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Der Politikthread (2 Betrachter)

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Es ist ein Irrglaube unserer Gesellschaft, dass bei der CDU ein Linksruck stattgefunden hat. Wo soll der sein? Nur weil Mutti ein paar mehr Flüchtlinge aufgenommen hat? Was ist mit der anschließend halbwegs "AfD-konformen" Flüchtlingspolitik? Ist das eine Rückbesinnung auf das "Konservative" oder gar das "Christliche" in CDU und CSU?

Die CDU hat es sich beim Volk verschissen, weil:
- immer mehr Leute merken, dass die Vertreter der CDU nur noch Politik im Sinne einflussreicher Lobbies machen und die Menge an Leuten von der Lobby-Politik sicher nicht bevorteilt wird,
- der Wohlstand der breiten Bevölkerung immer weiter abnimmt, Jobs unsicherer sind als früher und es immer schwieriger wird, sich aus einem Angestelltenverhältnis heraus eine eigene finanzielle Existenz aufzubauen,
- die "Unterschicht" (finanzielle und soziale) als arbeitsscheue Hartz IV-Faulenzer und Sozialstaat-Schmarotzer stigmatisiert wurde, die dem Märchen folgen sollen, dass "mehr Arbeit" zu mehr Wohlstand führt,
- sie nichts dagegen unternommen hat, dass das besitzende Kapital deutlich weniger zur Finanzierung der staatlichen Infrastruktur herangezogen wird als Arbeitnehmer und kleine Selbständige,
- sie nichts gegen die steigenden Lebenshaltungskosten unternimmt und sich von der sozialen Marktwirtschaft zur freien Marktwirtschaft hin gewandelt hat.

Das ist der SPD zuvor schon widerfahren, weil deren traditionelle Wähler eher von den oben beschriebenen Problemen betroffen sind als CDU-Wähler.

Wo ist denn die soziale Marktwirtschaft hin, die die "so stockkonservative" CDU bei ihrer Gründung in Bad Godesberg im Parteibuch stehen hatte? Durch einen Linksruck dahin? Mit Sicherheit nicht. Sondern durch Egoismus, Egoismus, Egoismus der handelnden Akteure. Das gilt auch für führende Mitglieder der SPD, nur da fällt es früher auf aufgrund einer ehemals anderen Erwartungshaltung an die Werte der Partei.

Und jetzt stecken wir in der öffentlichen Diskussion fest in der "Links-/Rechts-Kategorisierung." Der Konservative ist automatisch eher rechts zuzuordnen, der Gutmensch automatisch links(-versifft) und der Öko hat eh keine politische Daseinsberechtigung in einem wirtschaftlich starken Deutschland.

Es sollte, es MUSS neu gedacht werden. In sozial/unsozial, in tolerant/intolerant, in "Nutzt der Allgemeinheit/nutzt nur einer kleinen Klientel", in solidarisch/unsolidarisch.

Danach sollte man die Parteien bewerten (das würde die CDU der letzten Jahrzehnte freilich schnell einiger Prozente berauben), und danach sollte man wählen. Kann ein "Konservativer" nicht auch die Linke wählen, ohne gleich das Konservative aufzugeben? Kann ein "Gutmensch" nicht die CDU wählen, weil er an ihre christlichen Werte glaubt?

Wenn wir es schaffen würden, dieses neue Denken zu etablieren, dann würde die politische Landschaft in Deutschland und der EU ganz anders aussehen.

Dazu wird es aber nicht kommen, denn die Medien nehmen jede Schlagzeile rund um die AfD gerne für Klicks, Einschaltquoten und Auflagen mit. Die CDU als "letzte Volkspartei" hat kein Interesse an diesem neuen Denken. Die meisten Bürger, gerade die eigentlich Politikfernen, haben gar kein Interesse, neu zu denken, bzw. es wird schwierig, ihnen beizubringen.

Also bleibe ich nach diesem Beitrag ernüchtert, sehe einem Kanzler Merz entgegen, der mir sagt, ich brauche ja nur mehr Aktien kaufen, damit es mir gut geht, und gucke dem weiteren Erstarken der AfD aufgrund weiter sinkenden Wohlstands der Bevölkerung zu, denn die LINKE ist meiner Einschätzung nach nicht in der Lage, die Stimmung zu ihren Gunsten zu drehen. Und die SPD auch nicht.

Ich ziehe mich nun zurück in mein Kämmerlein und träume von einer "humanistischen Diktatur", in der die individuelle Freiheit gewahrt bleibt, aber eine sozialkompetente Elite das Denken für diejenigen übernimmt, die eigentlich nicht wählen sollten. Und so eine bessere Welt schafft. Mit Wohlstand und Menschenwürde für jeden, technischem und wissenschaftlichem Fortschritt, und gelebter Solidarität. Kurzum: Die schönste Diktatur aller Zeiten.
 
Es ist ein Irrglaube unserer Gesellschaft, dass bei der CDU ein Linksruck stattgefunden hat. Wo soll der sein? Nur weil Mutti ein paar mehr Flüchtlinge aufgenommen hat? Was ist mit der anschließend halbwegs "AfD-konformen" Flüchtlingspolitik? Ist das eine Rückbesinnung auf das "Konservative" oder gar das "Christliche" in CDU und CSU?

Die CDU hat es sich beim Volk verschissen, weil:
- immer mehr Leute merken, dass die Vertreter der CDU nur noch Politik im Sinne einflussreicher Lobbies machen und die Menge an Leuten von der Lobby-Politik sicher nicht bevorteilt wird,
- der Wohlstand der breiten Bevölkerung immer weiter abnimmt, Jobs unsicherer sind als früher und es immer schwieriger wird, sich aus einem Angestelltenverhältnis heraus eine eigene finanzielle Existenz aufzubauen,
- die "Unterschicht" (finanzielle und soziale) als arbeitsscheue Hartz IV-Faulenzer und Sozialstaat-Schmarotzer stigmatisiert wurde, die dem Märchen folgen sollen, dass "mehr Arbeit" zu mehr Wohlstand führt,
- sie nichts dagegen unternommen hat, dass das besitzende Kapital deutlich weniger zur Finanzierung der staatlichen Infrastruktur herangezogen wird als Arbeitnehmer und kleine Selbständige,
- sie nichts gegen die steigenden Lebenshaltungskosten unternimmt und sich von der sozialen Marktwirtschaft zur freien Marktwirtschaft hin gewandelt hat.

Das ist der SPD zuvor schon widerfahren, weil deren traditionelle Wähler eher von den oben beschriebenen Problemen betroffen sind als CDU-Wähler.

Wo ist denn die soziale Marktwirtschaft hin, die die "so stockkonservative" CDU bei ihrer Gründung in Bad Godesberg im Parteibuch stehen hatte? Durch einen Linksruck dahin? Mit Sicherheit nicht. Sondern durch Egoismus, Egoismus, Egoismus der handelnden Akteure. Das gilt auch für führende Mitglieder der SPD, nur da fällt es früher auf aufgrund einer ehemals anderen Erwartungshaltung an die Werte der Partei.

Und jetzt stecken wir in der öffentlichen Diskussion fest in der "Links-/Rechts-Kategorisierung." Der Konservative ist automatisch eher rechts zuzuordnen, der Gutmensch automatisch links(-versifft) und der Öko hat eh keine politische Daseinsberechtigung in einem wirtschaftlich starken Deutschland.

Es sollte, es MUSS neu gedacht werden. In sozial/unsozial, in tolerant/intolerant, in "Nutzt der Allgemeinheit/nutzt nur einer kleinen Klientel", in solidarisch/unsolidarisch.

Danach sollte man die Parteien bewerten (das würde die CDU der letzten Jahrzehnte freilich schnell einiger Prozente berauben), und danach sollte man wählen. Kann ein "Konservativer" nicht auch die Linke wählen, ohne gleich das Konservative aufzugeben? Kann ein "Gutmensch" nicht die CDU wählen, weil er an ihre christlichen Werte glaubt?

Wenn wir es schaffen würden, dieses neue Denken zu etablieren, dann würde die politische Landschaft in Deutschland und der EU ganz anders aussehen.

Dazu wird es aber nicht kommen, denn die Medien nehmen jede Schlagzeile rund um die AfD gerne für Klicks, Einschaltquoten und Auflagen mit. Die CDU als "letzte Volkspartei" hat kein Interesse an diesem neuen Denken. Die meisten Bürger, gerade die eigentlich Politikfernen, haben gar kein Interesse, neu zu denken, bzw. es wird schwierig, ihnen beizubringen.

Also bleibe ich nach diesem Beitrag ernüchtert, sehe einem Kanzler Merz entgegen, der mir sagt, ich brauche ja nur mehr Aktien kaufen, damit es mir gut geht, und gucke dem weiteren Erstarken der AfD aufgrund weiter sinkenden Wohlstands der Bevölkerung zu, denn die LINKE ist meiner Einschätzung nach nicht in der Lage, die Stimmung zu ihren Gunsten zu drehen. Und die SPD auch nicht.

Ich ziehe mich nun zurück in mein Kämmerlein und träume von einer "humanistischen Diktatur", in der die individuelle Freiheit gewahrt bleibt, aber eine sozialkompetente Elite das Denken für diejenigen übernimmt, die eigentlich nicht wählen sollten. Und so eine bessere Welt schafft. Mit Wohlstand und Menschenwürde für jeden, technischem und wissenschaftlichem Fortschritt, und gelebter Solidarität. Kurzum: Die schönste Diktatur aller Zeiten.
Sehr guter Beitrag :dhoch:
 
Es ist ein Irrglaube unserer Gesellschaft, dass bei der CDU ein Linksruck stattgefunden hat. Wo soll der sein? Nur weil Mutti ein paar mehr Flüchtlinge aufgenommen hat? Was ist mit der anschließend halbwegs "AfD-konformen" Flüchtlingspolitik? Ist das eine Rückbesinnung auf das "Konservative" oder gar das "Christliche" in CDU und CSU?

Die CDU hat es sich beim Volk verschissen, weil:
- immer mehr Leute merken, dass die Vertreter der CDU nur noch Politik im Sinne einflussreicher Lobbies machen und die Menge an Leuten von der Lobby-Politik sicher nicht bevorteilt wird,
- der Wohlstand der breiten Bevölkerung immer weiter abnimmt, Jobs unsicherer sind als früher und es immer schwieriger wird, sich aus einem Angestelltenverhältnis heraus eine eigene finanzielle Existenz aufzubauen,
- die "Unterschicht" (finanzielle und soziale) als arbeitsscheue Hartz IV-Faulenzer und Sozialstaat-Schmarotzer stigmatisiert wurde, die dem Märchen folgen sollen, dass "mehr Arbeit" zu mehr Wohlstand führt,
- sie nichts dagegen unternommen hat, dass das besitzende Kapital deutlich weniger zur Finanzierung der staatlichen Infrastruktur herangezogen wird als Arbeitnehmer und kleine Selbständige,
- sie nichts gegen die steigenden Lebenshaltungskosten unternimmt und sich von der sozialen Marktwirtschaft zur freien Marktwirtschaft hin gewandelt hat.

Das ist der SPD zuvor schon widerfahren, weil deren traditionelle Wähler eher von den oben beschriebenen Problemen betroffen sind als CDU-Wähler.

Wo ist denn die soziale Marktwirtschaft hin, die die "so stockkonservative" CDU bei ihrer Gründung in Bad Godesberg im Parteibuch stehen hatte? Durch einen Linksruck dahin? Mit Sicherheit nicht. Sondern durch Egoismus, Egoismus, Egoismus der handelnden Akteure. Das gilt auch für führende Mitglieder der SPD, nur da fällt es früher auf aufgrund einer ehemals anderen Erwartungshaltung an die Werte der Partei.

Und jetzt stecken wir in der öffentlichen Diskussion fest in der "Links-/Rechts-Kategorisierung." Der Konservative ist automatisch eher rechts zuzuordnen, der Gutmensch automatisch links(-versifft) und der Öko hat eh keine politische Daseinsberechtigung in einem wirtschaftlich starken Deutschland.

Es sollte, es MUSS neu gedacht werden. In sozial/unsozial, in tolerant/intolerant, in "Nutzt der Allgemeinheit/nutzt nur einer kleinen Klientel", in solidarisch/unsolidarisch.

Danach sollte man die Parteien bewerten (das würde die CDU der letzten Jahrzehnte freilich schnell einiger Prozente berauben), und danach sollte man wählen. Kann ein "Konservativer" nicht auch die Linke wählen, ohne gleich das Konservative aufzugeben? Kann ein "Gutmensch" nicht die CDU wählen, weil er an ihre christlichen Werte glaubt?

Wenn wir es schaffen würden, dieses neue Denken zu etablieren, dann würde die politische Landschaft in Deutschland und der EU ganz anders aussehen.

Dazu wird es aber nicht kommen, denn die Medien nehmen jede Schlagzeile rund um die AfD gerne für Klicks, Einschaltquoten und Auflagen mit. Die CDU als "letzte Volkspartei" hat kein Interesse an diesem neuen Denken. Die meisten Bürger, gerade die eigentlich Politikfernen, haben gar kein Interesse, neu zu denken, bzw. es wird schwierig, ihnen beizubringen.

Also bleibe ich nach diesem Beitrag ernüchtert, sehe einem Kanzler Merz entgegen, der mir sagt, ich brauche ja nur mehr Aktien kaufen, damit es mir gut geht, und gucke dem weiteren Erstarken der AfD aufgrund weiter sinkenden Wohlstands der Bevölkerung zu, denn die LINKE ist meiner Einschätzung nach nicht in der Lage, die Stimmung zu ihren Gunsten zu drehen. Und die SPD auch nicht.

Ich ziehe mich nun zurück in mein Kämmerlein und träume von einer "humanistischen Diktatur", in der die individuelle Freiheit gewahrt bleibt, aber eine sozialkompetente Elite das Denken für diejenigen übernimmt, die eigentlich nicht wählen sollten. Und so eine bessere Welt schafft. Mit Wohlstand und Menschenwürde für jeden, technischem und wissenschaftlichem Fortschritt, und gelebter Solidarität. Kurzum: Die schönste Diktatur aller Zeiten.

Und doch hat Merz absolut Recht damit. Wir Deutschen sind weltweit die einzigen, die für Unternehmen arbeiten, uns beschweren, wie viel diese Unternehmen verdienen, und dann aber nicht die sehr einfache Möglichkeit nutzen uns an diesem Produktivkapital zu beteiligen. Vollkommen schizophren und dumm. Da haben Politik und Medien aber auch ne Mitschuld, weil das Ganze hier in Deutschland immer noch mit Kasino gleichgesetzt wird. Und wir nen Finanzminister haben, der sein Geld auf dem Sparbuch lässt und darüber nachdenkt, den jährlichen Freibetrag für Zinserträge um 50 (!) Euro zu erhöhen. Er hat seine 7.000+ Euro Nettorente ja auch sicher.
 
Wie man von einer Diktatur träumen kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Egal, ob linke, rechte, grüne oder humanistische Diktatur.
Du hast seine Ausführungen dazu aber schon gelesen, oder ? Das ist natürlich ein Fantasiegebilde, das der Mensch mit all seinen Eigenschaften und Trieben immer blockieren wird. Aber die Gedanken sind die meinen, verwegen und idealistisch - ich mag das.

@SB Harald : Verzeih mir die Antwort darauf, aber ich weiß, wie Du das gemeint hast....Bruder im Geiste :grins:
 
Ich bin in der Tat davon überzeugt, dass nicht jeder wählen sollte, der wählen darf. Gleichzeitig habe ich aber keinen Vorschlag zu einem neuen Wahlrecht, der nicht großen Diskussionsbedarf auslösen würde.

Die von mir erwähnte "humanistische Diktatur" ist eine Utopie, vielleicht sogar ein Paradoxon, weil Humanismus und Diktatur sich vom Denken ja gegenseitig ausschließen (müssten).

Eine andere Utopie ist für mich der Kommunismus im Sinne von Marx, neu interpretiert nach den modernen Gegebenheiten. Die Grundidee des Kommunismus ist für mich mit Menschen aber nicht gerecht umsetzbar, weil immer zu viele Menschen in einflussreichen Positionen dieses Systems ihren eigenen Vorteil suchen werden. Und wir somit wieder mehr oder weniger beim für mich nicht erstrebenswerten Sozialismus sowjetischer Art landen würden.

Erst wenn es vielleicht irgendwann mal einen maschinellen Algorithmus gibt, der nicht mehr auf der Intelligenz seines menschlichen Entwicklers basiert, sondern weit darüber hinaus sich entwickelt haben wird, dann könnte ich mir einen gerechten Kommunismus vorstellen... der dann von den Menschen erstmal akzeptiert werden und deren Vertrauen bekommen müsste.

Zurück zum Hier und Jetzt: Wie wäre es, wenn statt der Merzschen Aktienideologie das Shareholder Value eingedämmt/ abgeschafft würde und Arbeitnehmer mehr Beteiligung erhalten von dem, was sie gemeinsam mit und für den Unternehmer erwirtschaften?

So besteht der Anreiz zum Arbeiten, Mitarbeiter können sich einfacher mit ihrem Arbeitgeber identifizieren und so fürs Alter privat vorsorgen. Und einer breiten Schicht ginge es besser als heute.

Dieser breiter verteilte Wohlstand könnte dann vom Staat teilweise wieder für Forschung, Bildung und Infrastruktur reinvestiert werden. Ich bin überzeugt, dass bei einem solchen Modell mehr Geld für staatliche Aufgaben zur Verfügung stehen und zugleich mehr Wohlstand "für alle" generiert werden kann.

Und dabei bewegen wir uns immer noch in einem so hoch akzeptierten konkurrenzorientierten kapitalistischen Umfeld und "überfordern" niemanden mit einer neuen, anderen Gesellschaftsform.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
und dann aber nicht die sehr einfache Möglichkeit nutzen uns an diesem Produktivkapital zu beteiligen.

Jawohl... ich lade dich gerne ein, bei mir in der Beratung mal meiner nächsten alleinerziehenden Klientin mit 2 völlig unterbezahlten Jobs zu erklären, dass sie selbst Schuld ist und doch lieber Aktien hätte kaufen sollen. Sie wird dir bestimmt freudestrahlend um den Hals fallen und mich sowie ihren Burnout zum Teufel jagen!
 
Ich erinnere mich noch, wie sie uns zu Lehrzeiten noch Aktien der Firma zum Sondertarif angeboten haben.
Alcatel hat sich seitdem auch top entwickelt.
Allgemein ist eine große Einstiegshürde da und es haben durchaus genug schon Geld verloren.
 
Jawohl... ich lade dich gerne ein, bei mir in der Beratung mal meiner nächsten alleinerziehenden Klientin mit 2 völlig unterbezahlten Jobs zu erklären, dass sie selbst Schuld ist und doch lieber Aktien hätte kaufen sollen. Sie wird dir bestimmt freudestrahlend um den Hals fallen und mich sowie ihren Burnout zum Teufel jagen!

War ja klar, dass hier wieder die Extrembeispiele kommen. Ja, es gibt Menschen, die sich keine leisten können. Die absolute Mehrheit könnte es aber ohne Probleme und tut es nicht. Und das ist das einzige, was zählt. Und die Einstiegshürde ist heutzutage niedriger als je zuvor. Jeder, der sich 10 Minuten mal damit auseinander setzt, kann breit gestreut investieren, ohne sein Geld in ein einzelnes riskantes Aktienunternehmen zu stecken. Aber das ist auch wieder typisch deutsch. Wie damals mit der Telekom. "Telekom Aktie steigt? Ich bin all in!" Und sich dann wundern, dass das Risiko extrem hoch und das Geld weg ist...
 
Jawohl... ich lade dich gerne ein, bei mir in der Beratung mal meiner nächsten alleinerziehenden Klientin mit 2 völlig unterbezahlten Jobs zu erklären, dass sie selbst Schuld ist und doch lieber Aktien hätte kaufen sollen. Sie wird dir bestimmt freudestrahlend um den Hals fallen und mich sowie ihren Burnout zum Teufel jagen!
Die soll sich mal nicht so anstellen. Einfach 50€ im Monat beiseite legen und investieren. Vielleicht muss sie dann halt mit dem Rauchen aufhören. Dafür hat sie Dann aber auch die Chance aus ihren 600€ die sie dann investiert hat ganze 630€ zu machen... Naja, oder sie verliert halt etwas und es sind dann nur noch 500€...aber das tut doch nicht weh!
 
Ich gebs auf :D. Aber macht euch nur lustig. Diese Denke ist auch der Grund, warum einige Leute Geld haben und andere halt nicht. Sich eingestehen zu müssen, dass man sich selbst nie mit seinen eigenen Finanzen beschäftigt hat und über Jahre die stetigen Gewinne an den Märkten verpasst hat, tut natürlich weh, daher weicht man dann auf Sarkasmus aus. Einigen hier würde ich zudem mal nen Zinseszins-Rechner empfehlen, dann würden sie feststellen, dass auch kleinere Beträge über einen Zeitraum von 20-30 Jahren einen gewaltigen Unterschied machen. Wie Warren Buffet schon sagte, der Zinseszins ist eines der Weltwunder.
 
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