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Die Kilos müssen purzeln

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mhh interessant hab ich so noch nie mitbekommen, frage mich dann halt wieso viele Kraftsportler das dann nicht essen. @Master-Dan ne Idee?

Muss mal wieder zugeben hab die Diskussion nicht verfolgt, aber anstatt abends Brot esse ich irgendwas mit nem Stück mittelalt gouda, Edamer am Stück oder aber cheddar am Stück. Schneide da dann paar streifen quasi ab.

Wieso war Käse jetzt schlecht?

Skyr hatte ich auch schon und fand den echt gut kann der doch was? :D
Ich bin mal so frei und drop ein paar oberflächliche knowledge bombs :D

Fette sind nicht zwangsläufig schlecht. Besonders die pflanzlichen Fette (etwa kaltgepresst als zB Olivenöl oder in Form von fetter Rohkost wie Avocados oder Nüssen) gelten sogar als sehr gesund (und sind teil vieler Abspeckdiäten). Das Problem sind eigentlich nur die tierischen Fette (genauso wie die tierische Proteine wohlgemerkt), wobei hier Milchprodukte eine eigenwillige Sonderstellung einnehmen. Milch an sich ist ein zweifelhaftes Nahrungsmittel aber fermentierte Milchprodukte verhalten sich wiederum ganz anderes. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht genau erforscht aber man geht davon aus, dass die Bakterien der Grund dafür sind (Testgruppen denen man diese Bakterien in Reinform verabreicht hat, haben nämlich dieselben positiven Resultate erzielt).

Gibt da ja einen großen Glaubenskrieg zwischen der High Carb/Low Fat und der High Fat/Low Carb Fraktion. Im Grunde resultiert das aus Definitions/Verständigungsproblemen und ganz besonders der Tatsache, dass es Leute gibt die Insulinsensitiv und welche die Insulinresistent sind. Erste fahren mit einer High Carb Ernährung hervorragend und für zweite ist eine Low Carb Ernährung die weitaus bessere Wahl. Dazu kommt eben, wie schon angeschnitten, dass für jede unserer drei Hauptenergiequellen (Proteine, Kohlenhydrate und Fette) hochwertige bis hin zu schlechten und damit am besten zu vermeidenden Varianten existieren.

Zum Brot: Die Verteufelung des Brots und besonders des Weizens fußt auch nur auf Halbwahrheiten. Entscheidend für die Qualität ist vor allem die Art der Verarbeitung des Mehls und der damit am Ende übrig bleibende Mineralstoffgehalt. Damit rangiert das jeweilige Produkt von Junk Food bis hin zu hochwertigem Nahrungsmittel.
 
Wenn man Kraftsport macht oder ernsthaft annehmen will (Stichwörter Diät und Muskelzuwachs) kommt man nicht Unger, auf die Makronährstoffe zu achten. Und die sind nunmal begrenzt. Knallt man sich einen Gouda rein, hast halt nicht mehr viel Fett für den Tag übrig. Hab ich auch erst jetzt gelten, aber falls der Magerquark zu trocken ist, bisschen Wasser rein und fertig. Kostet fast 1/3 weniger als Skyr. Bin jetzt auch wieder auf Magerquark. Infos for free stehen auch auf fitness-experts, die ebenfalls wissenschaftliche Ergebnisse zusammengetragen haben.
 
Wollte ich schon länger mal hier posten aber immer wieder vergessen...

Der Ernährungskompass von Bas Kast

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Außerordentlich empfehlenswertes Buch. Hier findet man nicht das Xte Geschreibsel eines Ernährungsgurus oder Evangelisten einer gewissen Ernährungsform, sondern einen Wissenschaftsjournalist der sich über mehrere Jahre hinweg mit einer Vielzahl an Forschungsergebnissen befasste und hier deren Erkenntnisse kompakt für Jedermann/frau zusammenfasst.
Das Buch fand ich auch fantastisch. Hat bei mir zum Umdenken geführt und einiges positiv verändert. Werde ich demnächst wieder lesen. Möchte das immer mal wieder auffrischen.
 
Ich hab zwischendurch Magerquark ausprobiert, aber ich bleibe bei Skyr. Zusammen mit Weintrauben und mit ein wenig Müsli ist das mein perfektes Frühstück. Am besten schon am Abend vorher vermengen und ab in den Kühlschrank. :) Alternativ mache ich mir auch gern mal Oat Meal.
 
Das Buch fand ich auch fantastisch. Hat bei mir zum Umdenken geführt und einiges positiv verändert. Werde ich demnächst wieder lesen. Möchte das immer mal wieder auffrischen.

Das Buch ist auch wirklich klasse. Irgendwelche Studien greift ja jedes Ernährungsbuch bzw. jeder Artikel oder Online Guide/Blog auf, wenn es darum geht die eigenen Ansichten zu untermauen aber mit Metaanalysen/studien wird sich in der Regel kaum bis gar nicht befasst, denn die würden ja die jeweils einschlägige Position wieder in Frage stellen und erfordern noch dazu auch die nötigen Kenntnisse im Umgang mit jenen. Genau das macht Bas Kast jedoch und man erkennt auch immer unmissverständlich, wenn er eigene Schlussfolgerungen zieht und was explizit aus den Studien hervor geht.

Ist wirklich sauberer Wissenschaftsjournalismus, für ein in diesem Bereich ungeschultes Publikum. Das gibt es allgemein leider zu selten und ganz besonderes im verworrenen Bereich der Ernährung. Kann daher sein Buch nur jedem wärmsten empfehlen, der sich einen allgemeinen Überblick zum derzeitigen Stand der Dinge bilden möchte.
 
Merkt man das dann eigtl selber das man in Ketose ist oder sagt man: „so zwei Wochen um“?

Du kannst es direkt testen und das geht wesentlich schneller als zwei Wochen. Wenn der Zucker im Körper verbraucht ist und kein neuer nachkommt, dann ist man in 2 Tagen schon in Ketose. Und merken kannst du es mal mehr mal weniger, manche fühlen sich beim Umstellen von Zuckerverbrennung auf Fettverbrennung als hätten sie eine Erklärung, nennt sich Ketoflu.

Aber ist schon ein bisschen länger her, dass ich mich da informiert hatte, bitte korrigiert mich wenn ich was falsches geschrieben habe.
 
Du kannst es direkt testen und das geht wesentlich schneller als zwei Wochen. Wenn der Zucker im Körper verbraucht ist und kein neuer nachkommt, dann ist man in 2 Tagen schon in Ketose. Und merken kannst du es mal mehr mal weniger, manche fühlen sich beim Umstellen von Zuckerverbrennung auf Fettverbrennung als hätten sie eine Erklärung, nennt sich Ketoflu.

Aber ist schon ein bisschen länger her, dass ich mich da informiert hatte, bitte korrigiert mich wenn ich was falsches geschrieben habe.

Also ich bin nicht Ultra schlank ich hab meinen After Baby Bauch noch, sowas kann man wohl sogar als Vater bekommen.

Esse aber kaum bis nichts süßes, sprich hab ab und an evtl mal mehr mal weniger Leistungstief wenn ich dann einmal im Monat Vlt doch Ka ne apfeltasche bei Aldi mitnehme.

Und beim grillen bei der Schwägerin, gibt’s oft Softdrinks und bei einer kalter Cola trink icb dann auch mal 1-2 Gläser die mich wohl rausholen. Kommt aber Vlt alle 2 Wochen wenn überhaupt mal vor.
Sonst trinke ich Wasser und für Cola und co durst mal ne Dose Zero. Hab ich quasi immer da ab und an zum Essen statt einer kompletten Flasche Cola. Ka ob sowas auch den Zustand beeinflusst.

Achte jetzt aber wegen dem Zucker nicht darauf keinen Ketchup oder Wassermelone usw zu essen wo es etwas versteckt ist. Komm man dann trotzdem in die ketophase?

Haben das letztes Jahr mal probiert, mit meiner Perle war das ganze. Aber auf Low Budget gemacht von wegen ab und an dann mal ne Art bifi statt ich sag mal Steak Qualität. Waren etwas einfallslos bis wir eine coole insta Seite zum Thema gefunden haben.

Gab dann mal Sachen wie zu Zucchini mit Thunfisch und Cheddar überbacken.... ihr wurde davon aber immer schlecht bis wir drauf gekommen sind war nicht das Keto essen sondern sie war Schwanger :D Da war Salami dann eh für Sie tabu und co.
 
Das klingt doch ganz gut und ob und wie schnell man raus kommt weiß ich leider gar nicht. Habe nie die Keto Dinger zum drauf pinkeln benutzt um das tatsächlich zu kontrollieren. :oops:

Aber Ketose an sich ist mega schön fett verbrennen. Finde es sowieso mega faszinierend, dass der Körper quasi zwei Modi hat, wie er Energie gewinnen kann bzw. aus was.

Ich habe das Gefühl meine Fettzellen schmelzen nur so dahin. :grins:

Mal sehen ob die Waage mir nächste Woche recht gibt.
 
Das klingt doch ganz gut und ob und wie schnell man raus kommt weiß ich leider gar nicht. Habe nie die Keto Dinger zum drauf pinkeln benutzt um das tatsächlich zu kontrollieren. :oops:

Aber Ketose an sich ist mega schön fett verbrennen. Finde es sowieso mega faszinierend, dass der Körper quasi zwei Modi hat, wie er Energie gewinnen kann bzw. aus was.

Ich habe das Gefühl meine Fettzellen schmelzen nur so dahin. :grins:

Mal sehen ob die Waage mir nächste Woche recht gibt.

Klingt geil was du zum schmelzen sagst.

Drauf pinkel Tests gibt’s dafür? Wieder was gelernt!

Haben halt aktuell das Problem wie man das am besten umsetzt, weil als Beispiel schlechte Sachen sind ja nicht förderlich glaub ich. Wenn man dann Salami Frühstück blöd gesagt macht oder als Snack bifi. Ka mir fallen gerade keine guten Beispiele ein hoffe man weiß was ich meine. Von wegen schlechte fette oder sowas.

Hätte mal Bock für Snacks gute Riegel zu haben, aber Ka ob Eiweiß Riegel da jetzt förderlich sind.

Wird schon mit der Waage klingt gut bei dir und wenn nicht jetzt dann nächste Woche ;). Weiter so!
 
Klingt geil was du zum schmelzen sagst.

Drauf pinkel Tests gibt’s dafür? Wieder was gelernt!

Haben halt aktuell das Problem wie man das am besten umsetzt, weil als Beispiel schlechte Sachen sind ja nicht förderlich glaub ich. Wenn man dann Salami Frühstück blöd gesagt macht oder als Snack bifi. Ka mir fallen gerade keine guten Beispiele ein hoffe man weiß was ich meine. Von wegen schlechte fette oder sowas.

Hätte mal Bock für Snacks gute Riegel zu haben, aber Ka ob Eiweiß Riegel da jetzt förderlich sind.

Wird schon mit der Waage klingt gut bei dir und wenn nicht jetzt dann nächste Woche ;). Weiter so!

Ja, das klingt total komisch weil man eigentlich total den Dreck fressen kann, wo jeder denkt dass es dick und fett macht. Wie zum Beispiel Eier mit Speck zum Frühstück. :liebe:

Aber halt nicht mehr als 30g Kohlenhydrate am Tag sonst fliegst aus der Ketose.

Die Dinger zum drauf pinkeln heißen glaube ich Keto Sticks.

https://hungerfreude.com/knowledge-base/was-sind-ketosticks-und-wie-benutze-ich-sie-richtig/
 
Heute ist Fastenbrechen bei mir. Habe drei Wochen lang gefastet, wobei die ersten beiden Tage Entlastungstage waren. Ab heute folgen nun sechs Aufbautage, die es nochmal ein wenig in sich haben.

Wie habe ich gefastet?

Im Grunde eine Mischung aus ganz klassischem Fasten nach Buchinger und Wanderfasten.

Nach zwei Entlastungstagen mit jeweils ca. 600kcal Obst/Hafer ging es richtig los nachdem ich mit Glaubersalz meinen Darm entleert habe.

Hauptsächlich habe ich Kräutertees getrunken. Mittags habe ich mir 1/4l Saft frisch gepresst auf 0,5-1l verdünnt mit warmem Wasser. Abends gab es eine ebenso stark verdünnte Gemüsebrühe/Tomatensaft, die ich wie eine Suppe gelöffelt habe.

Ich bin fast jeden Tag morgens zur Arbeit gelaufen (5km, 0:45h). Nach der Arbeit bin ich über die anliegenden Berge des Odenwalds stramm steil nach oben und wieder runter zurück nach Hause gewandert (9km, 200hm, 1:40h). Auch an den heißen Tagen. An den Wochenenden waren wir viel mit unserem Kleinen in der Kraxe unterwegs und auch dort hatte ich viel Kraft und Energie zur Verfügung.

Am Abend jeden zweiten Tages habe ich einen Einlauf gemacht mit einem Liter warmen Wasser. Wer jetzt die Nase rümpft, ohne geht es nicht.

Wie lange habe ich gefastet?

Ich habe nun drei Wochen lang keine feste Nahrung mehr zu mir genommen. Ich hatte zu Beginn jede Menge Fettreserven und mein heimliches Ziel waren zwar schon von Anfang an drei Wochen, jedoch wäre ich auch mit zwei Wochen absolut zufrieden gewesen. Die klassische übliche eine Woche wäre mein Minimum gewesen. Ich habe noch mehr als genug Reserven für eine vierte Woche, allerdings wird bei dieser Dauer zum einen einschlägig empfohlen spätestens dann einen Arzt hinzuzuziehen und zum anderen würde meine Aufbauphase dann zeitlich sehr ungünstig liegen für mich.

Wie oft habe ich schon gefastet?

Das war das erste Mal.

Warum habe ich gefastet?

Anfang des Jahres hat mir wahrscheinlich unser Kleiner mit seinen ständigen Kita-Krankheiten eine waschechte Influenza beschert. Volles Programm über Wochen. Diese war zudem ein Einfallstor für eine schwere, zu spät diagnostizierte, wahrscheinlich virale, Lungenentzündung, die ich eigentlich in einer Klinik hätte auskurieren müssen. Auch erweiterte sich der Entzündungsherd und auch mein Herzmuskel war betroffen. Da hat mich also mit fast 35 Jahren soch tatsächlich fast eine Influenza dahingerafft.

Jedenfalls hieß es daher danach über mindestens 4-5 Monate absolut keine sportliche Betätigung mehr. Was das für mein Gewicht und meine Muskeln bedeutete brauch ich kaum zu erwähnen. Will mich aber auch nicht rausreden, denn den Winter davor habe ich es schon etwas schleifen lassen.

Die Wehwehchen nahmen zu und eigentlich hatte ich in jedem Teil meines Körpers etwas, dass nicht mehr ganz rund lief. Vor allem die Sache mit meinem Herz machte mir auch etwas psysisch zu schaffen, da ich öfter immer wieder ein ungewohntes Stechen verspürte, das mit der Influenza begann.

Nach ein paar Monaten Schonzeit zog ich dann also die Notbremse, da es weiter bergab ging, wenn auch langsam immerhin stetig. Ich entschied mich nach der Lektüre von aktuellen Studien und Papieren dazu, es mit Heilfasten zu versuchen, um mich auch geistig für meinen weiteren Weg zu resetten.

Was ist während des Fastens passiert?

Man liest zwar immer wieder davon, dass sie Gewichtsreduktion nur ein angenehmer Nebeneffekt des Fastens sei, es aber primär darum nicht gehen soll und das auch keine Motivation sein darf. Ich würde mich selbst belügen wenn ich das jedoch nicht als den zweiten wichtige Faktor für mich anerkennen würde. Zumal nicht wenige meiner Wehwehchen sehr wahrscheinlich gerade durch mein Übergewicht entstanden sind. Ich habe daher täglich mein Gewicht gemessen und protokolliert (siehe Grafik im Spoiler weiter unten).

Zu Beginn leert sich sehr schnell der Glykogenspeicher des Körpers. Glykogen ist an Wasser gebunden und so nimmt man die ersten Tage scheinbar kiloweise ab. Dieses Gewicht kommt nach dem Fasten jedoch wieder 1:1 drauf. Der Graph ist daher als brutto Gewichtsverlust zu lesen, netto wird es nach den Aufbautagen, obwohl sehr stark kalorienreduziert, wieder ein paar Kilo mehr sein. Auch Wassereinlagerungen und ein "voller" Darm werden dazu beitragen.

Durch die Entlastungstage und der Darmentleerung mit Glaubersalz zu Beginn hatte ich zum einen kein Heißhungergefühl, wie von vielen befürchtet und zum anderen natürlich auch keine Peristaltik mehr, was es auf eine gewissen Weise erstmal einfacher macht als man denkt nun nichts mehr zu essen.

Nun passirt jedoch etwas super faszinierendes. Wir haben einen komplett unterschiedlichen zweiten Modus unseren Stoffwechsels, den wir im Alltag nicht benutzen. Unser Alltagsstoffwechsel, der durch die konstante Nahrungsaufnahme unseren Organen keine Regenerationszeit mehr lässt, ist dabei der unnatürliche Modus. Leider macht er uns krank. Neue Studien bestätigen, dass man die Risiken für unsere größten Volkskrankheiten massivst senken kann durch regelmäßiges oder auch intermettierendes Fasten. Die Ergenisse sind so sensationell, dass man davon ausgehen kann, dass das ganze Thema die nächsten Jahre noch viel präsenter werden wird.

Zurück zum anderen Modus: der Ketose. Durch das lange Fasten wird fast vollständig auf diesen fettverbrennenden Modus umgestellt (selbst das Hirn, dass sich bis zuletzt diekt den Zucker einverleibt). Und wenn man genug Fettreserven hat, hat man auch genug Energie. Man hat sogar überraschend viel davon und in meinem Fall sogar mehr als vorher, wenn ich mir meine Leistungsfähigkeit beim Wandern anschaue. Hier ist die Krux: Ohne viel moderate Bewegung geht das ganze voll nach hinten los, denn einfacher kommt der Körper an seine Energie, wenn er Muskeln abbaut und wenn man die Muskeln nicht dauerhaft moderat beansprucht, verliert man diese, anstatt auf 95% Fettverbrennung zu kommen.

Und jetzt kommt einer der faszinierenden Punkte für mich. Ich habe sogar Muskeln aufbauen können, wenn natürlich auch langsam. Und wieviel Fett habe ich denn nun damit verbrannt? Ein halbes Kilo - pro Tag! Dafür muss man normalerweise schon richtig hart und diszipliniert mindestens eine Woche trainieren üblicherweise.

Ich hatte am vierten oder fünften Tag Stimmunsmäßig ein richtiges Down, wobei ich die Nacht zuvor nur 2 Stunden unruhig schlafen konnte. Ob das mit dem Fasten zusammenhängt weiß ich nicht, aber könnte ich mir gut vorstellen, dass die Umstellung des gesamten Kreislaufs und Stoffwechsels damit zu tun hat. Danach war es auch schon wieder gut und von einen Tag auf den anderen waren meine Monatelangen Schlafprobleme weg! Ohne Darmtätigkeit benötigt man ca. zwei Stunden weniger Schlaf und so schlief ich meistens von 1 Uhr bis 7 Uhr. Und zwar durch! Jede Nacht! Das hatte ich vielleicht schon Jahre nicht mehr!

Eine Konsequenz davon ist auch, dass ich tagsüber vor allem abends nicht mehr müde war. Ich habe das Problem, dass ich abends eigentlich nichts auf dem Sofa schauen kann, denn sobald ich liege, bin ich in 10 Minuten weg. Nun ist das kein Problem mehr, ich könnte glaube ich selbst wenn wollte nicht wegnicken.

Meine gelegentlichen Hörstürze sind weg (Das Gehörte sackt ab und ein Piepen trat an dessen Stelle für ca. eine Minute, nach der das Hören langsam wieder "hochfuhr").

Mein Herzstechen ist weg.

Ich bekam Anfang des Jahres eine Art Ausschlag auf meinen Oberschenkeln, der eine Folge der Herzmuskelentzündung sein kann. Da hat sich leider nichts verändert.

Buchinger schrieb wohl sinngemäß, dass es dem Körper während des Fastens hervorragend ginge, die Seele jedoch hungere. Das kann ich voll unterschreiben. Zwar hatte ich nicht diese übermannenden Heißhungerattaken, aber Essen war rund um die Uhr für mein Gehirn ein Thema und es ist ja auch natürlich. Es triggrte mich ständig wenn auch unterschwellig dass es doch cool wäre, auf Nahrungssuche zu gehen und je mehr man von seiner Reserve verliert, desto vorgründiger wird das ganze, auch wenn es immer noch keiner Heißhungerattacke gleichkommt. Dafür durchgehend. Aber gerade wenn man beschäftigt ist wie z. B. auf der Arbeit, ist das vollkommen im Hintergrund und auch meine Denkleistung war null beeinträchtigt. Das ist aber dennoch der Punkt, warum das lange Heilfasten nichts für jeden ist. Vor allem mit dem straffen Wandern ohne wenn und aber über Stunden ist es eine harte disziplinarische Maßnahme über einen langen Zeitraum.

Der Darm stellt seine Tätigkeit ein, auch wenn er weiter befüllt wird z. B. von abgestorbenen Zellen und Galle. Daher sind die Einläufe leider unvermeidlich aber auch das ging und war nach etwas Übung jeden zweiten Tag in 20 Minuten erledigt. Das heißt übrigens auch, dass dem restlichen Körper plötzlich 20% mehr Blut zur Verfügung steht, die sich der Darm nicht mehr krallt, und so fit man auch ist, dass führt beim schnellen Aufstehen dazu, dass einen etwas schwarz vor Augen werden kann.

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Kann jeder Fasten?

Nein! Es gibt viele gesundheitliche Probleme, denen ein langes Fasten ganz und gar nicht gut tun. Unabhängig davon müssen beim Langzeitfasten auch Reserven da sein, die angezapft werden können.

Für das typische Fasten von einer Woche kann man es etwas lockerer sehen, aber auch hier gilt im Prinzip das Gleiche! Auf keinen Fall uninformiert starten und aufpassen, da 90% der Informationen im Netz esoterischer Natur sind!

Würde ich es nochmal tun?

Ja, allerdings klassischer Weise für eine Woche. Ich werde jedoch erstmal versuchen, im Alltag auf 16/8 zu gehen und falls sich das gut ins Familienleben integrieren lässt gar nicht mehr "Langzeitfasten", da es im Prinzip das gleiche Resultat herbeiführt.

Würde ich es empfehlen?

Ja! Wenn es mit dem Arzt abgeklärt ist im Zweifel. 16/8 oder 5/2 ist wohl ziemlich das beste, was man seinem Körper antun kann, wenn man keinen Schrott frisst.
 
Nicht schlecht. Da habe ich Respekt vor. Ich wollte das eigentlich auch mal ausprobieren. Mir reicht aber vielleicht auch schon das intermittierende Fasten, das ich jetzt seit einem halben Jahr konsequent durchziehe.
 
@Cloud Strife
Respekt für diese drei Wochen!
Habe sowas im Zuge eines Budō-Trainingslager für fast 2 Wochen über mich ergehen lassen und das war schon sehr anstrengend. Würde ich nicht wieder machen. Abgenommen habe ich in der Zeit ähnlich viel aber das war innerhalb kürzester Zeit alles wieder drauf, was mich aber nicht gewundert hat, langes Fasten ist ja dafür bekannt nicht zur Gewichtsreduktion geeignet zu sein, wegen seines starken JoJo Effekts.

Betreibe aber jetzt seit fast drei Jahren Intervallfasten (16/8; Essenszeitfenster 12-20 Uhr), sprich das ist zu meinem Alltag geworden. Komme damit extrem gut klar und merke selbst wie gut es mir tut. Man nimmt auch ständig ab, zwar nur sehr, sehr langsam aber das Gewicht verringert sich ständig, trotz teilweise hoher Kalorienzufuhr (was eben der Autophagie geschuldet ist). Gibt da ja auch die berühmte Studie mit den Ratten (oder waren Mäuse?), bei denen man jeder Gruppe exakt dasselbe zu fressen gab, mit Kalorienplus, wobei eine Gruppe diese Nahrung "normal verteilt" bekam und die andere Gruppe in einem 16/8 Intervallfenster. Die Gruppe welche die Nahrung normal bekam wurde fetter und fetter, während die andere Gruppe schlank war und eine erhöhte Lebenserwartung aufwies.

Habe übrigens auch damit begonnen nachdem mich eine Influenza für drei Wochen flachgelegt hat und ich im darauf folgenden Jahr ständig mit neuen Infektionen zu kämpfen hatte, weil mein Immunsystem, durch diese Grippe, völlig in sich zusammengefallen war.


Nun passirt jedoch etwas super faszinierendes. Wir haben einen komplett unterschiedlichen zweiten Modus unseren Stoffwechsels, den wir im Alltag nicht benutzen. Unser Alltagsstoffwechsel, der durch die konstante Nahrungsaufnahme unseren Organen keine Regenerationszeit mehr lässt, ist dabei der unnatürliche Modus. Leider macht er uns krank. Neue Studien bestätigen, dass man die Risiken für unsere größten Volkskrankheiten massivst senken kann durch regelmäßiges oder auch intermettierendes Fasten. Die Ergenisse sind so sensationell, dass man davon ausgehen kann, dass das ganze Thema die nächsten Jahre noch viel präsenter werden wird.

Ja, das nennt sich Autophagie, dafür hat ein japanischer Forscher vor ein paar Jahren den Nobelpreis gewonnen.

Ist ein extrem interessantes Thema. Im Grunde kann man es mit folgender Analogie erklären: Im Haushalt fällt Müll an, um den man sich kümmern müss, wofür man sich gesondert Zeit nehmen sollte. Der Körper verfügt dazu über eigene Mechanismen, bei denen er sich selbstverzerrt und genau das auf sehr effiziente Weise macht (sprich die schädlichen Bestandteile zerlegt und wieder verwertet), allerdings stößt er diesen Vorgang nur an wenn er nicht gerade mit anderen Stoffwechseltätigkeiten beschäftigt ist, ergo sich gerade in einer Periode der verringerten oder gar enthaltsamen Nahrungsaufnahme befindet.

Dir sind ja sicher die alten Okinawa Japaner bekannt, die für ihre außerordentlich hohe Lebenserwartung bekannt sind (die alten Generationen, bei den jüngeren geht die Lebenserwartung gerade wieder deutlich zurück). Die hatten eine sehr kohlenhydratreiche und fleischarme Ernährung, mit zugleich geringer Kalorienzufuhr. Man geht davon aus, dass die Autophagie, ausgelöst durch ihre traditionell geringe Kalorienzufuhr, hier ua eine große Rolle gespielt hat.
 
@Aya

Ich hab heute erst deine ganze "Leidensgeschichte" hier nachgelesen. Und lange überlegt, ob ich was dazu sagen soll. Aber ich mache es einfach mal.

Du hast zwei Baustellen. An einer kann/sollte man arbeiten. An der anderen Baustelle muss man arbeiten.

Ich habe deine Bilder gesehen und ja, da sind ein paar Kilos zu viel auf der Waage. Aber das ist IMO noch nicht übermässig fett. Guck dich doch einfach mal bei einem Spaziergang durch die Stadt aktiv um. Da laufen ganz andere Kaliber durch die Gegend. Und denen geht es psychisch gut. Und die haben ein intaktes soziales Umfeld. Nur die allerwenigstens Menschen sind alleine (oder fühlen sich alleine), weil sie übergewichtig sind. Hey, mehr als die Hälfte unseres Landes hat Übergewicht!

Dich stört deine Figur und du scheinst viele deiner Probleme darauf zurück zu führen. Und ich glaube, du glaubst, dass wenn du abnimmst, dass du dich dann mehr selbst lieben und achten kannst. Und dass die Menschen anders zu dir sein werden.

Wenn du mich fragst, ist das ein Irrglaube. Der psychologische Effekt ist hier viel entscheidender! Wenn du gelernt hast, dich selbst zu akzeptieren und zu lieben, wenn der Selbsthass schwindet, dann kann man das Thema Gewicht angehen.

Ich weiss nicht, wie weit du mit deiner psycholgischen Beratung bist, aber da würde ich im Zweifelsfall eher noch 5 Ärzte nach Rat fragen, bevor ich einfach alles an Gewichtsreduktion setze und mir von unfähigen Menschen erzählen lasse, dass man nix machen kann. Ich würde auch das Thema Gewichtsreduktion anders angehen (gerade das Thema Ketose sollte selbst bei völlig gesunden Menschen unter ärztlicher Beobachtung durchgeführt werden). Alle Menschen sind unterschiedlich. Der Eine braucht weniger Fett, andere Kohlenhydrate. Eine ärztliche Prüfung kann dir genau sagen, was du gut und nicht gut verstoffwechselst. Ernährungsberater können dir auch Pläne erstellen, wie man sich bewusst und gesund ernähren kann. Diätbücher und Internet sind an einem Punkt, an dem du dich befindest, IMO nicht mehr die richtigen Wegbegleiter.

Dein Gewicht, deine Figur, sind nicht dein ursächliches Problem. Löst du das Problem mit dem Gewicht, heisst das nicht, dass deine anderen Probleme automatisch auch weg gehen. So sehe ich das jedenfalls.

Mag sein, dass ich komplett irre und es dir mittlerweile besser geht, auch psychisch. Dann sorry. Ich habe aber auch mal 30kg mehr als jetzt gewogen, und ja, ich habe mich da auch unwohl in meinem Körper gefühlt. Aber das ging nie so weit wie bei dir. Und DA liegt das Problem. Lass dir bei deiner Psyche helfen und du wirst sehen, dass die Kilos auf deinen Hüften kein Problem mehr sind.

Und noch was. Ich hab dich hier im Forum als liebenswürdige und eigentlich "normale" Person kennengelernt. Bis auf deine Probleme. Lass dir von anderen Menschen nichts einreden. Wenn du wirklich so Arschlöcher in deinem Umfeld hast, die dich auf deinen Bauch reduzieren, dann verbanne diese Menschen so gut es geht aus deinem Leben!
 
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