Zwei Stunden in die Xbox One Version reingespielt. Shoot 'em Up meets No Man's Sky. Story ist generisches Genre-Bla, das mich schon nach einer Stunde nicht mehr interessiert hat. Für die jüngeren Spieler aber sicher ausreichend. Leider labern einem die NPCs per Funk die Ohren ab.
Spielerisch ganz nett. Wie gesagt, im Kern ein Shoot 'em Up. Auf den Planeten gleitet man auch nur über den Boden, bewegt sich also auf einer (etwas ausgedehnteren) 2D-Ebene und schießt, wie fürs Genre üblich, Gegner zu Klump. Die haben verschiedene Schwachstellen und Anfälligkeiten für Elemente, wonach man seine Waffen ausrüsten sollte. Größere Gegner bringen auch unterschiedliche Angriffsmuster mit, wie etwa Laserstrahlen, die es zu überspringen gilt.
Ansonsten gibt es Ubisoft Gamedesign anno 2008, mit "Lagern", die befreit werden wollen und dann die Map aufdecken, viel zu scannen und sammeln und Fetch-Sidequests. Ist halt alles Mittel zum Zweck, nämlich um zu Ballern. Die Planeten lassen sich, ähnlich wie in No Man's Sky, frei befliegen. Die Reisewege sind mir hier jedoch ebenfalls zu lang. Manchmal fliegt man schon mal ein oder zwei Echtzeitminuten zum nächsten Planeten. Immerhin gibt es eine Schnellreisemöglicheit zu bereits entdeckten Orten.
Waffen, Piloten, Schiffe und HQ(-Schiff) lassen sich alle einzeln aufleveln und verbessern. Ist schon fast etwas unübersichtlich und natürlich darauf ausgelegt, dauernd die Waffen zu wechseln und am besten auch noch weitere dazuzukaufen. Die Toys-to-life Modelle sind ganz ordentlich. Kann man gut packen und sehen brauchbar aus. Am Controller angesteckt, wird dieser jedoch echt schwer. Auch stoße ich, durch die längeren Analaogsticks des Elite Controllers, zuweilen ans Modell. Alle Schiffteile und Charaktere lassen sich aber auch digital erwerben bzw. einmalig scannen und dann in-game umbauen. Man muss es also nicht zwingend (bzw. nur einmalig) an den Controller schrauben.
Ein um Ubisoft-Mechaniken erweitertes Shoot 'em Up. Da steckt definitiv mehr Spieltiefe drin als beispielsweise in einem Skylanders. Im Endeffekt ist es aber doch nur ein aufgeblähtes Arcadegame. Würde ich jetzt auch nur Genrefans, Toys-to-life Freunden oder jüngeren Gamern empfehlen. Mein 10-jähriges ich hätte damals gefeiert.