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Der Politikthread

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Und Investitionen oder Rücklagen muss er sich dann von seinen Mitarbeitern genehmigen lassen. Oder besser noch von den Behörden :D. Ach ich weiß auch echt nicht wieso ich auf diese Kreis-Diskussionen immer wieder einsteige. Happy life.

Das Problem ist m.E., dass du hier gerade mehrere Sachen vermischst und dann die böse Planwirtschaftskeule spielst. Die Idee, die hier aktuell gerade herumging, bezog sich darauf, dass ein Chef nicht mehr als das X-fache des schlechtest bezahlten Mitarbeiters verdienen sollte. Sprich Chef verdient 10 Millionen Euro, darf nach Gesetz z.B. maximal das 100-fache des schlechtest bezahlten Mitarbeiters verdienen -> 100.000€ Mindestgehalt. Ob das jetzt der Weisheit letzter Schluss ist sei mal dahingestellt - es hat mit Rücklagen oder Investitionen für das Unternehmen jedoch überhaupt nichts zu tun.
 
Ich glaube halt auch, dass es eigentlich relativ sinnlos ist diese ständig in Nuancen veränderte Diskussion immer wieder zu führen. Da prallen halt zwei verschiedene Meinungswelten aufeinander, die sich auch nicht zu einem großen Konsens diskutieren lassen. Insbesondere da beide Seiten in relativen Extremen denken oder argumentieren was der Diskussion natürlich auch nur bedingt förderlich ist. Die Wahrheit liegt ja wie so oft in der Mitte.

Natürlich witzig dass dann diese Problematik aber die Regierung lösen soll, die ja bekannt dafür ist, gesellschaftliche Probleme zur Zufriedenheit aller zu lösen. Egal welche Regierung gerade an der Macht ist.
 
Das größte Problem an der Debatte hier ist, dass die "gegner" der Position dieses gedankenspiel immer auf die aktuellen Gegebenheiten anwenden.

"also wenn ein Unternehmer jetzt...."

"als wenn die Politiker die wir grade haben..."

"wenn das morgen passiert dann verlassen alle den wirtschaftsstandort Deutschland!"

Etc.

Ich glaube es ist wichtig zu verstehen das hier keiner davon ausgeht das:

A) morgen auf einmal der große Umschwung beginnt
B) die aktuelle Wirtschaft es dazu kommen lassen würde
C) die aktuelle Politik (beeinflusst durch die Wirtschaft) es heute dazu kommen lassen würde
D) dieses gedankenspiel sich einzig auf Deutschland beschränkt

Es handelt sich dabei um eine andere Weltanschauung. Das wird nicht von heute auf morgen passieren, das wird ein Wandel sein den die gesamte (oder große Teile der) Welt und nicht ein einziges Land mitmachen muss. Es ist ein völliger perspektivwechsel. Wie der Beginn des Mitspracherechts des einzelnen Bürgers in Form der Demokratie. Ob das jemals passieren wird? Weiß hier sicher keiner und die Chancen stehen sicher genau so gut auf ein Nein wie auf ein Ja. Aber die grundsätzliche Idee allen Menschen die gleichen Chancen zu geben, ganz gleich ihrer Lebensgeschichte, sollte doch per se erst mal nicht abschreckend sein. Und wenn dann in dieser gleichung Menschen nicht mehr reich sondern nur noch wohlhabend sein können, so be it. Das ist ja wohl ein minimales Opfer.
 
Dafür kann man ja entsprechende Mindestlöhne anpassen. Aber Deckelungen sind als staatlicher Eingriff absurd und würden am Ende lediglich erreichen dass der International eh schon unattraktive Standort noch viel unattraktiver wird. Was soll denn der Unternehmer machen, dessen Geschäft zu gut für seine Deckelung läuft? Zwangsausschüttung an seine Angestellten? Zwangssteuer zu 100%? Das wäre dann zumindest der Traum der Linken deren einziges Verständnis von Geld das ist, wie man es anderen wegnimmt.

Niemand will Geld wegnehmen nur gerechter verteilen. Stimmt.

Und wie gemein sich bei dir Zwangsausschütubg an die Mitarbeiter*innen anhört. Klar geht ja gar nicht, dass jene, welche maßgeblich am Erfolg teilhaben, auch am Gewinn teilhaben dürfen.
 
Niemand, wirklich niemand, hat sich hier gegen Chancengleichheit ausgesprochen. Aber man sollte auch nicht glauben, daß Jeder das Gleiche leisten kann und/oder will, egal wie die Chancen für ihn sind/waren. Und ja, das kann auch durchaus über den Faktor 20 hinausgehen. Und nochmal, wenn man hier absolute Extreme wie Bezos und den H4-Empfänger in Relation setzt, ist das der (realpolitischen) Diskussion nicht dienlich.
 
Niemand, wirklich niemand, hat sich hier gegen Chancengleichheit ausgesprochen. Aber man sollte auch nicht glauben, daß Jeder das Gleiche leisten kann und/oder will, egal wie die Chancen für ihn sind/waren. Und ja, das kann auch durchaus über den Faktor 20 hinausgehen. Und nochmal, wenn man hier absolute Extreme wie Bezos und den H4-Empfänger in Relation setzt, ist das der (realpolitischen) Diskussion nicht dienlich.

Nochmal, meine 20 waren tatsächlich nur aus dem Raum gegriffen, für eine genaue Einschätzung dessen, was eventuell sinnvoll anzusehen wäre fehlt es mir gerade an politischen Einblicken.
Dass nicht jede*r das gleiche leisten kann, soll und oder einfach will, geschenkt. Und das mehr Verantwortung auch mit mehr Geld belohnt werden sollte auch. 8ch fordere sicher keinen Einheutslohn.
Also sind wir uns da ja immerhin einig :knuddel:
 
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Ich glaube halt auch, dass es eigentlich relativ sinnlos ist diese ständig in Nuancen veränderte Diskussion immer wieder zu führen. Da prallen halt zwei verschiedene Meinungswelten aufeinander, die sich auch nicht zu einem großen Konsens diskutieren lassen. Insbesondere da beide Seiten in relativen Extremen denken oder argumentieren was der Diskussion natürlich auch nur bedingt förderlich ist. Die Wahrheit liegt ja wie so oft in der Mitte.

Natürlich witzig dass dann diese Problematik aber die Regierung lösen soll, die ja bekannt dafür ist, gesellschaftliche Probleme zur Zufriedenheit aller zu lösen. Egal welche Regierung gerade an der Macht ist.

Ich halte den Wunsch nach weniger Einkommensungleichheit für alles andere als extrem. Jetzt mal ganz von dem sozialen Gedanken abgesehen weisen z.B. auch seit Jahren diverse Wirtschaftsforschungsinstitute darauf hin, dass die (wachsende) Ungleichheit wirtschaftliche Schäden verursacht - z.B. auch das in Sachen kommunistischer Einflüsse einigermaßen unverdächtige DIW (vgl. z.B. https://www.sueddeutsche.de/wirtsch...t-deutsche-wirtschaft-40-milliarden-1.3410169).

Das ist in Sachen Aussagekraft m.E. ähnlich hoch zu bewerten, wie die vernichtende Studie des DIW zur Atomkraft. Wenn sogar die schon sagen, dass etwas schief läuft und die Wirtschaft davon Schaden trägt, dann ist das Argument 'Das würde der Wirtschaft aber schaden und die Wettbewerbsfähigkeit senken' einfach nur absurd - der Status Quo ist es, der den Schaden verursacht.


Grundsätzlich hast du aber natürlich vollkommen recht, dass diese Diskussion zu nicht viel führen wird. Das Problem ist aber real und es wird ganz offensichtlich nicht verschwinden, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach nur schlimmer werden, siehe z.B.: https://www.sueddeutsche.de/wirtsch...-ist-so-ungleich-wie-vor-100-jahren-1.3791457
 
@XtreCoolX Das war jetzt auch nicht auf Dich gemünzt, Du hast nur dazwischen gepostet :D

Ich denke auch, wir sind da näher, als es hier klingt. Wobei ich eine Deckelung nach oben (in Privatunternehmen) weiterhin kritisch gegenüber stehe. Der Staat sollte sich eher um die Untergrenze kümmern, als auf die (relativ) Wenigen an der Spitze zu schauen.
 
@XtreCoolX Das war jetzt auch nicht auf Dich gemünzt, Du hast nur dazwischen gepostet :D

Ich denke auch, wir sind da näher, als es hier klingt. Wobei ich eine Deckelung nach oben (in Privatunternehmen) weiterhin kritisch gegenüber stehe. Der Staat sollte sich eher um die Untergrenze kümmern, als auf die (relativ) Wenigen an der Spitze zu schauen.

So sehe ich das auch.

Wenn es dem normalen Arbeitnehmer "gut" geht, ist es ihm eh scheissegal, was sein Chef verdient. Dann darf der auch Millionen haben.

Es ist mMn auch gefährlich, immer wieder Amazon als Beispiel zu nennen. Diese Multimilliarden-Unternehmen stellen nur einen kleinen Teil der Beschäftigung dar. Kleine und mittelständige Unternehmen stellen weitaus mehr Jobs. Und da wird es dann schon schwieriger zu entscheiden, wieviel der Chef verdienen "darf". Er sollte sein Vermögen natürlich nicht daraus ziehen, dass er seine Mitarbeiter ausbeutet.
 
Niemand will Geld wegnehmen nur gerechter verteilen. Stimmt.

Und wie gemein sich bei dir Zwangsausschütubg an die Mitarbeiter*innen anhört. Klar geht ja gar nicht, dass jene, welche maßgeblich am Erfolg teilhaben, auch am Gewinn teilhaben dürfen.

Faire Bezahlung: JA!

Wenn du aber MA am Gewinn des Unternehmens "teilhaben" lassen willst OHNE das diese dann aber auch bei Verlusten diese dann "mittragen" dann stehen die MA besser wie die Unternehmer selbst da...

Wenn die MA die Verluste "mittragen" würden sind sie aber keine MA mehr - sondern "Unternehmer"...!

Und NEIN ich rede von "normalen" inhabergeführten Unternehmen und NICHT von "Top"-Managern von Dax Konzernen...
 
Es ist mMn auch gefährlich, immer wieder Amazon als Beispiel zu nennen. Diese Multimilliarden-Unternehmen stellen nur einen kleinen Teil der Beschäftigung dar. Kleine und mittelständige Unternehmen stellen weitaus mehr Jobs. Und da wird es dann schon schwieriger zu entscheiden, wieviel der Chef verdienen "darf".
Warum ist das gefährlich? Der*die Chef*in eines kleinen und mittelständischen Unternehmens wird doch in den wenigsten Fällen das x-fache seiner*ihrer Angestellten verdienen und ist doch dann gar nicht betroffen? :?
Wenn du aber MA am Gewinn des Unternehmens "teilhaben" lassen willst OHNE das diese dann aber auch bei Verlusten diese dann "mittragen" dann stehen die MA besser wie die Unternehmer selbst da...
Der Jobverlust ist kein Risiko?
 
Ich glaube halt auch, dass es eigentlich relativ sinnlos ist diese ständig in Nuancen veränderte Diskussion immer wieder zu führen. Da prallen halt zwei verschiedene Meinungswelten aufeinander, die sich auch nicht zu einem großen Konsens diskutieren lassen. Insbesondere da beide Seiten in relativen Extremen denken oder argumentieren was der Diskussion natürlich auch nur bedingt förderlich ist. Die Wahrheit liegt ja wie so oft in der Mitte.

Natürlich witzig dass dann diese Problematik aber die Regierung lösen soll, die ja bekannt dafür ist, gesellschaftliche Probleme zur Zufriedenheit aller zu lösen. Egal welche Regierung gerade an der Macht ist.

Tja, nur ohne den Staat wird es auch nicht gehen.
Das oder ein (Haupt-) Problem (und das ist die EINZIGE Überschneidung die ich schon seit Jahrzehnten mit der FDP habe) sind doch schon mal:
a) die viel zu hohen Lohnnebenkosten
b) die viel zu (im Verhältnis zu den Brutto-Netto Abzügen) schlechten "Sozialleistungen" v.a. die Rente.

Hier wäre schon viel geholfen wenn es endlich mal eine RICHTIGE Reform geben würde.
Niedrigere Lohnkosten für Unternehmen
Mehr Netto für MA
Bessere Rente für MA
 
Tja, nur ohne den Staat wird es auch nicht gehen.
Das oder ein (Haupt-) Problem (und das ist die EINZIGE Überschneidung die ich schon seit Jahrzehnten mit der FDP habe) sind doch schon mal:
a) die viel zu hohen Lohnnebenkosten
b) die viel zu (im Verhältnis zu den Brutto-Netto Abzügen) schlechten "Sozialleistungen" v.a. die Rente.

Hier wäre schon viel geholfen wenn es endlich mal eine RICHTIGE Reform geben würde.
Niedrigere Lohnkosten für Unternehmen
Mehr Netto für MA
Bessere Rente für MA

Das ist die Quadratur des Kreises. Die Demografie lässt sich nicht wegrechnen, egal welcher vermeintlich kompetente FDP Politiker da gerade sitzt (und zwischen 2009 und 2013 durchaus auch schon Zeit gehabt hätte, das Projekt anzugehen). Die einzige Variante, die ich da sehe, wäre es die Beitragsbemessungsgrenze massiv nach oben zu schieben und die "Rentenpunkte" bei den betroffenen trotzdem an dem Punkt der aktuellen Grenze zu deckeln. Dann könnte man den Überschuss verwenden und auf die kleineren Einkommen/Renten umlegen.
 
Aktuell tragen die Mitarbeiter doch auch schon die Verluste mit wenn sie vor die Tür gesetzt werden oder man den Lohn kürzt. :?
@Mingo
Kann man so sehen - ist aber Unsinn... sorry!

Es wird keiner gezwungen da oder dort zu arbeiten...
Natürlich gibt es "Zwänge" - die hat der Unternehmer aber eben auch...!

Wenn MA mal tauschen könnten für (nur) 4 Wochen mit ihrem Arbeitgeber würden Sie erst mal verstehen was Sache ist und 80% + X froh sein wieder "nur" MA zu sein...
 
Wir können ja auch mal das Gedankenexperiment aufmachen, warum Betriebe nicht generell in Arbeiter*innen Hand liegen..

Ich weiß, es war nicht ernst gemeint, aber trotzdem: weil sie es nicht können! Ist zwar immer wieder lustig, sich über die doofen Chefs lustig zu machen und die MA wissen es ja eigentlich viel besser, usw. usw., aber faktisch haben die keine Ahnung, wie man eine Firma führt. Wir glauben auch immer, der bessere Bundestrainer zu sein. Spoiler: sind wir nicht!
 
Warum ist das gefährlich? Der*die Chef*in eines kleinen und mittelständischen Unternehmens wird doch in den wenigsten Fällen das x-fache seiner*ihrer Angestellten verdienen und ist doch dann gar nicht betroffen? :?

Hö?

Das halte ich für eine gewagte These. Ich kenne Steuerberater, die stehen für unter 300€ die Stunde (!) nicht aus dem Bett auf. Die Mitarbeiter kraucheln bei 15€ rum.

Selbst wenn ein Chef nur das Doppelte oder Dreifache verdient (was nicht viel wäre), würde das hier sicher für Empörung sorgen. Und du kannst eine Küchenhilfe nicht mit 2k netto heim schicken.
 
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