Meinung eines Zockers, der den Vorgänger auf der WiiU bereits besitzt und deswegen dem neuen Teil in Sachen Mehrwert und Differenzierung skeptisch gegenübersteht bzw. -stand
Harald wie immer "late to the party", deshalb erst jetzt ein Eindruck von mir. Als Switch-Neubesitzer diente das vergangene Wochenende als Einweihung für hoffentlich viele Offline-Multiplayer-Dauersessions mit dem Gerät.
Ich habe MK8 ja schon auf der WiiU 80 Stunden gezockt, kenne das Spiel also ein wenig. Deshalb Kaufzurückhaltung bei mir, was die Switch-Version angeht. Aber die Kumpels für die Multiplayer-Nintendo-Orgien meinten, wenn sie mir das Spiel schenken, würde ich es auch spielen.
Und das haben wir dann auch. Wieder und wieder ... Und dann wieder.
Die neuen Charaktere (und Fahrzeugteile?) sind nett, aber keiner weiteren Erwähnung wert. Dass man nun zwei Items behalten kann, ein nettes Gimmick. Interessant wird es jedoch mit den zwei neuen Items, der Feder und dem Geist. Diese bringen doch nochmal eine spürbare Note in den Rennverlauf ein, auch wenn die Feder recht selten vorkommt.
Noch besser finde ich das neue Drift-System, das eine zusätzliche Turbo-Stufe bietet und gleichzeitig das "Bunny-Hopping" unterbindet.
Und niemals hätte ich erwartet, wie sehr die Battle-Arenen im WiiU-Teil gefehlt haben. Anfangs dachte ich, die Kumpels und ich probieren halt jede Arena und jeden Battle-Modus ein Mal aus und fahren dann wieder nur noch Grand Prix, aber nix da: Die Battle-Arenen rocken! Und fahren/spielen sich auch durchaus unterschiedlich. Gerade weil die Qualität hier schon sehr hoch ist, bin ich auf den Geschmack gekommen und hätte mir noch mehr Variation gewünscht (Maps, auf denen man sich besser verstecken kann oder mit mehr Hindernissen/Objekten statt Wänden). Da diese Battle-Modi meines Wissens ja auch online funktionieren, wird auch die Deluxe-Variante von MK8 bei mir ordentlich Kilometer sammeln.
Einzig die Unübersichtlichkeit der Arenen im geviertelten Splitscreen ist ein Nachteil. Aber ich denke, wenn man die Modi ein paar Mal gespielt hat, wird die Map eh unwichtig und man weiß, was man genau zum jeweiligen Zeitpunkt zu tun hat. Die unterschiedlichen Modi machen jedenfalls auf ihre eigene Art jeweils gut Laune.
Auch wenn ich immer noch nicht über die 50 Euro Straßen-Verkaufspreis hinweg bin, gibt es einfach kein besseres Multiplayer-Fun-Rennspiel als MK8. Und es bietet eine Spieltiefe, die sich erst nach mehreren Stunden Zocken erschließt und gutes Fahren auch tatsächlich belohnt. Nicht immer, ist klar, wegen der Items, aber über mehrere Rennen macht es sich doch bemerkbar.