Bei dir klingt es so als würde pflanzliche Nahrung krank machen und ungesund sein.
Manche mehr, manche weniger, Pilze sind, sofern keine Giftigen sind, unbedenklich. Früchte sind gänzlich ungefährlich aufgrund des hohen Zuckergehalts aber auch nicht in Massen empfehlenswert, außerdem schlecht für die Zähne(die Bakterien freuen sich über alles mit Zucker und greifen den Zahnschmelz an, Säuren im Obst schwächen den Zahnschmelz weiter, am besten nach dem Obstverzehr den Mund direkt mit Wasser spülen). Natürlich ist das nörgeln auf hohem Niveau, in eine Gesellschaft in der man zwischendurch einen Zuckerpflanzenfettriegel als Snack einwirft und dazu noch auf nen energy drink zum runterspülen setzt.
Dann haben wir die Lektine(die sich in aller Mode befindlichen Gluten gehört zB. auch zu diesen) in vielen Pflanzen, speziell bei Nachtschattengewächsen, die Italiener schälen und entkernen die Tomaten instinktiv schon immer für die Saucen ihrer unzähligen Pastagerichte. Die Lektine stecken nämlich primär in der Schale und den Kernen.
Dann gibt's noch die Oxolate auch als Antinährstoffe bekannt, zu finden in den so als gesund gelobten Kreuzblütlern wie Kohl jeder Art. Diese binden sich an Vitamine und Mineralstoffe und erschweren in unserem Körper die Absorbtion. Viele Veganer haben deshalb auch Probleme mit Zink und einen starken Zinkmangel wünscht du nichtmal deinen ärgsten Feinden(am einfachsten an den Fingernägeln auszumachen, einfach Bilder googlen).
Natürlich wird man die meisten Pflanzenabwehrstoffe(Surprise, die wollen nicht gegessen werden und wehren sich auf diese Art gegen Fressfeinde, können ja nicht wegrennen) durch das Kochen oder zB. bei Bohnen einlegen in Wasser über viele Stunden auf eine unbedenkliche Menge reduzieren können, ganz los wird man sie aber nicht. Leider gehen beim Erhitzen die wasserlöslichen Vitamine wie C zu großen Teilen verloren. (wo wieder das auch roh genießbare Obst zum Teil übernehmen kann, hat leider weniger Vitamine und Mineralstoffe als Gemüse aber eben auch keinen drawback)
Dann gibt's noch den Irrglauben, Naturreis wäre wegen den Ballaststoffen gesünder als weißer, in kleinen Mengen mag das noch gut gehen aber die Asiaten, die einen Großteil ihrer Kalorien in Form von Reis konsumieren, entfernen die Hülle nicht zum Spaß, sondern schon immer instinktiv weil diese Lektine enthält.
Dann das leidige Argument mit Eiweiß, ja man kann genug Eiweiß als Veganer bekommen, leider ist Eiweiß nicht Eiweiß, es gibt eine Vielzahl von Aminosäuren und wenig überraschend hat tierisches Eiweiß das richtige Verhältnis dieser Aminosauren, wir sind ja auch Tiere und keine Pflanzen. Aber aber, Pflanzenfresser bekommen auch Eiweiß im richtigen Verhältnis aus ihrer Nahrung, korrekt, die haben aber ganz andere Verdauungsapparate als wir und andere Bakterien die sich um die Spaltung der Pflanzenteile kümmern.
Tldr, ohne tierische Fette benötigt man viel mehr Pflanzenkost um seinen Kaloriebedarf zu decken und setzt sich somit einer höheren Konzentration von Oxolaten, Lektinen usw. aus. Pflanzliche Fetten fehlt großteils Cholesterin, das wiederum zur natürlichen Erzeugung von Vitamin D aus Sonnenlicht nötig ist. Klar, man könnte sich mit Kokosfett und Olivenöl eindecken, beides relativ unbedenklich bis gesund aber wer macht das schon.