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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

So, und du sagst mir jetzt, wer sich diskriminiert fühlt, wenn ich bei einem dunkelhäutigen Menschen "Farbiger" sage.

Der Ursprung von PoC kommt aus der Sklavenzeit und mit Verlaub, er klingt für mich in diesem Zusammenhang heute arg... seltsam.

Und im deutschsprachigem Raum wird PoC kaum genutzt. So wie ich die Sache sehe, wird der Begriff selbst in seinem Ursprungsland kaum benutzt.

Mit solchen Sachen schiesst man mMn komplett am Ziel vorbei und sorgt eben nicht dafür, dass man sich irgendwann garkeine Gedanken mehr über Herkunft, Hautfarbe, Religion oder whatever mehr macht.
Äh schwarze Menschen z.B., die finden es beschissen, "farbig" genannt zu werden.

Aber schön, dass weiterhin du bestimmst, welche Bezeichnung du für richtig hältst. Warum eigentlich so egoistisch?

Und ja, hier wird der Begriff kaum verwendet, schwarz ist dagegen absolut gebräuchlich.
Und dass man sich über Dinge wie Herkunft, Hautfarbe, Religion oder whatever irgendwann gar keine Gedanken mehr macht, ist absolute Utopie. Und darüber darf man sich doch auch Gedanken machen, warum auch nicht. Nur eben frei von jeder Diskriminierung.

Und noch als Lektüre ganz spannend: https://www.derbraunemob.de/faq
 
Ich höre PoC zum ersten Mal, und das ist ja ein englischer Betriff, wie heißt es dann auf Deutsch? Am Anfang dachte ich schwarz darf man nicht mehr sagen dafür farbiger, anscheinend geht das auch nicht mehr?

Manchmal kommt es mir wirklich so vor wie als würden diejenigen Personen, die davon betroffen wären, das gar nicht als Beleidigung ansehen sondern diejenigen, die davon gar nicht betroffen sind.
 
Äh schwarze Menschen z.B., die finden es beschissen, "farbig" genannt zu werden.

Aber schön, dass weiterhin du bestimmst, welche Bezeichnung du für richtig hältst. Warum eigentlich so egoistisch?

Und ja, hier wird der Begriff kaum verwendet, schwarz ist dagegen absolut gebräuchlich.
Und dass man sich über Dinge wie Herkunft, Hautfarbe, Religion oder whatever irgendwann gar keine Gedanken mehr macht, ist absolute Utopie. Und darüber darf man sich doch auch Gedanken machen, warum auch nicht. Nur eben frei von jeder Diskriminierung.

Und noch als Lektüre ganz spannend: https://www.derbraunemob.de/faq

Ich versuche dir mal zu erklären, wie Menschen wie ich denken.

Wenn ich einen dunkelhäutigen Menschen vor mir habe, dann ist das ein Mensch wie jeder andere auch. Er hat aber, wenn ich mich über ihn unterhalten soll, eine andere Hautfarbe. Sollte dies im Gespräch eine Relevanz haben (was es meistens nicht hat), dann betrifft es die biologischen Unterschiede. Sprich: die Hautfarbe.

Die ist mir persönlich egal, aber man muss es ja irgendwie benennen können.

Das Krude ist, dass wenn ich mit meinen farbigen Freunden und Kunden über sowas reden würde wie "PoC", dann würde ich wohl nur ungläubige Blicke ernten.

Das sind sehr oft wohl Diskussionen des weissen Mannes, die so garnicht von den Betroffenen gesehen werden.
 
In meiner Kindheit war es völlig normal das man zu schwarze Menschen, Farbige oder Neger gesagt hat. Das war von mir auch völlig wertfrei gemeint. Man hat es halt damals so gesagt. Auch heute höre ich noch öfter, dass Leute die in meinem Alter oder älter sind, vom Neger sprechen. Ich bin ja nun auch kein Freund von übertriebener politischer Korrektheit aber Farbige oder Neger sind schon seit zig Jahren nicht mehr in meinem Sprachgebrauch.
 
Wobei man Neger echt schon lange nicht mehr sagt.

Ich hatte in der Grundschule einen PoC in der Klasse (Jimmy Babo-Glieden, warum auch immer, ich weiss sogar noch den Namen...), da war Neger als Bezeichnung schon tabu. Und das sind nun mal mindestens 35 Jahre her.
 
Ich finde, man kann das im praktischen Leben oftmals komplett umgehen, jemanden über seine Hautfarbe zu definieren. Wenn ich über eine individuelle Privatperson spreche, dann hat die einen Namen, den ich verwenden kann. Rede ich über einen bestimmten Personenkreis, der z.B. in meinem Kiez lebt, dann könnte ich ja von den Senegalesen oder Marokkanern sprechen. Gerade darin liegt viel Wertschätzung. Ich weiß von den meisten Asiaten z.B. dass es sie sehr stört, in Deutschland automatisch als Chinesen wahrgenommen zu werden. Also es lohnt sich, da vorher mal nachzufragen, wo die Leute eigentlich herkommen. Wenn man im Ausland als Deutscher lebt, möchte man ja sicher auch nicht, dass über einem ständig nur als der Weiße geredet wird, sondern dann als der Deutsche oder der Berliner. Oder noch besser, etwas das vielleicht noch viel zutreffender ist, die Berufsbezeichnung, der Gärtner, der Handwerker, oder der Typ, der immer so charmant oder witzig ist. Es gibt doch so viele Möglichkeiten, jemanden zu charakterisieren. Daher kommt mir diese ewige Diskussion auch total absurd vor. Von welchen realen Einsatzmöglichkeiten reden wir denn da eigentlich?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ist vielleicht jetzt etwas pathetisch, aber vor 200 Jahren haben wir noch mit afrikanischen Sklaven gehandelt, vor weniger als hundert Jahren haben wir noch Menschen aufgrund ihrer Herkunft industriell vergast und vor zehn Jahren haben wir uns über Menschen anderer Herkunft im Fernsehen öffentlich lustig gemacht - und jetzt beschweren wir uns ernsthaft, dass diese Menschen "people of color" genannt werden wollen? Wer ist an dieser Stelle vielleicht etwas zu empfindlich?
 
Das stimmt so nicht.
Wikipedia weiß dazu:

In the 21st century, "colored" is generally regarded as an offensive term, due to the fact that signs under Jim Crow depicted the term "colored".[6][15] The term lives on in the name of the National Association for the Advancement of Colored People, generally called the NAACP.[6] In 2008, its communications director Carla Sims said "the term 'colored' is not derogatory, [the NAACP] chose the word 'colored' because it was the most positive description commonly used [in 1909, when the association was founded]. It's outdated and antiquated but not offensive."[16]

In contemporary English today the term "people of colour" became widespread since 2010 and is considered more acceptable than coloured and is much more frequently used in everyday conversation.

 
Color bedeutet doch auch Farbe, oder nicht? Ist der Begriff POC also nur in Ordnung, weil er aus der Zeit der Kolonialherrschaft nicht negativ konnotiert ist?

Ob mir das letztlich befremdlich vorkommt oder nicht, spielt letztlich aber auch keine Rolle.
Ich würde den Begriff POC niemals verwenden, genauso wenig wie ich von farbigen Menschen sprechen würde. Es gibt Menschen, die haben ihre Herkunft in Land XY, so einfach ist das.
Für Menschen, die ein bestimmtes optisches Erscheinungsbild haben, muss/sollte es generell keine eigene Bezeichnung geben.
Ich bin Deutscher, der andere ist Afrikaner. Das ist doch Information genug.
Wofür brauche ich also diese Begrifflichkeit (POC).
 
Und dann soll man Teile dieser Debatte nicht lächerlich finden...
Ist doch ein generelles problem. Viele Debatten über wichtige Themen gehen einfach einen Schritt zu weit. Klimaschutz ist extrem wichtig aber wenn man auf Verpackung verzichtet und dann aber das falsche Papier nimmt wird die Bilanzierung wieder unausgeglichen und man denkt sich nur come on. Respekt bzgl. Sexualität ist auch ein wichtiges Thema aber dann ist man vielleicht nicht mehr einfach nur gay sondern ein androphilic cis male with demisexual tendencies und man denkt sich erneut... Alles klar... Das lässt sich ewig weiter führen. Die metoo Debatte die lange überfällig war aber darin gipfelte das Leute fürs umarmen angezeigt wurden. Gleichberechtigung der Geschlechter die in völliger überkompensation und Unsicherheit von beiden Seiten gipfelt. Naja und das jetzt hier. Anstelle einfach mal empathisch zu sein und nach Leben und Leben lassen zu denken und sich auf die wirklichen extreme zu konzentrieren, werden die Inhalte so verkompliziert das der Großteil kopfschüttelnd schneller aussteigt als man bis 3 zählen kann.
 
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