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Coronavirus / Covid-19 (6 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das ist schön, wenn der Arbeitgeber das machen kann, aber so groß und so liquide sind ja auch längst nicht alle.
Hier wird meistens von Arbeitgebern gesprochen als wenn das alles unantastbare Geldgrößen sind.
Gibt es sicherlich auch, der Großteil der Arbeitgeber ist aber eben nicht BMW, Siemens, Bosch und die Telekom.
Und der 15-Mann Betrieb kann meist seine Leute nicht ins Home Office schicken und mal eben die Löhne trotz Umsatzeinbruch nahe 0 dann einfach fortlaufend bezahlen. Der Realität muß man sich ja dann auch stellen.
Bei mir klingelt gerade auch pausenlos das Telefon (ich arbeite ja nur B2B) und die Leute wollen alle Stundungen haben. Spediteure, Transportunternehmen, Busunternehmen, Personenbeförderung usw usw.
Da kommt auch noch einiges auf uns alle und auf die Wirtschaft zu.

Terminator schon storniert?
 
Also meine Kunden sind weiterhin entspannt. (Landwirte und Biogas Anlagen Betreiber)
"Strom und warmes Wasser brauchen jetzt alle mehr als vorher!"
Bin mal gespannt wie es so weiter geht bei uns!? Haben alle im Home Office gearbeitet und ab Mai sollte dann das neue Büro eingeweiht werden. 1a Timing! :lol:
 
Ich verstehe das natürlich vollkommen, dass Unternehmer Angst um die Existenz ihrer Firmen haben.
Ich sehe da auch eher den Staat in der Pflicht, den Unternehmen, die durch staatlich angeordnete Schließungen (direkt oder indirekt) betroffen sind, zu helfen.
und das imo auch nicht über Kredite (die natürlich besser sind als nichts), sondern über echte Hilfen, die das Unternehmen nicht zurückzahlen muss.

Aber solange das so ist, sehe ich das so, dass der Arbeitnehmer als schwächstes Glied dieser Kette am meisten Schutz verdient. und da gehört imo neben der Hauptsache Existenzsicherung auch dazu, dass Dinge wie der Erholungsurlaub auch weiterhin dafür - Erholung des AN - eingesetzt werden und nicht um den AG zu entlasten.

Beispiel: Bei uns im Unternehmen wurde klar kommuniziert, dass nicht darauf gepocht wird, dass jeder seine 40 Wochenstunden von zu Hause machen muss, wenn Kinder im Spiel sind. jeder soll das machen, was ihm möglich ist und unser GF vertraut darauf, dass das auch so passiert.
Wir haben des Weiteren ne Reihe studentischer Mitarbeiter, die mangels Laptop nicht von zu Hause arbeiten können. Wenn die nicht ins Büro fahren wollen oder das Büro auf Anordnung komplett geschlossen wird (momentan darf und soll jeder Home Office machen, aber wer lieber im Büro sein will, darf auch das), dann erhalten die Studenten trotzdem ihr Geld für alle in diesem Monat eingetragenen Stunden. Und ab April wird hier auch eine Lösung gesucht, dass unsere Studenten - die ja von dem Geld abhängig sind - nicht mit leeren Händen dastehen.

DAS verstehe ich unter Solidarität. Den Schwächsten in der Kette zu schützen, die sowieso durch Einschnitte im täglichen Leben Mehrbelastung haben.
Und wie gesagt: Am anderen ende der Kette sehe ich den Staat in der Pflicht, schnell und unbürokratisch echte Hilfe anzubieten für AG, die durch die Situation am Rande des Ruins stehen und nicht nur Kredite, die mittelfristig nur bedingt Linderung verschaffen.
JETZT ist die Zeit für den Staat zu zeigen, was das "sozial" in Sozialer Marktwirtschaft wirklich bedeutet. Einmalige Vorkommnisse bedürfen einmaliger Maßnahmen.
Der Arbeitnehmer soll bei uns das schwächste Glied in der Kette sein ? Doch nicht in Deutschland ! Diese verwirrte Wahrnehmung irritiert mich immer wieder.
In der jetzigen Krise ist die Existenz des Arbeitnehmers gesichert - für den kleinen Unternehmer ist das derzeit ein Tod auf Raten. Umsätze bleiben aus und aus den Gewinnen muss der Unternehmer seine Familie ernähren. Da sind die wegfallenden Kosten für die Arbeitnehmer, die schön im Schoss des Staates liegen, noch das geringste Problem. Ich weiß gar nicht, was sich hier viele vorstellen, gerade im KMU-Bereich ?! In meinem Mandantenstamm ist der „reiche“ Unternehmer die Außnahme - die meisten reißen sich zugunsten ihrer Mitarbeiter noch den Arsch auf und wollen das KUG unter allen Umständen aus privaten Mitteln aufstocken. Da muss ich dann irgendwann STOPP rufen.
 
mh ok, dachte wenn der Staat dir den Laden zumacht, dann gibts nen Ausgleich vom Staat....

Vlt so ne frage wieso man zu macht oder aber ob gezwungen. Verkaufst jetzt als selbständiger Webseiten und alle neuen Kunden rudern zurück weil das Mittelständler sind die jetzt ums überleben kämpfen, hängst du mit in der Kette quasi.
 
Aber: was ändert das denn an den finanziellen Mitteln des AG? Urlaub bedeutet ja exakt die selben Zahlungen wie sonst.
Der AG hat doch keinerlei Vorteile außer später, wenn die Krise überstanden ist, rechnerisch mehr Arbeitszeit der betroffenen AN.
eine momentane Liquiditätskrise verbessert man so auch nicht.
Trotzdem sind das Kosten die irgendwann bezahlt werden müssen. 2-3 Wochen zusätzlichen bezahlten “Urlaub” wenn home office nicht möglich ist sind einfach unfassbar kostenintensiv. Und bevor in einem grösseren Betrieb der Staat den Urlaub sichert seh ichs als viel wichtiger an EPUs und Klein und Kleinstbetriebe am Leben zu erhalten. Soviel Solidarität erwart ich mir dann eigentlich schon...
 
Wenn man nicht Gewalten wie China oder die technischen Mittel wie Korea hat, wirds wohl darauf hinauslaufen bzw. ist der Plan aktuell ja gar nicht das Virus aufzuhalten. Der Zug ist abgefahren, mit Corona werden wir leben müssen, bis eine Durchimpfung/Immunisierung vorhanden ist. Geht aktuell ja nur darum die Kurve flach zu halten, damit kein Kollaps des Gesundheitssystems wie in Italien eintritt und sich die Infektionen strecken.

Korrekt. Und ganz ehrlich: Selbst wenn ich krank werde und die Symptome für Corona sprechen: Man sollte wirklich erst dann zum Arzt gehen, wenn es einem WIRKLICH schlecht geht. Was nützt es mir wenn ich mit Halsschmerzen und erhöhter Temperatur auf einen Test bestehe? Im Zweifel habe ich die Information, dass ich Corona habe. Und dann? Sofern ich noch aufrecht gehen kann, werde ich nach Hause geschickt und gut. Da kann ich auch gleich zu Hause bleiben und minimiere dadurch die Ansteckunsgefahr für andere Leute. Das Ergebnis ist in beiden Fällen für mich persönlich dasselbe. Aber das kapieren viele Leute anscheinend nicht und sorgen dadurch für den Zusammenbruch des Gesundheitssystems.
 
Korrekt. Und ganz ehrlich: Selbst wenn ich krank werde und die Symptome für Corona sprechen: Man sollte wirklich erst dann zum Arzt gehen, wenn es einem WIRKLICH schlecht geht. Was nützt es mir wenn ich mit Halsschmerzen und erhöhter Temperatur auf einen Test bestehe? Im Zweifel habe ich die Information, dass ich Corona habe. Und dann? Sofern ich noch aufrecht gehen kann, werde ich nach Hause geschickt und gut. Da kann ich auch gleich zu Hause bleiben und minimiere dadurch die Ansteckunsgefahr für andere Leute. Das Ergebnis ist in beiden Fällen für mich persönlich dasselbe. Aber das kapieren viele Leute anscheinend nicht und sorgen dadurch für den Zusammenbruch des Gesundheitssystems.
Darum geht's ja nicht. Wenn du selbst 1+1 rechnen kannst dann klar, kranschreiben lassen und gut ist. Fraglich sind ja die ganzen grenzfälle. Willst du wegen Husten zuhause bleiben? Nein. Solltest du aber? Vielleicht. Und da fangen dann die Probleme an.
 
Korrekt. Und ganz ehrlich: Selbst wenn ich krank werde und die Symptome für Corona sprechen: Man sollte wirklich erst dann zum Arzt gehen, wenn es einem WIRKLICH schlecht geht. Was nützt es mir wenn ich mit Halsschmerzen und erhöhter Temperatur auf einen Test bestehe? Im Zweifel habe ich die Information, dass ich Corona habe. Und dann? Sofern ich noch aufrecht gehen kann, werde ich nach Hause geschickt und gut. Da kann ich auch gleich zu Hause bleiben und minimiere dadurch die Ansteckunsgefahr für andere Leute. Das Ergebnis ist in beiden Fällen für mich persönlich dasselbe. Aber das kapieren viele Leute anscheinend nicht und sorgen dadurch für den Zusammenbruch des Gesundheitssystems.

Sehe ich genauso. Wenn ich nur milde Symptome habe, dann kann ich mich daheim isolieren und mich auskurieren. Betreuung brauchts erst bei einer Zustandsverschlechterung.

Aktuell sollte es auch kein Problem sein selbst bei milden Symptomen entsprechend krank geschrieben zu werden bzw. verweisen einige Arbeitgeber sogar explizit darauf, dass Mitarbeiter die sich krank fühlen auf jeden Fall zuhause bleiben sollen. Der Arzt bei uns im Ort schreibt inzwischen sogar per Telefon krank, überhaupt kein Thema.
 
Versteh das nicht falsch aber ist doch das beste was dir passieren kann. Wenn dein Laden wegen Corona Infektion zu macht bzw du zu Hause in Quarantäne bleiben musst bekommst volles Gehalt weiter. Nichts Kurzarbeit oder sowas.
Vom finanziellen Gesichtspunkt her schon, ja. Aber wenn ich wegen diesem Dummbeutel meine Familie infiziere (beide Elternteile sind Risikopatienten) ist das Ganze dann nicht mehr ganz so witzig. Zudem haben meine Freundin und ich unsere Wohnung auf Ende März gekündigt und müssten theoretisch nächste Woche in die neue Wohnung ziehen. Das ist auch so ein ungewisser Punkt der einen nicht so Recht in Ruhe lässt. Das stresst halt etwas mehr als es eigentlich müsste. Aber ja, kann man nichts daran ändern und muss das beste draus machen.
 
Der Arbeitnehmer soll bei uns das schwächste Glied in der Kette sein ? Doch nicht in Deutschland ! Diese verwirrte Wahrnehmung irritiert mich immer wieder.
In der jetzigen Krise ist die Existenz des Arbeitnehmers gesichert - für den kleinen Unternehmer ist das derzeit ein Tod auf Raten. Umsätze bleiben aus und aus den Gewinnen muss der Unternehmer seine Familie ernähren. Da sind die wegfallenden Kosten für die Arbeitnehmer, die schön im Schoss des Staates liegen, noch das geringste Problem. Ich weiß gar nicht, was sich hier viele vorstellen, gerade im KMU-Bereich ?! In meinem Mandantenstamm ist der „reiche“ Unternehmer die Außnahme - die meisten reißen sich zugunsten ihrer Mitarbeiter noch den Arsch auf und wollen das KUG unter allen Umständen aus privaten Mitteln aufstocken. Da muss ich dann irgendwann STOPP rufen.
Ich seh in meinem Umfeld ja auch beide Seiten. Selbständige und Unternehmen habens nun wirklich nicht leicht... auch in normalen Zeiten.

Und sry @el_barto , ich gönns dir ja wirklich... aber du machst es dir halt schon leicht aus deinem Elfenbeinturm runterzurufen.
 
Trotzdem sind das Kosten die irgendwann bezahlt werden müssen. 2-3 Wochen zusätzlichen bezahlten “Urlaub” wenn home office nicht möglich ist sind einfach unfassbar kostenintensiv. Und bevor in einem grösseren Betrieb der Staat den Urlaub sichert seh ichs als viel wichtiger an EPUs und Klein und Kleinstbetriebe am Leben zu erhalten. Soviel Solidarität erwart ich mir dann eigentlich schon...
Klar, irgendwann.

Aber: Wir reden hier von Unternehmen, bei denen keine Liquidität mehr vorhanden ist und daher bei Fortzahlung der Gehälter das Aus droht.
Da ändert es absolut nichts an der Lage, ob ein MA jetzt gezwungen wird Erholungsurlaub zu nehmen oder nicht. In beiden Fällen muss ich als AG das Gehalt zahlen und erhalte keine Arbeitsleistung dafür.

das war mein Punkt. Was irgendwann ist, spielt in dieser Lage, in der die Betriebsschließung direkt existenzbedrohend für das Unternehmen ist, keine Rolle.
und hier muss natürlich der Staat einspringen. Prinzipiell sollte imo in einer idealen Welt kein Unternehmer wegen dieser Krise die Pforten schließen müssen - v.a. nicht, wenn es um staatlich angeordnete Betriebsverbote geht.

wenn wir auch über Unternehmen reden, die einfach nur die Verluste kleiner halten wollen und deswegen auf "Tricks" zurückgreifen wie den MAs ihren Urlaub zu nehmen... Ne, dafür hab ich einfach kein Verständnis.
 
Der Arbeitnehmer soll bei uns das schwächste Glied in der Kette sein ? Doch nicht in Deutschland ! Diese verwirrte Wahrnehmung irritiert mich immer wieder.
In der jetzigen Krise ist die Existenz des Arbeitnehmers gesichert - für den kleinen Unternehmer ist das derzeit ein Tod auf Raten. Umsätze bleiben aus und aus den Gewinnen muss der Unternehmer seine Familie ernähren. Da sind die wegfallenden Kosten für die Arbeitnehmer, die schön im Schoss des Staates liegen, noch das geringste Problem. Ich weiß gar nicht, was sich hier viele vorstellen, gerade im KMU-Bereich ?! In meinem Mandantenstamm ist der „reiche“ Unternehmer die Außnahme - die meisten reißen sich zugunsten ihrer Mitarbeiter noch den Arsch auf und wollen das KUG unter allen Umständen aus privaten Mitteln aufstocken. Da muss ich dann irgendwann STOPP rufen.

Was machst du konkret? Was Richtung Steuern denke ich?
 
Ich seh in meinem Umfeld ja auch beide Seiten. Selbständige und Unternehmen habens nun wirklich nicht leicht... auch in normalen Zeiten.

Und sry @el_barto , ich gönns dir ja wirklich... aber du machst es dir halt schon leicht aus deinem Elfenbeinturm runterzurufen.
Elfenbeinturm :lol:

naja, das ist schon eine seltsame Wahrnehmung. So gerne ich auf einem Elfenbeimturm wäre.

und sehr schade, dass du eine normale Diskussion direkt auf die persönliche Ebene bringen musst. Hätte ich nicht erwartet :I
 
Naja, die Bedingungen die du bei deinem AG hast sind nunmal die absolute Ausnahme... und natürlich waers toll wenn es nicht so waere sondern die Regel. Aber so isses nunmal nicht. Da isses dann natürlich leicht auf die bösen AGs zu zeigen...

@liquidität
Klar braucht man die Kohle jetzt und zumindest bei u s springt der Staat auch ein. Aber der AG muss halt auch nächstes Jahr noch da sein... und dementsprechend muss halt geschaut werden, dass die AN jetzt nicht 3 Wochen Urlaub extra bekommen...
 
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