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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Habe zuletzt das erste mal "Mad Mission I" endlich komplett ungeschnitten gesehen. Neuauflage auf BR sei Dank! Die aus der deutschen Fassung geschnittenen Szenen sind hier zwar auf chinesisch mit Untertiteln, aber das stört mich nicht im geringsten. Was mich wundert ist, das man Geschichtselemente herausgeschnitten hat die so einiges erklären (und nebenbei urkomisch sind).
MM1 und II sind nach wie vor herausragend gute Filme mit herrlich bekloppter, aber passender, deutschen Syncho.

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Lords of Chaos

Ein Film über die Entstehung des "Norwegian" Black Metal durch Euronymous, die Geschichte seiner Band "Mayhem" und die damit verbundenen Skandale (bspw. Selbstmord des ersten Frontmanns, Kirchenbrennen, ... ). Das Hauptaugenmerk liegt auf der eskalierenden Beziehung zwischen Euronymous und dem, von seinem eigenen Ego und Extremismus zerfressenen, Varg (Bassist von "Mayhem" und Gründer von "Burzum"), die in einem absolut aufwühlenden Ende mündet. Die Story wird generell recht nüchtern erzählt und durch die doch sehr explizite Gewalt immer wieder gebrochen. Jonas Åkerlund macht keine halben Sachen, wenn es um die realistische Darstellung der Brutalität geht. Mir war es tatsächlich fast schon too much.

Besonders gut hat mir Rory Culkin als Euronymous gefallen. Er gibt dem Charakter seine ganz eigene Note und passt echt perfekt in die Rolle. War sehr überrascht, was für ein guter Schauspieler der Typ ist.

Für Liebhaber des Musikgenres ein lohnenswerter Film, dessen Geschichte auch für Nicht-Kenner durchaus interessant sein könnte.

7/10
 
Ich glaube, der Film läuft in Deutschland erst Anfang Februar an und dann wohl auch geschnitten. :(
Vorher wurde bei uns noch gesagt, dass die FSK wohl die Schere ordentlich ansetzen wird (was ich irgendwie auch nachvollziehen kann...).

Habe ihn auf den Fantasy Filmfest White Nights in Hamburg gesehen.
 
Ich glaube, der Film läuft in Deutschland erst Anfang Februar an und dann wohl auch geschnitten. :(
Vorher wurde bei uns noch gesagt, dass die FSK wohl die Schere ordentlich ansetzen wird (was ich irgendwie auch nachvollziehen kann...).

Habe ihn auf den Fantasy Filmfest White Nights in Hamburg gesehen.

Hier wird er leider gar nirgends gezeigt, zumindest habe ich mal die Seiten aller großen und kleinen Kinos in meiner Nähe befragt. Wenn er dann auch noch nur geschnitten im Handel erhältlich sein wird, muss man wohl mal wieder Piraterie betreiben.
 
Soll wohl in den USA am 8.2. zu Streamingservices gehen und am 29.3. im UK (und damit vielleicht auch im restlichen Europa). Hoffen wir's mal.

Edit: Die Daten beziehen sich wohl doch auf Kinoveröffentlichungen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
The Favourite

Die unkonventionelle Regie eines Yorgos Lanthimos in einem Kostümfilm, der sich nicht so recht zwischen Drama und Komödie entscheiden kann. Funktioniert das? Wer die früheren Werke von Lanthimos kennt (bspw. The Lobster, Dogtooth oder Killing of a Sacred Deer), wird bestimmt skeptisch sein, wenn es um die Erwartungen an "The Favourite" geht. Schließlich bietet der erste Eindruck doch etwas gänzlich anderes als das was man vom Regisseur eigentlich gewohnt ist. Prunkvolle Kostüme, Tanzeinlagen, England im Zeitalter der Revolutionen und eine Geschichte, die keine großen Umwege geht. Allerdings funktioniert die eingangs erwähnte Mischung der Genres und die Geschichte rund um eine fast schon kindisch agierende Queen Anne (genial dargestellt von Olivia Colman) und ihrer beiden konkurierenden Kammerdienerinnen ausgezeichnet gut. Die eigentümliche Regie von Lanthimos setzt dem ganzen dann noch die Krone auf (...pun indented). Emma Stone und Rachel Weisz bekriegen sich in einem immer weiter eskalierenden Schlagabtausch um die Gunst der Königin und man weiß nie so recht auf welcher Seite man nun eigentlich stehen soll. Beide haben nachvollziehbare Beweggründe und beide sind sich für keine kompromisslose Intrige zu Schade. The Favourite ist unerwartet lustig, spannend und dramatisch, zeigt enorm starke Frauen, für die Männer eher Mittel zum Zweck sind und bricht ständig mit Konventionen, wenn es um die eigenen Erwartungen an Filme geht. Klare Empfehlung!

8/10
 
Bildschirmfoto 2019-01-14 um 22.57.08.png



The Salesman (2016, Amazon Prime)

Ein iranischer Film von Asghar Farhadi, der 2017 den Oscar als bester fremdsprachiger Film gewann. Zu Recht.
Der Film behandelt die Geschichte eines iranischen Ehepaares, welches Aufgrund unsicherer Bausubstanz ihres Wohnhauses umziehen muss und in der Wohnung einer ehemaligen Prostituierten landet. Ein paar banale, unglückliche Momente führen dazu, dass Rana, die Ehefrau, in ihrer neuen Wohnung überfallen wird.

Daraufhin beginnt die Suche nach dem Mann, der das getan hat. Strukturiert wie ein Thriller, wenn auch unauffälliger und unberechenbarer. Das kaputte Haus steht für einiges als Parabel. Wie auch das Haus zu Beginn zu bröckeln begann, so beginnt auch der Charakter Emad, der Ehemann, zu bröckeln. Er verändert sich, er ist unerbittlich und rachsüchtig, unterscheidet kaum mehr zwischen Verbündeten und Feinden. Er weiß nicht, ob er die ganze Sache zu ernst nimmt oder zu wenig unternimmt. Er versucht seiner Frau zu helfen, riskiert dabei aber, sich von ihr zu entfremden.

Zwischendurch wird der Film auf eine Metaebene gehoben, da viele Darsteller des Films Darsteller des in dem Film aufgeführten Theaterstücks "Death of a Salesman" (Tod eines Handlungsreisenden) sind und dort ihre Probleme neu und anders verarbeiten.

Lange Einstellungen und natürliche Performances zeichnen den Film aus, es konzentriert sich oft auf die banalen, alltäglichen Dinge. Verhandlungen über Miete, Gespräche über Einkäufe. Und dennoch gibt einem der Film stetig einen differenzierteren Blick auf die Charaktere und deren (teilweise kulturell für uns unverständliche) Beweggründe.

In Farhadis Universum herrscht immer Mehrdeutigkeit. Die Bösewichte erweisen sich als verletzlich und seltsam sympathisch, währen die Helden zu außergewöhnlicher Boshaftigkeit fähig sind. Jeder Charakter ist vielschichtig und doppeldeutig und selbst sich vertraute Personen sind über den anderen verblüfft, wenn sie merken, dass sie unter Extremen Umständen sich immer fremder werden und sich nicht verstehen.
Und gibt es überhaupt "den Guten" und "den Bösen"? Ist nicht alles komplizierter? Hat nicht jeder eine Geschichte hinter seinen Taten und Handlungen?

Ein toller und absolut sehenswerter Film.


8,5/10
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Herr der Ringe - Die Gefährten (EE) im Kino.

Es ist und bleibt mein absoluter Lieblings-Film. Auch über 17 Jahre später hat er nichts von seiner Faszination im Kino verloren. Ich will gar nicht viele Worte verlieren. Für mich stimmt hier einfach alles. Perfektion, wie ich sie danach nie wieder gesehen habe. So viele erinnerungswürdige Szenen und Gänsehaut Momente. Letztere werden natürlich enorm von der grandiosen Filmmusik geprägt.

Danke Peter Jackson und natürlich J.R.R. Tolkien für dieses Meisterwerk.

11/10

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Lords of Chaos

Ein Film über die Entstehung des "Norwegian" Black Metal durch Euronymous, die Geschichte seiner Band "Mayhem" und die damit verbundenen Skandale (bspw. Selbstmord des ersten Frontmanns, Kirchenbrennen, ... ). Das Hauptaugenmerk liegt auf der eskalierenden Beziehung zwischen Euronymous und dem, von seinem eigenen Ego und Extremismus zerfressenen, Varg (Bassist von "Mayhem" und Gründer von "Burzum"), die in einem absolut aufwühlenden Ende mündet. Die Story wird generell recht nüchtern erzählt und durch die doch sehr explizite Gewalt immer wieder gebrochen. Jonas Åkerlund macht keine halben Sachen, wenn es um die realistische Darstellung der Brutalität geht. Mir war es tatsächlich fast schon too much.

Besonders gut hat mir Rory Culkin als Euronymous gefallen. Er gibt dem Charakter seine ganz eigene Note und passt echt perfekt in die Rolle. War sehr überrascht, was für ein guter Schauspieler der Typ ist.

Für Liebhaber des Musikgenres ein lohnenswerter Film, dessen Geschichte auch für Nicht-Kenner durchaus interessant sein könnte.

7/10
Ochsenknecht spielt auch mit :gerri:
Wenn der Film genauso scheisse ist wie das Buch, kann es nur Müll sein.
 
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