Mingo
wohnt mietfrei in deinem Kopf
Ich finde es schon sehr bemerkenswert was hier zu lesen ist.
Es wird hier geschrieben, dass ich (und andere) verallgemeinern bzw. generalisieren würde.
Ich meine... der "Beweis" der These wurde hier im Thread ja direkt mitgeliefert:
So weit, so unproblematisch. Das ist einfach eine banale Feststellung.
Es geht auch gar nicht darum, dass hier irgendjemand die Selbstbestimmung der Frauen in Frage stellt. Ganz im Gegenteil: Ich bin da voll bei euch, dass diese Beziehungen von beiden Parteien als symmetrisch und machtfrei empfunden werden. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie es auch sind. Ich spreche zunächst von einer sozialen Machtdimension, nicht von einer individuellen Machtungleichheit, bei der möglicherweise sogar bewusst und gewaltvoll Macht ausgeübt wird.
Dabei ist es erst mal unerheblich was die Gründe dafür sind (bspw. kann man da biologistisch argumentieren, wie es Trayal getan hat), in jedem Falle hat es aber soziale Auswirkungen, die sich in geschlechterspezifischen Ungleichheiten manifestieren.
Kleines Beispiel: Der Mann ist Anfang 30, die Frau Anfang 20. Er hat studiert, ist seit einigen Jahren im Berufsleben und hat sich auf der Karriereleiter bereits etwas nach oben gearbeitet. Nach ein paar Jahren entschließt sich das Paar dazu Kinder zu bekommen, weil sie gerade mit dem Studium durch ist, da passt es ziemlich gut (und es wäre natürlich auch schön für ihn, wenn er nicht schon zu alt ist wenn er Vater wird). Es ist ziemlich schnell klar, dass sie die Elternzeit nicht gleichmäßig untereinander aufteilen, weil es auch finanziell für die beiden sinnvoll erscheint, dass er als Hauptverdiener die Familie finanziert. Außerdem hat er sich gerade eine Position in der Firma erarbeitet, die Führungsaufgaben umfasst und das ist eine Chance, die er sich jetzt nicht entgehen lassen will. Wir können das an dieser Stelle ewig weiter spinnen, aber ihr seht worauf ich hinaus will.
Im Übrigen finde ich es immer sehr spannend, wann die Selbstbestimmung der Frau hochgehalten wird und wann sie in Abrede gestellt wird.
Im Stars-Vorher-Nachher-Thread wurden mehr als einmal ehemalige Stars und Sternchen gepostet, die einen sichtbaren Alterungsprozess hinter sich haben, dem sie auch schon mal durch Schönheitsoperationen versucht haben Einhalt zu gebieten.
Wie oft musste ich in dem Kontext schon lesen "die war mal so heiß, was ist aus der geworden", "das Botox hat ihr aber gar nicht gut getan", "Wenn die in den Spiegel schaut kann sie das doch unmöglich schön finden" etc.
Ja meine Güte, vielleicht gefällt sie sich so einfach besser? Vielleicht findet sie sich selbst schön? Vielleicht hat sie das gemacht, weil sie es wollte und nicht um eurem Schönheitsideal zu gefallen?
Aber in einem solchen Kontext ist es dann wiederum unmöglich, dass Frau machtfrei und selbstbestimmt entscheidet?
Das gleiche mit religiöser (Voll-)Verschleierung: Natürlich macht das die Frau in keinem Fall freiwillig und natürlich ist das nur möglich, weil es in der Beziehung ein Machtgefälle zugunsten des Mannes gibt. Irgendwie komisch. [Ich paraphrasiere hier ironisch, nicht dass irgendjemand jetzt denkt das wäre meine Meinung]
ist das hier etwas anderes?
Und um es zum Ende des Beitrags nochmal auf Di Caprio zurückzuführen:
Wenn ihr euch z.B. mit dem weiterführenden Link beschäftigt hättet, dann würdet ihr erfahren, dass er seine jetzige Freundin schon kannte, als sie 11 Jahre alt war. Da war er 35.
Und jetzt erzählt mir nochmal, dass da keine Machtunterschiede bestehen und die Liebe nun mal dort hin fällt wo Amor seinen Pfeil hinschießt.
Es wird hier geschrieben, dass ich (und andere) verallgemeinern bzw. generalisieren würde.
Das ist nicht korrekt. Ich schließe vom Beispiel Di Caprio nicht auf etwas Allgemeines oder Generelles, sondern anhand des Beispiel lassen sich generelle und allgemeine Beobachtungen exemplarisch veranschaulichen.Weil sich da Leute etwas anmaßen und generalisieren.
Ich meine... der "Beweis" der These wurde hier im Thread ja direkt mitgeliefert:
Meine Frau ist auch 10 Jahre jünger als ich
Und guess what... meine Freundin ist auch beinahe 7 Jahre jünger als ich. Und offensichtlich falle ich damit nicht aus dem Rahmen. Ich glaube sogar, dass es hier im KT schon mal eine Umfrage gab, wie groß der Altersunterschied in den Beziehungen der KT-User ist. Und in den meisten Fällen gab es einen Altersunterschied, der mal mehr, mal weniger groß ausfiel. Und in den allerallermeisten Fällen war dieser Altersunterschied dergestalt, dass der Mann älter und die Frau jünger war. Wie gesagt, schaut nochmal nach oben: q.e.d.Meine Freundin ist auch 10 Jahre jünger als ich...
So weit, so unproblematisch. Das ist einfach eine banale Feststellung.
Es geht auch gar nicht darum, dass hier irgendjemand die Selbstbestimmung der Frauen in Frage stellt. Ganz im Gegenteil: Ich bin da voll bei euch, dass diese Beziehungen von beiden Parteien als symmetrisch und machtfrei empfunden werden. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie es auch sind. Ich spreche zunächst von einer sozialen Machtdimension, nicht von einer individuellen Machtungleichheit, bei der möglicherweise sogar bewusst und gewaltvoll Macht ausgeübt wird.
Dabei ist es erst mal unerheblich was die Gründe dafür sind (bspw. kann man da biologistisch argumentieren, wie es Trayal getan hat), in jedem Falle hat es aber soziale Auswirkungen, die sich in geschlechterspezifischen Ungleichheiten manifestieren.
Kleines Beispiel: Der Mann ist Anfang 30, die Frau Anfang 20. Er hat studiert, ist seit einigen Jahren im Berufsleben und hat sich auf der Karriereleiter bereits etwas nach oben gearbeitet. Nach ein paar Jahren entschließt sich das Paar dazu Kinder zu bekommen, weil sie gerade mit dem Studium durch ist, da passt es ziemlich gut (und es wäre natürlich auch schön für ihn, wenn er nicht schon zu alt ist wenn er Vater wird). Es ist ziemlich schnell klar, dass sie die Elternzeit nicht gleichmäßig untereinander aufteilen, weil es auch finanziell für die beiden sinnvoll erscheint, dass er als Hauptverdiener die Familie finanziert. Außerdem hat er sich gerade eine Position in der Firma erarbeitet, die Führungsaufgaben umfasst und das ist eine Chance, die er sich jetzt nicht entgehen lassen will. Wir können das an dieser Stelle ewig weiter spinnen, aber ihr seht worauf ich hinaus will.
Im Übrigen finde ich es immer sehr spannend, wann die Selbstbestimmung der Frau hochgehalten wird und wann sie in Abrede gestellt wird.
Im Stars-Vorher-Nachher-Thread wurden mehr als einmal ehemalige Stars und Sternchen gepostet, die einen sichtbaren Alterungsprozess hinter sich haben, dem sie auch schon mal durch Schönheitsoperationen versucht haben Einhalt zu gebieten.
Wie oft musste ich in dem Kontext schon lesen "die war mal so heiß, was ist aus der geworden", "das Botox hat ihr aber gar nicht gut getan", "Wenn die in den Spiegel schaut kann sie das doch unmöglich schön finden" etc.
Ja meine Güte, vielleicht gefällt sie sich so einfach besser? Vielleicht findet sie sich selbst schön? Vielleicht hat sie das gemacht, weil sie es wollte und nicht um eurem Schönheitsideal zu gefallen?
Aber in einem solchen Kontext ist es dann wiederum unmöglich, dass Frau machtfrei und selbstbestimmt entscheidet?
Das gleiche mit religiöser (Voll-)Verschleierung: Natürlich macht das die Frau in keinem Fall freiwillig und natürlich ist das nur möglich, weil es in der Beziehung ein Machtgefälle zugunsten des Mannes gibt. Irgendwie komisch. [Ich paraphrasiere hier ironisch, nicht dass irgendjemand jetzt denkt das wäre meine Meinung]
ist das hier etwas anderes?
Und um es zum Ende des Beitrags nochmal auf Di Caprio zurückzuführen:
Wenn ihr euch z.B. mit dem weiterführenden Link beschäftigt hättet, dann würdet ihr erfahren, dass er seine jetzige Freundin schon kannte, als sie 11 Jahre alt war. Da war er 35.
Und jetzt erzählt mir nochmal, dass da keine Machtunterschiede bestehen und die Liebe nun mal dort hin fällt wo Amor seinen Pfeil hinschießt.
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