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Der Politikthread

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Die einzige Variante, die ich da sehe, wäre es die Beitragsbemessungsgrenze massiv nach oben zu schieben und die "Rentenpunkte" bei den betroffenen trotzdem an dem Punkt der aktuellen Grenze zu deckeln. Dann könnte man den Überschuss verwenden und auf die kleineren Einkommen/Renten umlegen.

Da kriegst Du verfassungsmäßige Probleme. Sowas kann man eher über Steuern und einen Zuschuß zur Rentenkasse regeln (wie jetzt schon).
 
Das ist die Quadratur des Kreises. Die Demografie lässt sich nicht wegrechnen, egal welcher vermeintlich kompetente FDP Politiker da gerade sitzt (und zwischen 2009 und 2013 durchaus auch schon Zeit gehabt hätte, das Projekt anzugehen). Die einzige Variante, die ich da sehe, wäre es die Beitragsbemessungsgrenze massiv nach oben zu schieben und die "Rentenpunkte" bei den betroffenen trotzdem an dem Punkt der aktuellen Grenze zu deckeln. Dann könnte man den Überschuss verwenden und auf die kleineren Einkommen/Renten umlegen.
Nein,
niedrigere LNK funktionieren in anderen (EU-) Ländern auch und es sollten einfach ALLE in die Rente einzahlen müssen dann würde das auch funktionieren. (siehe Österreich)
 
Ich weiß, es war nicht ernst gemeint, aber trotzdem: weil sie es nicht können! Ist zwar immer wieder lustig, sich über die doofen Chefs lustig zu machen und die MA wissen es ja eigentlich viel besser, usw. usw., aber faktisch haben die keine Ahnung, wie man eine Firma führt. Wir glauben auch immer, der bessere Bundestrainer zu sein. Spoiler: sind wir nicht!

Du meinst also, der MA, der bei BMW den Kabelstrang des 3ers am Band einbaut, könnte nicht auch strategische Entscheidung der Gegenwart und Zukunft des Unternehmens treffen? Investitionen im Betrieb planen, prüfen und freigeben? Sales und Marketing leiten? Verträge mit der Händlerschaft ausarbeiten?
 
Die Diskussion bricht da schon wieder ein, dass es hier um gleiche Bezahlung geht. Das stimmt ja nicht. Nur gerechte Bezahlung.
Um die unverhältnismäßig nach oben.
Wie gesagt, wenn 10% der Bevölkerung 50% des Vermögens haben, läuft was schief. Besonders dann, wenn in der Welt Hunger etc. herrscht.
Letztes könnten wir sogar locker lösen.
 
Das ist -zumindest in D - aber nur der AN Anteil!
Bei Steuerklasse 1 und 3000 Euro Brutto sind es aber schon 34% denn der AN bekommt netto nur 1958 Euro raus.

PLUS das "deine" 1958 Euro netto den AG aber 3594 Euro kosten - und DAS ist das eigentliche Problem!

Was du da rechnest hat nichts mit den Lohnnebenkosten zu tun (Netto vom Brutto =/ Lohnnebenkosten). Die Lohnnebenkosten geben an, wie viel der Arbeitgeber auf 100€ Bruttogehalt noch an Sozialabgaben ausgeben muss.

Bei Netto vom Brutto steht Österreich nur minimal besser als Deutschland da (https://www.handelsblatt.com/politi...l?ticket=ST-71087115-C0AMAPj4cMuExIQNxLbk-ap2).
 
Das ist -zumindest in D - aber nur der AN Anteil!
Bei Steuerklasse 1 und 3000 Euro Brutto sind es aber schon 34% denn der AN bekommt netto nur 1958 Euro raus.

PLUS das "deine" 1958 Euro netto den AG aber 3594 Euro kosten - und DAS ist das eigentliche Problem!
Das ist, mit Verlaub, eine dämliche Rechnung. Steuerklassen haben nichts mit den Lohnnebenkosten zu tun. Die Lohnsteuer trägt der MA alleine, und kosten den Unternehmer nichts. Die Lohnsteuer geht vom vereinbarten Brutto ab und interessiert den AG nicht. Er führt sie nur ab, zahlt sie aber nicht.

edit:
Ach, das wurde schon angemerkt.
 
Wer als Arbeitgeber mal versucht hat, unbefristet angestellte Mitarbeiter zu kündigen, wird schnell feststellen, dass die Mitarbeiter dabei nicht zwangsläufig die mit dem ökonomisch höheren Risiko sind. Ganz besonders nicht in einem Arbeitsmarkt, wie er aktuell vorherrscht.

Diese Aussage halte ich in dieser Allgemeinheit für falsch. In einer Kapitalgesellschaft sitzen alle alle Mitarbeiter im gleichen Boot, was das Risiko angeht. Nun ist aber nunmal so, dass je höher man noch oben schaut, sich zwei Effekte ergeben. Zum einen verdienen diese Menschen ohnehin mehr als der unterste Wurm, weswegen sich diese Personenkreise auch besser absichern können und zudem sind die gleichen Leute meist weit besser qualifiziert was eine Neuvermittlung weitaus einfacher macht.

Wenn ich also das Unternehmen betrachte, ich dem ich beschäft bin, so muss ich resümieren, dass die am schlecht gezahltesten Jobs jene Leute haben, die im Falle eines Jobverlustes auch das höchste Risiko tragen.
 
Wer in Deutschland festangestellt in einer Kapitalgesellschaft arbeitet, der dürfte schon mal tariflich generell besser dastehen als viele Arbeitnehmer in ähnlicher Position und dadurch noch weniger Risiko tragen. Das wirtschaftliche Hauptfeld in Deutschland ist aber immer noch der Mittelstand. Wer allerdings überhaupt keine Qualifikation hat, der trägt natürlich auch ein deutlich höheres Risiko als andere. So what. War immer so, wird immer so sein und das auch berechtigt.
 
Wer in Deutschland festangestellt in einer Kapitalgesellschaft arbeitet, der dürfte schon mal tariflich generell besser dastehen als viele Arbeitnehmer in ähnlicher Position und dadurch noch weniger Risiko tragen. Das wirtschaftliche Hauptfeld in Deutschland ist aber immer noch der Mittelstand. Wer allerdings überhaupt keine Qualifikation hat, der trägt natürlich auch ein deutlich höheres Risiko als andere. So what. War immer so, wird immer so sein und das auch berechtigt.

Und wieder. Dieser generelle Aussage, dass nur weil man in einer Kapitalgesellschaft arbeitet, würde man tariflich super dastehen ist viel zu Allgemein und selbst wenn, dann bringt mir mein Tarif in der Arbeitslosigkeit auch nichts. In allen Kapitalgesellschaften in denen ich bisher gearbeitet habe, gab es nur in einer einen Tarifvertrag.

Worauf ich hinaus will. Es wird immer davon gesprochen, dass die Eigentümer eines Unternehmens (und bleiben wir mal bei der Kapitalgesellschaft) das unternehmerische Risiko tragen und sich dadurch hohe Gehälter für Geschäftsführer und ähnliche Positionen rechtfertigen lassen. Diese Denke halte ich für grundsätzlich falsch, denn wie ich oben geschrieben habe, tragen die schlechter qualifizierten Mitarbeiter ein weitaus höheres Risiko. Und mit schlecht muss nicht gemeint sein, dass man nicht qualifiziert ist. Aber eben schlechter als die mittlere und hohe Führungsebene. Oder man hat eine sehr starke Spezialisierung im im Falle eines Jobverlustes nach einem kompletten Ortswechsel (order gleich ein anderes Land) verlangen würde. So wäre es nämlich in meinem Fall...
 
Das ist, mit Verlaub, eine dämliche Rechnung. Steuerklassen haben nichts mit den Lohnnebenkosten zu tun. Die Lohnsteuer trägt der MA alleine, und kosten den Unternehmer nichts. Die Lohnsteuer geht vom vereinbarten Brutto ab und interessiert den AG nicht. Er führt sie nur ab, zahlt sie aber nicht.

edit:
Ach, das wurde schon angemerkt.
???
Es ging um die Veranschaulichung der gesamten LNK.
Und Fakt ist das ein AN Stkl.1 von 3000 Euro Brutto erstmal nur 1958 Euro netto in der Tasche hat.
Und dies den AG aber eben 3594 Euro an Lohnkosten verursacht.
 
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