht verstehen, man soll seinen arsch zuhause lassen auch wenn es draussen geiler ist und nur raus gehen wenn es sich nicht vermeiden lässt.

klar gehen die viralen videos aller möglichen leute auf den sack aber wichtig dabei ist nur dass es zu funktionieren scheint (ausser in berlin natürlich). Wobei hier auch ganze Stadtteile leer sind, bestehen ja teils nur aus touris und airbnb. Hoffentlich gehen diese ganzen airbnb jetzt auch pleite die diese wohnungsnot produziert haben.
 
Wurde heute vom AG informiert, dass Home Office nun bis Mitte Juni bleiben wird. Danach kann freiwillig maximal 2 Tage pro Woche im Büro gearbeitet werden, mit Abstimmung und in Koordination durch Leitung.
Dieser Zustand wird mindestens bis Ende des Jahres gehalten. :|
Wtf, habe jetzt schon absolut keine Lust mehr darauf, 100% Job, Koch, Haushälter und Lehrer parallel zu machen. Die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit verschwinden immer mehr.

Willkommen in meinem Leben.
Hab ein relativ großes Einkaufsvolumen und handle das easy. Dann steht meine Tochter da mit ihren 2. Klasse Hausaufgaben und ich denke so, whaaaaat ?
Da ist echt stranges Zeug dabei.
 
Was kann man denn daran nicht verstehen, man soll seinen arsch zuhause lassen auch wenn es draussen geiler ist und nur raus gehen wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Ja wo wollt ihr denn hin raus?
Raus ist außerdem kein Problem. Haben wir doch schon vom Schneemann gehört. Anstehen an Obi draußen und so, weisch?
 
Hier ein etwas längeres, sehr interessantes Interview mit Martin Sprenger, Public-Health-Experte und Mitglied des Expertenstabs in der Corona-Taskforce des Gesundheitsministeriums (Österreich)

https://www.addendum.org/coronaviru...854tBfhchl2Ge5DllFa6VQ4exuXPLRh4JqJCeh1GL9CJU

Ein vielleicht für @Vetulus interessanter Teil, weil es hier um Datensammlung geht:

Wir haben jetzt 130 Tote, die COVID-19 zugeordnet werden. Wir haben versucht zu recherchieren, wie die Verteilung nach Alter, Vorerkrankungen etc. aussieht. Wie viele zum Beispiel aus Pflegeheimen oder anderen Umgebungen stammen, in denen viele Gefährdete leben. Aber wir erfahren es nicht.

Und das ist auch das Problem. Wir haben einen Offenen Brief an Bundesminister Anschober geschrieben, dass er uns unterstützt, und dass man endlich einmal Einblick in diese Daten bekommt. Das ist natürlich wichtig. Das sind wichtige Relationen. Jeden Tag sterben in Österreich im Schnitt 230 Menschen. 15 davon an nosokomialen, im Krankenhaus erworbenen Infektionen. Natürlich wissen wir bei den meisten, woran sie gestorben sind. Die meisten von ihnen waren hochbetagt, sind an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an Krebserkrankungen gestorben. Wir wissen auch, woran die unter 20-Jährigen sterben, da wird sehr selten gestorben. Das sind meistens Unfälle, Verletzungen, Vergiftungen, Drogenkonsum oder Suizid, aber es ist selten. So, und wer stirbt an COVID-19? Das wissen wir nicht.

Aber das wäre ja verrückt, wenn das nicht dokumentiert würde.

Es wird auch dokumentiert.


Aber warum verarbeitet diese Daten niemand? Das ist ja die Grundvoraussetzung, um überhaupt irgendwas machen zu können.

Ich glaube, dass diese Daten auch verarbeitet werden. Nur werden sie nicht öffentlich gemacht. Was wir im Vergleich zu anderen Ländern ebenfalls versäumt haben, ist die Erfassung der wichtigsten Risikofaktoren zum Zeitpunkt der Testung. In dem Moment, wo eine Person einen PCR-Test hat – das ist der, bei dem mit Wattestäbchen durch die Nase hineingebohrt wird, das ist nicht so angenehm –, sollten wir zu dieser Person das Geburtsjahr, nicht das Geburtsdatum, die Postleitzahl, nicht die Adresse, das Geschlecht, die fünf wichtigen Grunderkrankungen, Raucherstatus, Größe und Gewicht, eventuell noch zwei bis drei Medikamentengruppen und die Frage nach Bildung und Einkommen, also dem sozioökonomischen Status, erfassen. Damit hätten wir einen sehr guten Blick darauf, wer wie schwer von COVID-19 betroffen ist. Dann würden wir genau wissen, wer mit welchen Verläufen zu Hause liegt. Wer ist asymptomatisch, berichtet also gar keine Symptome, wer muss zum Arzt, wer kommt ins Krankenhaus, wer verschlechtert sich im Krankenhaus und muss auf die Intensivstation, wer verstirbt. Das ist, was man sofort machen müsste, von Tag eins an. Auch das haben wir versäumt. Diese Risikostratifizierung passiert nicht. Im Krankenhaus natürlich schon, da gibt es ein Dokumentationssystem, aber nicht zum Zeitpunkt der Testung. Warum ist das noch wichtig? Wenn ich sehe, dass ich einen Anstieg bei der Höchstrisikogruppe habe, warum auch immer, dann habe ich ein Frühwarnsystem und das zugehörige Krankenhaus bzw. die Intensivstation kann sich vorbereiten. Ein paar Tage später kommen die sicher. Wenn ich diese Daten über einen längeren Zeitraum erhebe, kann man sogar die Anzahl relativ genau voraussagen und das Versorgungsangebot entsprechend planen. Wir hätten deutlich mehr Wissen über das Geschehen. Das ist Risikomanagement.


Wer ist dafür verantwortlich, dass bei der Testung diese Grunddaten aufgenommen, verarbeitet und zentral gesammelt werden?

Verantwortlich in diesem pandemischen Geschehen ist der Bund. Er müsste den Auftrag an die AGES, die die Testung auf Bundesebene durchführt, geben, beziehungsweise jetzt an alle anderen, die testen. Wir müssen diese Daten ja nicht rückwirkend erfassen, es aber wenigstens ab jetzt tun.

Das ist aber nach wie vor nicht so.

Meines Wissens nicht. Und warum ist das noch wichtig? Weil ich mich ja auch mit anderen Ländern vergleichen will. Wir müssen ja nicht nur in Österreich lernen, alle Länder in Europa müssen lernen und zwar rasch. Ich glaube, dass rein von der Altersstruktur her unterschiedliche Länder und Regionen unterschiedliche Risikogruppen beziehungsweise Dynamiken in der Krankenversorgung und auf der Intensivstation haben. Man sieht das jetzt in Amerika, die haben eine Bevölkerung mit hohem Body-Mass-Index, die haben gar nicht so wenig junge Leute auf der Intensivstation liegen, die auch sterben; junge Menschen unter 30. In England gibt es wieder eine andere Dynamik, weil die eine ganz andere ethnische Durchmischung in der Bevölkerung und auch ganz andere Abläufe in der Versorgung haben. Wir brauchen diese Daten auch, um uns vergleichbar zu machen, um bei der europäischen Forschung mitzuhelfen und uns klarzuwerden, was denn da eigentlich passiert.

Der Sinn der Datenspende-App ist nicht, dass dir die App sagt: Achtung, du hast Corona! Sondern das Sammeln von Datensätzen, anhand derer man beurteilen kann wer gefährdet ist.

Wenn man jetzt beim Testen eben gewisse Parameter erfragt (Alter, Gewicht, Vorerkrankungen, uswusf.) hat man irgendwann ein belastbares Modell.
Wenn man das dann mit der Datenspende-App gegenchecken kann macht das schon Sinn. So könnte man als Nutzer zB frühzeitig gewarnt werden dass man zu einer Risikogruppe gehört weil man 43 Jahre ist, Blutdruck X hat, BMI von Y und raucht.
 
Es geht ja die Diskussion um, dass als erstes kleinere Läden aufmachen sollen, wo nicht viele Menschen gleichzeitig einkaufen gehen.
Aber ist das nicht total kontrapoduktiv?
Wenn jetzt viele, oder besser alle Menschen seit Wochen nicht mehr nicht systemrelevante Dinge einkaufen waren, dann ist doch der Ansturm bei den kleinen Läden wahrscheinlich entsprechend groß?!

Naja, mir ist es egal, ich gehe sowieso wenig einkaufen.
 
Corona-Krise in den USA: Trump droht WHO mit Zahlungsstopp - ZDF

US-Präsident Donald Trump hat gedroht, Beitragszahlungen seines Landes an die Weltgesundheitsorganisation zu stoppen.
Die WHO habe bei der Corona-Pandemie schlecht reagiert, sagte er.

"Sie hätten es wissen müssen und haben es vermutlich gewusst." - Donald Trump

Trump erklärte zudem, die Organisation sei zu sehr auf China zentriert. Unter anderem hätten sie davon abgeraten, dass er die Grenzen für Reisende aus China schließe. Ähnlich hatte er sich zuvor schon auf Twitter geäußert. Dort schrieb er: "Die WHO hat es wirklich vergeigt."


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Ausgerechnet er...
 
Menschen, die ähnlich feige und ohne Selbstreflektion sind wie er gibt es vermutlich nur ne Hand voll auf diesem Planeten. Er denkt ja auch, dass es ne gute Verteidigung ist, auf die Frage was er zu Navarros Warnung-Memos Ende Januar meint, zu sagen, dass er die nie gesehen hätte.

Ich verstehe dann die anderen nicht, wie sie hinter ihm so stehen können (Ich mein bei solchen Presseterminen), wenn sie wissen müssen, dass das gelogen ist. Ich könnte das nicht. Ich würde dann einfach gehen, weil ich so viel blödsinn nicht ertragen kann.
 
Hier ein etwas längeres, sehr interessantes Interview mit Martin Sprenger, Public-Health-Experte und Mitglied des Expertenstabs in der Corona-Taskforce des Gesundheitsministeriums (Österreich)

https://www.addendum.org/coronaviru...854tBfhchl2Ge5DllFa6VQ4exuXPLRh4JqJCeh1GL9CJU

Ein vielleicht für @Vetulus interessanter Teil, weil es hier um Datensammlung geht:



Der Sinn der Datenspende-App ist nicht, dass dir die App sagt: Achtung, du hast Corona! Sondern das Sammeln von Datensätzen, anhand derer man beurteilen kann wer gefährdet ist.

Wenn man jetzt beim Testen eben gewisse Parameter erfragt (Alter, Gewicht, Vorerkrankungen, uswusf.) hat man irgendwann ein belastbares Modell.
Wenn man das dann mit der Datenspende-App gegenchecken kann macht das schon Sinn. So könnte man als Nutzer zB frühzeitig gewarnt werden dass man zu einer Risikogruppe gehört weil man 43 Jahre ist, Blutdruck X hat, BMI von Y und raucht.
Danke für die Infos - Mir ist völlig klar, für was die App vordergründig benutzt werden soll, aber das „belastbare“ Modell ist eine totale Utopie, da vielleicht max. 5% der von von Dir oben zitierten „Risikogruppe“ ein Fitnessarmband trägt - wenn überhaupt. Aber die Krankenkassen werden sich über die Google Fit-Daten bestimmt freuen. Die Idee ist völliger Unsinn und soll m. E. die Tür bzw. Bereitschaft für folgendes öffnen:

Gestern bei Markus Lanz war dieser total sympathische Unternehmer Frank Thelen und hat schon mal die nächste Stufe mit der BIG DATA-App (Den Namen habe ich mal als dem internen Strategiepapier des Innenministeriums geklaut) eingeläutet. Die ist echt toll. Alle Tracking-Daten werden völlig pseudonymisiert aufgenommen und man kann dann (wie in Israel) eine SMS bekommen, wenn man neben einem Ebola-Kranken ein Bier getrunken hat. Missbrauch ist gar nicht möglich - Davon haben sich lt. Frank, wie Markus ihn netterweise genannt hat, Experten überzeugt, da man ja nur eine ID mit 8 Nummern ist, die nicht namentlich zurückverfolgt werden kann und natürlich auch nicht darf. DAS geht lt. Frank gar nicht und alle sind doof, die was anderes behaupten. Natürlich soll JEDER lt. Frank die App auch nach Corona auf dem Handy behalten, damit man die nächste Pandemie direkt in Ischgl unter Kontrolle bringen kann.

Fand ich jetzt alles völlig schlüssig und hat zumindest mich zu 100% überzeugt, dass der Überwachungsstaat gar nicht so schlimm ist, wie alle meinen. Schließlich wird lt. Frank auf jeden Fall dafür Sorge getragen, dass der Datenschutz gewährleistet ist - von echten Experten.

@SirHorst Wenn das so ist, halte ich natürlich noch gerne die andere Wange hin - Alexa kennt ja schließlich auch schon meinen Namen. Da kommt es darauf doch auch nicht mehr an.
 
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