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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich versteh nicht ganz, warum es so abwegig ist, eine andere Tätigkeit zu erledigen bevor man pleite ist? Weil man sich zu fein für die Arbeit ist?

Muss man das wirklich beantworten? Ists nicht klar, wo die Probleme liegen?

Zum einen: ja, imo ist es ein wenig lächerlich, aus dem Elfenbeinturm (der btw. auch einfach entscheiden könnte, dass besonders betroffene Berufsgruppen finanziell unterstützt werden) danach gerufen wird "Dann schafft euch halt auf dem Feld bucklig!".
hat imo ein wenig was von Marie Antoinette... Dann sollen sie eben Kuchen essen!

Aber es gibt viele andere Probleme. Spontan würden mir einfallen:
- das Lohnniveau. Es hat schon seinen Grund, dass diese Arbeiten von Saisonkräften aus dem östlichen Europa gemacht werden. Mit unseren Lebenshaltungskosten ist da nicht viel zu holen.
- die stark unterschiedliche geographische Verteilung von Gastro- und Landwirtschaftsjobmöglichkeiten
- die komplett unterschiedlichen Anforderungen an die körperliche Fitness. Man kann nicht einfach so als gegeben annehmen, dass ein Gastro-Arbeiter mal eben auf dem Feld rumjuckeln kann.

Gibt sicher noch mehr Argumente.
 
Nimmst du bei kurzarbeit einen job an wird das voll angerechnet, also buckelst du dich noch krank und das umsonst, ja sehr sehr clever, das lohnt sich höchstens noch für arbeitslose. El barto hat aber dazu schon alles gesagt.
 
Ich versteh nicht ganz, warum es so abwegig ist, eine andere Tätigkeit zu erledigen bevor man pleite ist? Weil man sich zu fein für die Arbeit ist?

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Ich versteh nicht ganz, warum es so abwegig ist, eine andere Tätigkeit zu erledigen bevor man pleite ist? Weil man sich zu fein für die Arbeit ist?
Neben den Dingen, die @el_barto bereits geschrieben hat... wie würdest DU bei dem Vorschlag denn reagieren, wenn du ab morgen auf ein Feld müsstest?

Mal abgesehen davon, dass das nicht unseren gelernten Jobs entspricht, so macht es wirklich viel Sinn für einen Gastro-Arbeiter, einen schlecht bezahlten Job gegen einen noch schlechter bezahlten Job zu tauschen...
 
Um das Erntehelferproblem zu lösen, müssen die Landwirte natürlich im ersten Schritt Löhne zahlen, von denen man hierzulande auch lebe kann und die der schweren Arbeit, die den Körper zerstört, Rechnung trägt.

Das bedeutet, dass die Verbraucherpreise hoch gehen werden. und da sind sich dann doch die allermeisten leider wieder selbst die nächsten und kaufen lieber den Billigfraß aus dem Discounter, scheißegal wie die Produktionsumstände deswegen sind.

Aber da wären wir ja wieder beim Thema "systemrelevante Berufe und deren Entlohnung"... Würde man da anpacken, wäre bei den Leuten mehr Geld da, das die Ärmeren nutzen könnten, um hochwertiger einzukaufen.
 
Neben den Dingen, die @el_barto bereits geschrieben hat... wie würdest DU bei dem Vorschlag denn reagieren, wenn du ab morgen auf ein Feld müsstest?

Mal abgesehen davon, dass das nicht unseren gelernten Jobs entspricht, so macht es wirklich viel Sinn für einen Gastro-Arbeiter, einen schlecht bezahlten Job gegen einen noch schlechter bezahlten Job zu tauschen...
Weiß nicht ob er da der richtige Ansprechpartner ist. Der spielt wahrscheinlich noch Trompete beim spargel stechen.
 
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