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TV Stranger Things

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Der Terminator und Hopper die ganze Season:
family-guy-chicken.png

:D
 
Ich bin vorgestern dann auch endlich dazu gekommen, die dritte Staffel fertig zu schauen.
Die Serie hat mich einmal mehr bestens unterhalten und emotional mitgenommen. Ich musste viel schmunzeln und lachen, am Ende sind dann nur noch Tränen geflossen.

Was mir ganz allgemein etwas weniger gefallen hat, war die Fokusverschiebung von "Grusel" und Suspense in Richtung Action und Gore.
Ich fand - insbesondere auch in Staffel 2 - the Upside Down einfach fucking gruselig und bedrohlich, während das Vieh in der dritten Staffel ekelig war, aber irgendwie dennoch wenig Gefahr ausgestrahlt hat.

Das führt mich zu einem weiteren Kritikpunkt: Wie bereits oben geschrieben habe ich gelacht, geweint, ich saß auch ob der grandiosen Inszenierung gefesselt vor dem Fernseher; aber so richtig mitgefiebert habe ich nicht.
In Staffel 1 ist es das Mysterium als solches, das mich fasziniert hat, zudem die Ungewissheit wie 'unerbittlich' die Serie mit dem Schicksal der Hauptcharaktere umgehen würde (siehe der Tod Barbaras), außerdem natürlich Elevens Geschichte.
In Staffel 2 hängt gar das Leben eines Hauptcharakters am seidenen Faden, das Leiden Wills und die Bedrohung für die Kinder und ihre Liebsten zieht sich durch die ganze Staffel.
In Staffel 3 erwischt es jedoch nur Personen, deren Schicksale mir als Zuschauer egal waren; sie werden folgerichtig einfach zu einer Zombie-Armee und verschmelzen - sogar im wahrsten Sinne des Wortes - zur Figur des Bösen.
Um einen der jugendlichen Hauptcharaktere hatte ich aber nie wirklich Sorge. Sie waren quasi als Gegeneinheit das Gute, nie war einer von ihnen isoliert und somit stand somit zwischen Gut und Böse, zwischen Gefahr und Sicherheit.

Was mich zu einem weiteren Kritikpunkt bringt: Die große Zahl an Hauptcharakteren.
S1 dreht sich um die D&D-Runde. Klar merkt man während der Staffel dann, dass auch weitere Charaktere tragende Rollen haben, aber im Kern ist es das Schicksal der vier Jungs und das von Eleven, das im Mittelpunkt steht.
In S2 wird die "Kerngruppe" um Max erweitert und man weiß aus Staffel 1, welche Charaktere noch relevant sind und deren Stränge nehmen eine größere Rolle ein.
In S3 ist der Cast nochmal größer, weitere Figuren werden eingeführt und gehören am Ende der Staffel gefühlt zum Inner Circle, der jetzt so groß ist, dass man das "Inner" streichen kann.

Was während S3 zu der Situation führt, dass dieser Circle zu groß ist, um die Geschichte allein um ihn herum zu erzählen. Also sind es drei (und mehr) verschiedene Gruppen, die unabhängig voneinander in Hawkins unterwegs sind: Gruppe A verfolgt die Monster-Geschichte, Gruppe B wird auf die Russen aufmerksam, Gruppe C untersucht die politischen Verstrickungen.
Was mich daran gestört hat ist vor allem, wie wenig die einen an den je anderen interessiert sind. Irgendwie wurde zwar versucht das storytechnisch zu begründen: Dustin fühlt sich nicht ernstgenommen von seinen Freunden und es gibt den Bruch, "Beziehungskrisen" erklären die Trennungen von Mädchen und Jungs, Joyce erinnert Hopper immer wieder daran, dass sie Sorge um die Kinder hat usw.
Aber trotzdem: Würde sich die Clique nicht eigentlich mehr um Dustin sorgen, wenn sie eine reale Gefahr in Hawkins witterten? Würden bei Joyce - gerade nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit - nicht viel mehr Schutzinstinkte für ihre Kinder geweckt werden?
Klar, es sind die 80er und es gab noch keine Handys, aber dennoch...

Dann die Russen: Es ist mir schon klar, dass die klischeehafte und stereotypisierte Darstellung des bösen Russen selbst wieder ein Klischee der 80er ist. Aber das macht die Darstellung trotzdem zu einem Klischee und einem Stereotyp.
Ich fände das weit weniger problematisch wenn diese Stereotypisierung eines dämonisierten Russlands nicht so eine traurige Aktualität hätte, da es in Trumps Amerika eben nicht allein ein Klischee aus der Vergangenheit ist sondern wieder zum politischen Instrument wird.

Letzter Kritikpunkt für mich: Hawkins als bloße Kulisse.
Hawkins existiert außerhalb der relevanten Figuren nicht.
Wenn es zu einem Showdown kommt ist das Krankenhaus im Zweifelsfall eben menschenleer. Ein kreuzfahrtschiffgroßes Monster auf dem Weg zum (natürlich menschenleeren) Einkaufscenter erregt keinerlei Aufmerksamkeit. Genau so wenig wie der Bau eines Militärkomplexes einer Feindmacht direkt unter der ganzen Stadt.
Ja, ich weiß, damit kritisiere ich einen Anspruch der Serie, den sie selber niemals für sich geltend gemacht hat; was wohl mein Problem ist und wie ich oben schon geschrieben habe: für mich steckt in S3 zu viel 80er-Actionstreifen und zu wenig 80s-Mystery.

Aber wie hier ja auch schon richtig bemerkt wurde: dem Unterhaltungswert der Serie tut all das keinen Abbruch.
 
Zu den Russen: Meine russischen Freunde fanden die Darstellung der Russen sehr gut. Die ganze Serie lebt von Klischees und stilistischer Übertreibung. Hier wurden aber im Gegensatz zu anderen Produktionen russische Schauspieler eingesetzt und es wurde authentisches Russisch gesprochen und auf kulturelle Details geachtet.
Man kann natürlich trotzdem die Stereotypen kritisieren, aber ist vielleicht interessant zu wissen, wie es Menschen aufnehmen, die sich sehr stark mit der Kultur identifizieren können.

Übrigens bin ich auch seit gestern durch. Nachdem für mich die erste Episode auf höchstem Niveau war und die Staffel für mich auf ein Meisterwerk zusteuerte, flachte es dann doch etwas ab. Gab trotzdem viele Höhepunkte und das Ende war toll gemacht, aber insgesamt hat mir die erste Staffel noch etwas besser gefallen, obwohl die dritte in den Einzelszenen punktet. Hat mir jedenfalls wieder viel Spaß gemacht.
 
Bin nun auch durch. Machte wiederum viel Spass, ich sehe aber viel so wie @Mingo
Die Fokusverschiebung weg vom Grusel fand ich toll. Ich mochte die Parallelwelt in S2 nie.

Die 80er sind vielleicht etwas over the top dargestellt, aber ich finds klasse. Macht für mich den grössten Reiz aus (neben den Darstellern). Story ist naja, aber das spielt für mich keine Rolle und ist eher Mittel zum Zweck.
In den vorderen beiden Staffeln fieberte ich irgendwie mehr mit. Es war alles ein wenig aussichtsloser. Hier hatte ich nie das Gefühl, dass wirklich was tragisches passieren wird.

Betreffend den zu vielen Hauptcharakteren sehe ich es auch so wie @Mingo Zu viel, zu weit auseinander, es fehlte der Zusammenhalt und das Miteinander. Die Russen waren auch ein wenig hanebüchen. Die riesengrosse Anlage mitten in Hawkins, USA hätte sicherlich jemanden auffallen sollen. Auch die ganzen Russen die dort rumlaufen, wären in den 80ern doch anders aufgefallen... Allerdings scheint es ausser den vielen Hauptcharas so gut wie keine Leute zu geben (ausser im Freibad). Alles ist leer, niemand bekommt etwas mit, etc.

Das Ende ist schön, allerdings finde ich schade das Cooper wohl trotzdem noch überlebte... Nicht wegen ihm (er ist klasse!). Aber so hinterlässt es einen faden Beigeschmack.

Ach ja: Mich nervte Erica nur.
Alles in allem eine 8/10
 
Die Kritik am Miteinander und Zusammenhalt verstehe ich nicht, insbesondere der Punkt wurde doch in Staffel 3 gegenüber der zweiten Staffel massiv verbessert.

Eigentlich wurde alles, was mich an Staffel 2 gestört hat, in Staffel 3 wieder deutlich verbessert. 3 > 1 >>> 2
 
Zu den Russen: Meine russischen Freunde fanden die Darstellung der Russen sehr gut. Die ganze Serie lebt von Klischees und stilistischer Übertreibung. Hier wurden aber im Gegensatz zu anderen Produktionen russische Schauspieler eingesetzt und es wurde authentisches Russisch gesprochen und auf kulturelle Details geachtet.
Man kann natürlich trotzdem die Stereotypen kritisieren, aber ist vielleicht interessant zu wissen, wie es Menschen aufnehmen, die sich sehr stark mit der Kultur identifizieren können.

Übrigens bin ich auch seit gestern durch. Nachdem für mich die erste Episode auf höchstem Niveau war und die Staffel für mich auf ein Meisterwerk zusteuerte, flachte es dann doch etwas ab. Gab trotzdem viele Höhepunkte und das Ende war toll gemacht, aber insgesamt hat mir die erste Staffel noch etwas besser gefallen, obwohl die dritte in den Einzelszenen punktet. Hat mir jedenfalls wieder viel Spaß gemacht.
So viele kulturelle Details für die Russen waren aber auch nicht platziert. :D Toll fande ich als Muttersprachler ebenfalls, dass da hauptsächlich Leute gecastet wurden, die die Sprache beherrschen.
 
die ganze serie ist eine homage an die pop kultur filme der 80iger. genau das erklärt die fights, das setting, die kameraarbeit und die vielen andeutungen, angefangen bei den hemden von hopper bis zum terminator. das haben sie in der staffel 3 bis zur perfektion getrieben inklusive „unlogischer“ handlungsstränge.

die staffel war klasse, fand sie besser als staffel 2. alleine die farben, dieses bunte mit starken kontrast. so wie filme in den 80igern waren, dazu läuft im kino zurück in die zukunft, einfach geil.

hat mich perfekt unterhalten.
 
die ganze serie ist eine homage an die pop kultur filme der 80iger. genau das erklärt die fights, das setting, die kameraarbeit und die vielen andeutungen, angefangen bei den hemden von hopper bis zum terminator. das haben sie in der staffel 3 bis zur perfektion getrieben inklusive „unlogischer“ handlungsstränge.
Naja, Perfektion... ich fand es eher ein bisschen zu sehr mit dem Holzhammer.
 
Habe S3 auch besser als S2 in Erinnerung. Hat richtig Laune gemacht und konnte seit langem es nicht erwarten, eine weitere Folge zu schauen.
Ich mag an der Serie die Brücke zwischen jugendlichem Quatsch und Grusel. Wobei der Grusel jetzt nicht so war.
Der Mind Flyer ist schon bisschen harmlos bzw. dumm rüber gekommen. Lässt sie wie jemand mit IQ 0 ablenken und läuft doof hinter her.
 
@Frystil habe spätestens durch GOT gelernt nicht zu sehr zu hinterfragen,
wenn die Handlung es braucht, findet er auch easy Verstecke (Hóppers Haus) und greift dann abwechslend mit jedem Arm an, damit die Charaktere überleben. einmal auf das Haus von Hopper da raufschmeißen und alle sind Geschichte. Im Kaufhaus wurde seine Wahrnehmung dann debuffed, damit die Kids ne Chance haben
 
So, Staffel 3 beendet und ich bleibe bei meinem ersten Eindruck. Für mich die deutlich beste Staffel. Die Gruppen wurden perfekt aufgeteilt, alle hatten interessante arcs die durchgehend spannend waren und perfekt ineinander übergegangen sind. Optisch war die Serie auch ein Fest mit einigen Szenen die man sich sofort so als Poster an die Wand schmeißen könnte. Ich hab nicht viel erwartet und wurde letztlich mit einer Staffel belohnt die für sich genommen so gut ist das ich sie jetzt schon als eine meiner alltime Favourite staffeln unter allen Serien abspeichern würde. Durch ihren aufbau lässt sie sich auch locker ohne die anderen staffeln gucken. Das einzige was ich ihr ankreiden würde ist das es so schnell vorbei war. Ich hätte gern noch mehr Zeit in hawkins verbracht.

You Cant spell america without erica sag ich da nur.
 
So, Staffel 3 beendet und ich bleibe bei meinem ersten Eindruck. Für mich die deutlich beste Staffel. Die Gruppen wurden perfekt aufgeteilt, alle hatten interessante arcs die durchgehend spannend waren und perfekt ineinander übergegangen sind. Optisch war die Serie auch ein Fest mit einigen Szenen die man sich sofort so als Poster an die Wand schmeißen könnte. Ich hab nicht viel erwartet und wurde letztlich mit einer Staffel belohnt die für sich genommen so gut ist das ich sie jetzt schon als eine meiner alltime Favourite staffeln unter allen Serien abspeichern würde. Durch ihren aufbau lässt sie sich auch locker ohne die anderen staffeln gucken. Das einzige was ich ihr ankreiden würde ist das es so schnell vorbei war. Ich hätte gern noch mehr Zeit in hawkins verbracht.

You Cant spell america without erica sag ich da nur.

Kann ich so unterschreiben. Definitiv meine Lieblingsstaffel. Pacing perfekt, Charaktere weiterhin toll (bin ja in love mit Max, einfach nur putzig), allgemein die mit jeder Staffel wachsen zu sehen und die Veränderungen der Gruppe zu beobachten macht unglaublich Spaß. Beim Ende dann auch noch ein Tränchen verdrückt. Kann mich echt nicht beschweren. Außer vielleicht eine Szene in der letzten Folge, passte irgendwie nicht ganz rein. @hank scorpio weiß nun welche du meinst. Mehr als eindeutig :D
 
Ich hab jetzt Staffel 3 auch mal beendet und die beidern ersten Staffeln direkt davon nochmal angeschaut. Für mich wirds mit jeder Staffel schlechter wobei Staffel 3 wirklich absinkt. Mir war z.B. die Russenbasis direkt unter der Stadt dann doch zuviel des guten. Ich bin bei ST echt nicht auf der Suche nach Logik, aber hier hab ich mich schon gefragt wie das möglich sein soll... so ne Basis mitten in Amerika in der Zeit des kalten Kriges, voll besetzt mit uniformierten Russen... ähhh... das ging mir die ganze Staffel nicht aus dem Kopf.

Ansonsten hab ich die Kritik die hier schon öfters aufkam... Grusel und Mystery kamen mir deutlich zu kurz. Gefahr war eigentlich nie wirklich spürbar.
Auf den Zeiger gingen mir auch die Love-Stories... jeder Charakter hat eine spendiert bekommen. Das fand ich dann in der Masse echt ätzend und nervig. Szenen wie das Gesinge übers Funkgerät fand ich dann sogar echt peinlich.

Insgesamt hätte man es bei Staffel 1 belassen sollen. Staffel 2 ging zwar zu größten Teilen noch in Ordnung aber Staffel 3 war dann für mich tatsächlich völlig unnötig.
 
Ich hab jetzt Staffel 3 auch mal beendet und die beidern ersten Staffeln direkt davon nochmal angeschaut. Für mich wirds mit jeder Staffel schlechter wobei Staffel 3 wirklich absinkt. Mir war z.B. die Russenbasis direkt unter der Stadt dann doch zuviel des guten. Ich bin bei ST echt nicht auf der Suche nach Logik, aber hier hab ich mich schon gefragt wie das möglich sein soll... so ne Basis mitten in Amerika in der Zeit des kalten Kriges, voll besetzt mit uniformierten Russen... ähhh... das ging mir die ganze Staffel nicht aus dem Kopf.

Ansonsten hab ich die Kritik die hier schon öfters aufkam... Grusel und Mystery kamen mir deutlich zu kurz. Gefahr war eigentlich nie wirklich spürbar.
Auf den Zeiger gingen mir auch die Love-Stories... jeder Charakter hat eine spendiert bekommen. Das fand ich dann in der Masse echt ätzend und nervig. Szenen wie das Gesinge übers Funkgerät fand ich dann sogar echt peinlich.

Insgesamt hätte man es bei Staffel 1 belassen sollen. Staffel 2 ging zwar zu größten Teilen noch in Ordnung aber Staffel 3 war dann für mich tatsächlich völlig unnötig.

Sag ja, endlich canceln den Mist.
 
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